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Chemnitz: Mann hoffte auf Freispruch und muss nun doch fast sechs Jahre ins Gefängnis

Fünf Jahre und zehn Monate Haft, so lautete am vergangenen Dienstag das Urteil des Landgerichts Chemnitz gegen den 42-jährigen Silvio S. Dieser reagierte geschockt auf den Urteilsspruch, hatte er doch in dem Indizienprozess auf einen Freispruch gehofft.

Dem 42-Jährigen wurde vorgeworfen, im vergangenen Jahr mehrere Autos in Brand gesetzt zu haben, darunter auch sechs Behördenfahrzeuge der Bundesagentur für Arbeit. Er bestritt die Taten aber vehement, auch gab es dafür lediglich Indizien, jedoch keine Beweise.

Die Ermittler kamen ihm auf die Spur, da er einschlägig vorbestraft ist, in den Jahren 2002 bis 2004 stellte er eindrucksvoll unter Beweis, dass er keine Autos mag und zerstach daher 2.050 Reifen an 836 Autos. Dafür wurde er zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt (ShortNews berichtete).


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mann, Gefängnis, Chemnitz, Freispruch, Brandstifter
Quelle: bild.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.10.2014 08:11 Uhr von Kamimaze
 
+8 | -2
 
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ShortNews hat in den Jahren 2002 bis 2004 tatsächlich mindestens 3 Mal über den "Reifenstecher von Chemnitz" berichtet und ich hab die News noch mal rausgekramt:


http://www.shortnews.de/...


http://www.shortnews.de/...


http://www.shortnews.de/...
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10.10.2014 09:01 Uhr von ZzaiH
 
+15 | -0
 
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wow für ein bisschen sachschaden gibts 6 jahre...
was man dann wohl für totschlag oder mord bekommt -.-
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10.10.2014 09:19 Uhr von Yoshi_87
 
+6 | -1
 
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Sind also nicht nur Steuern mehr wert als Menschenleben sondern auch noch Autos?

Wofür braucht die Arbeitsagentur eigentlich Autos?
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10.10.2014 09:49 Uhr von dommen
 
+4 | -6
 
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Ah ja. Und Ali, der drecks "Ehrenmann" und Berufsuntermensch bekommt nach dem Bedingten noch Prozessentschädigung und erweiterte Sozialhilfe für seine missratene Brut.
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10.10.2014 10:01 Uhr von Klaus_Schuppenpetter
 
+4 | -0
 
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@Yoschi87: Das liegt daran, daß unser Strafgesetzbuch aus dem Jahr 1872 stammt. Zu dieser Zeit gab es eine höhere Gewichtung auf "Sachen". Ein Mensch galt zu dieser Zeit noch nicht so viel. Es ist eigentlich erstaunlich, daß das noch nicht geändert wurde.
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10.10.2014 10:49 Uhr von Ali Bi
 
+3 | -1
 
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Naja, 2.050 Reifen an 836 Autos für 3,5 Jahre sind ja auch nen Schnäppchen gewesen. Da sind dann knapp 6 Jahre für den Rest auch nicht so dramatisch.
Zivilrechtlich ist bei dem dann eh nix zu holen und die Opfer sind komplett gearscht
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10.10.2014 13:01 Uhr von KaiserackerSK
 
+1 | -0
 
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Also sollte er nächstes mal lieber jemanden vergewaltigen in einem Auto und es dadurch zerstören, das wäre dann ja ungewollte Sachbeschädigung. Aber nicht das er dann für die Vergewaltigung 2-3 Jahre bekommt und noch 5-6 oben drauf weil er einen Wagen beschädigt hat.

Was für ein mieses Strafrecht
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10.10.2014 13:29 Uhr von GroundHound
 
+1 | -1
 
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Jemand anhand von Indizien, ohne klaren Beweis, zu verurteilen ist in meinen Augen ein Skandal.
Das geht schon in die Richtung Willkür und Rechtsbeugung.
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10.10.2014 13:38 Uhr von Suffkopp
 
+0 | -0
 
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@dommen - mit dem Dir gebührenden Respekt: Du hast einen an der Waffel.
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10.10.2014 13:48 Uhr von Adam_R.
 
+2 | -0
 
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@ZzaiH
"wow für ein bisschen sachschaden gibts 6 jahre...
was man dann wohl für totschlag oder mord bekommt "

Die Hälfte ._.

@Yoshi 87
"Sind also nicht nur Steuern mehr wert als Menschenleben sondern auch noch Autos?"
Es waren Behördenautos und diese sind tatsächlich mehr wert als ein banales Menschenleben...
Es ist jetzt nicht so dass ich finde, dass dieser Irre, falls er denn die Taten wirklich begangen hat zu hart bestraft wurde für seinen Zerstörungswahn aber die Urteile für Mord, Totschlag und auch Vergewaltigung und Kindesmißbrauch hier sind eben ein Hohn und ein weiterer Schlag ins Gesicht der Opfer. Kein Wunder wenn immer mehr zur Selbsjustiz greifen. ..

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