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OLG Düsseldorf: Keine Erstattung von übermäßigen Kopierkosten für Rechtsanwälte

Das Düsseldorfer Oberlandesgericht (OLG) hat in mehreren Beschlüssen (Beschl. v. 22.09.2014, Az.: III - Ws 236/14; III - 1 Ws 246+272/14; III - 1 Ws 247+283/14; III - 1 Ws 261/14; III - 1 Ws 307+312/14) den Antrag eines Rechtsanwaltes auf Erstattung von Kopierkosten einer umfangreichen Akte abgelehnt.

Die streitige Akte umfasst rund 380.000 Seiten, weshalb insgesamt ca. 67.000 Euro Kopierkosten angefallen wären. Die Erstattung wurde in einem Fall auf 14.000 Euro beschränkt. Das OLG führte hierbei aus, dass der Rechtsanwalt nicht zum wahllosen Ausdruck von überreichten Datenträgern berechtigt sei.

Vielmehr sei es in der heutigen Verwaltung und Wirtschaft so, dass auf elektronisch geführte Akten zurückgegriffen wird. Der Rechtsanwalt könne sich im Zuge der kostensparenden Mandatsausübung auch mit der e-Akte einarbeiten und anschließend besonders wichtige Inhalte ausdrucken.


WebReporter: Paragraphenschleuder
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Düsseldorf, Erstattung, Kopierkosten
Quelle: lto.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.09.2014 11:43 Uhr von rubberduck09
 
+2 | -0
 
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380.000 Seiten?

Mit welchem Drucker hat der das denn ausgedruckt? Mein Business-Laser hat gradmal 200k runter und röchelt schon.
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25.09.2014 11:56 Uhr von ted1405
 
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@Paragraphenschleuder:
Sehe ich auch so. Und -,24€ für die ersten 50 und ab dann -,15€ für jede Folgeseite halte ich auch für realistisch. Oben wurden bereits mit ungefähr -,18€ bei 380.000 Seiten gerechnet - bei der Menge hätte es jeder Copyshop locker für die Hälfte ausgedruckt.

@rubberduck09:
Du wirst Deinen "Business"-Laser nun aber nich´ mit professionellen Geräten vergleichen wollen?

Nur so als Beispiel ... meine Firma arbeitet sehr viel mit Papier. Wir haben hier (neben vielen anderen) 3 Kopierer (Stück für je ca. 20.000€) herumstehen, welche Dir problemlos mehr als 100 Seiten in der Minute durchklopfen. Die 380.000 Seiten wären da in knapp mehr als einer Stunde erledigt ... mit einem stinknormalen Laserdrucker brauchte man allein für die ganzen Tonerwechsel dazwischen vermutlich bereits eine Stunde.
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25.09.2014 12:41 Uhr von rubberduck09
 
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@ ted1405

Ähm - welcher _Anwalt_ hat bitte einen Drucker der mal eben 380k Seiten durchhaut?

Mein Drucker ist ein (antiker, zugegeben) LaserJet 4050 und der packt so um die 300-500k bis er tot umfällt (Erfahrungswert). Vom LJ4MP hab ich mal einen mit 1,2 Mio erlebt.

Auch Kopierer (mit Lan) packen ned so arg viel an Seiten.

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