05.08.14 11:01 Uhr
 375
 

USA will Zugriff auf Daten in Europäischen Rechenzentren

In einem aktuellen Verfahren zwischen Microsoft und den Drogenfahndern der USA hat ein Gericht ein gravierendes Urteil gefällt. Microsoft soll die Daten aus einem Rechenzentrum in Irland an die USA herausgeben. Es geht um den Email-Account eines Drogendealers.

Laut dem Gericht ist es egal, wo die Daten gespeichert oder wo sie angefallen sind, es geht nur darum, wer diese lagert. Da Microsoft eine US-Firma ist müssten diese die Daten ausliefern, egal ob diese in den USA liegen oder nicht.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und aktuell ausgesetzt, sollte es jedoch durchgesetzt werden, müssten US-Konzerne ihre Daten immer zu Verfügung stellen, egal wo diese gespeichert sind, das Vertrauen in US-Konzerne würde gänzlich wegbrechen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: LMS-LastManStanding
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Daten, Zugriff
Quelle: heise.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
05.08.2014 11:01 Uhr von LMS-LastManStanding
 
+10 | -4
 
ANZEIGEN
Es ist schon ein starkes Stück was sich die USA da raus nehmen will. Sie meinen echt sie können sich alles erlauben. Man sollte wirklich alle Beziehungen mit ihnen einstellen und den US Konzernen einen leichten Übertritt in die EU ermöglichen. Sollen die Hinterwälder schauen wo sie bleiben.
Kommentar ansehen
05.08.2014 12:03 Uhr von shadow#
 
+1 | -3
 
ANZEIGEN
Was ist an diesem Urteil seltsam bzw. wer hätte etwas anderes erwartet?
Und wo ist das Problem, eine unabhängige europäische Tochtergesellchaft als Betreiber der Rechenzentren zu gründen?
Waren die dazu echt zu blöd?
Kommentar ansehen
05.08.2014 12:20 Uhr von MBGucky
 
+4 | -2
 
ANZEIGEN
Seid mir bitte nicht böse, aber ich finde das Urteil vom Prinzip her richtig.
Das Gericht verlangt ja keine Daten von einem ausländischen Unternehmen. Es verlangt Daten von einem inländischen Unternehmen, welches diese Daten im Ausland gespeichert hat.

Sonst könnte ja jeder hingehen und seine Buchhaltungsunterlagen im Ausland aufbewahren und dann bei ner Steuerprüfung den Prüfern sagen: Tut mir leid, die Daten liegen im Ausland. Da dürft ihr nicht dran.
(Ja, der Vergleich könnte ein wenig hinken. Aber ich denke ihr wisst, wo ich drauf hinaus will.)
Kommentar ansehen
05.08.2014 12:38 Uhr von EIKATG
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@ MBGucky

Öhmm nö weder praktisch noch theoretisch

denn a) geht es hierbei nicht um Daten vom Kunden, nicht vom Unternehmen.
bt das Unternehmen die Möglichkeit zu sagen "nö, von unsere ausländischen Tochter gibts keine Unterlagen". Soweit keine Abflüsse zur Mutter ins Ausland erfolgen muss sowieso nach ausländischem Recht versteuert werden.

Da man allerdings sich als Konzern i.d.R. mit solchen Aktionen selbst ins Knie f****, wird man freiwillig seine Unternehmerdaten zur Verfügung stellen.


Außerdem verlangt hier gerade ein amerikanisches Gericht das ausländisches Recht gebrochen wird...
Kommentar ansehen
05.08.2014 13:01 Uhr von Knutscher
 
+6 | -1
 
ANZEIGEN
Schon in naher Zukunft werden US-Gerichte für alles zuständig sein.
TTIP, TISA und Konsorten sorgen schon dafür

Refresh |<-- <-   1-5/5   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben