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PKW-Maut: Schäuble stellt Alternative vor

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble lässt derzeit ein Alternativkonzept zu den Maut-Plänen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erarbeiten. Allerdings erst für die kommende Legislaturperiode, da auch deutsche Nutzer der Bundesautobahnen davon betroffen sind.

Dies ist im aktuellen Koalitionsvertrag jedoch ausgeschlossen. Schäuble möchte mehr private Investoren mit einbeziehen, sprich Public-Private-Partnerships. Für ihre Investitionen sollen die privaten Unternehmen für einen bestimmten Zeitraum die Maut-Einnahmen erhalten.

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Marcel Fratzscher sagte "angesichts knapper Kassen müsse jedoch über Alternativen nachgedacht werden. Zur Finanzierung der privatisierten Autobahnen seien sowohl Nutzergebühren als auch staatliche Abgaben denkbar"


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WebReporter: th3_m0l3
Rubrik:   Politik
Schlagworte: PKW, Alternative, Maut, PKW-Maut, Schäuble
Quelle: welt.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.09.2014 11:09 Uhr von skinny_al
 
+13 | -0
 
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"Mit mir wird es keine PKW-Maut geben" - aber erst ab der neuen Legislaturperiode, wenn Merkel sowieso keine Kanzlerin mehr sein darf.

Geschickt gemacht!

[ nachträglich editiert von skinny_al ]
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01.09.2014 11:28 Uhr von SpEeDy235
 
+11 | -0
 
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Die CSU will die Maut irgendwie durchdrücken, aber in dieser Wahlperiode wird es wohl keine Maut mehr geben. Dann wird man wieder vor der nächsten Wahl sagen "keine Maut bla bla... und dann kommt sie doch für alle und alle müssen drauf zahlen.
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01.09.2014 12:09 Uhr von Marco Werner
 
+3 | -1
 
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@th3-m0l3
Was glaubst du wohl,was die machen,damit du hinterher nicht mehr Maut zahlst als KFZ-Steuer (denn angeblich soll ja mit der Maut keiner teurer wegkommen als jetzt) ? Richtig,sie werden kurz vor der Einführung mal eben die KFZ-Steuern für die Fahrzeuge kräftig anheben,die jetzt unterhalb der Maut-Gebühr liegen. Und Voila, wirst du durch die Maut selbst nicht stärker belastet. Politikerlogik eben...

Zur News: "seien sowohl Nutzergebühren als auch staatliche Abgaben denkbar"
Lese eigentlich nur ich dort ein "kommt sowieso beides in voller Höhe!" raus ?
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01.09.2014 13:04 Uhr von Bombaltus
 
+2 | -0
 
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Völlig falsche Überschrift, Schäuble hat noch gar nix vorgestellt, wie ja auch der erste Satz zeigt, lässt er erst eine Alternative erarbeiten.
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01.09.2014 14:31 Uhr von turmfalke
 
+2 | -1
 
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Mit anderen Worten werden Streckenabschnitte der Autobahnen privatisiert und die Autofahrer werden wieder geschröpft. Kann der Wähler diesen Vollpfosten nicht mal das Handwerk legen? Wenn aber Menschen die Merkel wählen weil sie immer so nett gekleidet ist dann weiß man wo man hier angekommen ist. Deutschland scheint immer mehr ein Land der Heuchler und Lügner zu werden von Schwachmaten erst gar nicht zu reden!
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01.09.2014 14:39 Uhr von Jason31
 
+3 | -0
 
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Zitat: "angesichts knapper Kassen (...)"

Ich bin etwas irritiert, wie war das mit sprudelnden Steuereinnahmen und ausgeglichenem Haushalt 2015?

Das Problem ist gewiss nicht, dass das Geld fehlt. Immerhin zahlt jeder deutsche mehr als Genug für PKW, Treibstoff und der Tatsache dass man überhaupt damit fahren darf (KFZ Steuer). Das Problem ist doch vielmehr, dass das dort erwirtschaftete Geld andern Orts verplempert wird und darüber hinaus das Verkehrsnetz die letzten (mehr als) 20 Jahre völlig auf Verschleiß gefahren wurde.

So ergeht es nun einmal auch jemandem der an seinem Eigenheim 20 Jahre nichts macht, irgendwann ist man gezwungen was zu machen und dann wird es richtig teuer.

Aber nein, stattdessen wälzt man Missmanagement und Realitätsfremde abermals auf den Steuerzahler ab, der - so ja der Anschein - immer noch etwas hat, was sich auszupressen lohnt. So ja auch Dobrindt (im übrigen eines der dämlichsten Kabinettsapostel dieser Tage) derzeit schon mit seinen Plänen, da ein nicht unerheblicher Teil derzeit ja kaum oder sogar gar keine KFZ Steuer zahlt.

Wenn Rolli Schäuble glaubt, dass eine Privatisierung des Autobahnnetzes zu besseren Verhältnissen führt, hat gewiss auch einst dafür gestimmt den sozialen Wohnungsbau zu privatisieren - man sieht ja wie gut das funktioniert hat. Gleiches gilt für die kommunalen Versorgungsnetze, die - nachdem eins Verkauft - nun Stück um Stück teuer von den Kommunen zurück erworben werden müssen, marode, überteuert und mit hohen Folgekosten.

Manchmal fragt man sich ernsthaft ob es zwei Arten von homo-sapiens gibt: Den mit Hirn und die Gattung ohne... Interessant ist hier auch Differenzierung bei der Berufswahl.
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01.09.2014 17:11 Uhr von a.j.kwak
 
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"Schäuble möchte mehr private Investoren mit einbeziehen, sprich Public-Private-Partnerships"

jetz rückt der kollege schäuble endlich mal damit raus wie er das mit dem keine neuen schulden machen will. schulden einfach auf zukünftige generationen verschieben und deren haushalt belasten! und dieser kackverein liegt schonwieder bei 42% in den umfragen...

hier noch was zu Public-Private-Partnerships wer lust auf kotzen hat...
http://www.youtube.com/...
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01.09.2014 17:42 Uhr von Schmollschwund
 
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"angesichts knapper Kassen (..)"

WIE Bitte?! Knappe Kassen, ich lach mich schlapp.

PPP mag heute gut und billig(er) sein, aber wehe dem du vergisst bei der Planung ein einziges Schild...dann wird´s richtig teuer.

Spätestens seit den Druckern und den überteuerten Nachfüll-Patronen sollte auch einem Politiker klar geworden sein, wie Wirtschaft arbeitet. Nichts anderes wird bei PPP´s auch getan. Günstige Einstiegsangebote und wenn du was extra willst oder ändern lassen willst, dann wird´s richtig teuer.

Aber Hauptsache man kriegt seine eigene Amtszeit gut rum, was danach kommt...tja dafür zahlen halt unsere Kinder.
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01.09.2014 18:13 Uhr von blaupunkt123
 
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Bravo der nächste Blödsinn von Schäuble.

Noch mehr staatliches Eigentum aus der Hand geben, damit die Privaten von den Bürgern verlangen können was sie wollen.

Den Politikern ist es ja egal, bekommen ja aufs Dienstauto eine Jahresvignette auf Steuerzahlerkosten.


Damit unser gutes schnelles Autobahnsystem so endet wie in Italien. Alle 15 km für die nächste Schranke stehenbleiben....


Nein Danke...

[ nachträglich editiert von blaupunkt123 ]
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01.09.2014 18:20 Uhr von generalviper
 
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"angesichts knapper Kassen"

contra

"nie waren die staatlichen Einnahmen so hoch"


Was machen unsere Politiker denn bei der nächsten Wirtschaftkrise? Oder bei einer kleinen Flaute?

Ich komm da nicht mehr mit. Alle weinen momentan nur noch rum. Die Krankenkassen verbuchten 2013 einen Umsatz, so hoch wie nie, und für 2015 sind schon Beitragserhöhungen geplant.

Die Steuereinnahmen sind so hoch wie nie, und trotzdem ist kein Geld da.

Wer will denn nun wenn verarschen?

Zudem ist das Strassennetz doch eh nicht mehr zu retten. Alleine über 50 Prozent der deutschen Autobahnbrücken sind so marode, dass sie in den nächsten 10 Jahren komplett saniert werden müssten. Entweder wird das gemacht, dann gibt es einen Verkehrkollaps nach dem nächsten, oder wir warten, dann bricht das System in 10 Jahren zusammen.

Alleine in Köln an der A1 findet man doch jetzt schon keine Lösung, um die Brücke zu reparieren / umgehen, eher im Gegenteil, die Brücke ist für PKWs nur noch frei, weil jede Woche neu beurteilt wird, ob sie noch sicher genug ist.


Und was ist nun an einer Maut so schwer?
Jedes Auto, was in Deutschland auf der Strasse fahren möchte muss eine Vignette haben, diese kostet pro Monat 10,- , oder im Jahr 80,- Euro - fertig ist die Maut. So zahlt dann auch jeder, egal aus welchem Land, egal ob er Autobahn oder Landstrasse fährt. Da gibt es dann keine Benachteiligten, keine Bevormundeten, nur Deppen die zahlen und murren.

Ganz ehrlich, die paar Euro mehr tun dem deutschen Autofahrer auch nicht mehr weh, und bei jeder anderen Lösung wird es eher noch teurer...
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02.09.2014 00:43 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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Staatsgeheimnis LKW-Maut
http://www.3sat.de/
https://www.youtube.com/

"STIMMT´S? Beansprucht ein Lkw die Straße 10000-mal so stark wie ein Pkw?

... fragt Gunhild Wilms aus Kirchheim-Teck

Welche Tortur würden Sie lieber ertragen: zehn Schläge ins Gesicht mit einer Kraft von je einem Kilo oder einen Schlag mit zehn Kilo?

Eben. Die verheerende Wirkung, die eine Kraft entfaltet, steigt nicht linear mit ihrer Größe, sondern erheblich stärker an - eine zehnmal so große Kraft erzielt mehr als die zehnfache Wirkung.
Das wissen auch Straßenbauingenieure. Sie rechnen seit Jahrzehnten mit dem sogenannten Vierte-Potenz-Gesetz. Das besagt, dass der Verschleiß der Straße durch eiin Fahrzeug mit der vierten Potenz seines Gewichts steigt, jeweils bezogen auf eine Achse. Ein Rechenbeispiel: Ein gewöhnlicher Pkw mit einer Tonne Gewicht drückt mit 500 Kilo pro Achse auf die Straße. Bei einem vierachsigen 30-Tonner lasten pro Achse 7,5 Tonnen auf der Straße, das ist das 15-Fache. Das Vierte-Potenz-Gesetz sagt nun: Die Belastung für die Straße und damit der angerichtete Schaden ist pro Achse nicht 15-mal so groß wie beim Pkw, sondern der Faktor beträgt 15**4, also 15 * 15 * 15 * 15, das ist 50625. Da unser Beispiel-Lkw außerdem doppelt so viele Achsen hat wie der Pkw, schädigt er die Straße sogar mehr als 100000-mal so stark.
Und das heißt: Bei ihren Berechnungen können die Ingenieure die Personenwagen eigentlich vernachlässigen, die Abnutzung der Straße erfolgt im Wesentlichen durch die Laster. (...) CHRISTOPH DRÖSSER"
DIE ZEIT vom 28. Juli 2011, S. 32
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02.09.2014 03:30 Uhr von damokless
 
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Wie hoch sind denn die straßenverkehrsbezogenen Einahmen? um die 50 Milliarden im Jahr?!?
Vielleicht mal etwas mehr DAVON ausgeben? Nur so ne Idee
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02.09.2014 14:20 Uhr von Jason31
 
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@tsunami13

Sehr interessant... ich hab es mal gerechnet: 631 Parlamentarier, hälfte an Diäten: EUR 4333,50, 25% der erstattbaren Zuschläge: EUR 1051 zu je 4 Jahren Amtszeit. Das ergibt: EUR 163.085.736 - also 163 Millionen. Abgezogen von den normalen 390 Millionen ergibt sich eine Einsparung von 227 Millionen Euro. Wohlgemerkt: Wenn alle durchweg das maximal machbare bekämen (ist aber gar nicht so).

Dem gegenüber steht das derzeitige Investionsbedürfnisse von 4 Milliarde (oder anders geschrieben: 4.000 Millionen), also bringt Dein Vorschlag exakt 5,7% des nötigen Kapitals. Und übrigens: Für 227 Millionen Euro baut man heute etwa 8,6km Autobahn (durchschnittlich kostet ein Autobahnkilometer etwa 26,3 Millionen Euro).

Optional bekommt man damit vielleicht auch 3km Autobahn mit Fußbodenheizung hin... was davon allerdings die restlichen 52545km Autobahnen und Bundesstraßen haben (kommunale Verkehrswege außen vor) fragt man sich da schon...

Stammtischparolen sind schon was feines, zumindest solange sie nicht an der Realität zerschellen.

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