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Ehe-Annullierungen: Papst Franziskus will die Reform

Wie der Vatikan aktuell bekannt gab, will Papst Franziskus die Annullierung von katholischen Ehen erleichtern und das Verfahren deutlich vereinfachen. Dazu hat der Pontifex jetzt eine Sonderkommission eingesetzt, welche die Reformen ausarbeiten sollen.

Bislang dauerte es oft Jahre bis die Nichtigkeit der Ehe bestätigt wurde. Nach einer solchen Annullierung können die Partner erneut katholisch heiraten. Die Reform soll dieses Verfahren erleichtern, jedoch soll "das Prinzip der Unauflöslichkeit der Ehe" erhalten bleiben.

Mögliche Gründe für eine Annullierung sind sogenannte Konsensmängel, wenn zum Beispiel ein Ehepartner keine Kinder haben will oder auch schon bei der Heirat eine Scheidung plante. Nach offiziellen Angaben gab es 2012 etwa 50.000 Ehe-Annullierungen, wobei mehr als die Hälfte in den USA erfolgte.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Papst, Ehe, Reform, Papst Franziskus, Franziskus
Quelle: spiegel.de

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24.09.2014 18:03 Uhr von blonx
 
+6 | -0
 
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In Deutschland gab es nur 756 Annullierungen.

Radio Vatikan hatte Vermutungen zurückgewiesen, dass diese Sonderkommission im Zusammenhang mit der Diskussion über die Kommunion für Geschiedene und Wiederverheiratete stehen könne. Hochrangige Kardinäle hatten sich gegen große Reformen ausgesprochen.
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24.09.2014 22:27 Uhr von hellboy13
 
+1 | -2
 
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Man und der hatte noch vor kurzem von der Anwesenheit
"Lucifers " gesprochen. Und was will Lucifer ? Chaos !
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25.09.2014 05:21 Uhr von mort76
 
+4 | -0
 
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hellboy,
und als was würdest du eine lieblose Ehe bezeichnen?
"Göttliche Ordnung"?
Eine schlechte Ehe IST die Hölle!
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25.09.2014 19:23 Uhr von mia_wurscht
 
+1 | -0
 
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Wird ja auch mal Zeit, dass sich in der katholischen Kirche was ändert.

Was aber immernoch nicht heißt, dass man eine Ehe so einfach eingehen bzw. annulieren sollte. Ich denke, dass mit ein bisschen Einsicht von beiden Seiten aus sehr viele Ehen nicht geschieden werden müssten. But that´s none of my business.
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25.09.2014 20:16 Uhr von Hallominator
 
+0 | -2
 
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Ausgerechnet die Annullierung der Ehe zu erleichtern, ist meiner Meinung nach ein Schuss in den Ofen. Gerade die Ehe sollte doch eigentlich heilig bleiben...
Aber wenn man sich an die wichtigen Themen eben doch nicht herantraut, dann macht man eben das.
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26.09.2014 04:56 Uhr von mort76
 
+2 | -1
 
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Hallominator,
diese Ehen werden so oder so geschieden, ob die Kirche sie jetzt annulliert oder nicht.
Es mag auch genügend Ehen geben, die nur weitergeführt werden, weil die Kirche das gebietet.
Letzteres kann man nicht ernsthaft von einem Menschen verlangen- eine schlechte Ehe bis zum Tod weiterzuführen.
Und ersteres kann die Kirche sowieso nicht verhindern.
Die Initiative von Franziskus ist also vollkommen logisch.
Der Kirche kann nichts daran liegen, Gläubige wegen einer Scheidung zu verlieren- davon haben weder die Gläubigen noch die Kirche etwas.

Und man kann sich auch fragen: wenn Gott es ist, der diese Ehen zusammenfügt- warum sind dann so viele Ehen so grauenhaft?

Das ist so, also würde man erwarten, daß einem nichts schlechtes passiert, wenn man nur das richtige glaubt- so naiv sehen die wenigsten Christen ihre Religion.
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26.09.2014 09:30 Uhr von El_kritiko
 
+2 | -0
 
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Ich muss zugeben dieser Papst hat einige gute Ideen für Reformen in der Kirche eingebracht und auch angestoßen. Ich frage mich nur wie lange die Hardliner dies noch tolerieren werden.
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27.09.2014 05:48 Uhr von Amir786
 
+0 | -1
 
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DER ANTICHRIST !!!!!!!!!!
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27.09.2014 15:50 Uhr von Hallominator
 
+0 | -0
 
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@ mort76
Ich habe auch nichts dagegen, die Scheidung zu erleichtern, wenn der eine Partner wirklich schon zu Beginn eine solche geplant hat. Es ist immer möglich, dass jemand hereingelegt wird.
Aber wenn der Partner keine Kinder will... DAS könnte man eigentlich doch vorher mal besprechen!
Die Ehe ist immerhin noch ein heiliges Sakrament, da könnte man doch vielleicht mal den Anspruch stellen, vorher nachzudenken. Immerhin sind kirchliche Ehen zusätzlich zur staatlichen, auch in den USA.
Wenn man unbedingt religiös sein will, dann sollte man seine Religion zwar nicht extremistisch ernst nehmen, aber bevor man die Ehe schließt, sollte man doch einige Sachen mal mit dem Partner besprochen haben.
Immerhin schwören die bei ihrem Gott Treue und Liebe bis in den Tod und wenn man dann die Scheidung einfach mal so erleichtert... Dann zieht das die Ehe an sich ins Lächerliche, nimmt der Ehe ihren besonderen Charakter. Die Leute sollen gefälligst vorher denken und nicht impulsiv kirchlich heiraten und sich dann scheiden lassen, weil man merkt, seinen Partner doch gar nicht richtig zu kennen.
Ich bin nicht religiös, aber wenn man wirklich alles Heilige ad absurdum führt, dann kann man die Religion auch gleich ganz abschaffen. Das ist jedenfalls meine Meinung. Der Begriff der Heiligkeit verfällt zusehends und ist bald nichts mehr wert, wenn alles aufgeweicht wird.

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