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Krankenkassen drängen kranke Menschen oft mit unerlaubten Methoden zur Arbeit

Krankenkassen versuchen oft, länger krankgeschriebene Kunden schnell wieder zur Arbeit zu drängen, um das Krankengeld nicht weiter zahlen zu müssen. Doch viele der dabei angewandten Methoden sind verboten. Die Patienten sollten sich nicht unter Druck setzen lassen.

Wer vom Arzt krank geschrieben, aber vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen - oft nur nach Aktenlage - für gesund befunden wird, sollte sich sehr gut überlegen ob er trotz Krankheit zur Arbeit geht, weil man eine "Schadenminderungspflicht" hat.

Wer nicht auf das Krankengeld verzichten kann, kann kostenlos beim Sozialgericht ein Eilverfahren auf einstweiligen Rechtsschutz beantragen. Kostenpflichtig wird das Verfahren erst, wenn man einen Anwalt einschaltet.


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WebReporter: Sarkast
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Arbeit, Krank, Krankenkasse
Quelle: focus.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.08.2014 11:26 Uhr von Sarkast
 
+20 | -2
 
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Wenn private Krankenkassen sich am Rande der Legalität bewegen, ist das schon traurig genug.

Es sollte allerdings nicht möglich sein, dass GESETZLICHE Krankenkassen solche Praktiken einsetzen.

Hier besteht dringender Handlungsbedarf des Gesetzgebers.
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19.08.2014 11:28 Uhr von lesersh
 
+12 | -4
 
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Es wird hier leider nicht geklärt, was die Krankenkassen alles machen.
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19.08.2014 11:33 Uhr von Sarkast
 
+14 | -0
 
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@ lesersh

Wegen Platzmangel und Umformulierungspflicht leider nicht machbar. Deshalb lohnt sich ein Klick auf die Quelle:

Drängeln, Drohen, Zahlungsverzögerung, Kontrollanrufe, intime Fragen usw.........
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19.08.2014 11:38 Uhr von TinFoilHead
 
+10 | -2
 
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Aber nein, der Mensch 2014 ist ja keine Arbeitsdrohne, keinesfalls...
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19.08.2014 12:26 Uhr von Daffney
 
+4 | -2
 
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Bismarck würde im Grabe rotieren.
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19.08.2014 13:18 Uhr von Knoffhoff
 
+6 | -12
 
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Meine Krankenkasse die TKK hat mich äußerst fair behandelt.
Wegen Burnout war ich auch länger krank geschrieben.
Eine Psychologin der TKK hat auch gleich erkannt, dass ich nicht simuliere.
Der Rest war reine positive Formsache.
Bevor auf die Kassen geschimpft wird, erst einmal prüfen ob das "Kranksein" wirklich nicht durch künftige Sozialschmarozzer simuliert wird.
Sonderbar: Nach großer Zustimmung Harz4-Empfänger genauer zu kontrollieren, macht sich hier Widerstand bemerkbar.
Eine komische Doppelmoral!!
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19.08.2014 13:28 Uhr von paul58
 
+7 | -0
 
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eigentlich gibt es viel zu viel krankenkassen es würden normalerweise auch 3-5 kassen reichen da braucht man den ganzen schwanz hinten dran nicht mitfananzieren und es wäre mehr geld für die kranken menschen da so das sie auch ordentlich behandelt werden können und nicht nach 3 tagen wieder arbeiten müssen und einen rückfall oder schlimmeres erleiden
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19.08.2014 13:33 Uhr von Karlchenfan
 
+2 | -0
 
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@Carnap

Es gibt auch Berufsgruppen,die sind praktisch gezwungen,sich Privat zu versichern,weil die Beiträge als freiwillig Versicherter in einer Gesetzlichen einfach nicht zu bezahlen sind.
Bei Beamten zum Bleistift,die nicht zur Polizei oder als Soldat zur Bundeswehr gehören (da freie Heilfürsorge) müssen sich selbst versichern.
Allerdings nur zu 50 %,weil sie einen Arbeitgeberanspruch von 50 % Beihilfe haben (deren größtes Hobby ist das Streichen von Leistungsabrechnungen der Ärzte),also zu 50 % Privat versichern,+ Zusatzabsicherungen,für Sachen,die die Beihilfe sowieso streicht.Das geht nebenbei von dem Nettoverdienst ab und erreicht durchaus die Höhe der Krankenkassenabgaben von Ottonormalarbeitnehmern (wird bei Vergleichsberechnungen der Blöd gern mal übersehen und nicht berücksichtigt).
Oder Selbstständige mit einem höheren Grundeinkommen,das war mal seinerzeit ein Betrag von 5600 DM,so um und bei,keine Ahnung,wo die Sockelung heute liegt.In derartigen Einkommensklassen ist eine freiwillige Mitgliedschaft in den Gesetzlichen und Ersatzkassen zwar noch möglich,aber zu teuer.
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19.08.2014 16:56 Uhr von MegaTefyt82
 
+6 | -1
 
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Meine Frau ist schwanger und wurde vor Kurzem wegen Problemen vorsichtshalber für vier Wochen krankgeschrieben - Stressvermeidung, nichts Ungewöhnliches bei Schwangeren.

Kurz vor Ablauf der vier Wochen bekam sie ein Schreiben ihrer Krankenkasse, was "übersetzt" nicht weniger als eine Beschreibung verschiedener Methoden war, wie man es schafft, dass der Arbeitgeber auch nach sechs Wochen Krankheit mit der gleichen Ursache weiter das Gehalt zahlen muss. Also quasi alle Möglichkeiten, wie die Krankenkasse da möglichst kostengünstig raus kommt, schön verpackt in "Das ist natürlich alles nur zu IHREM Vorteil.". ;-)
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19.08.2014 17:00 Uhr von blaupunkt123
 
+4 | -1
 
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Echt zum Kotzen diese Krankenkassen.

Wie die Versicherungen. Der Bürger ist nur noch gut jahrelang brav viel Geld einzuzahlen, und wenn mal etwas ist, dann lässt man ihn am langen Arm verhungern und lehnt alles ab.

Ich hoffe nur, dass es bald nur noch eine gesetzliche Kasse gibt, die dank höherem gemeinsamen Budget anders reagieren kann.
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19.08.2014 17:08 Uhr von Shalanor
 
+1 | -2
 
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Lol genau wenns nurnoch wenige gibt haben se stellenweise n beinahemonopol dann wird das natürlich beser. Abschaffen den gesamten Dreck. Sobald gesetzlich davorsteht kansnt das eh knicken da zuviele sinnfreie Posten mitgezahlt werden müssen
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19.08.2014 19:40 Uhr von blaupunkt123
 
+2 | -1
 
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@ Shalanor Jetzt ist es natürlich besser, wenn sich jede Krankenkasse mit dem Bau ihrer Glaspaläste gegenseitig überbieten. Und teilweise die Milliarden horten.

Und einige Menschen wissen nicht mehr, wie sie ihre Medikamente zahlen sollen, weil die Krankenkasse so gut wie nichts mehr zahlt.
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19.08.2014 20:13 Uhr von Suffkopp
 
+4 | -0
 
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Da wäre unser Nachbar auch ein möglicher Kandidat für. der handelt nach dem Motto "Die 6 Wochen nutz ich aus und lass mich krankschreiben". Und das tut er jedes Jahr. ich habe ihm schon gesagt: "Warte auf den Tag wo Du mal wirklich krank wirst. Dann wird es heiter."

Denn einer der permanent wg. bestimmten Sachen krank ist wird es imm Falle der Überschreitung von 6 Wochen schwerer haben - denn da schauen die dann argwöhnisch. Und das oft mit recht.
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19.08.2014 21:23 Uhr von ms1889
 
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der MDK sind eh nur ärzte die keinen job im krankenhaus/praxis finden wegen mangelhaftem abschluss..oder gar keine behörtliche zulassung als arzt besitzen...
der MDK als solches besitzt gar kein recht sowas zu behaupten. eine kasse die das fordert kann man nsogar verklagen, weil sie ihren gesetzlich vorgeschriebenen weg nicht einhalten...so ein verfahren könnte sogar zur schliessung der selbigen führen...wenn man bis vor die höchsten gerichte gehen würde.
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21.08.2014 07:51 Uhr von uquell
 
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Bei mir wurde auch nach Aktenlage entschieden, das ich arbeiten soll.

In der Krankmeldung von Arzt stand "Burnout, schwerste Depressionen und ...". Ebenfalls das ich dringend in Psychische Behandlung gehen muß. Hat die nicht interessiert, angeblich wäre dieser Arztbrief nie angekommen!!!!

Hatten mir eine Frist von einer Woche gegeben mir ein Job zu suchen bzw. mich Arbeitslos zu melden.

Jetzt haben wir den Salat, habe damals ein Job bekommen und nach 1/2 Jahr wegen genau diesen alten Problemen wieder gekündigt worden. Auf mein Therapieplatz warte ich heute noch. Habe die KK um Hilfe gebeten und was kam, ein Ausdruck aus dem Internet mit allen Therapolten, wo ich mich selbst drumm kümmern sollte. Die meisten Adressen gab es noch nicht einmal, welche auf der Liste stand.
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23.08.2014 13:39 Uhr von Arne 67
 
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Wenn diese Methoden verboten wären, warum kümmert es keinen der Gesetzgeber oder der Rechtsverdreher? Klar Sie bekommen dafür kein extra Geld gezahlt.

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