19.09.14 14:37 Uhr
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ARD-Programmbeirat bestätigt Beschwerden über einseitige Ukraine-Berichte

Schon seit einiger Zeit kritisieren Zuschauer wie auch Rundfunkräte die scheinbar einseitige Berichterstattung der ARD über den Ukraine-Konflikt. Sie warfen dem Ersten vor, wenig differenziert, lückenhaft und einseitig zu Lasten von Russland zu berichten.

Der ARD-Programmbeirat bestätigte diese Kritik nun, nachdem Sendungen seit Ende 2013 analysiert wurden. Die Berichterstattung habe "teilweise den Eindruck der Voreingenommenheit erweckt" und sei "tendenziell gegen Russland und die russischen Positionen gerichtet" gewesen.

Der ARD-Chefredakteur Thomas Baumann stritt dies jedoch ab. Seiner Meinung nach würde die Gesamtheit der Sondersendungen und Berichte die Differenziertheit sicherstellen. Einig waren sich Baumann und der Beirat aber darin, dass das "Engagement der Reporter vor Ort in hohem Maße anzuerkennen ist".


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WebReporter: Mauzen
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Russland, ARD, Ukraine, Konflikt, Berichterstattung
Quelle: tagesspiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.09.2014 15:19 Uhr von Shifter
 
+7 | -1
 
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das der sich wehrt ist verständlich, ist doch der GEZ mist das sprachrohr von SPD und CDU.
man bekommt hier als objektiver zuschauer den eindruck als ob es es propagandasender wie früher in der DDR sind, viele sendungen und berichte sind sogar ähnlich strukturiert wie zu DDR zeiten
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19.09.2014 15:20 Uhr von Mauzen
 
+7 | -2
 
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Reden wir mal Klartext. Das ist also der Nachweis dafür, dass die ARD Meinungsmache gegen Russland betrieben hat bzw Propaganda. Und berichtet wird mal wieder nirgendwo darüber. Normalerweise sind Nachrichtenportale/Sender gesetzlich dazu verpflichtet, in solchen Fällen selbst Richtigstellungen zu veröffentlichen. Warum ist die ARD da denn bitte eine Ausnahme?

Lustig, wie panisch sie darauf reagiert haben. Baumann streitet alles ab, aber trotzdem hat sich die Berichterstattung plötzlich um 180° gedreht, und es wird tatsächlich mal die Ukraine kritisiert.

[ nachträglich editiert von Mauzen ]
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19.09.2014 15:32 Uhr von einerwirdswissen
 
+1 | -0
 
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Haben die das jetzt wegen der Klage zugegeben?
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19.09.2014 17:10 Uhr von Perisecor
 
+1 | -9
 
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@ Mauzen

"Das ist also der Nachweis dafür, dass die ARD Meinungsmache gegen Russland betrieben hat bzw Propaganda."

Nö. Das ist der Nachweis, dass Teile des Rundfunkbeirates der Meinung sind, dass _teilweise_ eine negative Tendenz zu erkennen war.

Immerhin reflektieren westliche Medien sowas, inkl. Veröffentlichung.
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19.09.2014 20:48 Uhr von spamverdacht
 
+0 | -2
 
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Lustig... die Neutralität und Objektivität der Berichte MÜSSEN ja dazu führen dass zu LASTEN von RUSSLAND berichtet wird... daher die "Einseitigkeit".
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20.09.2014 08:36 Uhr von NilsGH
 
+2 | -1
 
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@ Perisecor:

Nö? Doch ...

Nicht Teile des Beirates, es wurde teilweise (also in einigen / vielen Berichten) einseitig über Vorkomnisse in der Ukraine berichtet.

Steht auch so in der News. Einfach mal sinnentnehmend lesen.

Das Blöde an der Sache ist nur, dass dieses Vorgehen, also unterschweillig und teilweise offen Anschuldigungen gegen involvierte Staaten auf Basis von Vermutungen und Gerüchten zu erheben, auch von anderen Sendern (NTV, N24, etc.) betrieben wird.

Diese kann man aber nicht zu einer Korrektur der Darstellung zwingen.

Da man fast schon eine Gleichschaltung der deutshen Medien erkennen kann, berichten diese Privatsender auch nicht über die Falschdarstellung der ARD. Warum wohl?

Wenn die deutschen Nachkriegsregierungen etwas von der nationalsozialistischen Führung gelernt haben, dann wie Propaganda funktioniert.
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20.09.2014 12:37 Uhr von Perisecor
 
+0 | -2
 
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@ NilsGH

Die entsprechenden Sender berichten aber auch nicht in aller Deutlichkeit darüber, dass eine Beteiligung Russlands längst nachgewiesen ist, z.B. durch den (mittlerweile) massiven Einsatz an T-72B3 oder den früheren Einsätzen von T-64A/B, BTR-82AM und T-72BM.

Das, was Leute wie du als "Vermutungen und Gerüchte" bezeichnen, ist halt in aller Regel zumindest nachträglich auch schlicht bewiesen worden.
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20.09.2014 13:58 Uhr von Stray_Cat
 
+1 | -0
 
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Wenn Thomas Baumann das als ausgewogen ansieht, ist er der falsche Mann für den Job.

Grotesk auch, dass die Sendungen erst analysiert werden mussten. Angeblich. Denn m.E. ist diese Art der Berichterstattung bewusst so erfolgt. Und zwar im gesamten Mainstream.

Reporter vor Ort hat es übrigens nur in verschwindend kleiner Zahl gegeben. Meist wurden Mutmassungen - und die noch ideologisch verfälscht - wiedergegeben.

Dass das ganze "von oben" so gewollt war, ist dadurch belegt, dass der Bundesverfassungsschutz schon früh die Mär von den Russland-Trollen in Umlauf brachte.

Nämlich als klar wurde, dass der Bürger sich selbst breit informiert und sich weder gängeln noch rudelartig in eine Richtung lenken lässt. Das muss wohl ein ziemlicher Schock für so manchen Politiker gewesen sein.

[ nachträglich editiert von Stray_Cat ]
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20.09.2014 14:06 Uhr von Perisecor
 
+0 | -3
 
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@ Stray_Cat

Meinst du mit "breit informieren" das Verbreiten von offensichtlichen Lügen, so wie du das die letzten Wochen hier mehrfach getan hast, Stray_Cat?
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21.09.2014 16:52 Uhr von HateDept
 
+2 | -0
 
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@Perisecor

schau Dir doch mal die zehn Punkte an, die der Programmbeirat hinsichtlich _fehlender_ oder unzureichender Berichterstattung zusammengefasst hat. Hast Du hierzu in der ARD etwas gehört/gesehen/gelesen?

"Folgende grundlegende Punkte, die für die Einschätzung und das Verständnis der Ursachen und der Eskalation der Krise wichtig gewesen wären, fehlten in der Ukraine-Berichterstattung im Ersten jedoch oder wurden nur unzureichend behandelt:

– Differenzierende Berichte über die Verhandlungen der EU über das Assoziierungsabkommen, die genauen Inhalte des Abkommens, seine Tragweite und seine Vereinbarkeit mit russischen Interessen.

– Die politischen und strategischen Absichten der NATO bei der Osterweiterung und in der Ukraine-Krise.

– Rolle und Legitimation des sogenannten Maidan-Rats bei politischen Entscheidungen, sein Zustandekommen und seine Zusammensetzung und die Rolle der radikal nationalistischen Kräfte, insbesondere Swoboda, in diesem Rat.

– Zustandekommen und Inhalte der Vereinbarung zur Beilegung der Krise in der Ukraine vom 21. Februar, die Ursachen für ihr Scheitern und die Rolle von Maidan-Rat und rechtsnationalen Kräften hierbei.

– Die Frage nach der Verfassungs- und Demokratiekonformität der Absetzung Janukowitschs sowie die Rolle rechtsnationaler Kräfte bei der Absetzung.

– Eine kritische Analyse der Rollen von Julia Timoschenko und Witali Klitschko.

– Die Frage nach Ablauf und Rechtmäßigkeit der Abstimmung über das Krim-Referendum, die völkerrechtliche Bewertung des Referendums, die Einordnung von Wahlbeteiligung und -ergebnis sowie die Rolle von Geschichte und Ethnien der Krim in dem Sezessionsprozeß.

– Belastbare Belege für eine Infiltration der Krim durch russische Armeeangehörige.

– Eine völkerrechtliche Analyse der Abspaltung der Krim: War es eine Annexion oder eine völkerrechtlich mögliche Sezession? Wie ist die Eingliederung der Krim 1954 in die ukrainische SSR zu werten?

– Ein Feature über die Geschichte der Ukraine, um die tieferen Ursachen für die gegensätzlichen Interessen und damit die Krise in der Ukraine verständlich zu machen."

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