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"Seniorenteller"? Ü-60-jährige sollen nur noch drei Tage die Woche arbeiten müssen

Viele fordern neue Arbeitszeitmodelle, die sich der veränderten Entwicklung anpassen. So jetzt auch die Chemie-Gewerkschaft IG BCE.

Dort fordert man jetzt, dass Arbeitnehmer über 60 Jahre in Zukunft nur noch drei oder maximal vier Tage die Woche arbeiten müssen.

Von der Rentenkasse soll dabei ein Teil des Lohnes kommen, der andere Teil als Lohnausgleich vom Arbeitgeber. So soll der Job für die Arbeitnehmer attraktiv bleiben.


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WebReporter: Miietzii
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Woche, Senior, Lohn
Quelle: t-online.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.09.2014 13:24 Uhr von rubberduck09
 
+9 | -2
 
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Und damit wird eine Neueinstellung bei einem Ü60 Arbeitlosen noch unwarscheinlicher.
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17.09.2014 14:52 Uhr von PakToh
 
+1 | -5
 
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@rubberduck09 Das halte ich mal für absoluten Schwachsinn!
Richtig umgesetzt bedeutet das, dass der Arbeitgeber einen neidrigeren Stundenlohn hat, Prozentual weniger Lohnnebenkosten hat und er für das Geld, welches früher eine KRaft gekostet hätte nun zwei einstellen kann.
Das Problem ist eher, dass dies eher die Arbeitnehmer treffen wird, welche gut ausgebildet sind.
So bekommt man das Know-How eines 60-jährigen Ingenieurs zu deutlich günstigeren PReisen, welcher einen Jungen Ingeniuer coachen kann und in Projekten als Berater mit wirken kann, bzw als Revisor seine Erfahrung einbringen kann.

Am fließband wird man einen 60 jährigen nicht mehr gebrauchen können und hier werden die Arbeitnehmer Ü60 nichts davon haben, aber das wäre selbst so, wenn sie fast umsonst wären...
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17.09.2014 15:19 Uhr von rubberduck09
 
+5 | -0
 
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@PakToh

Dann verstehst du den Absatz "Von der Rentenkasse soll dabei ein Teil des Lohnes kommen, der andere Teil als Lohnausgleich vom Arbeitgeber. So soll der Job für die Arbeitnehmer attraktiv bleiben. " aber ganz anders als ich...
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17.09.2014 15:41 Uhr von MiaCarina
 
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@rubberduck09

nur weil jemand behauptet, dass er etwas aus bestimmten Motiven heraus tut, heisst das noch lange nicht, dass er nicht eigentlich andere Ziele verfolgt...
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17.09.2014 18:44 Uhr von theojk
 
+5 | -1
 
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"So soll der Job für die Arbeitnehmer attraktiv bleiben."

Die tun ja immer so, als würden die Leute nicht arbeiten WOLLEN. Vielmehr ist es doch so, dass Ältere in die Frührente gedrängt werden, um dabei gleich noch die Stelle abzubauen und die Arbeit von den übrig gebliebene Angestellten übernehmen zu lassen.

es müsste also vielmehr heißen
"So soll der Job für die ArbeitGEBER attraktiv bleiben.
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17.09.2014 20:26 Uhr von blaupunkt123
 
+2 | -0
 
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Tja was sie nicht schreiben ist, dass der Lohn dann nicht gleich bleibt.


War bei uns im Unternehmen auch ein riesen Thema, das Mitarbeiter über 60, die mit Schichtarbeit und Bereitschaft zu tun hatten eine 4 Tages Woche nutzen können.

Viele hatten sich gefreut, bis herauskam, dass auch der Lohn um diesen Tag gekürzt wird.

Von daher nutzlos, da ja dann auch die Rente sinkt.
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17.09.2014 23:56 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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"Denkbar wäre etwa, dass Beschäftigte in jüngeren Jahren Arbeitszeit ansparen und dann einsetzen. Oder man könnte Betriebsrenten oder freiwillige Beiträge dafür verwenden." (Carola Reimann)
Die Betriebsrente ist dazu da, die ohnehin stattfindende Absenkung der gesetzlichen Renten abzufedern.
Man sollte Arbeitgeber lieber dazu verpflichten, ihre Arbeitskräfte schonender zu behandeln.
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18.09.2014 05:51 Uhr von HerbertMittermayer
 
+1 | -1
 
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Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich ist heute der letzte und einzige Weg die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Ansonsten werden es weiterhin 5 Millionen und mehr sein.

Denn: Wenn JEDER nur noch 30 Stunden arbeiten würde, würden Millionen Stunden am Arbeitsmarkt fehlen.
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18.09.2014 08:59 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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"Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich ist heute der letzte und einzige Weg die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. " (HerbertMittermayer)
Es würde die Kosten erhöhen und zu einer noch höheren Rationalisierungsanstrengung führen. Die deutsche Einheit ist zur Veranschaulichung das beste Beispiel. Diese wurde zum einen über Zukunftsanleihen (Kreditaufnahme) und zum anderen über die Sozialversicherungen finanziert. Die erhöhten Kosten der Sozialversicherungen führten zur Rationalisierung am Arbeitsplatz.
Die Rationalisierung am Arbeitsplatz ist aber politisch gewollt, weil es zu effizienteren Produkten am Weltmarkt führt. Die exportorientierte Wirtschaft ist aber eben auch politisch gewollt.

Gäbe es einen politischen Willen, die Arbeitslosigkeit wirklich zu reduzieren, müßte man die Besteuerung der Arbeitsplätze aufgeben. So einfach ist das. Das ist aber aus den oben genannten Gründen politisch nicht gewollt.

Zur Nachhaltigkeit gehört eben auch, daß Maßnahmen entsprechende Wirkungen in der Zukunft zeigen. Wenn solche Wirkungen aber nicht gewollt sind, sind die Maßnahmen falsch. Wenn jeder dritte HartzIV-Berechtigte auf HartzIV verzichtet, dann zeigt allein diese Tatsache, daß die Arbeitslosenstatistik falsch ist.

Götz Werner ( http://www.csrforum.eu/... ) hat es in der Vergangenheit vorgeschlagen: Die Einführung des Grundeinkommens ist wegweisend, denn dadurch würde die Besteuerung der Arbeit aufgegeben werden. Vor der dadurch entstehenden Freiheit des Einzelnen fürchtet sich jedoch das politische System. Deshalb ist es politisch auch nicht gewollt. Das deutsche politische System kennt keine Meritokratie.

"Denn: Wenn JEDER nur noch 30 Stunden arbeiten würde, würden Millionen Stunden am Arbeitsmarkt fehlen." (HerbertMittermayer)
Diese Rechnung geht aus den oben genannten Gründen nicht auf.
In der Vergangenheit wurde immer wieder so argumentiert - mit dem Effekt, daß eben niemand stattdessen eingestellt wurde.

Fakt ist, daß nach 1991 3,5 Milliarden Menschen zusätzlich auf den Weltarbeitsmarkt drangen.
Deutschland hat lediglich einen Bevölkerungsanteil von 1,3% an der Gesamtweltbevölkerung.

"Ansonsten werden es weiterhin 5 Millionen und mehr sein." (HerbertMittermayer)
Defacto gibt es bereits das Grundeinkommen, nur eben verbunden um den Preis der Aufgabe von Freiheit.
Es gibt also defacto bereits eine tiefe Spaltung in der Gesellschaft und das bereits seit vielen, vielen Jahren.

Wollte man das ändern, muß man die Kostenbelastung des Kostenfaktors Arbeit belasten, damit dieser wieder "marktfähig" wird.

Ginge man den alten Weg weiter, wäre eigentlich aber Bildung bis ins hohe Alter angesagt. Das findet aber nicht statt. Es findet für eine kleine Elite statt, aber nicht für die Masse. Erst Bildung ermöglicht die entsprechende Flexibilisierung auf dem Arbeitsmarkt für eine immerwährende Lerngesellschaft die immer wieder neue Produkte für die sich immer wieder verändernden Weltmarktverhältnisse entwickelt. Es geht also um einen immerwährenden Vorsprung vor anderen Weltmarktteilnehmer. Genau das findet aber nicht statt. Diesen Weg hatte man begonnen, in den Achziger Jahren einzuschlagen. Nur war der Informationsfluß zwischen Politik und Arbeitgeber damals unzureichend.

Ja, und dann kam die Einheit dazwischen und solche Pflänzchen wurden dann zerdrückt.

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]
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18.09.2014 11:18 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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"Wollte man das ändern, muß man die Kostenbelastung des Kostenfaktors Arbeit belasten, damit dieser wieder "marktfähig" wird." (Sag_mir_Quando_sag)
Soll natürlich heißen:
Wollte man das ändern, muß man die Kostenbelastung des Kostenfaktors Arbeit ENTlasten, damit dieser wieder "marktfähig" wird.
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13.10.2014 13:32 Uhr von Fomas
 
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@HerbertMittermeyer

" Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich ist heute der letzte und einzige Weg die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Ansonsten werden es weiterhin 5 Millionen und mehr sein.

Denn: Wenn JEDER nur noch 30 Stunden arbeiten würde, würden Millionen Stunden am Arbeitsmarkt fehlen. "

Ähm,.... nein. Du tust ja gerade so, als würden die restlichen 10 Stunden dann einfach gestrichen. NEIN! Es ist vielmehr so, dass auf 3 Leute mit 30 Stunden-Woche dann ein weiterer eine Arbeit bekommen kann, der diese 3x10 Stunden dann übernimmt.

Es ist auch für den Arbeitsmarkt nicht wirklich NÖTIG, dass so viel geschuftet wird. Das ist nur wegen der Raffgier der Arbeitgeber und überhaupt dem tierhaften Konkurrenzkampf auf dem beknackten neoliberalen Markt.

Viel besser wäre doch: Alles so weit wie möglich automatisieren und nur noch den Rest von Menschen machen lassen. Da eine Maschien eh viel schneller und effizienter arbeitet, kann dann die gleiche oder gar mehr Arbeit ausgeführt werden, als vorher von den Menschen. Diese müssten dann diese Produktionsvorteile durch die Maschinen als Gehalt ausgezahlt bekommen.

Somit hätten alle weniger Arbeit, somit mehr Zeit für das EIGENTLICHE Leben, aber gleich viel oder gar mehr Wohlstand.

Das könnte man ohnehin machen, die Bürger an den ganzen Wirtschaftsgewinnen mehr beteiligen. War ja auch ursprünglich mal Sinn der Sache.

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