25.09.14 17:47 Uhr
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Schweiz: Erziehungsmaßnahme Segeltörn

Die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde Linth hat für einen als schwer erziehbar bekannten 14-jährigen Jugendlichen als Erziehungsmassnahme einen 40-wöchigen Aufenthalt auf einem Segelschiff verordnet. Kosten: über 140.000 Franken pro Jahr (ca. 115.000 Euro).

Da die Mutter teilweise von der Sozialhilfe lebt, werden die Kosten vom Staat übernommen. Ein Angebot der Mutter, ihren Sohn in ein Internat zu stecken, wurde abgelehnt, obwohl das Internat nur die Hälfte der Kosten des Segeltörns verursacht hätte und er so einen Abschluss hätte erreichen können.

Auf dem Schiff soll den Jugendlichen ein geregelter Tagesablauf beigebracht werden. So beginnt der Tag um 7:00 Uhr mit Morgensport und endet um 22:00 Uhr mit der Nachtruhe. Auch regelmäßige Landgänge mit Aktivitäten wie Fussballspielen und Pizzaessen gehören zum Programm.


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WebReporter: Chefkoch83
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Schweiz, Haft, Internat
Quelle: 20min.ch

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.09.2014 17:47 Uhr von Chefkoch83
 
+1 | -1
 
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Auch wenn viele jetzt sehr wahrscheinlich nicht meiner Meinung sein werden finde ich dies eine gute Sache. So wird den Jugendlichen ein geregelter Tagesablauf beigebracht und sie schaffen so eher einen Schulabschluss mit anschliessender Lehre. Die Kosten erscheinen auf dem ersten Blick zwar sehr hoch, sind aber nichts im Vergleich dazu wie jemanden der nie so eine Chance hatte für den Rest seines Lebens durch das Fürsorgeamt durchzufüttern.
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25.09.2014 17:52 Uhr von sooma
 
+5 | -1
 
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"So wird den Jugendlichen ein geregelter Tagesablauf beigebracht und sie schaffen so eher einen Schulabschluss mit anschliessender Lehre."

Und das hätte das vorgeschlagene Internat nicht leisten können? Warum?

(40 Wochen sind übrigens geschlagene 9 Monate!)
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25.09.2014 18:13 Uhr von Chefkoch83
 
+1 | -0
 
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@sooma
Ich habe nie behauptet das ein Internat so was nicht auch hätte hinkriegen können.

Aber ich finde das so eine Massnahme VOR dem Schulischen Teil (Internat, Lehre, etc.) sie besser darauf vorbereiten könnte. Vielleicht ist so ein kostspieliger Segeltörn nicht unbedingt der richtige weg, ein Jahr auf einer Alp beim Bauern hätte es wohl auch getan.
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25.09.2014 19:21 Uhr von Schmollschwund
 
+2 | -0
 
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Wer sagt, dass die 115.000€ nur dem Jungen zugute kommen? Damit wird die Mannschaft bezahlt, Betreuer, wohl auch ein Arzt oder Ärzte, vermutlich aber auch ein Spezialist (irgendwer muss die Dinger ja reparieren und in Stand halten). Es sichert also Arbeitsplätze.

Mit der Maßnahme wird das Schiff erhalten, es dient einem guten Zweck. So kann man das Schiff vielleicht auch noch in ein paar Jahren oder Jahrzehnten live betrachten. "Guck mal, mein Kleiner. So sind die früher über die Meere gesegelt" Große Augen.

Und die Kosten für den Jungen? Glaub allzu viel wird der im Endeffekt nicht kosten. Egal, ob das dann viel oder wenig ist, aber immer noch besser als die viel-zitierten Schläge.
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25.09.2014 20:11 Uhr von shadow#
 
+1 | -1
 
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«Meine Schule wäre günstiger gewesen und ich hätte Marco in der Nähe gehabt. Ausserdem hätte er dort einen Schulabschluss gemacht»

Einen Scheiß hätte er!
Seine Mitschüler terrorisiert, mindestens die eigene Bildung in den Sand gesetzt und rein gar nichts dazugelernt hätte er. Und im Zweifelsfall wäre er einfach abgehauen.

Das Segelschiff ist rechtlich kein Jugendknast, bietet allerdings weniger Fluchtmöglichkeiten, dazu militärischen Drill und weniger Spaß als eine Wurzelbehandlung.

@ Kritikglobalisierer
Ich wünschte, dir würde man jetzt eins in die Fresse geben und dich anschließend auf so ein Schiff verfrachten.

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