05.08.14 13:41 Uhr
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Nigeria: 14-Jährige vor Gericht, weil sie ihre Peiniger nach Zwangsheirat tötete

In Nigeria steht ein erst vierzehn Jahre altes Mädchen vor Gericht, das sich nach einer Zwangsheirat gegen ihre Peiniger zur Wehr setzte.

Sie soll sowohl ihren Ehemann als auch drei weitere Männer, die sie quälten, mit Rattengift vergiftet haben.

Der Antrag ihrer Anwältin, den Prozess vor ein Jugendgericht zu bringen, wurde abgelehnt.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Nigeria, Zwangsheirat, Peiniger
Quelle: t-online.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.08.2014 13:55 Uhr von sooma
 
+13 | -2
 
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"Islamisches Recht der Scharia

Die Zwangsheirat zwischen jungen Mädchen und deutlich älteren Männern ist vor allem in ländlichen Gegenden im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias ein großes Problem. Die Rechtslage ist kompliziert, denn in der Region trat im Jahr 2000 das islamische Recht der Scharia in Kraft, das nach Ansicht mancher Gelehrter die Heirat Minderjähriger erlaubt. Gleichzeitig gilt aber auch im Norden des Landes das nigerianische Bundesrecht."

http://kurier.at/...
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05.08.2014 14:50 Uhr von EddieBeton
 
+9 | -4
 
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Das wird uns in einigen Jahren in Deutschland auch blühen.
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05.08.2014 15:02 Uhr von superhuber
 
+2 | -24
 
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05.08.2014 15:16 Uhr von VT87
 
+9 | -0
 
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@ superhuber

Entweder du bist ein Troll oder dir mangelt es wirklich an Mitgefühl.

Das Mädchen war seinen Peinigern hilflos ausgeliefert. Und ich würde mal behaupten, dass sie nur begrenzt Möglichkeiten sah, sich aus dieser Situation zu befreien.
Sie wird sich nicht überlegt haben, womit sie denen am meisten Schmerzen zufügen kann, sondern wird das einzige Mittel gewählt haben, was ihr zur Verfügung stand. Das fällt für mich unter Notwehr.

Aber solltest du mal in so eine Situation kommen, kannst du gerne ein "anständiger" Mensch sein und dich schön weiter misshandeln lassen.
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05.08.2014 15:20 Uhr von sooma
 
+10 | -2
 
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@nichtsuperhuber:

Bist Du der neue Provokationsaccount? Anders sind Deine dümmlichen Kommentare kaum zu rechtfertigen...
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05.08.2014 16:21 Uhr von superhuber
 
+2 | -10
 
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@VT87

"Entweder du bist ein Troll oder dir mangelt es wirklich an Mitgefühl."

Weder noch. Ich habe in meinem Kommentar bereits erwähnt, dass solche Zwangsehen moralisch fragwürdig sind! Dennoch geschehen sie täglich tausendfach und gehören in anderen Kulturen zum Alltag.

"Das Mädchen war seinen Peinigern hilflos ausgeliefert."

Stimmt, das bestreite ich auch nicht. Dennoch hätte sie weglaufen können oder sich an die Polizei wenden können oder oder oder. 4 Menschen grausam umzubringen war definitiv die falsche Entscheidung und wird ZURECHT in jedem Land dieses Planeten bestraft.

"Das fällt für mich unter Notwehr."

Das ist schön für dich - ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte 99% aller Richter / Gerichte werden das anders beurteilen.

"Aber solltest du mal in so eine Situation kommen"

Bitte sachlich bleiben. Ein ordentliches Gericht wird den Fall und die Hintergründe bewerten und ein Urteil sprechen. Du hast deine Meinung und ich meine. Das ist kein Grund beleidigend zu werden!


@sooma

Du kannst dich gerne sachlich an der Diskussion beteiligen. Beleidigungen solltest du aber unterlassen!

Allgemein finde ich es immer wieder erschreckend wieviele Menschen ganz schnell alle Menschenrechte vergessen und Hurra zur Selbstjustiz schreien sobald ein etwas emotionales Thema auf den Tisch kommt. Leider habt ihr alle nicht verstanden wie wertvoll die Menschenrechte sind die ihr mit euren Forderungen nach Selbstjustiz mit Füßen treten würdet.
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05.08.2014 18:02 Uhr von superhuber
 
+2 | -8
 
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@wiederwaslos

Wie gesagt ich stimme absolut zu, dass das Mädchen in einer schlechten/schlimmen Lage war.

Aber auch in Nigeria gibt es Gesetze und sie hätte weglaufen oder zur Polizei gehen können.

Sie hätte definitiv nicht 4 Menschen grausam töten müssen, weil sie zwangsverheiratet wurde und von 4 Männern schlecht behandelt wurde.

Die genauen Hintergründe kennen wir hier nicht und können diese auch nicht beurteilen, das muss ein Gericht herausfinden.

"In Nigeria hat sie keine Chance. Sie wird ermordet werden"

In vielen US Staaten würde sie für diesen besonders grausamen Vierfachmord als erwachsene angeklagt werden mit der Option auf die Todesstrafe. Ich selbst bin strikter Gegner der Todesstrafe - jedoch muss man sich die Frage stellen wie man jemanden bestraft der heimtückisch und grausam vier Menschen tötet.
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05.08.2014 19:09 Uhr von AMB
 
+4 | -2
 
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Für die Selbstjustiz muß man ihr eine Strafe aufbrummen. Allerdings sollte man sie mit dem Haus der Betroffenen Ratten entschädigen, da es in meinen Augen zum größten Teil Notwehr war und nicht nur Selbstjustiz.
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05.08.2014 20:28 Uhr von superhuber
 
+1 | -3
 
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@wiederwaslos

Wenn du deinen eigenen Kommentar noch einmal durchliest, müsste dir auffallen, dass du zugunsten der Täterin lauter Annahmen triffst, die vielleicht zutreffen könnten aber eben nur Annahmen sind.

"wäre sie zu Polizei gegangen wäre sie höchstens noch von denen vergewaltigt"

"Fliehen? Keine chance! wird sie erwischt, und das ist sehr wahrscheinlich, wird sie evtl."

Ich verstehe, dass man mit so einem Mädchen als erstes einmal Mitleid hat, weil es etwas wie Zwangshochzeiten in unserer Kultur nicht gibt. Außerdem sind wir es durch die Medien gewöhnt uns gleich die schlimmsten Horrorszenarien auszumalen.

Ich denke, dass es immer einen anderen Weg geben muss wie Selbstjustiz und wenn das in diesem Fall nicht so war, dann hoffe ich, dass das Gericht dies in seinem Urteil würdigt.
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05.08.2014 22:11 Uhr von ar1234
 
+4 | -2
 
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@Superhuber: Die "Täterin" war ein 14 Jahre altes Kind, das von VIER erwachsenen Männern gequält wurde. Sie wurde mit Sicherheit mit psychischen und physischen Druckmitteln unterdrückt. Allein schon die Worte "Wir werden dich finden!" reichen schon aus, um eine Flucht gut zu verhindern. Denn woher soll ein 14 Jähriges unterdrücktes Mädchen auch wissen, wie eine Flucht in der Realität abliefe. Doch auch mit dieser Kenntnis hätte sie bei der Flucht immernoch Todesängste ausstehen müssen. Davon abgesehen kann man von einem 14 Jährigem Mädchen in Afrika nicht erwarten, dass sie weiß, wie lange und wie Rattengift tötet. Ebensowenig kann man erwarten, dass ein dermaßen gequältes und unterdrücktes Kind noch besondere Rücksicht auf die Peiniger nimmt. Für dich sind es nur Nachrichten, aber für sie war es Wirklichkeit!
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06.08.2014 06:28 Uhr von auru
 
+1 | -4
 
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Der Islam ist nur solange friedlich, wie er nicht an der Macht ist. Da fehlt das Gebot der Nächstenliebe, dass auch die Feindesliebe mit einschließt. Wenn Allah Menschen braucht, um andere Menschen zu bestrafen, dann ist er weder allmächtig noch Gott.
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06.08.2014 09:52 Uhr von VT87
 
+2 | -1
 
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@ superhuber

Du kannst die Verhältnisse in Nigeria nicht mit denen hier vergleichen... Dort hat sie kaum eine Chance ihren Peinigern zu entkommen. Da hat der Ehemann quasi das Recht alles zu tun, ohne dafür bestraft zu werden. Eine Anzeige würde wahrscheinlich nur dazu führen, dass sie selbst bestraft wird und zu ihrem Mann zurück geschickt wird.
Und wohin soll sie deiner Meinung nach fliehen. Es ist ja nicht so, dass es dort haufenweise soziale Einrichtungen gibt, in denen Sie unterkommen kann. zu Ihrer Familie wäre vermutlich auch hoffnungslos, da sie dort leicht gefunden wird.

Und dann muss man mal das Alter des Mädchens in Betracht ziehen. Auch hier in Deutschland würde niemand ein 14-jähriges Mädchen verurteilen, dass ihre 4 Peiniger umbringt. Es bedarf auch einer gewissen Reife und Lebenserfahrung verschiedene Auswegsoptionen zu sehen und abzuwägen, welche die beste ist.

Vielleicht möchtest du dich mal über Frauenrechte in Nigeria informieren:
http://www.amnesty.de/...

Und für die lesefaulen das Fazit:

"Trotz dieser Garantien der Verfassung gibt es sowohl im Penal und Criminal Code als auch im Scharia-Strafrecht Gesetze, die bestimmte Formen der Gewalt gegen Frauen in der Familie ausdrücklich billigen, und andere, die die Rechte von Frauen insgesamt gravierend verletzen.

Der nigerianische Staat bietet Frauen nicht den ihnen in der Verfassung garantierten Schutz und versäumt es sowohl in seiner Gesetzgebung als auch durch seine Organe wie Polizei und Justizwesen, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Auch aufgrund zahlreicher internationaler Vereinbarungen, die von Nigeria ratifiziert wurden, ist die Regierung verpflichtet, die Rechte von Frauen schützen."

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