18.08.14 15:12 Uhr
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Mit oder ohne Kippa? Berliner Juden wollen nicht mehr öffentlich erkannt werden

Aufgrund des aktuellen Gaza-Konfliktes kommt es immer wieder zu propalästinensischen Demonstrationen und antisemitischen Äußerungen und körperlichen Attacken (ShortNews berichtete). Viele Berliner Juden sind aus diesem Grund verunsichert, ob sie in der Öffentlichkeit mit Kippa noch sicher sind.

So überlegt auch Amnon Seelig, der als Kantor in verschiedenen Synagogen in Berlin arbeitet, immer wieder, ob er seine Kippa nicht besser nur in den Synagogen tragen sollte. Immer häufiger bemerke er böse Blicke und verbale Anfeindungen, dabei wolle er "keine unangenehme Situation provozieren".

Selbst seine Eltern, die in Israel leben, hätten ihm geraten, "bloß nicht aufzufallen". Dabei ist er mit vielen Muslimen befreundet und lehnt die israelische Politik ab. Und er ist nicht der Einzige, der sich nicht sicher ist, ob er sich noch öffentlich als Jude zeigen kann.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Antisemitismus, ohne, Juden, Tragen, Kippa
Quelle: morgenpost.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.08.2014 15:12 Uhr von blonx
 
+3 | -8
 
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Der Artikel ist relativ lang und zeigt noch andere Beispiele.
Amnon Seelig erklärt aber auch, dass seine Befürchtungen vielleicht überzogen wären.
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18.08.2014 15:16 Uhr von lesersh
 
+13 | -9
 
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Das macht in Berlin aufjedenfall sinn
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18.08.2014 15:22 Uhr von Sirigis
 
+19 | -6
 
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@blonx: sicher ist sicher denke ich mal, unser Mitbürger sollte bis auf Weiteres auf das Tragen der Kippa in der Öffentlichkeit verzichten. Schlimm, aber eben Realität in Deutschland. Es ist sehr traurig für mich in welche Ecke (islamtechnisch) wir schwappen.

[ nachträglich editiert von Sirigis ]
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18.08.2014 16:16 Uhr von Maverick Zero
 
+10 | -7
 
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Wenn sich jemand gegen die Gewalt im nahen Osten ausspricht, dann ist das noch kein Antisemitismus, wie es so gerne dargestellt wird. Dank Axel Springer und Co. ist aber irgedwie ganz klar, dass man die Aktionen Israels befürworten muss, währen die der Palästinenser verwerflich sind.
Und dann kommt noch dazu: Sind es die Deutschen*, die gegen Juden wettern oder sind das vielleicht eher andere Gruppen? Moslems eventuell?


(*Menschen die in Deutschland leben und sich selbst als Deutsche sehen)
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18.08.2014 16:19 Uhr von MRaupach
 
+15 | -5
 
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Sorry, aber warum sind die auf die Juden hier so sauer ? Die haben ja nichts gemacht!

Die Israelis sind es denen man mal die Meinung sagen sollte! Und nicht die heimischen Juden!
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18.08.2014 16:28 Uhr von sooma
 
+11 | -11
 
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Und die syrischen Christen trauen sich nur unter Polizeischutz zurück ins Aufnahmeheim, weil sie dort den tschetschenischen Moslems ausgesetzt sind.

Ich bin dafür, dass wir uns einfach alle Kippas kaufen/häkeln/nähen und auf der Straße tragen. Auffällig und stolz.

[ nachträglich editiert von sooma ]
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18.08.2014 16:39 Uhr von CrazyWolf1981
 
+11 | -12
 
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Ich fänd es generell schön wenn es in der Öffentlichkeit nicht ein ständiges Schaulaufen der Minderwertigkeitskomplexe gäbe. Oder hält einem hier jeder Christ ein Kreuz vor die Nase? Man hat als gar nicht mehr das Gefühl in einer modernen Gesellschaft zu leben. Juden sind zwar das kleinere Übel, aber ein Übel sind sie trotzdem. Ob Kindesmisshandlung durch Beschneidung, oder die ständigen Empörungen und Forderungen, und allen Deutschen das Nazitum unterstellen. Da sind die Juden aus gutem Grund unbeliebt in Deutschland, und das schon vor der Gaza Krise.
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18.08.2014 16:55 Uhr von sooma
 
+6 | -11
 
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@CrazyWolf1981:
"Oder hält einem hier jeder Christ ein Kreuz vor die Nase?"

Geh mal raus und laufe mit offenen Augen - dann wirst Du bemerken, wieviele das Kreuz z.B. an der Halskette tragen. Wo ist bitte der Unterschied zwischen einem religiösen Symbol auf dem Kopf und einem um den Hals? Richtig, da ist keiner!

Den Rest Deines hetzerischen, ewiggestrigen Geschwafels möchte ich hier gar nicht erst kommentieren - von dem kann man nämlich auch nicht gerade auf eine "moderne Gesellschaft" schliessen, in der Du großgeworden bist.

@Flaming: Ja, so ist das mit der Zivilcourage.
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18.08.2014 17:23 Uhr von spoderman
 
+6 | -3
 
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Das tut mir wirklich leid für die Juden, die ein ganz normales Leben führen wollen. Ich muss da leider zugeben, dass einige meiner muslimischen Glaubensbrüder zu dumm sind, zwischen einem normalen Juden und einem rechtsradikalen Zionisten zu unterscheiden. Das ist aber vor allem ein Problem unter den Jugendlichen, die nur von radikalen Juden wie Netanyahu hören. Ich habe einen sehr guten jüdischen Freund und ich find es schade, wie sehr er doch darauf achten muss, nicht als Jude erkannt zu werden, obwohl er viele muslimische Freunde hat.
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18.08.2014 20:21 Uhr von Luelli
 
+1 | -4
 
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Ich habe mir schon oft den Schädel gestoßen, wenn ich unter irgendeinem Hindernis gearbeitet habe und zu früh wieder hoch gekommen bin.
Da wäre sone Kippa als Plastikschale geil, weil sie nicht so dick aufträgt, wie ein Schutzhelm.
Gibt´s sowas zu kaufen?
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18.08.2014 20:34 Uhr von TinFoilHead
 
+0 | -2
 
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sukor74

Wenn, dann richtig:

Advanced Chemistry ;-)

[ nachträglich editiert von TinFoilHead ]
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18.08.2014 22:34 Uhr von skipjack
 
+4 | -6
 
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Eine Schande, was in diesem Land abgeht:

Beide "Kulturen" hetzten tagtäglich gegen angebliche Nazis, aber mitten in Deutschland wollen die sich gegenseitig ausrotten.

Wenn hier wieder Deutsche Zucht und Ordnung herrschen würde, hätte auch keiner Angst, vor die Tür zu gehen.

Doch derzeit sind nicht nur die Ghettos ein Risiko.

Beide Kulturen sollten einfach nicht vergessen, auf wessen Boden sie sich befinden.
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19.08.2014 08:47 Uhr von daguckstdu
 
+6 | -2
 
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@Maverick Zero

"Wenn sich jemand gegen die Gewalt im nahen Osten ausspricht, dann ist das noch kein Antisemitismus, wie es so gerne dargestellt wird."

Wäre an sich richtig, nur wer sich die Demos und deren Inhalte die dort wiedergeben wurden genau betrachtet, wird nicht leugnen können das Parolen aus der NS Zeit hier Einzug gehalten haben. Wer dann solche Aussagen noch als Kritik an Israel wertet, sollte man grundlegend über seine persönliche Einstellung nachdenken.
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19.08.2014 08:53 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
+3 | -2
 
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Man könnte sich ja dann mal dafür einsetzen seinen Mund gegen den Völkermord zu öffnen.
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19.08.2014 15:53 Uhr von Floppy77
 
+1 | -2
 
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@MRaupach
"Die Israelis sind es denen man mal die Meinung sagen sollte! Und nicht die heimischen Juden!"

Man kann aber in Deutschland auch kaum Israel kritisieren ohne gleich als Antisemit verschrien zu werden.
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20.08.2014 03:41 Uhr von shadow#
 
+0 | -2
 
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@ MRaupach
"Sorry, aber warum sind die auf die Juden hier so sauer ? Die haben ja nichts gemacht!"

Haben sie nicht. Dummerweise macht keiner den Mund auf und stell klar dass er sich nicht von einem gewissen Zentralrat vertreten fühlt, wenn der sich uneingeschränkt hinter die menschenverachtende Politik der israelischen Regierung stellt.

Auf der anderen Seite gibt es zu viele Idioten die nicht verstehen, dass man Religion und Politik manchmal eben doch trennen kann und auf Juden losgehen, anstatt nur Pflastersteine durch Fensterscheiben zu werfen, hinter die jemand Israel-Flaggen gehängt hat.
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20.08.2014 06:37 Uhr von Patreo
 
+0 | -0
 
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,,Dummerweise macht keiner den Mund auf und stell klar dass er sich nicht von einem gewissen Zentralrat vertreten fühlt, "
Dazu steht keiner in der Verpflichtung. Es ist nicht gegen weder das GG sich innerhalb dieses Gesetzes passiv zu verhalten, Pro Israel oder Pro Gaza zu sein.
Gegen das GG ist es gewalttätig gegen a) die vorzugehen, die anderer Meinung sind, welche sich noch innerhalb des GG befindet b) diejenigen anzugreifen, die öffentlich keine Meinung postulieren aber auf Basis der Herkunft einer hinzugeordnet werden.

,, anstatt nur Pflastersteine durch Fensterscheiben zu werfen, hinter die jemand Israel-Flaggen gehängt hat."
Genau das widerspricht den demokratischen Grundsätzen hier.
Ebenso wie ein aus Tibet stammender kein Chinarestaurant anzünden oder ein Bangladeschi einen Saudi Araber angreifen darf.

Moslem haben hier das Recht auf friedliche Art und Weise sich der Seite der Palästinenser zugehörig fühlend zu demonstrieren.
Juden, die sich Israel verbunden fühlen dürfen das auch, da dies an sich die Meinungsfreiheit nicht einschränkt.
Juden, die nicht GEGEN den Staat Israel protestieren haben auch dazu das Recht, weil sie genauso in der Verpflichtung stehen es zu tun, wie Frauen, die NICHT gegen Sexismus protestieren.
Dadurch wird die Gewalt gegen diese weder besser noch legitimer.
Darüberhinaus gibt es sehr wohl Beispiele von Juden, die gegen die israelische Regierung sind. In Deutschland ist ein prominentes Beispiel Rolf Verleger.

[ nachträglich editiert von Patreo ]

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