05.08.14 10:12 Uhr
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Visuelles Mikrofon: MIT-Forscher rekonstruieren Audiosignale aus stummen Videos

Das Video einer Zimmerpflanze hinter abhörsicherem Glas kann die geheime Besprechung verraten. Die achtlos auf dem Fußboden zurückgelassene Chipstüte lässt auf größerer Entfernung optisch erkennen, welche Musik gerade gespielt wurde. Alle Gegenstände werden durch Schallwellen in Vibration versetzt.

Forschern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) gelingt es die Vibrationen verschiedener Objekte mit Hilfe von semiprofessionellen Hochgeschwindigkeitskameras ab etwa 2.000 Einzelbilder pro Sekunde (fps) und einem Algorithmus wieder in hörbare und verständliche Schallwellen umzuwandeln.

Entscheidend für die Qualität des rekonstruierten Audiosignals ist eine möglichst hohe Bildwechselfrequenz. Aber selbst die stumme Videoaufnahme einer handelsüblichen Videokamera mit etwa 60 fps reicht bereits zur Identifizierung von Stimmen aus.


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WebReporter: montolui
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Forscher, Mikrofon, Audiosignal
Quelle: newsoffice.mit.edu

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.08.2014 10:25 Uhr von ThomasHambrecht
 
+2 | -0
 
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Absolut genial.
Es stellt sich allerdings die Frage wie aufwendig die Prozedur in der Praxis ist. Da kann es sein, dass man an wenigen Sekunden Video tagelang arbeitet.
Eine Software, die Gleichlaufschwankungen aus Audiomaterial (Tonbänder, Platten) entfernt (um 4.000 Euro), benötigt ebenso viele Tage für ein paar Minuten Musik, weil man zahllose Parameter setzen und Hüllkurven einzeichnen muss.
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05.08.2014 10:35 Uhr von Jaecko
 
+3 | -0
 
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Hm naja, "Identifizierung von Stimmen" ist da relativ. Bei 60fps hat man eine maximale Audio-Frequenz von 30Hz (sog. Nyquist-Shannon-Abtasttheorem).
Da wird man nicht viel "erkennen".

Bei den genannten 2000 fps wärens 1kHz, damit durchaus für mehr brauchbar.

Aber nicht nur die Bildrate muss hoch sein; da brauchts auch ne entsprechende Auflösung, um diese minimalen Bewegungen auch zu erkennen.
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05.08.2014 11:56 Uhr von xSounddefense
 
+3 | -0
 
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Wieso kommt mir das gar nicht so neu vor?

Ich meine mich zu erinnern, mal davon gehört zu haben, dass es Geheimdienste in der Lage sind, "durch Fensterscheiben" zu hören. Hierbei werden die Vibrationen der Fensterscheibe mit einem Laser gemessen und auch hier ist zu erkennen, was hinter verschlossenen Fenstern gesprochen wird.

Und diese Methode hier funktioniert jetzt nun also mit Hochgeschwindigkeitskameras?
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05.08.2014 13:27 Uhr von Venytanion
 
+1 | -0
 
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@ xSounddefense
...hinter abhörsicherem Glas <--
Du nützt dir auch kein Laser mehr ^^

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