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Bischof Algermissen: Jede Form von Antisemitismus muss scharf verurteilt werden

Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen hat aktuell erklärt, dass jede Form von Antisemitismus aufs schärfste verurteilt werden muss und schändlich sei. Damit wollte der Bischof seine Solidarität und Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinde in Fulda ausdrücken.

Aktuell komme es auf den verschiedenen propalästinensischen Demonstrationen gegen den israelischen Militäreinsatz in Gaza immer wieder zu antisemitischen Äußerungen. Doch man dürfe dem "alten Hass" keine neue Nahrung geben.

In einem offenen Brief an den Vorsitzenden der jüdischen Kultusgemeinde, Roman Melamed, erklärte der Bischof, dass gerade in Deutschland die Menschen eine besondere Verantwortung im Kampf gegen jede Form von Antisemitismus hätten. Weitere hieß es, dass er für Frieden und Versöhnung bete.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Bischof, Form, Antisemitismus
Quelle: de.radiovaticana.va

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.08.2014 21:19 Uhr von NilsGH
 
+3 | -6
 
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" dass gerade in Deutschland die Menschen eine besondere Verantwortung im Kampf gegen jede Form von Antisemitismus hätten."

Völlig richtig: "Nach einem biblischen Mythos führte Abraham seine Abstammung auf Sem, den ältesten Sohn Noachs zurück. In Anlehnung daran bezeichnete man in biblischer Zeit alle Völker des Nahen Ostens, die sich als Nachkommen Abrahams betrachteten, als „Söhne des Sem“."

Ferner: "Genauso gilt Abraham als Stammvater der Araber".

Da die Christen aus dem Judentum hervorgingen (oder irre ich?), sind wir somit auch Semiten. Anti-Semitische Äußerungen sind ergo auch Äußerungen gegen Deutsche und Christen im Allgemeinen.

Also: Wegen "Volksverhetzung" das nächste mal jeden Verhaften und einlochen, der etwas gegen die Religionen Judentum, Christentum und Islam sagt. Betone: JEDER, der etwas gegen das Christentum oder dem Christentum angehörige Völker oder Nationen sagt. Dieser wäre per Definition selbst ein Antisemit.

Wie, das geht nicht? Warum?

Außerdem auch direkt jeden Israeli (gleich welcher Religion) anklagen, der Deutsche Antisaemiten nennt. Wegen Beleidigung. Außerdem geht das ja gar nicht, da wir von Semitischen Völkern abstammen.

Dieser Text soll eigentlich nur dazu dienen zu demonstrieren, wie ...

1. ... inflationär das Wort "antisemitisch" mittlerweile genutzt wird.

2. ... wie blödsinnig es eigentlich ist. (Selbst Araber sind "eigentlich" Seminten)

3. ... wie schnell man mit einem inflationär genutzten und blödsinnigen Wort in eine Ecke gestellt werden kann - im übertragenen SInne.
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02.08.2014 21:22 Uhr von NilsGH
 
+3 | -2
 
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@ wiederwaslos:

Stimmt, deswegen ein Plus. Aber dazu siehe meine Ausführungen oben.

Stichwort: Inflationäre Nutzung des Wortes. Selbst wenn man nicht über eine Religion (und in diesem Kontext muss das Wort benutzt werden, sonst ist der Nutzer ein ungebildeter Honk) spricht, wird das Wort benutzt. Hauptsache beschimpfen. Sich mit einer Kritik sinnstiftend auseinandersetzen? Warum? Schimpfen ist doch so viel einfacher.
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02.08.2014 21:26 Uhr von Dracultepes
 
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@wiederwaslos

Das Problem ist, dass die meisten die Kritik an Israel üben(auch hier bei Shortnews) nicht intelligent genug sind die gut zu üben.

Wie du bereits sagtest, der Grundtenor ist meistens:" Die Juden ...." oder ;" Die Juden müssen sich distanzieren...." oder "der Zentralrat der Juden...." und wenn diese Leute dann zurecht kritisiert werden kommen sie mit der :" Man darf ja nicht mal mehr Kritik an Israel üben Keule um die Ecke" und das nur um sich als Opfer hinzustellen.

Ein Jude egal wo er lebt, muss erstmal nichts mit der Politik in Israel zu tun haben. Genausowenig hat ein Katholik erstmal was mit den Vorgängen im Vatikan zu tun. Es kommt ja auch niemand auf die Idee Katholiken anzugehen, nur weil sie sich nicht sofort per Urkunde von der Politik des Vatikan in Sachen pädophiler Pastoren lossagen. Komischerweise wird das aber fast dauernd bei Juden gefordert. Und das ist Antisemitismus in meinen Augen.
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02.08.2014 21:29 Uhr von Dracultepes
 
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@NilsGH

"Da die Christen aus dem Judentum hervorgingen (oder irre ich?), sind wir somit auch Semiten. Anti-Semitische Äußerungen sind ergo auch Äußerungen gegen Deutsche und Christen im Allgemeinen."

Lies ein Buch, oder zumindest mal bei Wikipedia. So ein Bullshit zu lesen tut ja schon weh.
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02.08.2014 21:52 Uhr von NilsGH
 
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"Als griechisch gebildeter Jude und gesetzestreuer Pharisäer mit römischem Bürgerrecht verfolgte Paulus zunächst die Anhänger Jesu von Nazareth, dem er in der Zeit seines Wirkens nie begegnet war. Doch seit seiner Bekehrung verstand er sich als von Gott berufener Apostel des Evangeliums für die Völker (Gal 1,15 f. EU). Als solcher verkündete er vor allem Nichtjuden den auferstandenen Jesus Christus. Dazu bereiste er den östlichen Mittelmeerraum und gründete dort einige christliche Gemeinden. Durch seine Briefe blieb er mit ihnen in Kontakt."

Auch Paulus war gebürtiger Jude. Ich bin nicht bibelfest und im Großen und Ganzen wohl als Atheist zu bezeichnen. Aber in wlecher Hinsicht war denn meine Äußerung, dass das Christentum aus dem Judentum hervorging, eine Falschdarstellung?

@ Dracultepes: Genau, und nun belehre mich, oh du Erhabener.

@wiederwaslos: "Semiten sind ein Volksstamm,"

Da hast du recht. Dennoch sind die Religionen des Islam und des Judentums doch in diesem Volksstamm begründet, oder? Abraham war Semit, genauso wie viele andere "geistliche Führer", die heute durch die Religionen Islam, Christentum und Judentum verehrt werden. Erkläre mir, wie man das historisch voneinander trennen kann.

[ nachträglich editiert von NilsGH ]
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02.08.2014 22:23 Uhr von RickJames
 
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@NilsGH
"Da die Christen aus dem Judentum hervorgingen (oder irre ich?), sind wir somit auch Semiten. Anti-Semitische Äußerungen sind ergo auch Äußerungen gegen Deutsche und Christen im Allgemeinen."

Nunja das stimmt nicht. Das Christentum kam durch Missionare in Region die wir heute als Deutschland kennen. Vorher hatten die Germanen andere Religionen.
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02.08.2014 22:36 Uhr von Dracultepes
 
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@NilsGH

Semiten bezeichnet einen Volksstamm keine Religion, man setzt es mit Judenhass gleich weil Juden Semiten sind.

Es gibt also Christen die Semiten sind, aber nicht alle Christen sind Semiten. Und nein wir sind nicht alle Semiten, denn das würde eine Zugehörigkeit zu dem Volksstamm bedeuten. Das dürften ein geringer Prozentsatz der Deutschen sein wenn überhaupt.

Und was du völlig außer acht lässt, ist das man Antisemitismus nicht auf auf den Volksstamm bezieht, sondern auf den Glauben. Antisemitusmus ist Judenhass und nur das. Christen sind per Definition keine Juden, also wird sich Antisemitismus auch nie auf sie beziehen.

Du kannst also die Schiene verfolgen das Antisemitismus sich nach der Wortherkunft gegen alle Semiten richten muss. Und das sind auch nicht alle Christen.

Oder du verfolgst die Schiene, das Antisemitismus Judenhass ist. Dann sind die Christen auch raus.

So oder so ist deine Argumentation ziemlicher Bullshit. Denn Semiten sind nicht per Glauben definiert, sondern per Abstammung. Somit ist die reine Verwandschaft der Religionen in keinster Weise ein Garant dafür das man Semit ist.

"Aber in wlecher Hinsicht war denn meine Äußerung, dass das Christentum aus dem Judentum hervorging, eine Falschdarstellung?"

Das war keine Falschdarstellung, nur das alle Christen Semiten seien.

Und ich bin ziemlich Erhaben, yeah!
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02.08.2014 22:59 Uhr von Dracultepes
 
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@wiederwaslos
Es ist daraus geboren, aber nach heutigen Maßstäben bezieht sich Antisemitismus also Judenhass auch auf Konvertiten die nach einer sehr orthodoxen Auslegung keine wirklichen Juden sind.

Den gemeinen Antisemiten interessiert nicht ob ein Jude eine zweifelsfrei nachvollziehbare Linie Mütterlicherseits hat.

Allein das meinte ich damit. Der Antisemitismus entstand natürlich daraus das man Juden selbst unter den Semiten als Minderwertig ansah.
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02.08.2014 23:47 Uhr von NilsGH
 
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@ wiederwaslos und die anderen, die der Diskussion noch folgen:

Na also, da habe ihr genau die Diskussion:

Wenn man Semiten als "Volksstamm" sieht, wäre Antisemitismus "nur" (was nicht weniger schwer wiegen würde - ich hoffe man versteht dies) eine Verunglimpfung / Beleidigung / ... (oder schlimmeres) eines Volksstammes. Israelis und übrigens unsere Regierung auch setzen damit aber die Beleisigung, Verunglimpfung, ... der Religion Judentum gleich. Ihr habt somit also selbst begründet, warum der Begriff "antisemitisch" völlig falsch verwendet wird.

Gut, dass es sich dabei um die Bezeichnung eines Volksstammes handelt, habe ich ja bereits ebenfalls bejat. Wenn man rein auf dieser Ebene diskutiert, sind Deutsche per Definition keine Semiten.

Wie ich jedoch ausführte MÜSSTEN auch ALLE Christen per Verwendung des Begriffs durch Israel oder auch durch die meisten Menschen in Deutschland eigentlich zu den Semiten gehören, da - nocheinmal - das Christentum aus dem Judentum entstanden ist. Da es sich aber eben "nur" um einen Volksstamm handelt, zu dem verschiedene Religionen gehören, darf man diesen Begriff nicht verwenden, wenn man eine Person bezeichnen möchte, die etwas gegen eine bestimmte Religion hat.

Beispiel: Etwas "schlechtes" über das Volk der Roma zu sagen ist / wäre per Definition das gleiche, wie etwas schlechtes über Semiten zu sagen. Dennoch steht bei den Roma die Konnotation "Volk" im Vordergrund, währenddessen bei "Semiten" die Religion im Vordergrund steht. Stimmt doch ...

"Den gemeinen Antisemiten interessiert nicht ob ein Jude eine zweifelsfrei nachvollziehbare Linie Mütterlicherseits hat."

Auch Draculeptes bezieht den Begriff auf die Religion, gleichwohl der Begriff per Definition nichts mit Religion zu tun hat.

Wenn jemand etwas "antisemitisches" äußert, würde das Bedeuten, etwas gegen viele verschiedene Religionen vorzubringen. Sogar etwas gegen Menschen, die sich heute wohl nicht einmal mehr als "Semiten" bezeichnen würden.

Es ist, wie Wittgenstein schon sagte: "Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache."
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03.08.2014 07:57 Uhr von Stray_Cat
 
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Antisemitismus ist zu verurteilen, keine Frage.

Das Problem jedoch ist, dass jegliche Kritik, auch durchaus berechtigte, meist schnell als Antisemitismus klassifiziert wird. Möglicherweise auch als Strategie, sich unerwünschten Tadel vom Hals zu halten.

So lange Isreal diese Schiene fährt, wird eine Abgrenzung, zwischen Antisemitismus und Kritik kaum möglich sein.
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03.08.2014 10:11 Uhr von Raptor667
 
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und wer Schützt uns vor den Machenschaften der Familie Rothschild?
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03.08.2014 11:24 Uhr von Patreo
 
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Raptor und wer von den Machenschaften der Kapetinger?
http://de.wikipedia.org/...

Oder mit den Machenschaften von Carlos Slim Helus Familie?
http://www.therichest.com/...

Was ist mit Familie Rupert (Südafrikaner), Familie Genovese (Italiener), Lopez (Phillipinen) oder Rockefeller (deutscher Herkunft übrigens) oder der Tata Clan aus Indien?

[ nachträglich editiert von Patreo ]

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