20.09.14 10:10 Uhr
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Gera: Verkehrsbetriebe stehen vor der Insolvenz - 31 Millionen Euro werden benötigt

Die Verkehrsbetriebe von Gera stehen kurz vor der Insolvenz. Um die 300 Arbeitsplätze zu erhalten, sind etwa 31 Millionen Euro nötig.

Das gab Oberbürgermeisterin Viola Hahn am Donnerstag im Stadtrat bekannt. Zu diesem Zweck hat man beim Land eine Bürgschaft beantragt. Bislang hat die Regierung diese Forderungen immer abgewiesen.

"Es bleibt nicht mehr viel Zeit", konstatierte DGB-Landeschef Sandro Witt.


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WebReporter: mcbeer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Insolvenz, Gera, Infrastruktur
Quelle: t-online.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.09.2014 10:10 Uhr von mcbeer
 
+3 | -4
 
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Der Landesregierung scheinen 300 Arbeitsplätze egal zu sein. Da wirft man lieber bei anderen unnützen Dingen das Geld aus dem Fenster hinaus.
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20.09.2014 12:13 Uhr von ar1234
 
+7 | -2
 
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Das ist eine Folge der Privatisierung. Öffentlichen Nahverkehr flächendeckend aber auch bezahlbar und gewinnbringend zugleich zu machen ist nunmal gerade in Hochlohnländern und bei hohen Ansprüchen an die Verkehrsmittel (Klimaanlagen ect.) schlicht und einfach nicht möglich. Gewisse Dinge sollten einfach nicht privat sein. Dazu gehören Krankenhäuser, Strom, Gas, Wasser und die öffentlichen Verkehrsmittel. Natürlich müssen die Betriebe auch dann ordentlich geführt werden. Jedoch geht das besser, wenn man nicht aufgrund von Gewinnmaximierung und Aktionären an falschen Stellen einsparen und ständig Preise erhöhen muss.

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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20.09.2014 12:50 Uhr von quade34
 
+1 | -3
 
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ar1234.... Ach und die Schulden der in öffentlicher Hand befindlichen Betriebe sind wohl Peanuts? Die BVG ist in Berlin schon jahrelang hoch verschuldet, trotz der vielen Millionen , die jährlich in diesen "volkseigenen" Betrieb vom Senat gepumpt werden. Wenn vom Staat den privaten Betreibern von Versorgungsbetrieben Vorgaben gemacht werden, die unausweichlich zu Defiziten führen müssen, ist es die Schuld der Privaten?
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20.09.2014 13:11 Uhr von Inai-chan
 
+4 | -0
 
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Naja
Die Betriebe haben da in den letzten Jahren die Infrastruktur stark ausgebaut. (Oder waren zumindest dabei als ich da vor 10 Jahren noch gewohn hab)
Das Problem an Gera ist, dass es eine aussterbende Stadt ist, fragt man in der Schule nach, wer nach dem Abschluss noch bleiben will dann melden sich kaum 10%.
Alle Aktiitäten Jugendliche betreffend wurden nach und nach abgebaut. Und die älteren Personen haben da meist eom vergüstigstes Ticket. Was will man denn da noch groß einnehmen?
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20.09.2014 14:09 Uhr von bigpapa
 
+2 | -0
 
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Der Öffentliche Nahverkehr ist in DE so teuer, das es eine Unverschämtheit ist.

Und er ist Aufgrund der Preisgestaltung eine reine Abzocke.

Ich begründe das mal.

Der Preis liegt bei ca. 2.20 Euro für die ersten 1-2 Km, für eine Strecke von ca. 10 Km zahle ich dann ca. 3 Euro.

Nun soll mir mal einer diese Preiskalkulation erklären.
Ist das Papier wo der Fahrschein drauf gedruckt wird so teuer. Das ist nämlich das einzige was bei beiden Preisen gleich ist.

Der Preis für den "gefahrenen Km" kann es jedenfalls nicht sein.

Das ganze nennt sich "NAHverkehr". Also im Klartext, fahre Kurzstrecke und lass dich abzocken. Man kann über die Bahn ja lästern, aber ihre "Normalen Preise" sind Km-Preise. Also Preise pro gefahrene Km.

Wenn der Nahverkehr seine Preise auch auf Km anpasst, würde eine Kurzstrecke nur 50 Cent kosten (bis zu 3 Haltestellen). Und wenn jetzt einer denkt, das man damit noch mehr draufzahlt der irrt sich gewaltig.

Autofahrer jammern über ihre Spritpreise, Knöllchen etc. Ich kenne viele Autofahrer die grade in Innenstädten gerne den Nahverkehr nehmen würden, aber mir eiskalt sagen, 5 x Busfahren und ich bin das Geld für das Knöllchen auch los.

Davon abgesehen ist Nahverkehr sowieso ein Witz. Meine Schwester hat jahrelang zu viel bezahlt, nur weil sie nicht wusste das ihre ABO-Karte mit 3.50 Euro Aufpreis pro Fahrt im gesamten Verkehrsnetz gilt.

Selbst die Kontrolleure wissen nicht immer alle Regeln und müssen nachsehen in ihren Büchern. Wenn die es nicht im Kopf wissen, wie soll dann der Bürger es wissen.

Fakt ist aber. Die Chefs und das mittlere Management leben nach den Motto "Das ist so angeordnet das wird so gemacht, Hauptsache am 1. ist mein Geld auf den Konto. Wenn ich was sage dann ist mein Chef eh angepisst, weil er Angst um sein Job hat".

Und als Nebeneffekt habe die Chefs in den Laden noch nicht einmal Ahnung von Geschäftsführung.

Gruß

BIGPAPA
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20.09.2014 14:16 Uhr von ghostinside
 
+0 | -0
 
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Das kommt davon, wenn man sich an eine sogenannte Schuldenbremse halten muss, die die Kommunen in die Knie zwingen. Das ist ja nicht nur in Gera so...
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20.09.2014 15:53 Uhr von ar1234
 
+1 | -0
 
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@Quade34: Die verstaatlichung ist natürlich nicht als Entschuldigung oder Einladung für Mißwirtschaft zu verstehen. Auch staatliche Betriebe haben wirtschaftlich zu funktionieren.

Man sollte aber bei der Kombination von Staatlichen und Privaten Betrieben das Rosinenpicken nicht vergessen. Die Private Konkurrenz will natürlich nur das, was Geld bringt. Die staatlichen Betriebe wollen, bzw. sollen alle versorgen.

Die Privatbahnen schnappen sich die lukrativen Strecken und lassen Kleinbahnhöfe und nicht lohnendes einfach mal außen vor. Die Bewohner dieser Randregionen können ja zusehen, wie sie von A nach B kommen. Da müssen dann staatliche Betriebe ran. Und wenn möglich, sollten diese auch die Züge öfter als alle 12 Stunden fahren lassen und möglichst nicht älter als 45 Jahre sein und auch noch Klimaanlagen oder wenigstens Belüftung haben. Licht und sonstige Extras währen auch toll. Bahnhöfe müssen merhmals im Jahr von Pisse und anderen Verunreinigungen befreit werden. Da bleibt einfach kein Gewinn, sondern ein Verlust. Es geht nicht anders! Die Verluste lassen sich nur dadurch reduzieren, indem man das Rosinenpicken unterbindet.

Es sieht mit der deutschen Post auch nicht besser aus. Die lukrativen Großstädte und die interessanten Briefformate machen die Konkurrenten und die teuren ländlichen Regionen und sämtliche Pflichtprogramme darf bzw. muss die Post bedienen. Da kann man einfach keine Wunder erwarten.

@Bigpapa: Du zahlst nicht nur die gefahrene Strecke, sondern auch die Bereitstellung der Fahrzeuge und Sitzplätze für diese Strecke. Wenn man die Preise rein Kilometerabhängig machen würde, währe der Stadtverkehr zum Beispiel überhaupt nicht mehr möglich oder man könnte selbst in Großstädten nur alle paar Stunden mit nem Bus oder ner Bahn rechnen.

Die Preise sind aber dennoch eine Unverschämtheit. Aber das liegt an der Perivatisierung und daran, dass die Bahn wegen dieser Privatisierung nun auch Gewinn erwirtschaften muss.

[ nachträglich editiert von ar1234 ]
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21.09.2014 00:48 Uhr von bigpapa
 
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@ar1234

Deine Aussage ist richtig aber die erkennst nicht das Problem.

Ich stimme dir voll zu. Ich zahle für die Kosten die das Unternehmen hat. Diese Kosten und auch deren Gewinn wird am die Fahrgäste umgelegt.

Aber wieso muss ich dann für Kurzstrecke ein Vermögen zahlen, wo ich weniger Kosten verursache, als für Langstrecke wo ich mehr Kosten verursache.

Wenn man einfach die gefahren KM (sehr leicht zu berechnen) auf die Fahrgäste GERECHT umlegt, dann würden viel mehr Leute den Bus nutzen.

Warst du mal in Paris.

Da zahlt man für jede Strecke das selbe. Egal wie oft man sie fährt. Der Trick ist, sobald man die U-Bahn verlässt ist das Ticket wertlos. Und das Ticket kostet genau das selbe. im 10er Pack günstiger.

Zitat : " dieser Privatisierung nun auch Gewinn erwirtschaften muss" <- das ist eine ziemlich faule Aussage. Wäre es ein Staatsunternehmen würde es auch Gewinne machen müssen, oder die Allgemeinheit zahlt das halt (via Steuern) .

Fakt ist : GELD FÄLLT NICHT VOM HIMMEL.

Nur das System was bei den Nahverkehr eingeführt wurde, ist der größte Mist. Bei uns wird Gottseidank noch beim Fahrer bezahlt.

Wenn ich mal außerhalb bin, ist manchmal Schwarzfahren weniger nervig selbst wenn man die 60 Euro zahlt, als sich in einer fremden Stadt durch Tarifzonen zu fressen, Einfach einsteigen und hoffen das ein ein netter Mensch sagt, wo man ausstiegen muss.

Wir haben zwar hier auch Tarifzonen, aber der Busfahrer rechnet für mich den Preis aus, wenn ich den sage wo ich hin will.


Gruß

BIGPAPA

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