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Italien: Forscher lösen Rätsel des sezierten Embryos in mittelalterlicher Kirche

Im Jahr 2009 erschütterte ein Erdbeben den kleinen italienischen Ort L´Aquila in Mittelitalien, bei dem insgesamt 308 Personen starben. Doch bei dem Erdbeben gab es noch mehr grausame Funde. In der mittelalterlichen Kirche St. Johannes im Dorf Casentino wurde eine Gruft mit mehreren Mumien gefunden.

Die gefundenen Mumien wiesen Verletzungen auf, welche auf eine Autopsie hinwiesen. Dabei wurden vor allem Anzeichen für eine Kraniotomie, einer Schädelöffnung, oder einer Kostotomie, einer Durchtrennung der Rippen, gefunden. Doch gerade stellte der Fund eines Fötus die Forscher vor ein Rätsel.

Diesem gut 29 Wochen alten Fötus wurde der Kopf und die Arme abgetrennt. Neue Untersuchen deuten auf eine Embryotomie hin, einer Abtreibungsmethode, bei der dem Fötus im Mutterleib der Kopf abgetrennt und so getötet wird. Dennoch wurde der kleine Leichnam als Mitglied der Kirche bestattet.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Italien, Forscher, Kirche, Rätsel, Fötus
Quelle: spiegel.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.10.2014 08:39 Uhr von blonx
 
+14 | -0
 
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Der erste dokumentierte Fall einer Embryotomie stammt von dem römischen Arzt Celsus im ersten Jahrhundert nach Christus. Ein weiterer Fall ist aus dem 4. Jahrhundert nach Christus in Poundbury in der englischen Grafschaft Dorset bekannt. In dem Grab lag nur der Baby-Leichnam, was darauf hindeutet, dass die Mutter den Eingriff überlebte. Angeblich wurde diese Form der Abtreibung nur angewandt, wenn der Fötus bereits tot und das Leben der Mutter gefährdete war.
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15.10.2014 11:50 Uhr von ThomasHambrecht
 
+4 | -5
 
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Und mit Beginn der Kirche wurde es auch verboten am menschlichen Körper zu forschen. Daher gab es auch über 1500 Jahre lang keinen medizinischen Fortschritt. Alles blieb auf dem Stand vom alten Rom. Interessanterweise gab es auch bei anderen Religionen keinen Fortschritt.
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15.10.2014 15:26 Uhr von jo-28
 
+6 | -2
 
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@ ThomasHambrecht: Man könnte direkt meinen Religionen verhindern im allgemeinen Fortschritt.
.
.
.
.
.
.
Nein?
Doch!
Oh!
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18.10.2014 03:49 Uhr von Stray_Cat
 
+1 | -0
 
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Ich habe auch immer ausschliesslich die Fortschrittsfeindlichkeit der Kirche als Grund dahinter gesehen.

Aber als ich eben den Artikel und Eure Kommentare las, kam mir in den Sinn, dass die Kirche - und ja, sie hat selbst unvorstellbare und zum Teil eindeutig perverse Grausamkeiten begangen - damit vielleicht die Tötung von Menschen zum Zwecke der Forschung verhindern wollte.

"Die Kirche" war ja kein homogenes Pack von Verbrechern und Psychopathen, es gab sicher auch mitfühlende und verantwortungsvolle Leute darunter.

Nur leider scheinen sich solche in keiner Kultur auf Dauer an der Spitze halten zu können. Dazu braucht´s wohl zuviel Opportunismus und Skrupellosigkeit.
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18.10.2014 16:38 Uhr von JustMe27
 
+1 | -0
 
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Tja, ohne Religioten und mit Kaffee hätte das Mittelalter nur 15 Minuten gedauert^^

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