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München: Geständiger Vergewaltiger kommt wegen Verfahrensfehler wieder frei

Die bayerische Justiz hat einen mutmaßlichen Vergewaltiger aus der Untersuchungshaft entlassen, weswegen er sich jetzt wieder frei bewegen darf. Der Grund dafür ist, dass das Verfahren gegen den Mann länger dauert als erwartet und man ihm deswegen die lange Haft nicht zumuten könne.

Denn der Staat hatte versäumt, seiner Pflicht nachzukommen, die Gerichte verfassungsgemäß auszustatten. Wegen dieser langsamen Abläufe wird das Bundesverfassungsgericht nun kritisiert. Eine Sprecherin des Oberlandesgerichts erwiderte dagegen, dass es schlichtweg an Personal fehle.

Der Prozessbeginn ist der 9. September. Dem Mann werden Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Vergewaltigung vorgeworfen. Er soll die meisten Anschuldigungen bereits gestanden haben.


WebReporter: WalterWhite
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, München, Vergewaltiger, Geständnis, Freilassung
Quelle: spiegel.de

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25 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.08.2014 17:12 Uhr von Borgir
 
+43 | -16
 
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Man kann einem Vergewaltiger die Haft nicht zumuten....in was für einem Land leben wir eigentlich?
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11.08.2014 17:16 Uhr von Jolly.Roger
 
+33 | -4
 
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Laut Radio-Meldung hat sich der "mutmaßliche" Täter auch schon ins Ausland begeben.

Falls er zum Gerichtstermin am 09.09. nicht erscheint, wird eine internationaler Haftbefehl ausgestellt.


Ach ja: Es geht um die U-Haft. Die sollte nicht länger als ein Jahr sein bis zum Prozess. Traurig, dass man ausgerechnet einen Gewalttäter erstmal wieder laufen lassen muss....

[ nachträglich editiert von Jolly.Roger ]
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11.08.2014 17:22 Uhr von perMagna
 
+32 | -6
 
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@ Borgir

In einem Rechtsstaat. Es ist nicht die Schuld des (mutmaßlichen) Straftäters, dass die Politik ihren Verpflichtungen nicht nachkommt und die Judikative des Landes nicht angemessen ausstattet. Das ist die Schuld der Wähler.
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11.08.2014 17:26 Uhr von superhuber
 
+25 | -2
 
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Achtung: Wie bereits in den Kommentaren erwähnt muss klargestellt werden, dass nur die Untersuchungshaft gemeint ist und kein endgültiges Urteil.

Er kann also durchaus zu einer langen Haftstrafe verurteilt werden.

Dennoch ist es für alle Parteien traurig, wenn sich ein Prozess solange hinzieht weil die Gerichte überlastet sind.
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11.08.2014 17:32 Uhr von PakToh
 
+15 | -9
 
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Richtig so und alle die sich darüber aufregen,d ass er bis zum Prozess frei ist sollten leiber mal irhe [edit] halten, sich mal neu einnorden und dann auf die Barrikaden gehen, dass ein solcher Prozess überhaupt so lange dauert!

Weitestgehend geständiger Täter, das wird ein Prozess von 1-2 Tagen und die Sache ist durch, entweder ist das Gericht in seinen Arbeitsabläufen ineffektiv oder aber es sollte mal mehr Personal eingestellt werden / dieses besser verteilt werden!

Und ja auch potentielle Täter haben Rechte, denn bis zu seiner Verurteilung ist er per Definition unschuldig.

Wäre zudem nciht das Erste mal, dass jemand ein unwahres Geständnis ablegt - Von daher haben solche Regelungen absolut ihren Sinn und wir sollten uns eher fragen, warum es überhaupt so weit kommt, dass sie Anwendung finden müssen?!?
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11.08.2014 17:40 Uhr von floriannn
 
+3 | -10
 
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Bis er wieder jemanden Vergewaltigt..Bayern ist eh ein Seltsamer Ort.
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11.08.2014 17:51 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -2
 
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Tja nun, das ist der Nachteil eines Rechtsstaates.
Nicht schön, ganz besonders nicht für die Opfer, aber den Buchstaben des Gesetzes nach nicht zu verhindern.

Da helfen nur mehr Geldmittel, um die Gerichte sachlich und personell vernünftig auszustatten und gleichzeitig irgendwelche unnötigen Pillepalle-Gerichtsstreitigkeiten um Tempo-Tickets, Nachbarschafts-Auseinandersetzungen und ähnliches zu vermeiden.
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11.08.2014 18:09 Uhr von Mainzlmaennchen
 
+6 | -3
 
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RICHTIG SO!


Ich bin derzeit Referendar bei der Staatsanwaltschaft und kann nur bestätigen, dass es eine absolute Katastrophe ist, was der Justiz und auch der Staatsanwaltschaft zugemutet wird. Dezernenten gehen in Rente und hinterlassen - was normal ist - einen gewaltigen Aktenbestand, den kein anderer kennt, der aber auf die bestehenden Beamten verteilt wird. Es werden keine neuen Staatsanwälte / Richter mehr eingestellt, obwohl dringend Bedarf besteht. Die Arbeit wird mehr, der Druck wächst. Keine guten Voraussetzungen, wenn man bedenkt, dass wir aus nach unserer Überzeugung zum Teil über Existenzen und über das Leben anderer entscheiden sollen.

Meine Note im 1. Examen ließe zwar berechtigte Hoffnungen auf einen Job als Richter oder Staatsanwalt zu, aber ich denke, ich werde dem Rat meiner bisherigen Ausbilderinnen folgen und mir lieber in der freien Wirtschaft was suchen. Da wird auch viel gearbeitet, aber im Gegensatz zum Staat zahlt man da auch noch ordentliche Gehälter.


Nicht falsch verstehen - ich bin nicht dafür, dass man mutmaßliche Straftäter aus der U-Haft entlässt. Aber es ist absolut richtig, dass das OLG dem Staat, der immer mehr Einsparungen macht, mal zeigt wo es lang geht. Wenn das, was hier schon tagtäglich stattfindet, noch schlimmer wird, werden die Schäden für uns alle ein unvorstellbares Ausmaß annehmen. Wenn das Vertrauen in die Justiz und in die Strafverfolgungsbehörden erst einmal ganz weg ist, weil keiner (!) mehr nach Recht und Gesetz handelt, sondern so, dass er jede Akte möglichst schmerzlos "tot macht" um seine Wochenenden und seinen Urlaub nicht komplett für Aktenrückstände opfern zu müssen, wird es richtig hart.

Auch wir hochqualifizierte (Jung-) Juristen sind in diesem System eigentlich nur am unteren Ende der Nahrungskette.

[ nachträglich editiert von Mainzlmaennchen ]
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11.08.2014 18:26 Uhr von Schmollschwund
 
+2 | -5
 
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Für Mollath hatte man genug Zeit und Platz..... naja, der andere hat ja auch nur Vergewaltigt.....
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11.08.2014 18:40 Uhr von Lornsen
 
+1 | -1
 
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vielleicht war das ja auch ein Hilferuf, nach draußen, zu uns.
damit das Thema auf dem Tisch kommt. hier geht es ja auch schon gut los. und das bitte Bundesweit.
aber wahrscheinlich sperrt sich die Muttihörige Systempresse
´mal wieder.
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11.08.2014 18:55 Uhr von Cassiopeia711
 
+3 | -1
 
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ein rechtsstaat, lächerlich, frage mich ja immer was wäre wenn es die tochter des staatsanwalts wäre, was dann?
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11.08.2014 19:11 Uhr von Pantherfight
 
+0 | -4
 
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Schickt doch mal bitte die bayrische Justiz an einen Ort den ich noch nennen werde...habe gerade Lust mal wieder jemanden zu vergewaltigen...achne...das kann dann gleich der Freigänger übernehmen...

Unglaublich sowas...sollte der Typ sich an meiner Tochter vergreifen werden diese Entscheidungsträger von der bayrischen Justiz von mir vergewaltigt...darauf gebe ich mein Wort!
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11.08.2014 19:20 Uhr von Brain.exe
 
+2 | -2
 
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Wozu braucht es eine Verhandlung wenn er gestanden hat? Wieso kann man ihm die Haft nicht zumuten obwohl er Leute eingesperrt und vergewaltigt hat?
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11.08.2014 19:51 Uhr von Kaseoner13
 
+1 | -0
 
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Also Moment mal.Gleich platzt mir der Arsch. Ich hab ja schon mitbekommen, dass es hier einige Leute gibt die Mörder und Vergewaltiger in Schutz nehmen. Aber respektloser geht es nun mal nicht mehr.Ja Ja genau ihr Beide seit gemeint:
@PakToh
Alle die sich über diesen Prozess aufregen,sollen ihre Drecksfresse halten!
Was stimmt mit Dir nicht?
@Kritikglobalisierer
Ein Hartz IV-Empfänger weniger!
Wo steht in dem Bericht er wäre ein ALG II Fan? Du bist doch bestimmt selber einer, sonst könntest Du nicht hier den ganzen Tag deine Meinung sagen und News reinsetzen.
Also bitte Leute bleibt geschmeidig!
Und trotzdem noch ein schönen Tag!

[ nachträglich editiert von Kaseoner13 ]
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11.08.2014 20:07 Uhr von TheRoadrunner
 
+2 | -1
 
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@ Borgir / Newsleser54
Man kann einem Menschen, der nicht eines Verbrechens verurteilt worden ist, in der Tat nicht zumuten, dass er ein knappes Jahr in U-Haft verbringt.
Selbst wenn die Sachlage noch so klar scheint, so muss doch ein Gericht ein Urteil fällen. Bei einer klaren Sachlage sollte das ja nicht allzu lange dauern.
Nun ist zu klären: sind die Gerichte so sehr unterbesetzt oder arbeiten sie nicht effizient oder mit den richtigen Prioritäten? Egal wie, wiederholen sollte sich sowas jedenfalls nicht.

@ Brain.exe
"Wozu braucht es eine Verhandlung wenn er gestanden hat?"
Weil Geständnisse falsch oder erzwungen sein können.
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11.08.2014 20:17 Uhr von Kaseoner13
 
+0 | -0
 
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Tut mir Leid, aber hier geht es um einen Straftäter, der eine Gefahr für seine Mitmenschen darstellt und nicht jemand der ein Apfel geklaut hat oder Schwarzfahrer. Außerdem soll er sich ja schon abgesetzt haben. Da sag ich nur: "Bravo"!
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11.08.2014 20:19 Uhr von Schaumschlaeger
 
+0 | -0
 
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"Er soll die meisten Anschuldigungen bereits gestanden haben."

Also ist es nicht sicher ob er wirklich gestanden hat? Naja so liest es sich halt besser in der Überschrift und man muss den Leuten nicht zumuten, sich ihre eigene Meinung zu bilden...
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11.08.2014 20:23 Uhr von TeKILLA100101
 
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ganz klar Promibonus... ach halt....
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11.08.2014 20:47 Uhr von Gorli
 
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Die News versucht mal wieder Stimmung zu verursachen indem wichtige Informationen weggelassen werden oder aus dem Kontext gezogen werden.

Dass mit "freigelassen" lediglich die Untersuchungshaft gemeint ist hätte man ruhig so hinschreiben können, aber dann wäre die News ja nicht so schön kontrovers...
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11.08.2014 21:06 Uhr von Holzmichel
 
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Und täglich grüßt die Kuscheljustiz gegenüber schweren Jungs hierzulande!!!
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12.08.2014 07:16 Uhr von Rechtschreiber
 
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Ihr hirnlosen Volltrottel.... Die Zeit der Uhaft wird ohnehin dem Strafmaß zugeschlagen.
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12.08.2014 07:52 Uhr von Arne 67
 
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Genau richtig so !
So spart sich der Freistaat die Kosten für die U-Haft und wenn es denn dann doch zu einer Verurteilung kommen sollte, kann der Vermutliche Täter sich bestimmt auch noch frei kaufen. Ist ja nichts neues im Freistaat Bayern. Ekkelstone hat es ja vorgemacht. ES MUSS NUR DIE SUMME STIMMEN.
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12.08.2014 09:07 Uhr von Done88
 
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Da kann man einfach nur den Kopf schütteln..

In Deutschland dauert jedes Verfahren viel zu lange...

Wenn ein Intensivstraftäter einen Menschen krankenhausreif schlägt und dann über ein Jahr lang gar nichts passiert, dann lernt er doch nie, dass sowas Konsequenzen hat.
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12.08.2014 11:07 Uhr von der-borg
 
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Wahrscheinlich sind die Gerichte völlig überlastet mit den -für alle gefährlichen- Steuerhinterziehern.

Für solche "lapalien" wie Vergewaltigung ist da wenig Platz.

Wir leben eben in einem der vielen Absurdistans!
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04.09.2014 17:42 Uhr von thesithlord
 
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ist doch ganz einfach...

verdient der staat nichts dran...

wäre das ein steuer- / bußgeld- oder in sonstiger form zahlungssünder wäre da ruck zuck ein urteil gefällt worden...

wg. dem verfahrensfehler kostet es dem staat nun nix... der braucht ja nicht ins gefängnis...

naja was soll man von D halten wo täter mehr rechte haben als opfer...

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