20.09.14 09:34 Uhr
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Hamburg: Einschulung wegen Diabetes verweigert

Der sechsjährige Ben hat Diabetes Typ 1. Daher ist er täglich auf regelmäßige Blutzuckertests angewiesen, die er selber noch nicht durchführen kann. Zwei Hamburger Grundschulen verweigerten ihm aus diesem Grund den Schuleinstieg.

Einer der Schulleiter verwies auf Informationen seiner Rechtsabteilung, laut derer Lehrkräfte nicht verpflichtet sind, medizinische Hilfsmaßnahmen durchzuführen. Eine mögliche Alternative war hier ein Betreuer, welcher von der Krankenkasse gestellt wird.

Nachdem die zuständige Kasse über den medizinischen Dienst klären ließ, ob der Junge selbstständig Essen und Trinken kann, war für die Versicherung klar, dass keine Pflegestufe in Frage kommt. Ohne Pflegestufe keine Betreuung und keine Einschulung. Eine evangelische Schule nahm den Jungen nun auf.


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WebReporter: 12familyde
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Hamburg, Diabetes, Betreuung, Einschulung
Quelle: 1-2-family.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.09.2014 10:15 Uhr von MRaupach
 
+22 | -0
 
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Geht hauptsächlich darum, dass sollte der Lehrer/die Lehrerein etwas falsch machen(egal was) kriegen sie die volle Schuld zugesprochen...(und damit hat auch die Schule die A-Karte)

Und ja ich weiß Blutzucker messen ist nicht unbedingt das Schwerste aber selbst bei Kleinigkeiten können Fehler passieren!

Ich sehe nur die möglcihkeit, dass entweder die Eltern sich bereit erklären täglich in die Schule zu fahren und das zu machen, ODER sie einen betreuer einstellen, der das macht, oder das ein Lehrer/eine Lehrerin genug Mumm in der Hose hat und sich aufopfert und sich freiwillig meldet, trotz der Risiken für die eigene Laufbahn...
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20.09.2014 10:27 Uhr von 12familyde
 
+22 | -2
 
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Hallo Benni ...

Nein, Blutzucker messen geht für 6 jährige ganz bestimmt noch nicht. Dazu muss man nämlich zum einen zählen können, und zum anderen rechnen.

Und da man das ja nunmal erst in der Schule lernen soll, kannst Du davon ausgehen, dass das nicht geht! ;)
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20.09.2014 11:11 Uhr von Frantisek
 
+4 | -14
 
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20.09.2014 11:16 Uhr von Djerun
 
+3 | -5
 
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die schulen haben grundsätzlich richtig gehandelt
bei diabetes ist es ja nicht nur die blutzuckermessung, sondern auch eventuell dann die verabreichung von insulin
und die verabreichung von medikamenten ist im medikamentengesetz geregelt
genaugenommen darf man nicht mal seinem nachbarn eine aspirin geben, es sei denn man hat vom hausarzt eine bescheinigung darüber erhalten
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20.09.2014 11:21 Uhr von 12familyde
 
+7 | -3
 
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Djerun,

das stimmt so nicht ganz. Lehrkräfte werden in solchen Fällen professionell geschult. Und sind ganz nebenbei natürlich auch versichert, wenn eine Dosis Insulin nicht fahrlässig oder willentlich falsch verabreicht wurde.

Schule mit privater Nachbarschaft zu vergleichen, hinkt.
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20.09.2014 11:23 Uhr von SpankyHam
 
+2 | -15
 
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20.09.2014 11:56 Uhr von Frantisek
 
+8 | -1
 
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@ SpankyHam:

Zucker ist keine anstengend Erkrankung. Jedes Lebewesen hat in seinem Blut Zucker auch Du. Mediziner sprechen hier vom Blutzucker. Dieser kommt regelmäßig bei älteren Leuten unter Umständen aus dem Gleichgewicht. Aber auch bei Kindern kann er vorkommen.

Nimm es nicht persöhnlich, aber Dein Kommentar lässt darauf schließen das Du in dem Schulfach Biologie nicht aufgepasst hast, den sonst würdest Du hier nicht von einer "anstegenden Krankheit" schreiben, welche auch Du im Alter bekommen kannst.

Und da Biologie in der Schule wohl eines der Fächer war, wo Du einigs verpasst hast, empfehle ich Dir einfach mal unter folgendem Link Dich über die Volkskrankheit "Diabetes" bzw. "Zucker" unter folgendem Wikipedia-Link fortzubilden: http://de.wikipedia.org/...
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20.09.2014 11:57 Uhr von Malti2
 
+6 | -0
 
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Diabetis, egal ob nun Typ 1 oder Typ 2 (Altersdiabetis) ist nicht ansteckend. Allerdings ist die angesprochene "Erste Hilfe" hier auch fehl am platze, denn sowohl die Messung des Blutzuckerspiegels als auch die Gabe von Insulin (ohne Insulinpumpe) sind invasive Massnahmen, welche strenggenommen nur Ärzten vorbehalten sind. Krankenpfleger, Rettungssanitäter und -assistenten, Arzthelferinnen etc. können das zwar auch, ändert aber nichts an der Tatsache. Der gewöhnliche Ersthelfer wird wohl ohne eine entsprechende Einweisung nicht die Sachkunde haben, die Werte korrekt zu erheben oder die erhobenen Werte interpretieren und daraus die zu gebende Menge an Insulin ableiten zu können.

In diesem Fall könnte man allerdings schon 2-3 Lehrkräfte entsprechend unterweisen, so das ein Diabetiker an der Schule nicht mehr ein Riesenproblem darstellt. Ist ja nun auch nicht unbedingt eine Seltenheit, das auch bei Kindern Diabetis vorkommt.
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20.09.2014 11:57 Uhr von TheRoadrunner
 
+5 | -2
 
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@ Frantisek
Schulpflicht bedeutet, dass ein Kind in die Schule muss und dass der Besuch eine Schule ermöglicht wird - wie in diesem Fall der evangelischen Schule. Die Schulpflicht bedeutet nicht das Recht, von einer Schule der Wahl aufgenommen zu werden.
"Erste Hilfe" bezieht sich auf unvorhersehbare Ereignisse, beispielsweise einen Unfall oder einen Herzinfarkt. Wenn eine medizinische Maßnahme zweimal täglich durchgeführt werden muss, dann fällt sie wohl kaum in diese Kategorie.
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20.09.2014 12:00 Uhr von brycer
 
+6 | -0
 
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@SpankyHam:

Wenn du glaubst Diabetes sei ansteckend, dann muss ja auch Schwachsinn ansteckend sein und du hättest niemals eingeschult werden dürfen.
Obwohl, wenn ich mir deine Kommentare so anschaue, dann hast du auch nie eine Schule von innen gesehen. ;-P
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20.09.2014 12:21 Uhr von Djerun
 
+5 | -0
 
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@12familyde
du liegst falsch:
"Lehrer/innen, die über die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, können sich zur Injektion im Notfall bereit erklären, müssen dieses aber in schriftlicher Form mit den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten als „private Gefälligkeit“, die nicht Teil ihrer dienstlichen Tätigkeit ist, mit Haftungsausschluss vereinbaren."
"Subkutane Injektionen (z.B. Insulinspritzen) werden jedoch auch durch
den Schüler selbst oder durch Pflegekräfte ausgeführt. Lehrkräfte, die
über keine besondere heilpflegerische Ausbildung verfügen, sollten keine
subkutanen Injektionen geben (Erste-Hilfe-Kurs ist nicht genügend);
dies gilt auch für vordosierte Insulinspritzen. Eine Verpflichtung der (geeigneten)
Lehrkräfte dahingehend, regelmäßige Injektionen dieser Art
vorzunehmen, besteht nicht."
es gibt keine versicherung die so etwas übernimmt
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20.09.2014 12:29 Uhr von 12familyde
 
+5 | -2
 
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@Djerun

Dann habe ich da vielleicht etwas falsches in Erinnerung. Ich bin mir aber schon recht sicher, dass es kein Problem sein kann, spezielles medizinisches Personal an einer Schule zu beschäftigen.

Denn es ist ja schon so, dass "Inklusion" zu einem nicht unerheblichen Thema geworden ist. Es gibt ja noch ganz andere Nöte, in denen täglich regelmäßige medizinische Hilfe angesagt ist.

Also eigentlich wieder ein Politikum. Wahrscheinlich geht es um Versicherungsschutz und Etat.

Denn es ist ja nun nicht so, dass man grundsätzlich von einem sechsjährigen erwarten kann, dass er in der Lage ist, sich die Spritzen selber zu setzen. Das hat ja auch was mit der motorischen Entwicklung zu tun. Nicht jedes Kind könnte das.

Wie eine Schule das intern regeln muss, bzw kann, weiss ich nicht genau. Nur ist es mehr als tragishc, wenn man sich scheinbar mit diesem Thema garnicht beschäftigen möchte.

Wenn ein Schulleiter die Rückmeldung gibt, dass man sich aktuell nicht in der Lage sieht, sich medizinisch angemessen um solch ein Kind zu kümmern, kann man gemeinsam nach Lösungen suchen.

Aber in diesem Fall fand ich die Rückmeldung doch sehr kaltschnäuzig.

Weitaus interessanter fand ich aber noch den Umgang der Krankenkasse mit dem Fall. Das hat meiner Meinung nach dem Fass den Boden ausgeschlagen! :(

Liebe Grüße! :)

[ nachträglich editiert von 12familyde ]
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20.09.2014 13:01 Uhr von Djerun
 
+5 | -1
 
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medizinisch geschultes lehrpersonal wäre toll, aber da überall gespart wird, bleibt das wohl eher ein wunschtraum
je nach bundesland gibt es so etwas aller höchstens in besonderen förderschulen
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20.09.2014 15:02 Uhr von tfs
 
+4 | -0
 
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Als ich in der (Grund)Schule war hatten wir ein Schulkrankenzimmer in dem eine Krankenschwester tätig war, gibt es soetwas heutzutage etwa nicht mehr?
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20.09.2014 15:36 Uhr von Strassenmeister
 
+2 | -1
 
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@ tfs
Wann warst du in der Grundschule?
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20.09.2014 15:46 Uhr von matze319
 
+5 | -0
 
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meine tochter war letzte woche auf klassenfahrt...der elterabend ne woche davor brachte die erkenntnis das die lehrer die kinder nicht mal mit zeckenspray einsprühen dürfen. es könnte ja eine allergische reaktion auftreten usw.
also gebt den lehrern nicht mehr rechte als sie haben.
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20.09.2014 17:13 Uhr von gofisch
 
+4 | -1
 
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@tfs
habe ich mich gerade auch gefragt.

@strassenmeister
bei mir ist es fast 50 jahre her. vermutlich sind die schulkrankenschwerstern mittlerweile dem rotstift zum opfer gefallen. -.-
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20.09.2014 17:19 Uhr von tfs
 
+4 | -0
 
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> @ tfs
> Wann warst du in der Grundschule?

Vor ungefähr 24 Jahren. Die Krankenzimmer gab´s aber auch in allen weiterführenden Schulen auf die ich gegangen bin.

[ nachträglich editiert von tfs ]
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21.09.2014 00:36 Uhr von Zephram
 
+1 | -0
 
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Klare Sache, würd ich auch nicht machen. Das wäre viel zu kostspielig(Betreuer) oder riskant(Haftung wenn was schief läuft)!

(Ironie ?)

jm2p Zeph
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21.09.2014 05:40 Uhr von Dracultepes
 
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@ranbonetti

Deine Aussagen kannst du natürlich beweisen? Oder doch nur heiße Luft?

b2t
Die Schulleitung hat vllt rechtlich einwandfrei gehandelt, aber auch moralisch?
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21.09.2014 15:10 Uhr von bigpapa
 
+0 | -0
 
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Die Kasse zahlt sicher ein der passenden Computer. Die Teile kann man nach 10 min. Lesen der Bedienungsanleitung bedienen,

Ich sagte Bedienen. Eingerichtet werden die Teile von Fachleuten.

Aber soviel IQ traue ich den Lehrern nicht zu. Wobei so oft wie die wechseln müssten dann ja alle paar Wochen eine neue so eine Anleitung lesen und auch noch verstehen.
Total überfordert das Personal damit dann ist.

Gruß

BIGPAPA

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