31.07.14 18:11 Uhr
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Argentinien führt vorsätzlich Staatsbankrott herbei

Mit der viertgrößten Staatspleite der Wirtschaftsgeschichte reiht sich jetzt Argentinien in die Geschichte der Staatsbankrotte ein.

Das südamerikanische Land ist somit ein "fiskalischer Serientäter", weil es jetzt das zweite Mal innerhalb von zwölf Jahren den Staatsbankrott anmeldet.

Es sind Anleihen im Volumen von 29 Milliarden Dollar betroffen. Obwohl über 30 Milliarden Dollar Währungsreserven da sind, weigert sich das Land, seine Schulden zu bedienen und führt den Bankrott somit vorsätzlich herbei.


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WebReporter: Sarkast
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Schulden, Argentinien, Staatsbankrott
Quelle: welt.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.07.2014 18:11 Uhr von Sarkast
 
+10 | -5
 
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Weil ein Gläubiger kein Staatseigentum pfänden lassen kann, geht er somit leer aus.

Also Vorsicht bei Staatsanleihen, hier wird Betrug und Diebstahl sehr leicht "legalisiert".
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31.07.2014 18:39 Uhr von NilsGH
 
+16 | -1
 
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"Es sind Anleihen im Volumen von 29 Milliarden Dollar betroffen. Obwohl über 30 Milliarden Dollar Währungsreserven da sind, weigert sich das Land, seine Schulden zu bedienen und führt den Bankrott somit vorsätzlich herbei."

Also sind der letzte Satz sowie die Überschrift falsch. Wenn ich abzgl. aller Kosten im Plus bin, kann ich nicht pleite sein.

Das Problem wird dennoch künstlich herbeigeführt: Die USA haben 500.000.000 $ Argentiniens eingefroren, die zur pünktlichen Bedienung von Krediten an eine amerikanische Bank überwiesen wurden. Damit will man Argentinien zwingen, die Schulden bei den Spekulanten zu tilgen.

Diese haben Staatsanleihen für 50 Mio. $ erworben, also Ramschanleihen. Diese wollen sie nun mit rd. 1,5 Mia. Euro vergütet haben.

Das ist nicht nur der bekannte "Raubtierkapitalismus", das sind Mafiamethoden, die auch noch von US-amerikanischen Gerichten gedeckt werden.

Wenn ich bei einem Kredithai einen Schuldschein von 10.000 € habe und dieser den Schuldschein für 5.000 € an "Inkasso-Moskau" verkauft, diese dann aber die vollen 10.000 € haben wollen, wie nennt man das? Genau, Kapitalismus. Nur im Falle Argentiniens urteilte sogar ein Gericht, dass die vollen 10.000 fällig werden und sperrten das Konto. Klasse!

Nur mal so am Rande: Der Gewinn, der eingestrichen werden würde, wären etwa 2900 % ... legal!


Nachtrag: Folgendes habe ich vergessen:

Argentinien kann übrigens die 1,5 Mia. zahlen, das ist gar nicht das Problem. Problematisch ist die Zahlung deswegen, weil durch die Anerkennung der Schuld und die Zahlung auch die anderen Gläubiger ihre Ansprüche, auf die sie verzichtet haben, geltend machen können. DANN wäre Argentinien ruiniert.

[ nachträglich editiert von NilsGH ]
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31.07.2014 18:44 Uhr von Pils28
 
+7 | -2
 
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Wenn sie die nicht bedienen können, ohne das Staatswohl zu gefährden, dann ist das die richtige Entscheidung. Bei Investitionen gibt es immer ein Verlustrisiko.
Ein Staat ist in erster Sicht den eigenen Leuten verpflichtet, erst dann Investoren.
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31.07.2014 19:10 Uhr von mort76
 
+10 | -0
 
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...so ein Hedgefond ist halt so wichtig, daß lieber ein Staat pleite gehen soll als daß DIESE Glücksspieler ihre Kohle nicht schnell genug kriegen...

1680 Prozent Rendite wollen diese Herrschaften erzielen- dafür läßt man natürlich gerne die Bevölkerung eines kompletten Landes bluten.
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31.07.2014 19:18 Uhr von BowyBow
 
+2 | -1
 
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So viele Fehler in 3 kleinen Absätzen....
So wie die News da steht steht stimmt NICHTS davon....
NilsGH hats richtig erklärt.
(Ausser 2900% - sollten wohl 1680 % Rendite sein, laut anderer Quellen.)
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31.07.2014 19:47 Uhr von Jonchaos
 
+5 | -0
 
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Argentinien hat die Staatspleite NICHT absichtlich herbeigeführt - sie hatten schlichtweg keine andere Wahl!

Argentinien hat bei der letzten Staatspleite mit den Gläubigern einen teilweisen Schuldenschnitt vereinbart, der auch akzeptiert wurde.

Hedgefonds haben dann aber Teilweise Saatsanleihen die nurnoch einen Bruchteil ihres Ausgabepreises wert waren für nen Appel undn Ei aufgekauft und eine 100%tige Rückzahlung verlangt, obwohl andere Gläubiger dem teilweisen Schuldenschnitt zugestimmt hatten. Insgesamt geht es bei den Altschulden um ca 300 Mrd Dollar.

Die jetzigen 29 Mrd Dollar wurden zwischenzeitig geliehen und Argentinien wollte diese auch bezahlen - bekam dies aber nach Klage der Hedgefonds nur unter der Auflage erlaubt, dass auch die Hedgefondforderungen zu 100% erfüllt werden.

Hätte Argentinien dies gemacht, hätte aber der vereinbarte Schuldenschnitt keine Bedeutung mehr und Argentinien müsste auch die restlichen Altschulden zu 100% begleichen - was sie ja nicht können.

Die Hedgefondmanager wussten dies auch - haben aber auf einen Vergleich spekuliert. Immerhin geht es hier um eine mögliche Gewinnmarge von über 2000% !
Dafür haben sie auch den Staatsbankrott eines ganzen Landes billigend in Kauf genommen.

Fakt ist also - Argentinien ist zahlungswillig und fähig - aber weil sich Hedgefonds aus Profitgier nicht an Abmachungen die von einem Großteil der Gläubiger der Altschulden halten wollen, haben sie den Zahlungsausfall bewusst durch die Klage herbeigeführt.

[ nachträglich editiert von Jonchaos ]
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31.07.2014 20:03 Uhr von Perisecor
 
+2 | -14
 
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31.07.2014 20:07 Uhr von Wolfram_Pertiller
 
+4 | -0
 
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Ein richtiges Signal gegen Raubtierkapitalismus!

Hoffentlich bekommen die Hedgefonds gar nichts!

[ nachträglich editiert von Wolfram_Pertiller ]
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31.07.2014 20:44 Uhr von einerwirdswissen
 
+2 | -0
 
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Ich bin immer noch fürs Pleite gehen.
Die 30 Mrd. in der Rückhand reichen aus, um eine neue Währung zu schaffen.
Dann aber von Anfang an alles richtig machen
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31.07.2014 21:19 Uhr von Gorli
 
+1 | -6
 
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Niemand hat die Argentinische Regierung gezwungen, Staatsanleihen mit 1600% Rendite zu verkaufen. Und noch blöder: Niemand hat sie gezwungen das ohne Pfändungsklausel zu verkaufen, für den Fall des Zahlungsausfalls. Argentinien wusste dass sie diese Anleihen niemals zurückzahlen können und haben sie trotzdem genommen, das grenzt in meinen Augen an vorsätzlichen Betrug.
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31.07.2014 22:07 Uhr von ms1889
 
+1 | -2
 
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hätte ich auch gemacht...die amis zocken eh jeden nur ab...besonders diese börsen spekulanten!
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31.07.2014 22:42 Uhr von mort76
 
+3 | -1
 
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Perisecor,
man hätte die 230 Millionen Euro, die Argentinien angeboten hat, natürlich auch erstmal annehmen können, und eine Rendite von 1680% klingt nicht gerade nach einem sauberen, ehrlichen Geschäft.
Wo hätte das Geld denn herkommen sollen?
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31.07.2014 23:46 Uhr von Phyra
 
+2 | -1
 
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@NilsGH
"Wenn ich bei einem Kredithai einen Schuldschein von 10.000 € habe und dieser den Schuldschein für 5.000 € an "Inkasso-Moskau" verkauft, diese dann aber die vollen 10.000 € haben wollen, wie nennt man das? "

uhm, warum sollte der Kreditnehmer nurnoch 5000 anstatt 10000 zurueckzahlen, nur weil jemand den vorherigem kreditgeber 5000 fuer den schuldschein gegeben hat?
ziemlich schwachsinnige aussage.
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01.08.2014 00:54 Uhr von mort76
 
+1 | -0
 
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Perisecor,
und, weil ich das eben vergessen habe- ist die Wahrscheinlichkeit, das Geld zurückgezahlt zu bekommen, nun gestiegen oder gesunken, jetzt, wo sie mehr Zinsen für Kredite zahlen müssen?
Wem nutzt das ganze denn jetzt?
Die Argentinier waren ja bereit, das Geld zurückzuzahlen, sie hätten nur mehr Zeit gebraucht und wollten die Hälfte anzahlen.
Und wenn man bedenkt, wie verschuldet Deutschland und die USA sind, kann man sich auch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger hinstellen und auf Argentinien zeigen...wir können unsere Schulden auch nicht zurückzahlen.
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01.08.2014 01:21 Uhr von Perisecor
 
+2 | -7
 
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@ mort76

"...man hätte die 230 Millionen Euro, die Argentinien angeboten hat, natürlich auch erstmal annehmen können..."

Beispiel. Du verkaufst in deinem Geschäft Fernseher. Jemand kauft einen Fernseher für 1000€. Danach bietet dir die Person an, sie würde dir 100€ geben oder du hättest eben Pech. Der Fernseher wäre durch einen Unfall so oder so kaputt.
Würdest du akzeptieren und 900€ Verlust, also 90%, für in Ordnung erachten? Obwohl du nichts falsch gemacht hast?

Argentinien hat gefälligst seine gesamten Schulden zu begleichen - und nicht nur eine beliebige Summe.




"...und eine Rendite von 1680% klingt nicht gerade nach einem sauberen, ehrlichen Geschäft."

Das ist einfach: Oma A hat 100.000€ in Argentinien investiert. Nachdem Argentinien 2001 zahlungsunfähig wurde, hat Oma A, um nicht alles zu verlieren, ihre 100.000€ Ansprüche für 5.000€ an Hedgefond B verkauft.
Hedgefond B allerdings hat geklagt und vor einem ordentlichen Gericht gewonnen - damit stehen ihm die vollen 100.000€ Schulden zu. Da er nur 5000€ investiert hat, erscheint die Rendite extrem hoch.

"Wo hätte das Geld denn herkommen sollen?"

Als Argentinien die Staatsanleihen ausgegeben hat, haben sie ja 100.000€ von Oma A bekommen. Die Rückzahlung erfolgt also nicht aus dem Nichts, sondern hätte von Argentinien von Anfang an eingeplant werden müssen. Maßgeblich ist hier nämlich die Summe von Oma A und nicht das, was Hedgefond B dann an Oma A gezahlt hat (davon hat ja Argentinien keinen Cent gesehen).



"Die Argentinier waren ja bereit, das Geld zurückzuzahlen, sie hätten nur mehr Zeit gebraucht und wollten die Hälfte anzahlen."

Argentinien hatte seit über 15 Jahren Zeit das Geld zurückzuzahlen.



"...wir können unsere Schulden auch nicht zurückzahlen."

Die Höhe der Gesamtschulden ist irrelevant. Sowohl Deutschland als auch die USA bedienen ihre Schulden ohne einzige Ausnahme (über)pünktlich!

Deshalb haben diese Staaten auch hervorragende Kredit-Ratings und Russland oder Argentinien, welche das in der jüngeren Vergangenheit nicht getan haben, eben nicht.




"...ist die Wahrscheinlichkeit, das Geld zurückgezahlt zu bekommen, nun gestiegen oder gesunken, jetzt, wo sie mehr Zinsen für Kredite zahlen müssen?
Wem nutzt das ganze denn jetzt?"

Die Gläubiger haben jetzt einen Titel, mit dem sie über mehrere Jahrzehnte (in Deutschland wären es 30 Jahre) das Geld eintreiben können.

Die Chance, dass Argentinien während dieser Zeit zu Geld kommt, ist durchaus gegeben.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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01.08.2014 04:54 Uhr von Jonchaos
 
+3 | -0
 
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Wie hier mit Halbwissen um sich geworfen wird ist nichtmehr feierlich!


Zuerst einmal muss klar zwischen den Altschulden und den jetzigen Schulden unterschieden werden.


Bei der letzten Staatspleite Argentiniens wurden Schuldscheine im Nennwert von 300Mrd Dollar durch einen Schuldenschnitt teilweise Entwertet - und die Gläubiger ausbezahlt.

Beispiel:
Ein 1000 Dollar Schuldschein war dann nurnoch 50 Dollar Wert. Hedgefonds kauften Schuldscheine für sagen wir mal 55 Dollar auf in der Hoffnung mehr Geld rauszuschlagen.


Danach hat sich die Wirtschaft Argentiniens erholt und sie haben aktuell Schulden in Höhe von 29 Mrd Dollar die sie durch ihre 30 Mrd locker begleichen könnten.

Könnten deswegen weil Hedgefonds im Besitz von Schuldscheinen im Nennwert von 1,5 Mrd Dollar sind und vor einem Gericht geklagt haben. Die wollen sich mit dem Schuldenschnitt der ihnen schon vor dem Kauf bekannt war nicht abfinden weil Profit geht über alles.

Das US Gericht (da die Staatsanleihen nach US Recht herausgegeben wurden) hat den Hedgefonds jetzt recht gegeben und die Argentinischen Konten zur Begleichung der aktuellen Schulden eingefrohren. (Argentinische Staatsanleihen wurden über US Banken herausgegeben bzw abgewickelt worden). Das Geld soll eingefrohren bleiben bis die Altschulden der Hedgefonds beglichen wurden.


Die Crux an der Sache ist nun: Zahlt Argentinien die Altschulden der Hedgefonds zurück sind sie laut Gleichbehandlungsgrundsatz gezwungen die anderen Gläuber der Altschulden auch zu 100% auszuzahlen. Was sie ja nicht konnten - deswegen erfolgte damals der Schuldenschnitt....


Weil die Hedgefonds also den Rachen nicht voll gekriegt haben, und einmal wieder schön spekuliert haben hat Argentinien jetzt die Wahl zwischen:

- 1,5 Mrd an die Hedgefonds zahlen und dann Pleite gehen weil sie die 300 Mrd auch zahlen müssen

- 1,5 Mrd nicht an die Hedgefonds zahlen und dann Pleite gehen weil das Geld zur Begleichung der aktuellen Schulden von US Banken eingefrohren wurde



Es ändert rein garnichts an der Tatsache, dass Argentinien an dieser Situation keine Schuld trifft. Der Schuldenschnitt damals ist nun einmal geschehen und Gläubiger haben Geld verloren - sorry aber Spekulieren bedeutet nun einmal das man Geld verlieren kann. Dafür Blutet Argentinien jetzt auch mit höheren Zinsen am Kapitalmarkt.

Hier noch ein Paar Zitathighlights:

"Argentinien hat gefälligst seine gesamten Schulden zu begleichen - und nicht nur eine beliebige Summe."

Nein - ein Schuldenschnitt ist ein Schuldenschnitt ist ein Schuldenschnitt.


"Argentinien hatte seit über 15 Jahren Zeit das Geld zurückzuzahlen."
Es gab einen SCHULDENSCHNITT - das Geld der Altschulden wurde durch Schuldenschnitt und Rückzahlung beglichen. Die Altschulden gibt es nurnoch in den Wunschträumen der Hedgefondsmanager!


"Sowohl Deutschland als auch die USA bedienen ihre Schulden ohne einzige Ausnahme (über)pünktlich! "
Argentinien wollte seine Schulden pünktlich bedienen! Sie wurden durch die Gier der Hedgefondsmanager daran gehindert!


"Die Gläubiger haben jetzt einen Titel, mit dem sie über mehrere Jahrzehnte (in Deutschland wären es 30 Jahre) das Geld eintreiben können."
So wie die Gläubiger Griechenlands? SCHULDENSCHNITT bedeutet das ein Gläubiger einen Teil seiner Ansprüche abschreiben kann. Ob das mit den aktuellen Schulden passieren wird - ka - aber die 300Mrd Altschulden + die neuen Schulden wird Argentinien so sicher Zurückzahlen wie Deutschland oder die USA jemals ihre Schulden komplett zurückzahlen werden.
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01.08.2014 07:09 Uhr von Atze2
 
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lt. N-TV sind die Hedgefond-Verhandlungen gescheitert. Damit ist Argentinien offiziell Pleite. Auch wenn es manche Politiker, für die VWL ein Fremdwort ist, de facto Zahlungsunfähig.

Interessant ist auch das Deutschland, der Haupt-Gläubiger seit der letzten Pleite 2001 mit ca. 2,6 Milliarden Euro ist. Zurück bezahlt wurden in den letzten 13 Jahren "nur" 175 Millionen Euro.
Insgesamt hat Argentinien seit 2001 gerade einmal lächerliche 486 Millionen Euro an Staaten zurück bezahlt (= 37,4 Millionen Euro im Jahr !!!! -> Peanuts).



Das wäre ja alles noch zu verkraften. Auch aus deutscher Sicht. Aber: Eine Staatspleite mittels Hedge-Fonds abwenden? Was zum Geier haben die "Experten" an der Wall-Street geraucht?


Was wäre passiert Argentinien wäre mittels Hedge-Fond gerettet worden: Staaten hätten massig Anleihen Argentiniens gekauft, irgend eine Wall-Street-Knalltüte hätte den Hedge-Fond "absichtlich" gegen die Wand gefahren. Folge = einige wenige Wall-Street-Größen hätten riesen Gewinne mitgenommen, Investoren/Käufer (Staaten) müssten die Verluste zu Lasten ihrer Steuerzahler abschreiben.

Hedge-Fonds unterliegen keinen Anlege-Richtlinien wie z. B. Aktien, Lebensversicherungen.. etc.

Argentinien hätte sich einer Willkür der Wall-Street-Spekulanten ausgesetzt. Man könnte auch sagen, durch die Wall-Street zurück-gebommt ins Jahr 0.

[ nachträglich editiert von Atze2 ]
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01.08.2014 09:26 Uhr von mort76
 
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Perisecor,
wenn ich jemandem einen Fernseher verkaufe, und er kann ihn danach, warum auch immer, nichtmehr rechtzeitig bezahlen, würde ich lieber erstmal eine Anzahlung annehmen und auf das Geld warten, anstatt eine Maßnahme zu ergreifen, bei der ich sofort garnichts bekomme, dadurch aber die Zahlungsfähigkeit meines Kunden zusätzlich auch noch weiter reduziere- das wäre wirtschaftlicher Unsinn.

Das ist einfach kontraproduktiv, und in der normalen Geschäftswelt läuft es doch genau so: der Gerichtsvollzieher kommt und bietet Ratenzahlung an (soweit ich weiß- ich war noch nie zahlungsunfähig und gebe nur Geld aus, das ich habe).

Außerdem hat Argentinien ungefähr die Hälfte der fälligen Summe aufgetrieben und angeboten, das wäre nach Gerichtsvollziehermaßstäben wahrscheinlich schon ein echter Glücksfall, und der Fond hätte sein Geld sowieso bekommen, nur, daß jetzt die Chancen dafür keinesfalls besser geworden sind- wo steckt da der Sinn?

Und, by the way: wenn ich mir meine eigenen Geldscheine malen dürfte, könnte ich damit auch 1000 hypothetische Fernseher bezahlen- Geld ohne Gegenwert von der FED drucken zu lassen ist keine echte "Zahlungsfähigkeit", sondern Schummelei.
Höflich ausgedrückt.
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01.08.2014 10:49 Uhr von Gorli
 
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ok, dann bin ich mit meinem letzten Post einer fehlannahme aufgesessen. Schuldenschnitte sind auf internationaler Ebene soweit ich weis rechtlich nicht geregelt, was das Grundproblem sein dürfte. Sprich: Eine Staatsinsolvenz ist damit theoretisch nie aufgetreten, es werden beim Zahlungsstopp quasi automatisch neue Schulden plus deren Zinsen beim Gläubiger aufgenommen bis die Erde aufhört sich um die Sonne zu drehen. Das das ökonomischer Unfug ist (vgl. Josephpfennig) versteht sich von selbst. Da muss die UN (oder noch besser: Eine Allianz der 5 Stärksten Währungen) eine rechtliche Grundlage schaffen.
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01.08.2014 11:21 Uhr von Perisecor
 
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@ Jonchaos

"Weil die Hedgefonds also den Rachen nicht voll gekriegt haben, und einmal wieder schön spekuliert haben hat Argentinien jetzt die Wahl zwischen:"

Ach?

Ist es nicht eher so, dass Argentinien den Rachen nicht voll gekriegt hat? Du schreibst es ja selbst:

" Zahlt Argentinien die Altschulden der Hedgefonds zurück sind sie laut Gleichbehandlungsgrundsatz gezwungen die anderen Gläuber der Altschulden auch zu 100% auszuzahlen. Was sie ja nicht konnten - deswegen erfolgte damals der Schuldenschnitt...."



Argentinien hat damals schlicht die Anleger um ihr Geld beschissen und stellt sich jetzt als Opfer dar, nur weil sich ein Teil der Anleger das nicht gefallen lässt.
Hedgefonds sind übrigens nicht die einzigen, die gegen Argentinien geklagt haben, es gibt auch Sammelklagen von u.a. deutschen Privatanlegern.





"Nein - ein Schuldenschnitt ist ein Schuldenschnitt ist ein Schuldenschnitt."

Doch. Der Schuldenschnitt wurde nicht von allen akzeptiert und ein ordentliches Gericht hat dem Recht gegeben.


"Es gab einen SCHULDENSCHNITT - das Geld der Altschulden wurde durch Schuldenschnitt und Rückzahlung beglichen."

Argentinien hat die Schulden eben nicht beglichen. Argentinien wollte sich mit einem Bruchteil der ursprünglichen Summe aus der Affäre ziehen - das hat nun nicht geklappt.


"Die Altschulden gibt es nurnoch in den Wunschträumen der Hedgefondsmanager!"

Nö, wie das Gerichtsurteil zeigt, gibt es diese Schulden völlig real.


"Argentinien wollte seine Schulden pünktlich bedienen! Sie wurden durch die Gier der Hedgefondsmanager daran gehindert!"

Argentinien hat seine Schulden nicht pünktlich bedient - sonst gäbe es kein Gerichtsurteil und keine wütenden Gläubiger.


" SCHULDENSCHNITT bedeutet das ein Gläubiger einen Teil seiner Ansprüche abschreiben kann."

Offensichtlich ja nicht. Auch, weil einem solchen Schritt die Gläubiger zustimmen müssen. Sonst gibt es genau das, was Argentinien jetzt mal wieder trifft - einen Staatsbankrott.



Warum du hier den Verantwortlichen (Argentinien) zum Opfer erklärst, weiß ich nicht, aber es ist sachlich falsch.
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01.08.2014 11:27 Uhr von Perisecor
 
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@ Hibbelig

Geh mir doch nicht schon wieder mit deiner Uninformiertheit auf den Keks. Als die Staatsanleihen verkauft wurden gab es keine 1660% Rendite, sondern 4-8%. Wie die hohe Rendite entstand, habe ich weiter oben erklärt. Hast du halt nicht gelesen, wie üblich.



@ mort76

Stopp, die 100€ wären keine Anzahlung, sondern absolut das, was du für diesen Fernseher bekommst! Nimmst du das an, hast du 900€ Verlust realisiert (falls der Einkaufspreis ebenfalls 1000€ war...).



"...der Gerichtsvollzieher kommt und bietet Ratenzahlung an..."

Wollte Argentinien nicht. Und das, was seit 2001 gezahlt wurde, war sowieso lächerlich wenig.



"...wo steckt da der Sinn?..."

Argentinien hat eben nicht die Hälfte der fälligen Summe aufgetrieben, das wären etwa 150 Milliarden Dollar, sondern wollte wieder nur einen Teil der Schulden durch neue ablösen.


"Und, by the way: wenn ich mir meine eigenen Geldscheine malen dürfte, könnte ich damit auch 1000 hypothetische Fernseher bezahlen..."

Nur, wenn irgendjemand an dein Geld glaubt. Das unterscheidet dann auch Euro, Dollar etc. von Phantasiewährungen wie dem argentinischen Peso.
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06.08.2014 09:25 Uhr von Perisecor
 
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@ Hibbelig

Mal wieder traurig und am heulen, weil du das Thema nicht geblickt hattest und korrigiert wurdest?

Gut.
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10.08.2014 01:30 Uhr von Perisecor
 
+0 | -1
 
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Also doch traurig und massiv butthurt.

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