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Studie: Jeder dritte Jurastudent ist für die Wiedereinführung der Todesstrafe

Laut einer Studie des Erlangener Strafrechtsprofessors Franz Streng zum Thema Angemessenheit von Strafe sind heutige Jurastudenten für härtere und längere Strafen.

Obwohl sie sich selbst sicherer fühlten als ihre Kollegen vor 25 Jahren, forderte jeder Dritte die Wiedereinführung der Todesstrafe.

Themen wie Sicherheit und Vergeltung sind den Studenten wichtiger als die Resozialisierung von Kriminellen, wie die Studie zeigt.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Todesstrafe, Jura, Wiedereinführung
Quelle: lto.de

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27 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.10.2014 17:12 Uhr von Rechtschreiber
 
+21 | -22
 
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Das ist dann eigentlich keine Frage der eigenen Sicherheit, sondern spricht dafür, dass Jurastudenten dann auch tatsächlich so dumm sind, wie man immer glaubt.
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14.10.2014 17:23 Uhr von Johnny Cache
 
+24 | -11
 
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Die haben eben verstanden daß es in vielen Fällen keine Chance auf eine Resozialisierung gibt.
Wozu also jemanden lebenslänglich für viel Geld einsperren, wenn man ihn auch kostengünstig entsorgen kann?
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14.10.2014 17:29 Uhr von ghostinside
 
+19 | -3
 
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Stimmt und 2/3 sind dagegen...
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14.10.2014 17:43 Uhr von shadow#
 
+14 | -9
 
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Das geht nicht wirklich über die Arschlochquote in der allgemeinen Bevölkerung hinaus, oder?
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14.10.2014 19:18 Uhr von shadow#
 
+5 | -11
 
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Diese Befragungen sollten sie am Besten vor dem Studium durchführen.
Wer sich die Wiedereinführung der Todesstrafe wünscht (31.9%), Folter befürwortet (22.1%) oder Vergeltung als wichtigsten Strafzweck ansieht, kann anschließend gleich zuhause bleiben weil er als Jurist ungeeignet ist.
So wie es aussieht, hat unsere Zivilisation ihren Zenit bereits vor 2-3 Jahrzehnten überschritten.
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14.10.2014 19:21 Uhr von Johnny Cache
 
+1 | -4
 
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@newsleser54
Und was wäre deine Wahl? Lieber ein paar Jahre oder gar länger im Knast sitzen oder die Todesstrafe?
Ich weiß was ich wählen würde.
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14.10.2014 19:46 Uhr von Perisecor
 
+3 | -7
 
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@ shadow#

Grandios, wie du mal eben die Hälfte der unveräußerlichen Grundrechte in Abrede stellen willst, u.a. die Meinungsfreiheit.
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14.10.2014 19:52 Uhr von sannifar
 
+4 | -4
 
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@Johnny Cache
Ich weiß auch, was ich wählen würde: das Leben. Wie können Menschen, die einem anderen zum Beispiel vorwerfen, seinem Opfer das Leben genommen zu haben, sich selbst zum Herr über Leben und Tod erheben? Und sei es, dass sie per Gesetz oder Wahl dazu gemacht wurden. Auch ein in Gesetz gegossenes Unrecht wird kein Recht.
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15.10.2014 00:31 Uhr von 4YouWeb
 
+1 | -2
 
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Dieses Umfrageergebnis zeigt, dass ein erreichter Numerus Clausus nichts über die tatsächliche Intelligenz oder über soziale Kompetenzen eines Menschen aussagt. Ich empfehle den Befürwortern der Todesstrafe sich mit den Menschen zu unterhalten, die Glücklicherweise nach Jahren – teilweise nur Stunden vor ihrer geplanten Hinrichtung – wegen erwiesener Unschuld aus Todeszellen in der ganzen Welt entlassen wurden. Oder noch besser dürfte eine Diskussion über die Todesstrafe mit den Männern, Frauen, Kindern oder Eltern von – fälschlicherweise Verurteilten – rehabilitierten und hingerichteten Menschen sein! Vielleicht ändern, die mit unendlicher Lebenserfahrung gesegneten Studenten ihre Meinung und stellen fest, dass sie besser nicht Jura studieren sollten!
Jörg Aland
Was gerettet wird gerettet, wenn ein Schiff voller Juristen untergeht? Die Zivilisation!
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15.10.2014 00:33 Uhr von 4YouWeb
 
+1 | -1
 
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Dieses Umfrageergebnis zeigt, dass ein erreichter Numerus Clausus nichts über die tatsächliche Intelligenz oder über soziale Kompetenzen eines Menschen aussagt. Ich empfehle den Befürwortern der Todesstrafe sich mit den Menschen zu unterhalten, die Glücklicherweise nach Jahren – teilweise nur Stunden vor ihrer geplanten Hinrichtung – wegen erwiesener Unschuld aus Todeszellen in der ganzen Welt entlassen wurden. Oder noch besser dürfte eine Diskussion über die Todesstrafe mit den Männern, Frauen, Kindern oder Eltern von – fälschlicherweise Verurteilten – rehabilitierten und hingerichteten Menschen sein! Vielleicht ändern, die mit unendlicher Lebenserfahrung gesegneten Studenten ihre Meinung und stellen fest, dass sie besser nicht Jura studieren sollten!

Jörg Aland

Was gerettet wird gerettet, wenn ein Schiff voller Juristen untergeht? Die Zivilisation!
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15.10.2014 00:56 Uhr von ms1889
 
+1 | -5
 
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nuja..mein sohn studiert auch jura...
er sagt: wie da gesetze verdreht werden um etwas zu erreichen, zeigt wie unseriös rechtswissenschaften und anwälte sind...wie gesagt...das sagt mein sohn!
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15.10.2014 01:10 Uhr von mcdar
 
+1 | -0
 
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...haja, wie will man denn sonst noch einsparen? Sogar die bisherigen Resozialisierungsmaßnahmen waren immer schon miserabel. Man spart und eine kontrollierte Örtlichkeit ("Reservat") für schwere Fälle ist auch nicht machbar.
In der Natürliche Abfolge darf sich niemand anmaßen, ein Leben auszulöschen.
Ginge es nicht immer um Geld, würden sich auch andere Möglichkeiten finden.
Man fragt sich schon lange was die Studierten denn so studieren, wenn man die "Ergüsse" betrachtet, welche man auch einem ungebildeten zuschreiben könnte.
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15.10.2014 03:30 Uhr von Botlike
 
+4 | -0
 
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@ms1889
Ich weiß nicht, seit wann dein Sohn Jura studiert. Ich schreibe nächsten Monat mein Examen und stelle fest, dass ich immernoch hin und wieder Momente habe, in denen der Groschen erst noch fällt. Warum genau die eine oder andere Regelung so oder so ausgelegt wird, versteht man oft nicht auf Anhieb. Oftmals erschließen sich einem die Zusammenhänge erst bei genauerer Betrachtung.

In meinen Augen ist es Fakt, dass wir in Deutschland eines der besten Rechtssysteme der Welt haben. Probleme gibt es aber immer dann, wenn politisch motivierte Änderungen hinzukommen, falls dein Sohn darauf anspielt, hat er absolut Recht.
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15.10.2014 03:32 Uhr von Botlike
 
+1 | -0
 
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Achja und zur News:
Das Ergebnis ist natürlich erschreckend. In meinem Bekanntenkreis stelle ich aber fest, dass gerade die Juristen gegen die Todesstrafe sind, weil gerade ihnen klar ist, was Grundrechte bedeuten.
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15.10.2014 05:44 Uhr von damokless
 
+1 | -1
 
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Diese Meinung vertritt man nur genau so lange, wie man selber nicht in der Todeszelle sitzt. Noch viel schlimmer ist, wenn man das Verbrechen, das einem vorgeworfen wird, nicht begangen hat.

Etwas, das dabei völlig unter den Tisch fällt: In dem Moment, in dem die Hinrichtung erfolgt, wird die Akte geschlossen und der tatsächliche Täter kommt damit davon. Perfect Crime.

Also zwei Ungerechtigkeiten in einer.

Thanks, but no thanks.
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15.10.2014 07:58 Uhr von Hallominator
 
+1 | -1
 
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Wieso gehen eigentlich alle davon aus, dass jeder Befürworter der Todesstrafe gleich jeden dahergelaufenen Taschendieb umbringen wollen?

Es ist leider Fakt, dass zum Beispiel Kinderschänder, die trotz psychologischer Behandlung etc. wieder rückfällig geworden sind, nicht mehr resozialisiert werden können.
Auch wenn das allen Gutmenschen natürlich nicht passt, es gibt solche Leute nunmal.
Und da man bei dauerhaft eingesperrten Tieren recht schnell auf die Barrikaden steigt, sollte man einen ein ganzes Leben lang eingeknasteten Straftäter ebenfalls so betrachten: Nämlich dass dieser Zustand menschenunwürdig ist.
Das ist dann nicht einmal mehr zwingend eine Frage des zu sparenden Steuergeldes, sondern des Anstands.
Selbst bei Tieren ist es anerkannt, hoffnungslose Fälle einzuschläfern.

Dass diese Strafe nicht jeden Strauchdieb treffen sollte, ist natürlich klar, verdammt!
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15.10.2014 10:15 Uhr von Perisecor
 
+0 | -4
 
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Hach ja, wie manche doch gegen die Todesstrafe hetzen, gleichzeitig aber kein Problem damit haben, dass der Staat (um mal ähnliche Begriffe zu nutzen) Freiheitsberaubung und Diebstahl begeht.

Je neuer die Urteile werden, desto weniger Fehlurteile gibt es auch. Alle Fehlurteile stammen aus den Zeiten vor der großflächigen Einführung moderner Ermittlungsmethoden.


@ Hibbelig

Du hast meinen Kommentar offensichtlich nicht verstanden. Aber gut, ich gebe zu, der Satz war schon sehr komplex.



"bist Du so nett, und zitierst die Paragraphen des GG auch, die diese Rechte ÜBER ALLE ANDEREN stellen? Danke."

Ich kann dir leider keine Paragraphen des Grundgesetz nennen, Hibbelig.
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16.10.2014 08:09 Uhr von SHA-KA-REE
 
+2 | -0
 
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@Johnny Cache
>Die haben eben verstanden daß es in vielen Fällen keine Chance auf eine Resozialisierung gibt.

Das haben wohl die meisten verstanden.

>Wozu also jemanden lebenslänglich für viel Geld einsperren, wenn man ihn auch kostengünstig entsorgen kann?

Z.B. deshalb weil selten genug völlig zweifelsfrei die Frage der Schuld geklärt werden kann. Einen Menschen der 10 Jahre verloren hat kann man wenigstens noch freilassen, einen zu unrecht hingerichteten kann man nicht mal eben wieder zum Leben erwecken.
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17.10.2014 21:12 Uhr von sannifar
 
+2 | -0
 
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@Perisecor
<Je neuer die Urteile werden, desto weniger Fehlurteile gibt es auch.>
Dazu dann noch der stets dämliche "Vergleich", dass der Staat doch auch "Freiheitsberaubung und Diebstahl" beginge.
Ist Dir vielleicht beim Lesen Deiner Ergüsse mal der Unterschied in den Sinn gekommen, dass man zu Unrecht verhängte Geld- oder Freiheitsstrafen durch Entschädigungszahlungen zumindest ein wenig wieder "gutmachen" kann, genau das aber bei einer vollzogenen Todesstrafe nicht mehr möglich ist? Ganz einfach deshalb, weil derjenige, der zu Unrecht verurteilt wurde, nicht mehr unter uns weilt. Willst Du da von "Kollateralschaden" sprechen oder was?!?
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18.10.2014 16:37 Uhr von Perisecor
 
+0 | -2
 
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@ sannifar

Der Vergleich ist nicht dämlich, denn der Staat begeht in jedem Fall ein Verbrechen, so man denn so argumentieren möchte.

Wer also gegen die Todesstrafe ist, weil der Staat sich dann auf dieselbe Stufe wie ein Mörder stellt, der muss zwangsweise auch