05.09.14 11:31 Uhr
 1.369
 

Studie zeigt: Massensterben durch Menschen 10 mal stärker als erwartet

Forscher aus der Schweiz und den USA haben in einer Studie herausgefunden, dass durch Menschen verursachtes Massensterben 10 mal so groß ist, wie bisher vermutet und damit Faktor 1000 so stark wie natürliche Aussterberaten. Vormals hatte man die natürlichen Raten zu hoch geschätzt.

Fossilienfunde führten auf eine natürliche Rate von geschätzt 1 aussterbenden Spezies pro Millionen, pro Jahr. Fossilien können aber nicht alle Organismen abbilden, sondern nur solche mit festen Körpern. Daher haben die Forscher genetische Tests gemacht, um Diversifikationsraten zu bestimmen.

Es zeigte sich, dass in vormenschlicher Zeit, die Diversifikation in der Natur konstant blieb oder sogar stieg. Daraus ergibt sich eine Aussterberate von 0,1 Spezies pro Jahr, pro Millionen Spezies. Die aktuelle Rate beträgt 100 Spezies. Der Effekt des Menschen ist also signifikant.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: EmperorsArm
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Studie, Mensch, Aussterben, Verantwortung, Massensterben, Spezies
Quelle: iflscience.com

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Russischer Raumtransporter verloren
Studie: Religiöse Rituale wirken auf unser Gehirn wie Drogen
Australien: Massensterben von Korallen im Great Barrier Reef

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
05.09.2014 11:31 Uhr von EmperorsArm
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
Die Quelle enthält noch ein paar mehr Details zur Methode, ist sehr lesenswert. In jedem Fall ist die Situation erschreckend und der Einfluss des Menschen erzeugt geradezu ein Massensterben. Schaut man sich Karten von Lebensräumen an, z.B. Löwen, die nur noch Bruchteile einstiger Gebiete umfassen (und Austausch zwischen Populationen unmöglich machen), wird deutlich welche Katastrophe wir sind. Bricht das Ökosystem zusammen, werden wir aber auch sterben.
Kommentar ansehen
05.09.2014 11:44 Uhr von Havana...
 
+2 | -5
 
ANZEIGEN
Shit happens. Irgendwann ist die Menschheit ausgestorben und es kommt eine neue Art. Vielleicht mit 10 Köpfen. Who knows. Die Dinos waren auch mal triumphal und sind dann plötzlich verschwunden. Ich seh das nicht so eng, das ist der Lauf der Dinge. Bleibt einzig der Unterschied Komet gegen Selbstvernichtung. Es liegt auch in der Natur der Evolution, dass sich Arten gegenseitig ausrotten. Wir sind nicht die ersten, die das machen. Erfolg einer Art muss auf irgendwas "aufbauen", und so schweineerfolgreich, wie wir Menschen evolutionstechnisch sind, ist es klar, dass andere Arten auf der Strecke bleiben.
Kommentar ansehen
05.09.2014 11:59 Uhr von Knutscher
 
+4 | -2
 
ANZEIGEN
Klar haben wir ein von Menschen verursachtes Massensterben.
Ich war eben einkaufen. Überall Reste toter Tiere in den Regalen.
Alleine die Hühner, Schweine und Rinder die täglich in Massen sterben. Unglaublich.
Kommentar ansehen
05.09.2014 13:21 Uhr von EmperorsArm
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
@dr.speis: Ist schon seltsam, dass dieses Massensterben überall da stattfindet, wo wir auftauchen. Abgesehen davon gab es eben dieses Aussterben nicht bevor es Menschen gab.
Kommentar ansehen
05.09.2014 14:35 Uhr von EmperorsArm
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
@Havana: Du hast die News nicht verstanden. Natürlich sterben immer wieder Spezies aus, u.a. weil andere Spezies erfolgreicher sind. Darum geht es aber nicht. Diese Aussterberate wäre ja die natürliche Rate. Das Ausbreiten des Menschen geschieht allerdings schonnungslos. Es geht auch nicht darum das als "gut" oder "böse" zu deklarieren. Fakt ist aber, dass der Mensch einen massiven Einfluss auf die Welt hat, das Ökosystem leidet vehement unter unsererem Umgang mit Ressourcen und Lebensraum. Wenn in der Natur so etwas geschieht, folgt in der Regel ein Massensterben der betroffenen Spezies, in diesem Fall uns. Die Frage ist, wollen wir es soweit kommen lassen oder nicht. Wir zerstören gerade die Welt... das können nicht viele Spezies von sich behaupten. Allerdings: Die Welt braucht uns nicht, wir dafür die Welt...
Kommentar ansehen
06.09.2014 02:30 Uhr von Nebelfrost
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.‘‘
Kommentar ansehen
08.09.2014 11:45 Uhr von Rychveldir
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Der Titel ist etwas irreführend. Man ging also davon aus, dass der Mensch 100 Spezies pro Jahr verschwinden lässt, während die Natur von sich aus nur für eine verantwortlich ist.

Das neue Verhätlnis wäre also ca. 100:0.1. Die absolute Aussterberate ist völlig unverändert, was sich verändert hat, ist der ANTEIL des Menschen. Dieser ist von ca. 99% auf ca. 99.9% (also um ca. 1%) angestiegen.

Refresh |<-- <-   1-7/7   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Kein Forum für Vollverschleierung, Kritik an "Anne Will"-Sendung
Besucher empört über muslimischen Infostand auf Weihnachtsmarkt
Bundesstaat New Mexiko/USA: Lehrerin bewertete Schüler für Sexleistungen


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?