20.09.14 11:50 Uhr
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Deutsche Rüstungsindustrie droht Regierung mit Abwanderung ins Ausland

Als Reaktion auf die restriktive Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung hat die deutsche Waffenindustrie mit Abwanderung ins Ausland gedroht.

Die Regierung blockiere den Export von Waffen, kritisierte Armin Papperger, Chef von Rheinmetall und Präsident des Rüstungsverbandes in der "Süddeutschen Zeitung".

"Wenn mein Land bei mir nicht kauft und mir gleichzeitig sagt, du darfst nicht exportieren, dann halte ich das nicht lange durch". Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte heikle Exporte zuletzt zunehmend erschwert.


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WebReporter: marc01
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Regierung, Ausland, Deutsche, Rüstungsindustrie, Abwanderung
Quelle: n-tv.de

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31 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.09.2014 12:10 Uhr von ar1234
 
+14 | -20
 
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Bevor man hier anfängt zu meckern, sollte man sich fragen, ob Deutschland denn nun Waffen und Millitär ausbauen und Waffen exportieren soll oder nicht?
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20.09.2014 12:11 Uhr von JackMcMurdok
 
+16 | -23
 
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Das ist das einzig richtige, was die Rüstungsindustrie (und eigentlich auch jedes andere Unternehmen) in der Situation tun kann. Einer der großen Vorteile der Globalisierung ist ja, dass jeder dort produzieren kann, wo die Bedingungen am besten sind, und in Deutschland wird durch Mindestlohn, politische Restriktionen, Fortschrittsfeindlichkeit und sonstiges Missmanagement die Situation für Unternehmen eben immer schlechter. Schade für Deutschland!
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20.09.2014 12:29 Uhr von TinFoilHead
 
+31 | -10
 
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Deutsche Rüstungsindustrie droht Regierung mit Abwanderung ins Ausland

Alter Hut. Diese Erpressungsprozedur ziehen Konzerne immer durch, wenn sie mal wieder etwas weniger bezahlen wollen, wie etwa Steuern, oder faire Löhne.
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20.09.2014 12:39 Uhr von Stoersender
 
+45 | -13
 
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Da Deutschland 3 größter Waffenexporteur ist, frag ich mich, über was sich die Herren Mordwerkzeugproduzenten aufregen! Meinetwegen kann die Rüstungsindustrie auswandern. Und wer jetzt wegen der Arbeitsplätze kommt, den möchte ich bitten, sich Bilder aus den Kriegeschauplätzen aus der ganzen Welt anzusehen - INTENSIV anzusehen! Kein Arbeitsplatz ist SO ETWAS wert, kein einziger !
Fragt eure (Ur)Großväter, die wissen am eigenen Leib, wie es sich anfühlt, wenn Gliedmaßen weggeschossen werden, wenn man am eigenen Blut zu ersticken droht oder wenn der beste Kumpel mit zersplittertem Schädel neben einem liegt.

Ich weiß, Waffen töten nicht, sondern nur Menschen - aber ohne Waffen kann man die Sache sehr viel schwerer machen. Ein Drohnenpilot sitzt gut geschützt an seiner Steuereinheit - aber wenn er selbst mitten in Tod und Elend im Blut versinkt, dann setzt höchstwahrscheinlich recht schnell ein Umdenkprozeß ein.

Warum ich das hier so BLUMIG darstelle - weil mittlerweile wieder soviel mit den Säbeln gerasselt wird und viele unerfahrene junge Menschen meinen, Krieg sei sowas von geil - ja, am Computer ist´s ganz lustig, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Aber in der Realität nicht wirklich...
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20.09.2014 13:03 Uhr von Joeiiii
 
+15 | -1
 
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@ Stoersender:

Was du schreibst ist völlig richtig, aber das mit der Abwanderung und den drohenden Arbeitsplatzverlusten zieht immer. Für die Produzenten der Waffen geht es nur ums Geld. Von denen ist sicher keiner so sozial und würde die Waffen nur für die Friedenssicherung produzieren. Die Rüstungsindustrie lebt nun mal von bewaffneten Konfliken und Krisen. Krieg ist für die Rüstungsindustrie der Optimalfall.

Ein Arbeiter, der in der Waffenproduktion tätig ist, wird sich wahrscheinlich auch nicht rund um die Uhr Gedanken darüber machen, was wohl mit der Waffe, die er herstellt, geschieht. Wird sie nur auf Übungsgelände abgefeuert, um den Ernstfall zu trainieren, oder schießt man damit auch auf Frauen und Kinder? Wird die Waffe zur Bewahrung des Friedens genutzt, oder gelangt die Waffe in die Hände von religiösen Fanatikern, die im Namen ihres Gottes morden? Der Arbeiter weiß es nicht und wird es auch im Normalfall nie erfahren. Für ihn ist es sein Arbeitsplatz; er selbst tötet niemanden.
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20.09.2014 13:10 Uhr von architeutes
 
+3 | -3
 
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Es gibt da viele Ansichten ,ein Gleichgewicht der Waffen fördert die Stabilität einer Region ,der starke frisst den Schwachen.Oder was @ZRRK angesprochen hat.
Selbst die Urmenschen führten Krieg ,nicht so effektiv aber eben mit ihren Möglichkeiten.
Wünscht man sich eine Welt ohne Waffen ?? Sicher ,aber dann stellt sich das Misstrauen seinen Nachbarn gegenüber ein.
Letztendlich gehört der Krieg zum Menschen ,wir können gar nicht anders ,das ist nicht schön aber wahr.
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20.09.2014 13:34 Uhr von Stoersender
 
+15 | -1
 
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@ZRRK:

Danke! Ich bevorzuge jedoch den Terminus "Idealist".

Solange ich mit meiner Meinung (und den Anschein hat es) nicht ganz alleine dastehe, sehe ich noch etwas Hoffnung für die Menschheit.
Wenn es nach Dir geht, dann sollte man also nicht einmal versuchen, sich weiterzuentwickeln - also den Staus Quo aufrecht erhalten...der Meinung bin ich nicht.
Jedes Tier ist triebgesteuert. Der Mensch jedoch hat ein Bewußtsein, einen eigenen Willen und (meistens) etwas Intelligenz. Mit diesen Zutaten kann man seine Triebe unterdrücken, umlenken oder ihnen Nachgeben. Soll heißen: Wir müssen nicht zwangsweise immer Krieg führen und unseren Aggressionen freien Lauf lassen.

Unsere Vorfahren gehöhrten mal zu den Großen unter den Dichtern und Denkern. Ich bin nicht bereit, dieses Gedankengut einfach so wegzuwerfen und mich mit den vorherrschenden Umständen abzufinden.
Wo ich kann, werde ich nach meinen Möglichkeiten Sand in´s Getriebe streuen und hoffen, daß andere mitmachen.

Nicht für mich, sondern für kommende Generationen...

[ nachträglich editiert von Stoersender ]
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20.09.2014 13:56 Uhr von Knopperz
 
+4 | -3
 
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Wandernde soll man nicht aufhalten.
Von mir aus können sie alle Waffen in Deutschland und Europa verbieten.

@wiederwaslos
> Der mensch ist eine Fehlentwicklung der Natur.

Gesprochen wie ein waschechter Atheist ;)
Was ist denn deiner Meinung nach der Sinn des Lebens, der Grund warum wir hier sind, und das Ziel unserer Reise?

[ nachträglich editiert von Knopperz ]
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20.09.2014 14:00 Uhr von quade34
 
+6 | -1
 
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Wenn man den Idealisten folgt, gibt es nur eine Alternative. Schafft die bestehende Menschheit ab und lasst die Erde sich neu erfinden.
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20.09.2014 14:06 Uhr von architeutes
 
+0 | -9
 
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@wiederwaslos
Der Mensch ist keine Fehlentwicklung der Natur ,Krieg ist ein Teil der Natur.
Löwen führen Krieg ,alle Tiere führen Krieg ,um Reviere um Nahrung um viele andere Dinge.
Und die heftigsten Kriege sind die zwischen Kontrahenten der gleichen Spezies.
Krieg bedeutet den Vorteil des Stärkeren, das wird sich nie ändern.
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20.09.2014 14:19 Uhr von ghostinside
 
+5 | -0
 
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Ich weine denen keine Träne nach. Sollen sie doch ihre hochentwickelten Waffen gleich in Afrika bauen lassen. Möchte mal wissen, was Rheinmetall und Konsorten so eine Verlegung eines Hauptsitzes inklusive Produktion kostet...Bestimmt ein paar Milliarden. Also müssen sie es ja Dicke haben. Also alles wieder nur Show...
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20.09.2014 14:22 Uhr von HateDept
 
+6 | -1
 
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wenn es zur Natur des Menschen gehören würde, Kriege zu führen, hätte sich diese Spezies m.E. schon längst selbst ausgerottet!
Geht doch mal von Euch selbst aus - ihr seid doch nicht von Natur aus Mörder und Betrüger!
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20.09.2014 14:32 Uhr von Knopperz
 
+8 | -0
 
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Der Sinn des Lebens ist --> Evolution

"Das denken der Zukunft muss Kriege unmöglich machen" -A.Einstein
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20.09.2014 14:52 Uhr von Rechtschreiber
 
+4 | -0
 
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Ja dann geht doch.
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20.09.2014 16:03 Uhr von ksros
 
+5 | -0
 
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Deswegen funktioniert hier die Politik wie sie funktioniert.
Drohungen mit Arbeiterentlassungen und da rollt der Rubel.
Hauptsache die Politiker können gute Arbeitszahlen vorweisen, auch wenn sich die Leute für 1000 Euro den Rücken krumm machen, aber der Dumme wählt sie wieder, da er an Statistiken glaubt.
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20.09.2014 17:28 Uhr von ralf.h1974
 
+3 | -10
 
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An die Gutmenschen!
Natürlich kostet das Arbeitsplätze in Deutschland und der Staat verliert Steuergelder. Frankreich, Amerika und andere Länder freuen sich schon über deutsche Investitionen und neue Arbeitsplätze. Wie Naiv doch manche sind glaubt Ihr dann ist weniger Krieg, Niemals!
Erfüllen wir noch den Traum der Grünen und schaffen die Automobilindustrie ab das schont die Umwelt.
Deutschland schafft sich ab!
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20.09.2014 17:56 Uhr von lopad
 
+3 | -4
 
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Vor allem, was soll das verschärfen der Exportbestimmungen? Deutschland hat bereits, mit Abstand, die strengsten Bestimmungen für den Export von Rüstungsgütern.

Das einzige Resultat ist der Verlust von Arbeitsplätzen, ansonsten bringt das ganze absolut garnichts.

Gabriel ist auf seinem Posten völlig deplatziert. Der Kerl dreht sich mit dem Wind und setzt sich für das ein was gerade die meisten Wählerstimmen verspricht.
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20.09.2014 18:57 Uhr von denksport
 
+1 | -0
 
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na und, dann kaufen wir halt bei den russen
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20.09.2014 19:00 Uhr von Knopperz
 
+4 | -0
 
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@ wiederwaslos

Naja, ich würde Drohnenkrieg jetzt nicht in die selbe Kiste wie Videospiele schmeissen.
Das eine ist Virtuell, es kommt keiner zu schaden.
Das andere ist auch Virtuell, aber man steuert damit sehr Reale Waffen die Menschen töten.
Das ist schon ein Unterschied ;-)

Ich zock seit 30 Jahren Videospiele als Hobby, und ich bin Pazifist, ich verabscheue Gewalt.

Ich glaube auch nicht daran das Menschen zu potentiellen Amokläufern werden aufgrund von Videospielen. In solchen Fällen spielen ganz andere Faktoren eine Rolle. Häusliche Gewalt, psychische Störungen, Vernachlässigung, entzug von Liebe etc.

Wenn ein Kind nur seelische und körperliche Gewalt erfährt, wird es das irgendwann als "Normal" auffassen und so an seine Umgebung im späteren Lebensweg weitergeben.
Alice Miller hat diesbezüglich sehr interessante Bücher geschrieben.

[ nachträglich editiert von Knopperz ]
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20.09.2014 19:34 Uhr von kuno14
 
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kann ich mir dann einen panzer kaufen?jeden den sie nicht verkaufen dürfen zahlt der steuerknecht.............
was kostet an einem spw 7 millionen €?der ist teurer als ein kampfpanzer.............
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20.09.2014 20:32 Uhr von generalviper
 
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"An die Gutmenschen!
Natürlich kostet das Arbeitsplätze in Deutschland und der Staat verliert Steuergelder. Frankreich, Amerika und andere Länder freuen sich schon über deutsche Investitionen und neue Arbeitsplätze. Wie Naiv doch manche sind glaubt Ihr dann ist weniger Krieg, Niemals!
Erfüllen wir noch den Traum der Grünen und schaffen die Automobilindustrie ab das schont die Umwelt.
Deutschland schafft sich ab!"

Mit solch einer Argumentation bekommt man natürlich alles durch. Arbeitsplätze sind wichtig, und wenn wir das nicht machen, machen es andere. Dann können wir natürlich auch Waffen herstellen.

Ach, warum verkaufen wir nicht auch waffenfähiges Plutonium? Bekommen die Staaten die es brauchen doch über Umwege auch.

Und was soll der ganze Umweltschutz in Deutschland?
In China klappt es doch auch ohne.

Und wofür zahlen wir unseren Arbeitnehmern überhaupt Geld? In der dritten Welt arbeiten doch sogar die Kinder für umsonst...

Ehrlich gesagt verzichte ich persönlich lieber auf die Rüstungsindustrie und die damit anhängenden Arbeitsplätze und auch den Luxus und Wohlstand, als das ich mich als deutscher Bürger mit so einer fadenscheinigen Argumentation herauswinden muss.

Der Mensch muss sich weiterentwickeln, und das schafft er mit