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BGH bestätigt Urteil gegen Polizisten aufgrund des Todes von Oury Jalloh

Oury Jalloh starb Anfang 2005 mit gefesselten Händen und Füßen in Polizeigewahrsam durch eine brennende Matratze. Der Mann aus Sierra Leone war aufgrund von Betäubungsmittelmissbrauch festgenommen worden. In einem ersten Verfahren in Dessau wurde der verantwortliche Polizist freigesprochen.

Dieses erste Urteil war vom Bundesgerichtshof aufgehoben worden, der Fall wurde in Magdeburg neu verhandelt. Da er seine Aufsichtspflicht vernachlässigt hatte, wurde der zuständige Dienstgruppenleiter der Polizei dabei wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 10.800 Euro verurteilt.

Dieses Urteil wiederum wurde nun nach Revisionsanträgen vom Bundesgerichtshof bestätigt, damit ist das Urteil rechtskräftig und es kommt zu keiner weiteren Verhandlung. Das Gericht in Magdeburg hatte zuvor das Opfer selbst als Verursacher des Feuers bestimmt.


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WebReporter: EmperorsArm
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, BGH, Oury Jalloh
Quelle: focus.de

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04.09.2014 14:13 Uhr von EmperorsArm
 
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Insgesamt ist es ein undurchsichtiger und tragischer Fall, der von Gleichgültigkeit zeugt. Auch ist es heftig, dass es fast zehn Jahre dauert, bis der Gang der Gerechtigkeit abgeschlossen ist.