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Frankfurt: Fahndung nach jugendlichem Räuber offenbar ohne richterlichen Beschluss

Die Video-Fahndung nach dem Täter, der in der Frankfurter U-Bahn einen 94-Jährigen berauben wollte, wird derzeit überprüft. Die Polizei hat offenbar das Tätervideo ins Internet gestellt, ohne eine richterlichen Beschluss dafür zu haben.

Nach Angaben von Doris Möller-Scheu, der Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, hatte die Polizei zwar eine Freigabe für Fotos aus dem Überfall, nicht jedoch für die Veröffentlichung des Videos.

Ein Verteidiger könnte vor Gericht geltend machen, dass die Veröffentlichung illegal war und die Verwertung rückwirkend verhindern.


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WebReporter: kuro.tyo
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Frankfurt, Räuber, Fahndung, ohne, Beschluss
Quelle: fr-online.de

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14.08.2014 21:12 Uhr von TinFoilHead
 
+16 | -3
 
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Ein Verteidiger könnte vor Gericht geltend machen, dass die Veröffentlichung illegal war und die Verwertung rückwirkend verhindern.

*FACEPALM*
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14.08.2014 21:35 Uhr von Holzmichel
 
+21 | -6
 
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Bravo, wie auch bei diesem Fall wieder die rechtlichen Belange des Gewalttäters im Vordergrund stehen!
Sehr mutig von diesem jugendlichen Schlägerkeks, sich einen alten 94 Jahre alten Opa als Opfer auszusuchen. Es sollte an dieser Stelle lediglich interessieren, diesen Täter schnell zu finden, bevor ER sich das nächste Opfer sucht.
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15.08.2014 00:59 Uhr von mort76
 
+9 | -4
 
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newsleser,
und, wie sähe das aus, wenn die Vertreter des Gesetzes sich nicht an das Gesetz halten müßten?
Genau so, wie es beim Verfassungsschutz aussieht, der sich nicht an die Verfassung halten muß.
Die Folge wäre ein Polizeistaat- unsere Polizei dehnt das Gesetz doch sowieso schon, wo es nur geht...das ist genauso ungesetzlich wioe ein Überfall.
Rechtsbruch ist Rechtsbruch, basta.
Auch ein Uniformierter steht nicht über dem Gesetz.
Theoretisch.
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15.08.2014 01:51 Uhr von Atze2
 
+4 | -1
 
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OK, die Polizei hat sich hier falsch verhalten.

aber grundsätzlich gilt:
zufällig aufgenommene Videos (U-Bahn-Überwachung) und/oder Fotos sind grundsätzlich zulässig für die Strafverfolgung und Gerichtsverhandlungen.

Eine Veröffentlichung in den Medien braucht jedoch eine richterliche Verfügung. Und das haben die in diesem Fall verpennt.

Blöderweise ist durch diesen Fehler der Täter geschützt. Was aber im Endeffekt wohl zu dessem Freispruch führt.

Täter haben mehr Rechte als Opfer. Klingt komisch? Ist aber so.

Aber das Ganze hat einen Sinn: nämlich Unschuldige die zufällig die gleiche Frisur und ein farblich ähnliches Shirt/Hemd tragen zu schützen.

Und das zeigt mir das der Rechtsstaat funktioniert. OK, hier und da könnte man noch etwas schrauben und drehen (z.B. ob man mit 21 noch auf Jugendstrafe hoffen kann.. etc etc).

Der Polizei Frankfurt wird das im Ganzen eine Lehre sein.

[ nachträglich editiert von Atze2 ]
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15.08.2014 09:10 Uhr von tutnix
 
+1 | -0
 
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"Was aber im Endeffekt wohl zu dessem Freispruch führt."

keine sorge, wenn ein freispruch erfolgt, dann aus anderen gründen. diese aktion wird auf der urteilsfindung keinerlei einfluss haben, da es sich bei dem video um ein rechtmässig erlangtes beweismittel handelt.
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15.08.2014 09:21 Uhr von psycoman
 
+1 | -0
 
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Videos sind auch nur eine Reihe von Fotos schnell hintereinander gezeigt, also Haarspalterei.

Die Polizei hat den Auftrag den Täter zu finden und sollte dafür alle Bilder oder Videos die sie hat zeigen dürfen.

Hätte der Typ nicht versucht den alten Herrn zu bestehlen, wäre er auch nicht in seinen Rechten verletze wurden, der arme Straftäter.
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15.08.2014 10:33 Uhr von NilsGH
 
+1 | -1
 
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@ mort76:

Für den KOmmentar ein PLUS von mir. Du hast Recht, dass es eine illegale Veröffentlichung war.

Aber dann müsste man eine Gesetzesänderung bewirken, Genau wie bei diesen Dah-Cams:

Wenn ein Video als Beweismittel dienen kann, sollte es unter allen Umständen als Beweis verwendet werden dürfen.

Der Gesetzgeber sollte noch weiter gehen: Wenn bei einer Videoaufnahme eine angezeigte Straftat zu sehen ist, sollte das Video direkt ohne richterlichen Beschluss veröffentlicht werden dürfen. Betonung liegt hier auf "angezeigte". Denn dadurch würde verhindert, dass ALLE Videos im Netz landen. Eine Anzeige sollte Voraussetzung sein, sodass man einerseits Unschuldige vor der veröffentlichung ihrer Aufnahmen schützt, gleichzeitig aber schnell Täter ermitteln kann.

Klar, durch eine Falschanzeige könnte es auch mal den Falschen treffen. Dies würde aber eine Straftat durch den Anzeigenden voraussetzen. Zudem würde ein Videobeweis den Anzeigenden wohl auch schnell als Lügner enttarnen und das Video würde gar nicht veröffentlicht. Generell dürfte sich die Zahl solcher Falschanzeigen, die dann eiine Veröffentlichung von Videos nach sich ziehen würden, im Promille-Bereich liegen.

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