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Streit um Affen-Selfie: Fotograf hat kein Copyright-Anspruch (Update)

Der Fotograf David Slater lieferte sich mit der Wikimedia Foundation einen erbitterten Streit um ein Affen-Bild, auf das Slater Urheberrechtsanspruch stellte: Der Affe hatte sich sie Kamera des Fotografen geschnappt und damit ein Selfie geschossen (ShortNews berichtete).

Nun galt es die Frage zu klären, ob der Fotograf dafür überhaupt ein Copyright verlangen kann und die US Copyright Office verneinte dies nun.

Ein Bild, das von einem Affen gemacht werde, könne genauso wenig "wie Aufnahmen durch Pflanzen oder angebliche übernatürliche Wesen" unter ein Copyright gestellt werden, denn der Affe sei keine Rechtsperson.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Streit, Fotograf, Affe, Anspruch, Selfie, Copyright
Quelle: derstandard.at

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.08.2014 11:25 Uhr von Shifter
 
+3 | -3
 
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also sind US amis alles keine echten personen weil alle affen sind
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22.08.2014 11:26 Uhr von blade31
 
+3 | -0
 
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Da hab ich mich ausnahmsweise mal selbst fotografiert und da gibt es so ein Wirbel das wollte ich nicht...
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22.08.2014 11:39 Uhr von PakToh
 
+2 | -1
 
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Hmm, da ist US-Recht mal deckugnsgleich mit deutschem Recht, denn auch hier ist derjenige Urheber, welcher den Auslöser drückt.

Weder der Auftraggeber, noch der Besitzer der Kamera, sodnern der "Fotograf".

Ebenfalls können Tiere in deutschland keine Urheberrechte geltend machen (auch nicht ihre Besitzer), da es hier nie zu einer Urhabe kam.
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22.08.2014 11:43 Uhr von Babykeks
 
+3 | -2
 
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Das heisst also, dass nicht-rechtsfähigen - also z.B. nicht-volljährigen oder nicht-geschäftsfähigen - Personen das Recht an den selbst geschossenen Bildern einfach weggenommen wird?

Wie läuft das dann bei Selbstauslösern? Oder noch weitergehender bei Bewegungserkennung - dazu muss die Kamera zwar eingeschaltet werden, den Rest übernimmt aber eine selbstständige nicht rechtsfähige Software ohne Einfluss des Nutzers...und eingeschaltet wird der Besitzer der Affen-Selfie-Kamera das Gerät wohl haben...

Ich sage nicht, dass deshalb der Besitzer auch das Recht am Foto hat...ich denke nur, dass sich die ganzen Patent/Copyright-Institutionen die Arbeit viel zu einfach machen - aber trotzdem eine rechtlich bindende Schwarz-Weiß-Aussage treffen.

Was das Copyright angeht...da werde ich mich in Zukunft hüten, von einem Passanten ein Foto von meiner Reisegruppe machen zu lassen... Das würde ja dann eigentlich ihm gehören, oder?

PS: Minus = Der Besitzer HAT die Rechte? Oder Copyright/Patentamt sind über alle Zweifel erhaben? Oder doch das Stellen von nervigen Fragen?!

[ nachträglich editiert von Babykeks ]
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22.08.2014 11:51 Uhr von der_grosse_mumpitz
 
+1 | -0
 
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Was hab ich gelacht bei dem Bild... :-D
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22.08.2014 12:28 Uhr von KartoffelSchubser
 
+1 | -0
 
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@ Babykeks
" Das heisst also, dass nicht-rechtsfähigen - also z.B. nicht-volljährigen oder nicht-geschäftsfähigen - Personen das Recht an den selbst geschossenen Bildern einfach weggenommen wird?"
Nein, da die frage nicht nach rechtsfähigkeit abzielt, sondern ob es sich um eine juristische Person handelt. Und ein Tier ist eben keine juristische Person.

"Wie läuft das dann bei Selbstauslösern? Oder noch weitergehender bei Bewegungserkennung [..]"
Es geht auch darum, in welcher Absicht ein Foto gemacht wird. Wenn ich einen Selbstauslöser einstelle, dann habe ich die Absicht ein Foto zu machen, und bin folglich auch der Urheber. Gleiches bei Bewegungserkennung.

In dem obigen Fall "entwendete" der Affe die Kamera und schoss daraufhin die Bilder. Also wurden die Bilder nicht mit Absicht des fotografen erstellt.

"Was das Copyright angeht...da werde ich mich in Zukunft hüten, von einem Passanten ein Foto von meiner Reisegruppe machen zu lassen... Das würde ja dann eigentlich ihm gehören, oder?"
Bin jetzt kein Jurist, aber ich würde jetzt mal annehmen, dass du ihn darum bittest FÜR DICH ein Foto zu machen. Ich würde das als eine stillschweigende Rechteabtretung sehen. Ist aber jetzt nur meine juristische vorstellung. Vielleicht hat da jemand andere gesicherte Informationen.
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22.08.2014 17:01 Uhr von Babykeks
 
+0 | -0
 
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@KartoffelSchubser & blubb42:
So kommts wenn man sich aus Interesse eher eine Uniseite als Quelle heranzieht als Wikipedia *wo jeder reinschreiben kann*. Da stand nämlich das zu meiner fehlinformierten Befürchtung führende:
>>Eine Rechtsperson ist in Deutschland eine Person die rechtsfähig ist.<<

und nur @KartoffelSchubser:
"Es geht auch darum, in welcher Absicht ein Foto gemacht wird."

Also besitzt man nicht die Rechte an seinen eigenen *unabsichtlichen* Schnappschüssen? Und wenn ich nicht bemerke, das bewegungsreaktive Gerät angeschaltet zu haben?

Müsste dann der Besitzer der Selfie-Kamera nicht einfach sagen, er habe nicht eingegriffen, weil er wollte dass der Affe ein paar Fotos macht...mit etwas Glück sogar von sich selbst? Hätte er dann sozusagen ex-machina plötzlich das Copyright (denn Absichten zweifelsfrei auszuschließen ist keine einfache Sache)?


"Ich würde das als eine stillschweigende Rechteabtretung sehen."

Kann man das Urheberrecht in DE überhaupt weitergeben? Ich dachte, man kann zwar die Nutzung/Verwertung erlauben etc - aber das Urheberrecht bleibt immer beim Urheber. Und damit hätte er wohl eventuell ein Mitbestimmungsrecht, was mit seinen/meinen Fotos gemacht wird...eine Grauzone bei der ich mich bei den vielen haarsträubenden Urteilen wohl nicht auf die Vernunft eines Gerichts verlassen würde.
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22.08.2014 20:10 Uhr von shadow#
 
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Danke!
Jedes anders lautende Urteil hätte das Urheberrecht "revolutioniert", und damit meine ich grundliegend ruiniert.

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