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USA: 29 Jahre alte und unheilbar kranke Frau bestimmte ihren Todestag

Die 29 Jahre alte Brittany Maynard leidet an einem Glioblastom, einem bösartigen und unheilbarem Gehirntumor. Die Ärzte geben ihr noch sechs Monate zu leben. Im Endstadium ist mit einem grausamen Todeskampf zu rechnen.

Sie zog mit ihrer Familie extra nach Oregon. In dem US-amerikanischen Bundesstaat ist der "Death with Dignity Act", ein ärztlich-assistierter und vorzeitiger Tod, möglich. Ihren Todestag bestimmte die junge Frau mit dem 1. November diesen Jahres. Einen Tag nach dem Geburtstag ihres Ehemanns.

Brittany betont, dass es sich in keinster Weise um einen Selbstmord handeln würde. Sie möchte der Krankheit nur die Kontrolle über ihr Leben entziehen und das unvermeidliche Leiden verhindern. Bei ihrem sanften Tod werden die Mutter, der Stiefvater, ihr Ehemann und ihr bester Freund sie begleiten.


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WebReporter: montolui
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: USA, Frau, Krankheit, Todestag
Quelle: people.com

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.10.2014 10:50 Uhr von Tattergreis
 
+49 | -4
 
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Schöne Einstellung zum Lebensende, ich ziehe mein Hut.
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07.10.2014 10:53 Uhr von hostmaster
 
+10 | -44
 
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07.10.2014 11:10 Uhr von PakToh
 
+24 | -3
 
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@hostmaster Das ist deine Eisntellung zum Leben, die du mit Sicherheit ändern wirst, wenn du einmal einen Menschen begleitet hast, der Physisch und Psychisch nur noch dahin vegetiert oder immense Schmerzen erlitten hat.

Bei ihrem Fall finde ich ihre Einstellung sehr gut und sehr beneidenswert!
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07.10.2014 11:25 Uhr von hostmaster
 
+3 | -8
 
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@PakToh

Es ist verständlich, daß Brittany Maynard dem Tod durch das Glioblastom vorzeitig entkommen möchte. Aber warum der Medienrummel und warum die Aussage, daß es kein Selbstmord sei?

http://www.youtube.com/...

http://www.thebrittanyfund.org/

Nicht selten verhilft ein "Arzt des Vertrauens" schwer kranken Patienten zur letzten Reise. Auch in Deutschland.
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07.10.2014 11:53 Uhr von Mehrsau
 
+9 | -2
 
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Argh... was für eine scheiß News. Ich bin von Link zu Link gestolpert und bin bei einer sehr bewegenden Geschichte einer 17 jährigen gelandet die nach einem Jahr den Kampf verloren hat. Eins steht fest, ich würde es genau so machen wie die Frau in der News.

*depri*

[ nachträglich editiert von Mehrsau ]
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07.10.2014 12:16 Uhr von Knopperz
 
+5 | -2
 
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Finde ich gut und richtig das sowas mittlerweile möglich ist.
In der Situation würde ich wahrscheinlich genau das selbe machen.
Der Mensch ist nunmal sterblich und irgendwann ist vobei.
Das ist nichts vor dem man Angst haben muss.

Geniesst euer Leben, es ist viel zu kurz ;)
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07.10.2014 12:26 Uhr von phoenix29
 
+0 | -1
 
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Gab es nicht gestern eine News, in der was von Methadon als neues Wundermittel gegen genau diese Art von bisher unheilbaren Tumor genannt wurde?
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07.10.2014 12:28 Uhr von HackFleisch
 
+4 | -4
 
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Gemäss Ärzte sollte mein Onkel (51) der 3 Gehirntumore hat, seit 4 Jahren tod sein. Immer wieder heisst es, er werde diese Weihnachten nicht erleben. Er kann zwar nicht mehr richtig gehen (zieht ein Bein nach). Aber ist sonst noch so aktiv wie er sein kann. Trinkt sein Bier, raucht seine Zigarren, und ist noch erstaunlich frisch.
Brittany soll nicht auf die Ärzte hören. Vielleicht hat sie dann noch viel länger zu leben. Der Todeskampf geht schnell, davor soll sie keine Angst haben. Der Körper hat da Mechanismen die greifen wenn die Erkenntnis da ist dass es sich nicht mehr lohnt.
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07.10.2014 12:34 Uhr von jo-28
 
+6 | -3
 
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Wären in Oregon die gleichen Religiösen Spinner an der Macht wie bei uns müsste sie jetzt ein paar Monate Qualen ertragen und auf einem Bett vollgepumpt mit Schmerzmittel dahinsiechen.
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07.10.2014 13:18 Uhr von Kennyisalive
 
+4 | -2
 
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@Hackfleisch

Das ist toll für deinen Onkel - aber im Fall der Dame sieht es wohl anders aus.

Wenn sie keine Schmerzen etc. haben würde, würde sie wohl nicht dahinscheiden wollen.
Die wird schon ordentlich zu kämpfen haben und hat nun einfach die Nase voll. Zu sehen wie man immer weiter dahinsiecht, ohne etwas machen zu können ist schlimm. Auch für die Angehörigen.

Ich finde den Schritt sehr, sehr mutig und weiß nicht, wie ich in so einer Situation handeln würde. (Ich wills auch gar nicht wissen)
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07.10.2014 14:10 Uhr von blaupunkt123
 
+7 | -3
 
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Ich würde es genauso machen.

Und ich finde es immer wieder traurig, dass wir von ein paar Menschen (Politiker) diktiert werden, die es im Jahr 2014 immer noch nicht ermöglichen, dass jeder Mensch seinen Tod frei wählen kann.

Nur weil sie immer noch mit der Kirche Hand in Hand arbeiten und diese vorschreibt, dass nur Gott entscheiden darf, wann Schluss ist.
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07.10.2014 16:05 Uhr von Knopperz
 
+6 | -1
 
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@Oberlehrer
Du hast in gewisser Weise Recht, allerdings ist das Teil des Berufs. Ärzte entscheiden jeden Tag ob Lebenserhaltende Maßnahmen weiter geführt oder eingestellt werden.
In der Branche erhält man im Laufe der Zeit ein anderes Bewusstsein dafür.
Ich hab lange im internen Krankenhaustransport gearbeitet. Die Sachen die ich dort zu Gesicht bekommen hab stimmen schon nachdenklich. Das Leben ist verdammt kurz und zerbrechlich.
Innerhalb den Bruchteil einer Sekunde kann alles vobei sein.

Die Menschen heutzutage haben das Leben verlernt.
Man rennt nur noch von Termin zu Termin. Stress wohin man schaut.
Burnout durch alle Berufszweige, und dann wundern wenn der Körper irgendwann nicht mehr mitmacht.

[ nachträglich editiert von Knopperz ]
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07.10.2014 20:54 Uhr von 1199Panigale
 
+2 | -2
 
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Ruhe in Frieden !
Hut ab....
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08.10.2014 10:28 Uhr von CrazyWolf1981
 
+2 | -1
 
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Respekt, es ist schon hart zu wissen das man demnächst stirbt, aber wenn man nicht genau weiß wann, ist das schon heftig. Allerdings ist das dennoch besser als ein qualvoller Todeskampf. Wenn es nicht mehr geht schläfert man Tiere auch ein damit sie sich nicht quälen, Menschen haben es da nicht so einfach.
Ich hoffe sie findet ihren Frieden und die Familie kann das verarbeiten. Gerade für die Mutter und den Ehemann ein schwerer Schritt.
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08.10.2014 10:40 Uhr von Johnny Cache
 
+2 | -2
 
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Ich habe nie verstanden warum bei uns Tiere, welche juristisch ja gerade mal Gegenstände sind, eingeschläftert werden dürfen wenn sie sich schon quälen müßten, während sich Menschen bis zum bitteren Ende quälen müssen.
Was für Tiere ein unwürdiges Leben ist sollte ja wohl auch für Menschen gelten. Besonders wenn Menschen im Gegensatz zu Tieren ja wirklich sagen können daß sie nicht mehr wollen.

Es wäre wirklich schön gewesen wenn man die letzten drei Jahre meiner Mutter ihr und auch uns hätte ersparen können. Dann hätten wir sie jetzt auch in einer viel besseren Erinnerung behalten.
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08.10.2014 21:25 Uhr von Nebelfrost
 
+0 | -1
 
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das leben ist wie eine hühnerleiter. kurz und beschissen.
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09.10.2014 15:34 Uhr von internetdestroyer
 
+0 | -1
 
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Ich finde, daß sollte auch bei uns ermöglicht werden.

[ nachträglich editiert von internetdestroyer ]
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10.10.2014 15:13 Uhr von omar
 
+1 | -0
 
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@hostmaster:
Was verstehst du unter Selbstmord?

Wenn die Frau quasi schon tot ist, aber den Zeitpunkt des Todes selbst wählt, dann ist das für mich kein Suizid sondern Sterbehilfe.
Suizid ist für mich erst dann gegeben, wenn jemand weiterleben könnte (also bis zum natürlichen Tod), es aber nicht mehr will, und dann seinem Leben ein Ende setzt.
Das ist für mich ein deutlicher Unterschied, daher kann ich deine Meinung nicht nachvollziehen,

Ich wünsche Ihr noch lebenswerte schöne letzte Tage und einen möglichst schmerzfreien würdevollen Tod.
Das wünsche ich für mich selbst genauso...
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10.10.2014 15:34 Uhr von sooma
 
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"Der verschreibende Arzt darf zwar während des Suizids anwesend sein, jedoch das tödliche Medikament nicht selbst verabreichen." http://de.wikipedia.org/...

Es ist also letztendlich ganz allein ihre Entscheidung und macht so auch niemanden zum "Täter".

[ nachträglich editiert von sooma ]
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10.10.2014 16:36 Uhr von omar
 
+1 | -0
 
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@sooma:
Danke für den Link.
Seit 2009 gibt es im Nachbarstaat Washington übrigens auch ein solches Gesetz:
http://de.wikipedia.org/...

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