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USA: Neue Sanktionen gegenüber Russland bekannt gegeben

Im Zuge der Ukraine-Krise haben nun auch die USA ihre Sanktionen gegenüber Russland verschärft, nachdem am heutigen Freitag die EU neue Sanktionen verhängt hatte. Die USA werden demnach vor allem den Bankensektor Russlands sanktionieren.

Wie das amerikanische Finanzministerium mitteilte wird man vornehmlich gegen die Sberbank vorgehen. Die Sberbank ist die größte russische Bank, und sie gehört zu 44 Prozent der russischen Notenbank. Der Bank soll der Zugang auf den US-Aktien-Markt und die Kreditmärkte erschwert werden.

Etwa ein Drittel des russischen Vermögens liegt bei der Sberbank, und sie finanziert viele Unternehmen in Russland mit Krediten. Zusätzlich sollen die bestehenden Sanktionen gegen Geldhäuser wie die VTB Bank und die Gazprombank verschärft werden.


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WebReporter: Starstalker
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Russland, Sanktionen
Quelle: sueddeutsche.de

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12.09.2014 17:50 Uhr von Borgir
 
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Bei der Bank liegt so viel Geld, dass sich die USA damit höchstens selbst schaden.
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12.09.2014 17:55 Uhr von Dao-Lin-Hay
 
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Da geht dir einer ab, lieber Starstalker.
Dann kann Russland auch in die Ukraine einmarschieren.
Gibt doch eh jedes mal Sanktionen, obwohl sie nichts machen.
Bitte nicht wieder die dümmliche Krimstory hervor kramen. Danke !!!
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12.09.2014 18:03 Uhr von Perisecor
 
+4 | -13
 
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@ Borgir

Bei der Bank liegt für US- und westliche Verhältnisse so wenig Geld, dass das keine Sau interessiert.


@ Dao-Lin-Hay

"Dann kann Russland auch in die Ukraine einmarschieren."

Ist Russland längst. Erst auf der Krim, dann in das Kerngebiet.


"Gibt doch eh jedes mal Sanktionen, obwohl sie nichts machen."

Russland hat die Krim völkerrechtswidrig annektiert und unterstützt die Separatisten mit Waffenlieferungen, Logistik, "Urlaubern" und Propaganda.


"Bitte nicht wieder die dümmliche Krimstory hervor kramen. Danke !!!"

Doch, natürlich, denn während man Streitkräfte so anonymisieren kann, dass sich Beweise für eine Zugehörigkeit schwer finden lassen, ist eine Annektierung ein unwiderlegbarer Beweis.
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12.09.2014 21:12 Uhr von Stray_Cat
 
+2 | -3
 
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Obwohl sich die Lage entspannt, Verhandlungen zwischen den Freiheitskämpfern und Kiev nur auf Betreiben Russland zustande kamen und sich Putin nach wie vor um Deeskalation bemüht, wird verlogen weiter sanktioniert. Und nicht nur das, die Sanktionen werden vweiter erschärft.

Gestartet wurden diese angeblich wegen des Abschusses der MH17, obwohl alles andere als sicher ist, dass nicht Kiev selbst diesen Mist verzapft hat.

Wie man also sieht, sind die Sanktionen Selbstzweck und werden in jedem Fall verhängt. Man will Russland soweit destabilisieren, dass man auch hier eine Regierung nach Washingtons Geschmack einsetzen und einen Systemwechsel durchsetzen kann.

Mittlerweile aber wissen das die meisten und daher hoffe ich, dass Russland vor diesen Termiten verschont bleibt.

Die Eliten beklagen das "globale Erwachen", das es ihnen mit jedem Tag schwerer macht, die Massen zu kontrollieren und in die gewünschte Richtung zu manipulieren.

Hoffen wir, dass es ihnen dadurch unmöglich gemacht wird, die Fundamente der Welt gänzlich zu zerfressen.
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12.09.2014 21:15 Uhr von Perisecor
 
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@ Stray_Cat

"Gestartet wurden diese angeblich wegen des Abschusses der MH17..."

Nein, gestartet wurden die Sanktionen, weil Russland völkerrechtswidrig die Krim annektiert hat.



"...obwohl alles andere als sicher ist, dass nicht Kiev selbst diesen Mist verzapft hat."

Der vorläufige Untersuchungsbericht hat jedenfalls den Schwachsinn von irgendwelchen Su-25 etc. in der Nähe von MH17 widerlegt.



"Man will Russland soweit destabilisieren, dass man auch hier eine Regierung nach Washingtons Geschmack einsetzen und einen Systemwechsel durchsetzen kann."

Nein, man will, dass Russland sich aus der Ukraine zurückzieht. Sei es durch Truppen dort, sei es durch die massive Unterstützung der Separatisten, oder durch die Besetzung der Krim.



Das alles wurde dir schon mehrfach erklärt. Du hältst aber wohl gerne an deinen Lügen fest.
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12.09.2014 22:46 Uhr von einerwirdswissen
 
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@ Dao-Lin-Hay : Das mit dein Einmarschieren,das währe eine Möglichkeit,wenn der Russe nichts mehr zu verlieren hat.
Jedes Land gewöhnt sich daran,bzw. lernt mit den Sanktionen unzugehen.Und wenn es soweit ist,dann kann das Land machen was es will,da es nichts mehr zu sanktionieren gibt.Das ist die Gefahr einer Sanktionsspirale.
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12.09.2014 23:00 Uhr von einerwirdswissen
 
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@ Stray_Cat und klein Peri:
Der Ami hat auch seine Fehler gemacht und das weltweit.
Der Russe machte jetzt seine.
Die Frage ist doch wie weit es gehen wird.
Die EUSA versucht jetzt den Russen zum einreiten in die Ukraine zu nötigen,damit sie nicht für die Kosten aufkommen müssen.Denn wenn die Ukraine zur EU gehört zahlen sie anständig mit.
Wenn der Russe da einreitet und die Ukraine übernimmt, dann zahlt der Russe auch die Zeche.
Das Problem beider Seiten ist, keiner will die Ukraine in wirklichkeit.Bei de Seiten profitieren davon, wenn sich der Konflikt so lange es geht errauszögern lässt.

@klein Peri: Lese Geschichtsbücher über Russland, und du wirst verstehen, warum der Russe die Krim wieder haben wollte(ungf.500 Jahre Geschichte).
@Stray-Cat: Die EUSA wissen mitlerweile nicht mehr genau warum sie die neuen Sanktionen verhängen.
Sie nutzen diese Situation nur aus, um ihren Wettbewerbsvorteil,welchen sie jetzt haben, auszunutzen.

Durch das ganze Handeln der EUSA wird Putin als sehr gestärkter Mann hervorgehen, der sein Volk hinter sich hat,da er versucht hat sein russischstämmiges Volk in der Ukraine zu schützen.
Da der Russe es über hunderte von Jahren gewöhnt ist von aussen fertig gemacht zu werden, wird dieses Land viel stärker vereint sein als je zuvor.

Wem dies alles nützt, das wird die Zeit zeigen.
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13.09.2014 00:09 Uhr von Trallala2
 
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@Dao-Lin-Hay

"Da geht dir einer ab, lieber Starstalker.
Dann kann Russland auch in die Ukraine einmarschieren.
Gibt doch eh jedes mal Sanktionen, obwohl sie nichts machen."

Wenn russki Katalog-Frauen, die nach Deutschland schoppen kommen, über Politik reden, dann kommt sowas raus.


@einerwirdswissen

Jedes mal wenn man versucht dich wieder mal ernst zu nehmen, zeigst du deine beschenkte Sichtweise.

Wie erkennt man einen Troll? Genau - EUSA - er erfindet Fantasienamen. Und du willst mir weiß machen, dass du in einer Intellektuellengruppe über Weltpolitik diskutierst? Und dann bist du nicht mal in der Lage die einzelnen Staaten und Bünde korrekt zu benenn? Du jammerst mir vor noch Objektiv zu sein und bis nicht mal in der Lage die Grundlagen korrekt vorzutragen. Du bist und bleibst nur ein Troll.
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13.09.2014 10:30 Uhr von speculator
 
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Mir tun nur die Menschen leid, die überall und immer die Zeche zahlen für den Streit der Großen um noch mehr Macht und Profit.
Meiner Meinung nach ist die "Ukraine Krise" ein eskalierender Wirtschaftskrieg zwischen West und Ost um Märkte und Ressourcen.
Keine Ahnung wann damit in der Ukraine begonnen wurde, aber aus dem Westen sind die, die später auf der Straße die Regierung weggeputscht haben, schon länger unterstützt und finanziert worden (Siehe Yatseniuks Stiftung "Open Ukraine", deren Partner und die Jahresberichte).
Darum sehe ich Russland eher reagieren auf den Versuch der EU und NATO in der Ukraine die Vorherrschaft zu erlangen.
Und wegen Annektion der Krim, die Rechte "souveräner Staaten" usw: Welches Land kann sich leisten beliebig zu handeln ohne die Interessen seiner Nachbarn zu berücksichtigen?
Das konnte Kuba nicht und das konnte auch Grenada nicht, wo die USA genauso "völkerrechtswidrig" eingegriffen haben (ohne dafür sanktioniert zu werden).
Es widert mich an, dass westliche Politik und Medien sich kein bisschen kritisch zur Rolle des Westens äußern und völlig ignorieren, das Russland mit Flottenstützpunkt und direkter Grenze vitale Interessen in der Ukraine hat.
Und weil keiner von denen selber was zu befürchten hat, traue ich den Mächtigen auf beiden Seiten zu, dass sie die Krise bis zum Krieg eskalieren lassen, vielleicht hoffend "wird schon keiner so blöd sein Atomwaffen einzusetzen".
Jedenfalls sehe ich auf keiner Seite so viel Verantwortungsbewusstsein, Vernunft und Besonnenheit, wie damals in der Kuba Krise bei Kennedy und Chruschtschow.
Darum hab ich Angst, fühl mich völlig hilflos und bin gleichzeitig bis zum Kotzen sauer.
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13.09.2014 12:39 Uhr von Trallala2
 
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@speculator

"Meiner Meinung nach ist die "Ukraine Krise" ein eskalierender Wirtschaftskrieg zwischen West und Ost um Märkte und Ressourcen. "

Hast du dich über die Verhältnisse in der Ukraine vor den Unruhen informiert? Das Problem vieler osteuropäischen Länder ist das Gleiche, das die Deutschen nach 1918 mit der Demokratie hatten. Man wird nicht so von heute auf morgen ein guter Demokrat, bzw. man weiß nicht immer was zu tun ist wenn es zu tun ist. Das Wählen ist nicht das Problem, aber wie schützt man seine Demokratie. So verschleudern viele Länder ihre Demokratie oder lassen sich legal ihre Demokratie abluchsen.

Das versuchten auch einige in der Ukraine. Nur im Gegensatz zu vielen anderen Ländern schaften es die Ukraine auf die Straße zu gehen und für ihre Rechte zu kämpfen. Wer behauptet, dass ein gewählter Präsident nicht vom Volk entmachtet werden kann, der trollt.

"Und wegen Annektion der Krim, die Rechte "souveräner Staaten" usw: Welches Land kann sich leisten beliebig zu handeln ohne die Interessen seiner Nachbarn zu berücksichtigen? "

Wenn Deutschland auf die Wünsche der USA eingeht, dann sagen die Trolle hier, das das nicht richtig ist und Deutschland nicht souverän ist. Bei Ukraine ist wiederum falsch wenn die souverän handeln. Dann stellst du die Frage wieso die nicht auf Wünsche eines starken Nachbarn reagieren.

"Das konnte Kuba nicht und das konnte auch Grenada nicht, wo die USA genauso "völkerrechtswidrig" eingegriffen haben"

Ja, aber bei USA behauptest du deswegen, dass sie böse ist. USA hatten Interessen in den Ländern, also sind sie mit Gewalt vorgegangen und deswegen sind sie böse. Dann schreibst du aber...

"Es widert mich an, dass westliche Politik und Medien sich kein bisschen kritisch..."

Schön, dass es dich anwidert, aber gerade hast du gesagt, dass Russland Interessen hat und nun mit Gewalt vorgeht und das zu entschuldigen ist. Dich widert es sogar an, dass man das kritisiert.

Du bist nicht logisch. Land A hat Interessen in Land X und greift deshalb militärisch ein. Das ist für dich böse. Land B hat Interessen in Land Y und greift deshalb militärisch ein. Das ist für dich zu verstehen. Du gehst sogar weiter und meinst, dass die Kritik an Land B dich sogar anwidert.

Das Problem das du und viele hier haben ist ein Schwarz-Weiß-Denken. Durch die Friedensbewegung ist die USA etwas in den Focus geraten, so dass ihre Kriege kritisch gesehen werden. Das ist ok. Da die meisten Friedensaktivisten links standen, haben sie Papa Sowjet mit seiner Politik in Ruhe gelassen. Nach einigen Jahrzehnten hat also die USA zu Rechte den Ruf weg, dagegen ist Russland aus der Geschichte mit seinen militärischen Aktionen sauber raus gekommen.

Wenn zwei das gleiche tun, ist es das selbe.

"Darum hab ich Angst, fühl mich völlig hilflos und bin gleichzeitig bis zum Kotzen sauer."

Du brauchst keine Angst zu haben, denn ein Krieg ist nicht auf der Agenda. Es sind nur Medien, allen Voran DWN, die Kriegsangst schüren. Das ist ein Teil der Propaganda. Die Leute denken wie du, dass es Krieg geben wird, dann sollen sie ihren Regierungen zusetzen, dass sie die Russen frei agieren lassen. Bei dir hat es geklappt.
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13.09.2014 13:16 Uhr von speculator
 
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@trallala2
Du liest Sachen aus meinem Post, die ich nicht geschrieben hab:
weder hab ich behauptet die USA ist böse,
noch dass das Verhalten der Russen zu entschuldigen ist.

Dagegen halte ist das Verhalten der Russen lediglich für nachvollziehbar und ihren Interessen entsprechend und kritisiere, dass der Westen die Russen nur als böse Aggressoren darstellt und ignoriert, dass sich "Freunde und Verbündete" umgekehrt ganz genauso verhalten.

Es stimmt: wenn zwei das gleiche tun ist es dasselbe.
Und es ist die borniert-verlogene Scheinheiligkeit hier die mich anwidert.
Und ich kritisiere, dass der Westen das nicht zugibt, in der Ukraine Zurückhaltung übt und mit Ukraine und Russen verhandelt statt mit Sanktionen weiter zu eskalieren.
In der Kuba Krise wurde verhandelt, Russen und Amerikaner haben schließlich ihre Raketen abgezogen.
Hier jedoch spitzt sich alles immer mehr zu. Ich habe kein Vertrauen in die beteiligten Regierungen. Auch wenn Krieg nicht auf der Agenda steht, es gibt zu viele die davon profitieren und das sind nie die, die darunter zu leiden haben.

Und die US Regierung ist meiner Meinung nach genauso böse wie die meisten andern auf der Welt, weil sie letztlich alle nicht die Interessen ihrer Bevölkerungen und Länder vertreten, sondern nur die Interessen der "oberen Zehntausend".
Auch wenn wir es hier noch recht gut haben und mehr Freiheit genießen als die meisten andern auf der Welt, ist doch zu sehen wie´s auch hier immer ärger wird von Reform zu Reform, mit jedem neuen Abkommen und "alternativlosen" Entscheidungen, während die reichen immer reicher und die armen immer ärmer werden.

Die politisch-ideologischen Unterschiede, die Unterscheidungen in Rot, Gelb, Grün Schwarz, Rechte, Linke usw, machen meiner Meinung nach keinen praktischen Unterschied. Ich seh das nur als Variation des Prinzips "teile und herrsche", womit die Menschen auseinanderdividiert werden, während sich global die "oberen Zehntausend" um ihre Anteile an der Welt streiten. Es geht nicht links gegen rechts, sondern oben gegen unten und 99% der Menschen sind dabei die Verlierer. Schon heute können Spekulanten ganze Volkswirtschaften in den Ruin stürzen und die Macht derer die das Geld haben wächst immer weiter. Wie lange kanns noch dauern bis die ganze Welt Privatbesitz von Banken, Investoren und Konzernen ist? - Meine Sicht halt.
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13.09.2014 15:08 Uhr von Trallala2
 
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@speculator

Ok, das sie Böse sind hast du nicht geschrieben, aber wenn man jemanden für etwas böses kritisiert, dann ergibt sich das zwangsläufig.

Du hast Verständnis für das was Russen machen? Ich nicht. Ich hatte auch kein Verständnis für das USA 1973 in Chile gemacht haben, obwohl da sehr ihre Interessen gestört wurden. Auch hatte ich kein Verständnis dafür was USA 1953 in Iran machte. Schon gar nicht hatte ich dafür Verständnis dafür was USA 1981 bis 1990 in Nicaragua machte. Auch hatte ich kein Verständnis dafür was die USA 2003 im Irak machte, obwohl ich der Meinung bin, dass es dabei nicht die Falschen erwischte.

Warum soll ich nun Verständnis für das haben was die Russen in Ukraine machen? Warum hast du Verständnis für?

Das Problem ist, dass du vor lauter Verständnis für die Russen und Kritik an USA die Ukrainer ignorierst. Die scheinen dir am Arsch vorbei zu gehen.

Mir nicht. Was jeder hier eklatant und bewusst ignoriert ist, dass es in der Ukraine einen Grund für die Unruhen gab. Der durchaus gewählte Präsident reorganisierte sein Amt und hatte danach mehr Macht. Er häufte zusätzliche Macht an, entmachtete andere Organe und band andere Macht an seine Partei. Das war ein Weg in die Diktatur. Und zuguter letzt hat er die Souveränität des eigenen Landes aufgegeben und hat sich von einem Nachbarn kaufen lassen. Ich vermisse dein Verständnis für das ukrainische Volk.

Ist dir nicht aufgefallen wie schnell die ehemaligen Ostblockstaaten die Mitgliedschaft in der NATO beantragt haben? Da musste die USA sie gar nicht erst dazu überreden. Die hatten keine Lust sich noch mal von den Russen überrollen lassen. Bei deinem Verständnis für die Russen ignorierst du, dass es die Russen waren die viele Staaten in die Sowjetunion mit Gewalt pressten. Das war keine freiwillige Angelegenheit. Auch der Wahrschauer Packt war keine freiwillige Angelegenheit. Da wurde sehr viel Druck ausgeübt, nicht selten mit Gewalt.

Du hast sehr viel Verständnis für die Russen. Natürlich wollten auch die Ukraine wie Letten, Polen u. a. schnell in die NATO. Eben damit nicht das passiert was eben passiert. Und bei all dem hast du nur Verständnis für die Russen.

"In der Kuba Krise wurde verhandelt, Russen und Amerikaner haben schließlich ihre Raketen abgezogen. "

Glaub mir, es wird verhandelt, und nicht zu wenig. Auch wenn dem alle widersprochen haben, ich glaube, dass die Merkel einen Plan hatte als sie zu der WM fuhr und sich mit Putin traf. Vielleicht nicht in allen Einzelheiten, aber da war was. Nur dann wurde ein Linienflugzeug abgeschossen und damit war der Plan fürs erste vom Tisch. Auch glaube ich, dass die Merkel inzwischen die Geduld mit Putin verliert, denn trotz Vereinbarungen spielt Putin sein Spiel weiter. Also Sanktionen. Doch, hinter verschlossenen Türen wird verhandelt, nur wird garantiert keiner den aktuellen Stand täglich an die Presse geben.

"Und die US Regierung ist meiner Meinung nach genauso böse wie die meisten andern auf der Welt"

USA vertreten nur die Interessen der USA. Das weiß ich und ich kann mir nicht vorstellen, dass das die EU und die Bundesregierung nicht weiß. Das bedeutet aber nichts. Die Interessen können sich zum Teil decken.

Trotzdem, das was ich schon im letzten Post geschrieben habe stimmt immer noch: man sollte sich in der Entscheidung was richtig oder falsch ist nicht davon beeinflussen lassen ob man die USA mag oder nicht. Tut man das, ist jeder Arschloch der ein Gegner der USA ist automatisch der Gute. Und das ist falsch.
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13.09.2014 16:43 Uhr von speculator
 
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Leider bin ich über die Ukraine und die Vorgeschichte (noch) nicht gut informiert, das stimmt. Wenn das Volk seine Regierung stürzt, ok, ich wage hier nur zu bezweiflen, dass es die Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung war, die auf der Starße war.

Das ich das Verhalten der Russen für nachvollziehbar und ihren Interessen entsprechend bezeichne, heißt absolut nicht, dass ich dafür "Verständnis" habe. Verstehen ist nicht gleich Verständnis.

Es heißt nur, das dem Westen klar war, dass Russland so oder ähnlich reagieren wird, schon weil man´s selber auch so machen würde.
Genauer heißt das:
Wenn aus dem Westen der Umsturz in der Ukraine unterstützt und finanziert und damit die jetzige bürgerkriegsartige Situation bewusst mit herbeigeführt wurde, dann nicht den Menschen zuliebe, sondern nur für die eigenen Macht und Profitinteressen und es ist Heuchelei so zu tun als wäre die russische Reaktion nicht zu erwarten gewesen. Im Gegenteil, die nehmen Not, Tot und Elend jetzt genauso billigend in Kauf, wie schon so oft zuvor.
Die EU Mächtigen wollen doch sogar eine richtig fette Krise, mit der sich endlich eine "militärische und politische" Einheit Europas herbeiführen lässt. (Schäuble hat vor längerem einer US Zeitung ein Interview gegeben, in dem er sich so, und zwar sehr deutlich, geäußert hat, in D hat man davon nichts gelesen; leider find ich den Link nicht mehr.)

Klar, die Russen, besser gesagt ihre Herrscher, sind die Bösen, selbstverständlich, keine Frage, das waren und sind sie seit Stalin.

Aber was ist in ihrem Tun und Handeln so verschieden von dem was die westliche Welt tat und tut?

Das widerliche und Wut erzeugende an der westlichen Welt ist für mich die verlogene Heuchelei und Scheinheiligkeit. Genauso verwerflich handeln, aber sich als Verfechter von Frieden, Freiheit und Demokratie hinstellen, als Weltpolizei auftreten, Arbeit und Wohlstand für alle versprechen und in Wirklichkeit nur dem privaten Großkapital dienen und dafür Land und Volk verraten und verkaufen und dafür auch über Leichen gehen, Lügen und Betrügen, genau wie alle anderen.
Wie sich im Osten Oligarchen am "Volkseigentum" bereichert und zu Milliardären gemacht haben, so wird im Westen per "demokratisch legitimierter" Gesetze das Geld von unten nach oben befördert.

Es ist überall dieselbe Scheiße und der kleine Mann darf dafür mit Geld und Blut zahlen. Und da ich nunmal hier lebe, liegt es mir natürlich näher insbesondere das Tun meiner Obrigkeit kritisch zu betrachten. Müsste ich in Russland leben, hätte ich dort genauso viel und noch mehr zu kritisieren, wenn auch kaum so öffentlich. (Wie lange wird das hier noch möglich sein? EU Kritiker werden ja schon als "Feinde Europas" bezeichnet, das Stichwort "Terrorverdacht" reicht um beliebig weggesperrt zu werden,...)

Abschließend: ich denke es bringt nichts in diesem ungeeigneten "Kommentarfunktion"-Rahmen unsere unterschiedlichen Ansichten zu diskutieren, - nur bitte halt mich nicht für einen Russenfreund und Putinversteher, ich denke da gibts andere auf die das besser passt.
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14.09.2014 11:48 Uhr von Trallala2
 
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@speculator

"ich wage hier nur zu bezweiflen, dass es die Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung war, die auf der Starße war."

Noch nie in den letzten 2000 Jahren (davor vielleicht, da die Staaten damals so überschaubar waren, dass sich jeder kannte) hat die Mehrheit eine Revolution angefangen. Französische Revolution? Das waren Unruhen in Paris. USA? Das waren Unruhen in paar Orten an der Ostküste. Die große russische Revolution? Das waren Unruhen in Petersburg. Revolution in Polen? Das waren Unruhen auf einer Werft. Revolution in der DDR? Das waren vor allem Unruhen in Leipzig. Revolution in Rumänien? Das waren Unruhen in Bukarest. Usw.

Heute sind die Ergebnisse schneller da als früher, so dass die Revolution zu ende ist noch bevor es das Land erreicht. Die große Revolution der Bolschewiki das war das Besetzen enger Schlüsselstellungen und das Verhaften einiger Minister. Man hatte also eine Stad. Es war kein Aufstand der Bürger im Land. Die Rote Armee eroberte danach Russland.

Wenn es also danach geht, dann hatte keine Revolution eine Daseinsberechtigung, denn Revolutionen beginnen eigentlich nie Gleichzeitig überall, selbst wenn die Menschen unzufrieden sind, sondern meistens gibt es irgendwo den Anfang. Das ist dann die Initialzündung. Nur können heute Regierungen so schnell gestürzt werden, dass es keine Zeit gibt bis es das Land erfasst und man sich dann in monatelangen Kämpfen bekämpft.

"Es heißt nur, das dem Westen klar war, dass Russland so oder ähnlich reagieren wird"

Sollte die Angst vor Reaktionen unser Handeln bestimmen. Was immer gilt: es gibt kein Unglück auf der Welt an dem nicht irgendwer fett verdient. Ein bekannter Börsenspekulant meinte mal (etwas frei aus dem Gedächtnis): man kann an der Börse Geld verdienen, aber so richtig verdient man, wenn auf den Straße Blut fließt.

Und was sagt uns das? Es gibt immer Gewinner, selbst bei Unglücken. Somit kann man jedes Unglück nehmen und daraus eine Verschwörungstheorie machen, wonach die Gewinner es mit Absicht herbeigeführt haben.

Was sollten die Ukrainer oder die EU machen? Die Ukrainer haben einen Präsidenten gewählt der sich hat von Russland kaufen lassen. Hat Putin nicht erwartet, dass es Reaktionen gibt, als der Ukrainischer Präsident verkündet hat, dass der ganze Annäherung an die EU, auf dien man schon seit 1991 hinarbeitete, nun Geschichte ist, da man ein Bündnis mit Russland eingeht? Anscheinend hat Russland die Reaktionen der Ukrainer und der EU wenig gekümmert.

Betrachte man die politische Geschichte der EU (und selbst der NATO), wo man der EU in vielen Kriesen vorwarf ein zahlloser Tieger zu sein. Stimmt auch. Nun reagierte die EU. Man kann man der EU, egal was man ihr sonst vorwirft, absprechen, und zwar dass sie demokratische Bestrebungen unterstützt.

"Klar, die Russen, besser gesagt ihre Herrscher, sind die Bösen, selbstverständlich, keine Frage, das waren und sind sie seit Stalin."

Ich sage nicht, dass Russen böse oder die Bösen sind. Aber hier spielen sie nun mal ihr Spiel.

"Das widerliche und Wut erzeugende an der westlichen Welt ist für mich die verlogene Heuchelei und Scheinheiligkeit. Genauso verwerflich handeln, aber sich als Verfechter von Frieden, Freiheit und Demokratie hinstellen, als Weltpolizei auftreten"

Da bin ich andere Meinung. Das Problem der EU ist ihre Bürokratie. Die EU begann als Wirtschaftsunion, da musste viel verwaltet werden. Nun werden sie Politisch und werden die Bürokratie nicht los.

Wer nicht zugibt, dass die EU Frieden, Freiheit und Demokratie fördert, der guckt nicht über den Tellerrand hinweg. Man darf ein Land nicht als Mass sehen, sondern eher das Ganze. Das Problem an der EU ist aber, dass sie sich etwas übernommen haben und neue Länder die EU nun etwas bremsen. Bei 28 Ländern will jeder was sagen dürfen und Mitmischen.

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