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Todesursache übersehen: Jeder 20. Totenschein fehlerhaft

Schwerpunkt der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin wird sein, dass jeder 20. Totenschein von Ärzten fehlerhaft ist. Ein Mord kann so unbemerkt als natürliche Todesursache gelten.

Die Direktorin der Uni Greifswald, Britta Bockholdt, bemängelt die Qualität der Leichenschau. Allein in den Krematorien Mecklenburg-Vorpommerns müssen zwei bis fünf Prozent aller Verbrennungen gestoppt werden, um Unklarheiten durch eine zweite Leichenschau auszuräumen.

Bockholdt beklagt, dass bei Feuerbestattungen nicht in allen Bundesländern eine zweite Leichenschau durchgeführt wird. "Standardisierte Maßstäbe in der Begutachtung und einheitliche Totenscheine wären sinnvoll", so Bockholdt. Speziell bei Giften ist der Einsatz teilweise schwer erkennbar.


WebReporter: losmios2
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Todesursache, Totenschein
Quelle: n-tv.de

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