15.09.14 16:44 Uhr
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2. WK: 93-Jähriger wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat einen 93-jährigen Mann angeklagt. Ihm wird Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen vorgeworfen. Über eine Verfahrenseröffnung muss noch entschieden werden. Der Mann war im Zweiten Weltkrieg als Freiwilliger bei der Waffen-SS.

Konkret wirft man dem Mann vor, der in Auschwitz tätig war, die Gepäckstücke der Deportierten direkt nach deren Ankunft im Lager beiseite geschafft zu haben. Durch seine Tätigkeit habe er die Morde im Lager unterstützt.

Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass der Mann damals gewusst habe, dass die Deportierten - überwiegend Juden - in den Gaskammern ermordet wurden.


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WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mord, 300, Beihilfe
Quelle: focus.de

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60 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.09.2014 16:49 Uhr von rubberduck09
 
+121 | -32
 
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Können die nicht _endlich_ mal Ruhe geben?
Wir müssen das aufarbeiten - aber doch nicht die Wunden ständig neu aufreissen. Echt - geht mir sowas von auf den Keks langsam!
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15.09.2014 16:49 Uhr von OLLi_81
 
+77 | -15
 
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Wenn nach so langer Zeit sich immer noch die Gerichte mit der SS Zeit beschäftigen, werden wir Deutsche das "Ihr seit doch alle Nazis"-Image nie los !
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15.09.2014 17:13 Uhr von storn
 
+6 | -6
 
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wei ohh wei..mehr kann ich da nicht sagen....der alte SA... wird schoin wissen das er dafür"nicht in den sogenanten himmel kommt"..grins
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15.09.2014 17:16 Uhr von c0rE
 
+20 | -54
 
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15.09.2014 17:20 Uhr von kuno14
 
+43 | -7
 
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und der koch der die wassersuppe gekocht hat?der schreiner der die balken der baracken lieferte?der stacheldraht aufroller?der abroller?der deutsche?jaaaaaaaaaaa!bis ans ende des universums gibt es für alles nur einen schuldigen!ist traurig das die nazikeule immer noch greift..........
der rest der menschheit hat ja in der vergangenheit nur liebe verbreitet..............
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15.09.2014 17:27 Uhr von MR.Minus
 
+12 | -13
 
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das ist doch verjährt, die sollten den man in ruhe lassen.
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15.09.2014 17:29 Uhr von Patreo
 
+15 | -3
 
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Mr. Minus das ist so ne Sache mit Mord der verjährt nicht.
Was aber wirklich relevant ist a) erstmal nachweisen b) ob der Täter über vernehmungsfähig ist c) sich im Klaren sein, dass es selbst bei einer Verurteilung keine Haftstrafe geben wird.
Das gebietet der gesunde Menschenverstand.
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15.09.2014 17:36 Uhr von Jalex28
 
+6 | -4
 
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Der arme alte Mann
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15.09.2014 17:38 Uhr von Patreo
 
+6 | -6
 
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Leonardo das ist absurd.
Es gibt keine kollektive Schuld bei diesem Fall sondern ne direkte, sofern erwiesen
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15.09.2014 17:40 Uhr von Knutscher
 
+7 | -24
 
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15.09.2014 17:47 Uhr von Patreo
 
+9 | -12
 
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Das Problem Knutscher ist, dass einige hierbei eine Kollektivschuld ansehen, da die nationale Identität verletzt wird, wenn es zu solchen Anklagen kommt.
Somit kommt es auch zur Symphatie mit dem Angeklagten mit folgenden Relativierungsansätzen:
1) Es war Zwang. Er musste so handeln, sonst wäre er getötet worden
2) Es war Krieg
3) Er war damals jung
4) Heute alt
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15.09.2014 17:49 Uhr von das_leben_ist_schoen
 
+7 | -33
 
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15.09.2014 18:01 Uhr von ghostinside
 
+8 | -13
 
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Weil ein Verbrechen ewig her ist, bleibt es trotzdem ein Verbrechen! Eher sollte man sich die Frage stellen, warum so Einer fast 70 Jahre unbehelligt weiter leben durfte...
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15.09.2014 18:10 Uhr von KeepOnRollin
 
+14 | -8
 
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Ich frage mich nur...

Warum zum Teufel kommt man erst nach über 65 Jahren darauf, dass dieser Mann im KZ Ausschwitz gearbeitet hat? Es gibt genügend Dokumente, die eine SS-Mitgliedschaft belegen, und man konnte an diese Information schon in den 50er Jahren kommen, wenn man wollte.

@benjaminx: Fügung? Sie meinen wohl die Wahl zwischen etwas Arbeit und Hinrichtung wegen Befehlsverweigerung.
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15.09.2014 18:30 Uhr von Knutscher
 
+5 | -16
 
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15.09.2014 19:16 Uhr von c0rE
 
+4 | -21
 
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15.09.2014 19:20 Uhr von Suffkopp
 
+3 | -16
 
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15.09.2014 19:34 Uhr von Joeiiii
 
+10 | -3
 
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Beihilfe zum Mord, weil er, obwohl er selbst nichts damit zu tun hatte, gewußt hat, was mit den Deportierten geschehen wird? Das fragt man sich: Wer wäre, wenn man diesen Maßstab auf alle anwendet hätte, unschuldig gewesen?
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15.09.2014 19:52 Uhr von ksros
 
+11 | -2
 
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Sollte man sich nicht lieber um die IS kümmern?
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15.09.2014 20:09 Uhr von Lornsen
 
+8 | -3
 
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Kopfschüttel im Ausland! Die lachen sich über uns einen ab.
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15.09.2014 20:29 Uhr von Frudd85
 
+2 | -7
 
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@Joeiii:

"Beihilfe zum Mord, weil er, obwohl er selbst nichts damit zu tun hatte, gewußt hat, was mit den Deportierten geschehen wird? Das fragt man sich: Wer wäre, wenn man diesen Maßstab auf alle anwendet hätte, unschuldig gewesen?"

Es ist ein kleiner Unterschied zu Max Mustermann, denn der Kerl tat IN Auschwitz Dienst. Aber Deine pseudokritisch-suggestive Frage führt ungewollt in die richtige Richtung, denn tatsächlich wäre es sehr wünschenswert, das Verhalten der Zivilbevölkerung angesichts dauernder und gewaltsamer Deportationen aus ihrer Mitte heraus zu erhellen. Nicht unbedingt juristisch, wohl aber wissenschaftlich. Denn Verantwortung, wenn auch nicht juristische, mindestens aber moralische, findet man dann zuhauf.
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15.09.2014 21:06 Uhr von Slaydom
 
+11 | -4
 
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Es gibt kein Völkerverbrechen, welches so aufgerollt wird wie die unsere Vergangenheit. Überall auf der Welt werden Völkerverbrechen begangen ohne dass auch nur ansatzweise jemand dafür haften muss und aktuell gibt es auf dieser Welt andere Probleme als ein Verbrechen aufzudecken von einem Typen der Gepäckstücke angenommen hat. Die meisten verantwortlichen für die Gräueltaten in den KZs sind damals bestraft worden. Das muss reichen.

Er wird sowieso nur angeklagt, weil er einer der wenigen noch überlebenden ist. Was meint ihr wieso es jetzt erst zur Klage kam. Eine Mitarbeiterliste existiert ja und war auch nie verloren.
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15.09.2014 21:19 Uhr von Holzmichel
 
+1 | -14
 
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15.09.2014 21:23 Uhr von Frudd85
 
+2 | -10
 
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@Slaydom:

Nur weil andere schlampig oder renitent sind, was die Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit angeht, muss das auch für uns gelten? Anders gefragt: Wenn andere Fehler machen, darf man automatisch denselben Fehler begehen?

Deine Formulierung ist im Übrigen sehr euphemistisch. Hier geht´s nicht um einen Typen, der einfach "Gepäckstücke angenommen" hat. Das liest sich wie über einen Flughafenmitarbeiter. Diese "Gepäckstücke" gehörten Menschen, die nur aufgrund ihrer Religion und "Rasse" ermordet wurden, millionenfach. Die nichts, aber auch gar nichts verbrochen hatten. Und der Kerl hat ihre Gepäckstücke nicht in deren Urlaub "angenommen", sondern er hat sie ihnen abgenommen, als sie auf ihrem Weg in den Tod waren.

Außerdem ganz schön hochnäsig von Dir: Mit welchem Recht darfst Du Dich hinstellen und sagen, dass es nun "reichen" müsse? Ich will mal sehen, wie Du das Überlebenden sagst, oder Nachkommen von Ermordeten.
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15.09.2014 21:29 Uhr von silent_warior
 
+13 | -4
 
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Weshalb haben die den Mann nicht schon vor 60 Jahren angeklagt?

Was wollen die eigentlich von dem?

Normalerweise schickt man Leute in den Knast damit die sich bessern, aber der Typ ist so alt und festgefahren ... das ist sinnlos.

Weshalb hat er da überhaupt gearbeitet?

Damals gab es eine große Wirtschaftskrise, die Leute haben gehungert und etliche sind auch verhungert.
Jeder hat deshalb alles notwendige gemacht damit man überlebt.

... und dann war da ja noch dieser Krieg.

Da gab es verschiedene Jobs die von der damaligen Regierung gesucht wurden, wenn man Pech hatte wurde man Frontsoldat.

Es gab wirklich diese jungen Männer die zum Militär wollten, aber die hatten nicht die Vorstellung dass die dort in den Schützengräben verheizt werden ... nur weil ein Heroinabhängiger Führer sich irgend welchen Mist in seinem Bunker ausgedacht hat.


Soll man den Mann jetzt, fast 70 Jahre nach Kriegsende dafür bestrafen dass er keinen anderen Job gefunden hatte.

Wäre er ein Raketenwissenschaftler oder Bombenbauer der indirekt 100 Millionen Menschen umgebracht hat würde er jetzt in einer schmucken Villa mit vielen Bediensteten in purem Luxus wohnen und als Pionier der Neuzeit gefeiert werden.

... aber als Billigarbeiter bekommt man auch nach 70 Jahren noch eins in die Fresse und zwar für Dinge die auch passiert wären wenn man dort nie gearbeitet hätte.

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