06.09.14 09:49 Uhr
 11.280
 

Internet: TCP/IP könnte bald der Vergangenheit angehören

Bisher wird der Datenverkehr im Internet durch das altbekannte TCP/IP geregelt. Doch dies könnte bald der Vergangenheit angehören.

"Named Data Networking" soll in Zukunft TCP/IP ablösen. Dadurch soll das Internet deutlich effizienter als bisher werden.

Für dieses Vorhaben wurde eigens ein Konsortium ins Leben gerufen, hinter dem Firmen wie Cisco, Panasonic oder auch VeriSign stehen. Zudem beteiligen sich an den Projekt weltweit mehrere Universitäten.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: leerpe
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Internet, Vergangenheit, Panasonic, Cisco Systems, IP, VeriSign
Quelle: winfuture.de
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
06.09.2014 10:31 Uhr von smogm
 
+56 | -0
 
ANZEIGEN
"bald"...ja klar, siehe Umstellung von IPv4 auf IPv6. Bis das mal irgnedwann beim Endkunden ankommt gehen garantiert noch 20 Jahre ins Land.
Kommentar ansehen
06.09.2014 10:33 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+21 | -1
 
ANZEIGEN
http://named-data.net
"NDN soll letztlich dafür sorgen, dass das Netz deutlich dezentraler organisiert werden kann, als es heute der Fall ist." http://winfuture.de/...

Na, ob das im Sinne der NSA ist?
Kommentar ansehen
06.09.2014 10:43 Uhr von Samael70
 
+29 | -1
 
ANZEIGEN
"Dieser sucht nun aber nicht den Weg zum vorher festgelegten Server, der das Gesuchte vorrätig hat, sondern bekommt nach einer Anfrage Rückmeldungen, wo die entsprechenden Inhalte zu finden sind."

Damit können Suchanfragen kontrolliert werden! Gleichzeitig können Information des Users abgegriffen werden und Suchanfragen zensiert werden.

Drehen die Kontrollfreaks jetzt komplett durch?
Kommentar ansehen
06.09.2014 11:56 Uhr von asianlolihunter
 
+2 | -19
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
06.09.2014 12:02 Uhr von The Roadrunner
 
+4 | -4
 
ANZEIGEN
Dezentral sorgt immer fuer einen erhötes Trafficaufkommen, da ständig bekannt gemacht werden muss, ´wer, wann, wo, wie´ im Netz existiert.

Nur allein, weil normale Leute mit IPs nicht anfangen können, hat jedes OS einen Discoveryservice mit dabei, welcher

1. immer announced (raus posaunt), wer er ist und was er bereit stellt an Geräten/Funktionen und
2. nach anderen Diensten von anderen Rechnern sucht

So etwas ist schon im normalen WLAN mit fast tötdlich und im normalen LAN einfach nur nervend - da frage ich mich, wie sie das im Internet in den Griff bekommen wollen?
Dies muss zu aller erst geloest werden, sonst braucht das Konsortion erst gar nicht anzufangen bzw. weiter zu machen,
weil der eigentliche Datenverkehr einer Webseite dann nur noch einen Bruchteil des Gesamtaufkommens ausmacht.
Kommentar ansehen
06.09.2014 12:19 Uhr von ThomasHambrecht
 
+10 | -2
 
ANZEIGEN
Ich habe die Quelle gelesen, und ich habe ein mulmiges Gefühl, wenn Daten nicht vom Endpunkt kommen - sondern in irgendwelchen Schwärmen gesucht werden.
Das macht sicher Sinn, wenn sich 100.000 Leute die gleiche Seite anschauen.
Wenn sich aber jetzt eine Webseite aktualisiert - erhalte ich dann die uralten Ergebnisse aus irgendeinem Schwarm - oder habe ich per sofort die Änderung sichtbar?
Wenn ich das Ergebnis nicht von der Quell-IP hole, dann hinke ich doch ständig Änderungen hintendrein?
Kommentar ansehen
06.09.2014 14:12 Uhr von news_24
 
+0 | -5
 
ANZEIGEN
Das wurde auch höchste Zeit !
Kommentar ansehen
06.09.2014 14:23 Uhr von news_24
 
+7 | -1
 
ANZEIGEN
Das entspricht ja einer 100% Internetzensur. Wenn etwas dort hingeleitet wird, was vorher als Suchanfrage angefragt wurde, dann wird es dort hingeleitet, wo der Kontrolleur es haben will, was der Anfragende sehen soll und nicht was wirklich da ist.
Kommentar ansehen
06.09.2014 17:20 Uhr von Real18Life
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
.... an den Projekt moruk!
Kommentar ansehen
06.09.2014 18:05 Uhr von keineahnung13
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@smogm
also die haben inzwischen schon auf IPv6 umgestellt ;) da die letzte IPv4 nun schon lange verkauft sein müsste ;)
IPv6 sollte nun erstmal eine sehr lange Zeit nun reichen, da man nun quasi jedem Sandkorn auf der Welt eine IP geben kann.
Kommentar ansehen
06.09.2014 19:56 Uhr von smogm
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@keineahnung13:
Die Telekom z.B. beginnt JETZT erst damit, an Neu-Kunden (!!) IPv6 im Dual-Stack Betrieb zu verteilen. Für ne WAN-IPv6 muss auch die Hardware Zuhause entsprechend ausgestattet sein. Ein > 5 Jahre alter Router im billig Segment hat da mit ziemlicher Sicherheit keine IPv6 ?öglichkeiten.
Die meisten Kabel-Anbieter versuchen IPv6 im Dual-Stack-Lite Betreib durchzudrücken. Für den Otto-Normal-Kunden kein Problem, allerdings für jemanden der vom WAN Verbindungen entgegennehmen will der absolute Horror wenn die Gegenseite nur IPv4 hat...

IPv6 kommt ERST JETZT so LANGSAM ins Rollen. Der Standard wurde 1998 verabschiedet!
Kommentar ansehen
06.09.2014 21:50 Uhr von SHA-KA-REE
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
TCP/IP wurde etwa zu der Zeit als ich geboren wurde erstmalig im größeren Maßstab eingsetzt (die Entwicklung begann natürlich viel früher), und ich habe schon Zweifel, dass es zu meinen Lebzeiten ganz aus der IT-Welt (oder auch nur dem Internet) verschwinden wird. Es bauen einfach zu viele Systeme auf TCP und UDP auf, als dass man diese "bald" ersetzt haben könnte.

Wer jetzt meint, IT sei generell verdammt schnelllebig, der irrt: Endkundensysteme sind schnelllebig, aber Infrastruktur und Firmensysteme sind dies oftmals keinesfalls. U.a. in der Luftfahrtbranche sind teilweise noch heute Systeme im Einsatz, die vor 25 Jahren (und mehr) entworfen wurden. Diese Systeme wurden zwar immer wieder angepasst, migriert und erweitert, würden aber mit Sicherheit komplett anders aussehen, wenn man sie heute von Grund auf neu designen würde. Nicht zuletzt, weil sie zum Teil auf Programmiersprachen basieren, die heute kaum noch ein Mensch kennt (und damit meine ich nicht nur Fortran und COBOL).

***

@smogm

Du hast schon Recht dass auch IPv6 seine (recht lange) Zeit braucht. Allerings dürften Deine 20 Jahre, bis es "beim Endkunden ankommt" wohl zu hoch gegeriffen sein. Viele Endkunden können ja heute schon IPv6-Anschlüsse nutzen, und mindestens per Tunneling steht es praktisch jedem frei IPv6 zu nutzen. Ich denke daher, dass man innerhalb von "nur" weiteren 5-10 Jahren einen deutlichen Aufwärtstrend bei IPv6 sehen wird (nicht zuletzt deshalb, weil wir mit IPv4 nicht mehr allzu weit kommen werden). Bis IPv4 im Internet gar keine Rolle mehr spielt dürfte es allerdings wirklich 20 Jahre dauern (und in internen Netzen wohl noch deutlich länger).

[ nachträglich editiert von SHA-KA-REE ]
Kommentar ansehen
06.09.2014 21:52 Uhr von Tuvok_
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
smogm
Ja hast recht bei KD nutzen die ja auch Dual Stack Lite V6... absolut unbrauchbar wenn man eigene Server betreibt / Mail / TS etc. Zum Glück kriegt man im Bridge Mode noch IPV4
Kommentar ansehen
06.09.2014 22:00 Uhr von Peter Hoven
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@ asianlolihunter

"Da bekommen die verschwörungstheoretiker wieder was zu essen "

Weit gefehlt, die Bedenken sind berechtigt:

http://www.cs.uni-paderborn.de/...

Ab Abschnitt 3: Folgen für den Datenschutz ...
Kommentar ansehen
06.09.2014 23:19 Uhr von Child_of_Sun_24
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Zitat von ThomasHambrecht:
Wenn sich aber jetzt eine Webseite aktualisiert - erhalte ich dann die uralten Ergebnisse aus irgendeinem Schwarm - oder habe ich per sofort die Änderung sichtbar?
Wenn ich das Ergebnis nicht von der Quell-IP hole, dann hinke ich doch ständig Änderungen hintendrein?

Denke mal das das eher nicht so sein wird, ich verstehe das eher so das der "Router" mit dem der Nutzer dann verbunden ist auch nach Aktualität schaut um das zu vermeiden (Wenn der vergleich mit dem Torrent Netzwerk schon gemacht wird), die Aktualisierung von allen "Quellen" wird wohl die gewohnte Zeit in Anspruch nehmen (Wie heute bspw. die ftp-mirror bei Linux Distributionen wo es ja auch teilweise 1-2 Tage dauert bis alle aktuell sind) allerdings würde diese Technik dann verhindern das der Nutzer bspw. auf einem veraltetem ftp-mirror Landet und nur Zugriff auf die bereits aktualisierten hat.

Und da muss man natürlich auch Zugeben das die Technik viel Potenzial zur Informationskontrolle bietet, unerwünschte Informationen könnten so direkt am "Router" gefiltert bzw. ausgetauscht werden ohne das der User selbst etwas davon mitbekommen kann (In dem Fall ist es egal wie gut gesichert der Rechner oder die Verbindung auch ist der "Router entscheidet immerhin welche Informationen weitergeleitet werden, was blöd wäre wenn man ältere Versionen braucht aber ich denke das wird man dann entsprechend einstellen können).

Was aber auch durchaus Positive Seiten hätte, z.B. beim Thema Jugendschutz, es könnten am "Router" "eingeschränkte" Persönliche Konten für Kinder und Jugendliche eingerichtet werden die speziell auf das Alter oder sogar nach Wünschen der Eltern Informationen "Zensieren".

Naja ist noch Zukunftsmusik :-) Warten wir mal ab ob/wann es wie umgesetzt wird :-) Praktisch wäre es schon, dann müsste man nicht immer 4-5 Quellen miteinander vergleichen um herauszufinden ob das was man gerade liest Stimmt oder nicht und vor allem ob es nicht schon neuere Erkenntnisse gibt.
Kommentar ansehen
07.09.2014 03:19 Uhr von z3us-TM
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
Egal worum es da geht !

es kann nur schlecht für die normalos unter den bürgern gehen !

Wenn das mal nicht ein eigen " TOR " wird....


ein kleiner ausweg, --- schniff
Kommentar ansehen
07.09.2014 15:38 Uhr von HerbertMittermayer
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
"könnte bald der Vergangenheit angehören"

Ah ja, schon bald. Ganz sicher. Schon bald.

Refresh |<-- <-   1-17/17   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?