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Pirna: Lehrer zockte Jobcenter um 46.000 Euro Hartz IV ab - Bewährungsstrafe (Update)

"Ich habe wohl einen Fehler gemacht", zeigte sich Volkshochschullehrer Wolfgang F. vor dem Amtsgericht Pirna (Sachsen) reumütig. Dort musste er sich am vergangenen Montag wegen Sozialbetrugs verantworten.

Dem 61-jährigen Englisch- und Russischlehrer wurde vorgeworfen, 46.000 Euro Hartz IV zu Unrecht bezogen zu haben, da er mit seiner Tätigkeit bis zu 17.000 Euro im Jahr verdiente. Doch da ihm das Geld nicht reichte, meldete er sich arbeitslos und verschwieg die selbstständige Lehrertätigkeit (ShortNews berichtete).

Durch eine anonyme Anzeige erfuhr das Job-Center in Pirna jedoch von seinem Job. Dafür wurde er nun zu einem Jahr Haft auf Bewährung sowie 3.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Außerdem muss er die 46.000 Euro Hartz IV zurückzahlen.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Euro, Lehrer, Hartz IV, Jobcenter, Pirna
Quelle: bild.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.08.2014 10:19 Uhr von HumancentiPad
 
+11 | -1
 
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Es gibt bestimmt noch viel mehr die ihr Einkommen nicht komplett bei der ARGE offenlegen, oder auf einem "geheimen" Konto ordentlich Erspartes haben.



[ nachträglich editiert von HumancentiPad ]
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06.08.2014 10:20 Uhr von Holzmichel
 
+6 | -12
 
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Als Lehrer sollte man seine Brötchen wohl wirklich ehrlich verdienen, statt auf betrügerische Weise zu HARTZEN und die Gesellschaft zu bescheißen!
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06.08.2014 10:20 Uhr von sooma
 
+0 | -7
 
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News ist doppelt: http://www.shortnews.de/...
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06.08.2014 10:41 Uhr von Breeze-2006
 
+4 | -0
 
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@sooma:

Nein, ist nicht doppelt, denn da oben steht ja auch "ShortNews berichtete". Außerdem war ja die erste News noch VOR dem Urteil geschrieben worden.
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06.08.2014 10:52 Uhr von Marco Werner
 
+8 | -0
 
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Wenn er ganz offiziell selbstständig war und das Jobcenter erst durch eine Anzeige darauf aufmerksam wurde, bedeutet das doch,dass die Zusammenarbeit zwischen Gewerbeamt und JC bzw Finanzamt und JC nicht funktioniert. Aber wehe, einer zahlt 10€ im Monat in eine Riester-Versicherung ein und gibt dieses "Vermögen" nicht bei der Antragstellung an...dann ist sprichwörtlich "Polen offen".
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06.08.2014 10:53 Uhr von Yoshi_87
 
+14 | -0
 
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Der Mann ist 61, wie soll der bitte 46.000 Euro zurück zahlen? Das ist doch absolut unrealistisch, sofern er nicht im Lotto gewinnt.
Das, für einen Lehrer, 17.000€ im Jahr ein Witz sind ist doch klar.
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06.08.2014 10:59 Uhr von Dr.Eck
 
+7 | -1
 
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Jeder "normale Hartzer" hätte die gleiche Strafe bekommen. Ohne Vorstrafe bei einem monitären Delikt (auch bei vielen Körperverletzungen etc.) bekommst du, im Normalfall, keine Gefängnisstrafe.

Das hat wenig bis nichts mit dem Beruf zu tun.

Außer natürlich das man da weniger gut Hetzen kann.
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06.08.2014 12:00 Uhr von Schmollschwund
 
+7 | -1
 
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1. Lehrer, oder eher Dozenten (wie viele andere Berufsgruppen auch) verdienen ohnehin nicht viel Geld. Aufstocken dürfte da auch fast schon die Regel sein (werden). Kommt man beim JC einigermaßen plausibel rüber, dann wird da auch nix geprüft. Geprüft wird ohnehin nur bei unliebsamen, also denen die ihre Rechte kennen.

2. Als Dozent so etwas zu tun ist etwas doof. Muss nur ein Kollege/Schüler dabei sein der einen nicht mag und schwupps ... haste die Probleme an der Backe.

3. Hätte er sich 200.000 ergaunert, es wären "nur" die 46.000 aufgefallen, dann hätte er halt 100.000 gezahlt und wäre frei und ungeschoren. Am Ende wär´s immer noch ein Gewinn von 54.000 gewesen. Aber leider kennt er niemanden von z.B. Daimler etc. und heißt auch nicht Ecclestone.
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06.08.2014 14:27 Uhr von ThomasHambrecht
 
+0 | -1
 
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Der Fehler steckt woanders.
Wenn er selbständig ist, muss er auch die Krankenkasse einzahlen und hat absetzbare Kosten. Mit 17.000 Euro kann kein Selbständiger leben.:
17.000 Euro Einkommen
- 7.200 Euro Büromiete
- 2.900 Euro Krankenkasse
- 1.000 Euro Büroartikel
- 1.000 Euro Strom
- 1.000 Euro Telefon, Internet

...

Fürs Arbeitsamt zählt DAS was das Finanzamt akzeptiert. Da hat der Mann was falsch gemacht.

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