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Versicherungsvertreter: Opfer oder Täter?

Versicherungsvertreter haben ein Image, das noch schlechter ist als das des gemeinen Gebrauchtwagenhändlers. Sie stehen im Ruf, Kunden mehr oder weniger sinnvolle, meist aber überteuerte Verträge anzudrehen um die eigene Provision zu maximieren.

Oftmals spielt beim Einstieg in die Branche Naivität und Selbstüberschätzung eine wesentliche Rolle. Ob die Vertriebler ihren Lebensunterhalt verdienen können, wenn sie dem Kunden nicht um jeden Preis etwas verkaufen, ist vielen Konzernen egal.

Wenn erst einmal Freunde und Verwandte mit Policen eingedeckt sind, wird es eng. "Anheuern, ausnehmen, verhungern lassen und dann trennen." soll das Motto der schlimmsten der Branche sein, die, wie Kritiker sagen, ihre Vertreter oft wie Wegwerfware behandeln.


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WebReporter: Sarkast
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Opfer, Täter, Versicherungsvertreter
Quelle: welt.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.10.2014 20:37 Uhr von Sarkast
 
+6 | -5
 
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In dem Artikel werden vor allem der Strukturvertrieb DVAG und die Bausparkasse Wüstenrot kritisiert.

Ich denke, dass es auch noch ordentliche Versicherungsvermittler gibt, die von ihrem Job leben können, ohne ihre Kunden zu betrügen.

Persönlich werde ich von einem Ausschließlichkeitsvermittler beraten, der seit fast 30 Jahren für ein und die selbe Gesellschaft tätig ist. Wenn ich ihn anrufe, steht er mit Rat und Tat zur Seite, nicht nur, wenn´s ums Abschließen von Versicherungen geht.
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10.10.2014 23:13 Uhr von eugler
 
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Es ist schwer einen guten Berater zu finden.

Ausschließlichkeitsvermittler sind meist sehr gut im Service, haben jedoch nur einen Anbieter im Portfolio. Dieser ist ganz sicher nicht in der Lage in jeder Sparte im oberen Drittel zu liegen. Mit anderen Worten - vielleicht guter Service, ganz sicher zu hoher Preis und oft einfach nicht das passende Produkt.

Makler hingegen können den "ganzen" Markt wiedergeben (außer Direktanbieter). Weiterbildung und eine erschöpfende Produktkenntnis gibt es hier aber auch nicht, daher wird man auch hier die "Lieblingsprodukte" respektive einfach einen Preischart geben.

Online informieren? No way - wer einfach nur den Preis vergleicht und zuschlägt, hat schon verloren. Es gibt soviele entscheidende Faktoren, die ein einzelner Makler oder Do-It-Yourself-Kunde nicht überblicken kann.

Derzeit fällt der Garantiezins ins bodenlose. Vielleicht könnte dabei Preis - Leistung nicht der einzige Faktor sein, sondern auch die Finanzkraft des Unternehmens, also die Wahrscheinlichkeit, dass es den Anbieter auch noch in 20 Jahren gibt. Was ist mit der Quote der Rechtsstreitigigkeiten usw.?

Es gibt viele Faktoren und somit ist ein kompetenter und ungebundener Partner Gold wert. Den zu finden schafft man vielleicht entscheidend leichter.
1. Schritt: Am besten ein paar Empfehlungen von vertrauenswürdigen und eher vermögenden Menschen einholen - nach service orientierten Beratern fragen
2. Schritt: Mehrere Berater testen - welcher berät seriös
3. Schritt: beraten lassen, Vermögensplan prüfen und dann die nächsten Jahre treu bleiben

Ich habe mich auch online informiert, aber nicht zu den Anbietern, sondern zu meinem eigenen Bedarf. Damit kann ich eine seriöse Beratung sehr gut erkennen.
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10.10.2014 23:41 Uhr von newschecker85
 
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Ich wäre vor 6 Jahren fast auf sowas hereingefallen, hab aber grad noch so die Kurve bekommen. Ist eben krass, was die mit den leuten abziehen....also die schwarzen Schafe.
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12.10.2014 19:41 Uhr von CrazyWolf1981
 
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Ich gebe auf solche Typen eh nix. Ich hab meine Verträge über die Huk gemacht. Kam auch mal einer vorbei und hat mich beraten, aber nie gedrängt. Selbst wenn man das Angebot unbeantwortet lässt kommen die net dauernd an sondern akzeptieren es. Aber so Vertreter leben davon und müssen verkaufen. Is halt immer die Frage ob die das gewollt machen oder halt weil sie nichts anderes finden. Den Leuten im Callcenter kann man auch kaum einen Vorwurf machen, die werden ja meist selbst von Jobcenter und Arbeitsvermittlungen dazu gezwungen. Bei Vertretern weiß ich es nicht, aber wirklich seriöse habe ich da auch noch nie erlebt, zumindest bei denen die ungefragt kommen.
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13.10.2014 21:14 Uhr von eugler
 
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@CrazyWolf & HiGhMo

Wie unterscheidet ihr die Provisionsgeilen von den Pflichtbewussten? Denn ein Berater hat natürlich auch eine Selbstverpflichtung. Wenn ich als Arzt (bin natürlich keiner) einen Menschen mit einer lebensgefährlichen Wunde sehe, werde ich ihn zum Handeln drängen. Wenn ich Kfz-Mechaniker wäre und einen Kunden mit defekten Bremsen habe, werde ich ihn zum Handeln drängen.

Es ist also nicht ganz so einfach. Und nicht jeder drängende Berater ist ein Provisionsjäger. Gute Berater verdienen genug und sind nicht auf jeden Einzelkunden angewiesen.

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