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Ukraine: Geheime Absprachen zwischen Russland und Deutschland?

Glaubt man einem Bericht des britischen "Independent", dann gab es bis zum Abschuss von MH17 bereits Pläne, wie die Krise zwischen der Ukraine und Russland, und dem Westen und Russland hätte beigelegt werden können. Allerdings kann die Zeitung keine genaueren Quellen für ihre Ausführungen nennen.

Die zuständigen Außenministerien Deutschlands, Russlands und Großbritanniens äußerten sich nicht zu den vermeintlichen Geheimplänen. Demnach sollen sich Merkel und Putin auf eine Reihe von Maßnahmen geeinigt haben, welche einen Ausweg aus der Krise bedeutet hätten.

So hätte die internationale Gemeinschaft die Annexion der Krim akzeptiert, wenn Russland der Ukraine dafür Ausgleichszahlungen gezahlt hätte. Die Ukraine hätte wiederum auf eine Mitgliedschaft in der NATO verzichtet, und hätte dafür neue Gas-Verträge erhalten.


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WebReporter: Starstalker
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Russland, Ukraine
Quelle: focus.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.07.2014 15:04 Uhr von Ah.Ess
 
+22 | -7
 
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Weil das den Kriegstreibern nicht in den Kram passt!

Deutschland sollte nach dem WK2 auch als neutrales Land ähnlich der Schweiz fortbestehen. Hat Stalin vorgeschlagen, wurde aber von den "westlichen Befreiern" abgelehnt.

Quelle:
http://www.hdg.de/...

Oder nach "Stalin-Note" googeln.
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31.07.2014 15:40 Uhr von Holzmichel
 
+2 | -12
 
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31.07.2014 15:45 Uhr von architeutes
 
+2 | -7
 
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"mit dem Verschachern von Gebieten die ihnen nicht gehörten waren die Westmächte damals schon ganz großzügig."

Die Staaten des Warschauer Packtes waren natürlich Hocherfreud im Rahmen des Friedens an die UDSSR gefesselt zu werden.
Heute gehören sie der westlichen Welt an ,vermutlich war die Freude am Ende doch nicht so groß.

[ nachträglich editiert von architeutes ]
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31.07.2014 15:50 Uhr von ~frost~
 
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Das hätte aber noch nicht den Konflikt zwischen den Seperatisten und den Putschisten geregelt...
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31.07.2014 16:05 Uhr von usambara
 
+4 | -7
 
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neue angebliche Beweise:
der Tieflader (des BUK-Flug-Abwehrsystems) wurde einer Firma aus der von Separatisten besetzten Stadt Donesk zugeordnet
http://i.imgur.com/...
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31.07.2014 16:10 Uhr von architeutes
 
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@frost
Vermutlich schon ,wenn man sich geeinigt hätte würden die Seperatisten die Lage neu beurteilen. (vermutlich)
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31.07.2014 16:52 Uhr von architeutes
 
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@schraegervogel
Du solltest "lange bevor" etwas genauer eingrenzen , war es nach den 1WK mit den Verträgen von Versaill ?? oder wärend des zweiten etwa mit der Koferenz von Jalta??
Wenn du so gerne etwas Intelligentes hören möchtest darfst du nicht so ungenau bleiben ,dann gibt es keine Mißverständigung ,also kläre mich auf .

[ nachträglich editiert von architeutes ]
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31.07.2014 17:20 Uhr von architeutes
 
+1 | -2
 
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@schraegervogel
Ziemlich kümmerlicher Abgang findest du nicht ??
Wäre ich an deiner Stelle ( mit deinen Informationen) würde ich sie dir unter die Nase halten.
Aber mit "ich wüsste nicht warum ich usw..." ziehst du dich zurück bevor du mal zur Sache kommst.
Du kannst mich immer noch blosstellen ,du mußt nur auf die Sache eingehen.


[ nachträglich editiert von architeutes ]
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31.07.2014 17:36 Uhr von Justus5
 
+3 | -0
 
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Aber generell machten die Geheimpläne - so es sie denn wirklich gibt/gab - ziemlich viel Sinn.
Zumindest aus der Sicht Europas und Russlands.

Natürlich kann das den Amis nicht passen, dass wir in Europa etwas eigenständig regeln....
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31.07.2014 18:08 Uhr von borussenflut
 
+5 | -4
 
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Diese Absprache war wohl nicht das,
was die USA wollte und da die USA hier alles
abhoert wusste sie zwangsläufig von diesem
Geheimnis.
Was folgte war ein ominoeser Flugzeugabschuss
von einem unbekannten noch ominoeseren
Separatisten den es wohl gar nicht gibt.

Jetzt ist die Situation wieder so, wie die USA
sie haben wollte.
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31.07.2014 18:39 Uhr von Trallala2
 
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@Ah.Ess

"Deutschland sollte nach dem WK2 auch als neutrales Land ähnlich der Schweiz fortbestehen. Hat Stalin vorgeschlagen, wurde aber von den "westlichen Befreiern" abgelehnt."

Stalin hat viel vorgeschlagen. Betrachtet man all das was Stalin vorgeschlagen hat und was später draus wurde, bzw. wie Stalin es umgesetzt hat, wäre das nichts geworden.

Stalin war kein lieber Mensch. Das glauben vielleicht paar alte Kommunisten oder Stalinisten, aber Menschenleben bedeutetem ihm nichts. Fängt man mit der russischen Revolution an, hat Stalin alle reingelegt. So war Stalin bei der Revolution unbedeutend, Lenin eine Quasselstrippe, die eigentliche Revolution hat Trotzki durchgeführt und gewonnen. Er war der mächtigste Mann nach Lenin. Wer musste dann nach Lenin das Land verlassen, Stalin oder Trotzki? Genau, Trotzki.

Stalin hat nach Lenin brav mit einem Triumvirat die Macht geteilt. Wer blieb bald übrig? Genau, Stalin. Und wer spielte paar Jahre nach der Revolution kaum noch eine Rolle? Genau, die Revolutionäre der ersten Stunde. Die landeten in Sibirien, wenn sie Glück hatten.

Betrachtet man dann den zweiten Weltkrieg, schaften Stalin sich die besten Stücke des Kuchens zu sichern. Deutschland gilt heute als Aggressor, weil es Polen überfiel. Steht so in Geschichtsbüchern. Und Pommern, Schlesien und Ostpreußen hat es auch noch verloren. Wer hat ebenfalls Polen überfallen und durfte die Gebiete nach den Krieg behalten und gilt in Geschichtsbüchern nicht als 2. WK Aggressor? Genau, Stalins Sowjetunion.

Nichts hat Stalin aus Nächstenliebe oder Hintergedanken gemacht. Das ist keine Behauptung, das zeigt die Geschichte. Und nun kommst du mit einem Plan von Stalin in dem er angeblich es nur gut meinte?
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31.07.2014 19:16 Uhr von mort76
 
+4 | -3
 
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...na, dann kam der Abschuß ja exakt zum richtigen Zeitpunkt- welch Überraschung.
So ergibt das ganze auf einmal gleich viel mehr Sinn.

Das Kriegsgebiet wird von mehreren Staaten per Satellit etc. überwacht, aber niemand will etwas gesehen haben, was als Beweis taugt- was sagt uns das?
Gäbe es Beweise gegen die Separatisten, wäre das schon längst veröffentlicht worden.
Gäbe es Beweise gegen Rußland- dann wohl erst recht.
Also?

Was ist denn nun mit der mitgeschnittenen Kommunikation zwichen Tower und MH17- ist es SO schwer, sie zu veröffentlichen?

Das stinkt doch alles zum Himmel...
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31.07.2014 20:19 Uhr von Trallala2
 
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@mort76

"Was ist denn nun mit der mitgeschnittenen Kommunikation zwichen Tower und MH17- ist es SO schwer, sie zu veröffentlichen?"

Die Verfassungen demokratischer Länder gestatten die Informationsfreiheit. Das bedeutet aber nicht, das jeder Staat sich gleich überwerfen muss mit Infos.

Propaganda, selbst US Propaganda ist eine Sache, aber eines weiß jeder der die Grundlagen der Diplomatie versteht: lass deinem Gegner einen Ausweg und biete ihm die Möglichkeit das Gesicht zu waren.

Falls die USA Satellitenbilder haben, werden sie die niemals veröffentlichen, denn dann bleibt nur noch ein Krieg als Option übrig. Das ist auch nicht im Interesse der USA. Russland an die Wand drücken, ja. Russland keinen Ausweg lasen, nein.

Also, da stinkt nichts zum Himmel, da wird Poker gespielt.
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31.07.2014 20:32 Uhr von einerwirdswissen
 
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Irgendwie schon komisch das Ganze.

So eine Vereinbarung macht natürlich Sinn. Das dies den Ami nicht gefällt ist auch allen klar.
Warum keiner Satellitenfotos veröffentlich?
Eventuell, weil Obama sich ins eigene Fleisch schneiden würde.
Putin nicht, da wenn Obama fällt, der Kriegstreiber Kerry an die Macht käme.
Also heisst es aussitzen.

Bis auf:Putin hat noch eine Möglichkeit die so genannte "Anektion" zu legalisieren.
Vielleicht kommt er darauf,wenn er sich ein wenig mehr mit den Menschenrechten befasst.
(Danke Peri,wegen dir bin ich darauf gekommen)

[ nachträglich editiert von einerwirdswissen ]
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31.07.2014 22:33 Uhr von mort76
 
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unique,
man sieht es ja an den letzten paar Kriegen und Konflikten, daß es wirklich nicht so ist...ich würde eher sagen: die Westmächte müssen erst noch begreifen, daß sie nicht omnipotent sind und ihre Eingriffe in die Weltpolitik mehr schaden als nutzen.

Der Ukraine-Konflikt ist da ein gutes Beispiel: das hat man sich sicher vorher GANZ anders vorgestellt, als man den Putsch initiierte...und das selbe gilt wohl auch für Afghanistan, Ägypten, Syrien, Irak etc.
Also, Omnipotenz sieht anders aus.
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31.07.2014 23:05 Uhr von mort76
 
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trallala,
Rußlands Raketensysteme haben mit Sicherheit eine funktionierende Freund-Feind-Erkennung, weswegen ich mir nicht vorstellen kann, daß die Russen direkt für den Abschuß verantwortlich sind.

Die Separatisten-Theorie klingt für mich noch glaubwürdig, ist bisher aber nicht bewiesen, allerdings kann man auch nicht behaupten, daß nicht versucht würde, die Schuld ohne Beweise auf die Separatisten zu lenken, und das mit gezielter Manipulation über die Medien, was dann nicht zu deiner Theorie paßt und außerdem ziemlich verdächtig wirkt.
http://www.tagesanzeiger.ch/...

Ein Abschuß durch die Ukraine selber oder als False-Flag-Operation scheint mir da genauso plausibel zu sein, wenn man das gute Timing in Bezug auf die Geheimverhandlungen bedenkt- nur der Ukraine nutzt der Abschuß wirklich, weder die Separatisten noch die Russen haben etwas davon.
Und auch in diesem Fall würde man Beweise zurückhalten.

Klar, das ist alles Spekulation, aber trotzdem...
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01.08.2014 00:18 Uhr von Trallala2
 
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@mort

"Der Ukraine-Konflikt ist da ein gutes Beispiel: das hat man sich sicher vorher GANZ anders vorgestellt, als man den Putsch initiierte..."

So, so, jetzt haben sie ihn auch initiiert.

Ohne Russlands Hilfe wäre der Präsident von Syrien schon lange nicht mehr an der Macht. Ohne Russlands Hilfe wäre Kuba nicht überlebensfähig. Ohne Russlands Hilfe wäre die Diktatur in Weißrussland nicht überlebensfähig. Das kann ich noch so weiter aufzählen.

Initiieren brauchten die Westmächte nichts, denn in der Ukraine gab es regelmäßig Proteste, siehe z. B. die Orange Revolution, wo W. Juschtschenko vergiftet wurde (Gegner damals W. Janukowytsch, unterstützt von Russland), aber auch andere Proteste. Die Ukrainer sind also ein Volk das immer wieder auf die Straße geht. Ob sie es unterstützt haben, ist eine andere Sache, aber Janukowytsch war autoritär, sein Sohn wurde innerhalb kürzester Zeit einer der reichsten Männer in Ukraine, was ihn entweder zu einem Finanzgenie macht oder der Papa war kräftig korrupt. Auch der Papa hat sich selbst kräftig am Staatseigentum bedient. Nun stell dir vor Merkel oder Gauck würden sich so frech in Deutschland bedienen und die Bürger würden auf die Straße gehen, würdest du auch behaupten, dass fremde Mächte das initiiert haben. Selbst wenn Janukowytsch nur ein Bruchteil dessen gemacht hat was man ihm vorwirft, war sein Sturz gerechtfertigt.

"Die Separatisten-Theorie klingt für mich noch glaubwürdig, ist bisher aber nicht bewiesen, "

Unabhängig von dem was hier und da steht, das Flugzeug wurde mit einer Rakete abgeschossen. Du fragst wieso USA ihre Satellitenbilder nicht veröffentlicht. Das gleiche kann man über Russland fragen. Wenn sie nichts damit zu tun haben und auch die Separatisten nicht, sondern Ukrainer, hätten die Russen schon lange Beweise geliefert. Bei dem Ärger den sie momentan haben, und egal wie cool Putin auf die Sanktionen reagiert, sie sind für ihn eine Katastrophe, könnte er sich all dessen sofort entledigen. Einfach beweisen, dass die Ukrainer es waren, niemand hätte Verständnis für die Sanktionen, Ukraine wären unten durch, selbst bei den momentanen Unterstützern. Vorausgesetzt die Ukrainer waren es.

Bevor man also fragt wieso die USA es nicht beweisen, sollte man fragen wieso beweist Russland nichts?
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01.08.2014 01:51 Uhr von mort76
 
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Trallala,
warum gab es diese Proteste dann nur in Kiew und Lemberg, wenn die Ukrainer doch so ein demonstrationsfreudiges Volk sind, das "immer wieder auf die Straße geht"?

Es gibt ansonsten auch noch unter anderem die Aussagen vom Ex-Geheimdienstchef Alexander Jakemenko, der in einigen Interviews angab, daß der Putsch von den USA vorbereitet wurde, und wenn man sich den Verlauf des Putsches ansieht, klingt das auch glaubwürdiger als die offizielle Version, bei der es so einige Ungereimtheiten gibt.

Polen beispielsweise hat einige Putschisten militärisch ausgebildet- du weißt schon, das Land mit den CIA-Geheimgefängnissen.
Initiiert wurde das von Rados?aw Sikorski- das war der, der den Oppositionellen mit dem Tode drohte, wenn sie ihn nicht unterstützen.

Das mit den Satellitenbildern ist so eine Sache- ich weiß nicht, ob man mit denen ein Flugzeug überwachen kann, da kann man nur raten, wie weit fortgeschritten die Technik ist, da ja auch bei den jüngsten "Beweis"-Fotos tunlichst vermieden wurde, echte Satellitenaufnahmen des Geheimdiensts zu verwenden, damit nicht preisgegeben wird, wie weit fortgeschritten die Systeme sind, aber Fakt ist: die Tonaufnahmen vom Tower und die Blackboxen sind in westlichen Händen und werden nicht veröffentlicht, also kann man nur raten, es gibt also etwas zu verbergen. Was? Wer weiß, alles ist möglich.
Deine Theorie finde ich durchaus plausibel, aber andere Szenarien sind genauso wahrscheinlich.

Des weitern: ohne die Sanktionen sähe es in Kuba auch ganz anders aus als heute, und da die Russen indirekt Schuld an diesen Sanktionen sind (wobei das eine unfaire Bewertung ist, weil ja vorher in ähnlicher Nähe zu Rußland US-Raketen stationiert worden sind), ist eine Unterstützung Kubas ein logischer Schritt- die Sanktionen machen das ja überhaupt erst nötig, und seit der Invasion in der Schweinebucht sollten beide Seiten eigentlich quitt sein, aber nein...man zieht das lieber jahrzehntelang durch, ohne Sinn und Verstand, unterhält dort aber gleichzeitig einen Folterknast, was jede mögliche moralische Überlegenheit gegenüber Castro sowieso zunichte gemacht hat.
Ich finde es nicht verwerflich, Kuba zu unterstützen.

Zu Syrien: wer wäre denn da jetzt an der Macht, wenn nicht Assad?
Hurra, die Extremisten! Was wäre daran denn jetzt besser?
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01.08.2014 14:01 Uhr von Trallala2
 
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@mort76

"warum gab es diese Proteste dann nur in Kiew und Lemberg, wenn die Ukrainer doch so ein demonstrationsfreudiges Volk sind, das "immer wieder auf die Straße geht"?"

Es ist ein großes Märchen der Geschichte, dass die Franzosen 1789 so sehr die Freiheit und Gleichheit liebten, dass sie eine Revolution starteten. Eine Laune des Weltklimas führe zu einer kleinen Eiszeit, die schon schlechte Versorgung der Bevölkerung wurde noch schlechter, das Brot wurde teuer. Paar kleine Tumulte in Paris und die eigentlichen Anführer der Revolution wurden von den Ereignissen überrollt. Die Revolution war da, und eigentlich keiner wollte sie. Also machte man das Beste draus. Später folgte das Land.

Auch in Amerika wollte eigentlich keiner eine Unabhängigkeit. Eigentlich hat es nur in einer Stadt etwas rumort.

Eigentlich wollte Ceausescu 1989 nur eine Rede halten. Die Proteste waren im Grunde sehr spontan und bevor die Bevölkerung im Rest des Landes in den Nachrichten von der Revolution erfahren haben, war alles schon vorbei und Ceausescu erschossen.

Eigentlich kann ich so weiter machen, paar Beispiele habe ich noch. Es ist eine Illusion dass sich bei einer Revolution das ganze Land erhebt. Bei der Russischen Revolution 1917 hatten die Bolschewiki eigentlich nur eine Stadt übernommen. Eigentlich nicht mal das, denn eigentlich hatten sie mit den eigentlichen Unruhen nichts zu tun, die haben andere, und auch nur in einer Stadt, durchgeführt. Die Bolschewiki haben später nur die Regierung unter Arrest genommen und sich zu Siegern erklärt. Das hat am Anfang kaum einer mitbekommen, so unspektakulär war das. Zuletzt war das größte Land der Welt kommunistisch.

Also, wenn du glaubst, dass sich bei den Revolutionen der Geschichte immer das ganze Volk erhebt, dann irrst du dich. Es fängt immer an wenigen Orten statt und breitet sich dann erst aus. Nur geht das heute in der Regel schneller als früher statt, so dass die Revolutionen schon beendet ist noch bevor der Rest der Bevölkerung reagieren hat.

Wichtig ist nur, dass danach nicht die Revolutionäre die Macht behalten, sondern das Volk wieder seine Vertreter wählt. Gucken wir uns mal die kurze Geschichte der Ukraine an. Nach der Loslösung von der Sowjetunion wurde 1994 Leonid Kutschma Präsident. Er sorgte für eine Verfassung die ihm sehr viel Macht gab. Er konnte im Grunde schalten und walten wie er wollte, u. a. Regierung einsetzen und absetzen. 2004 gab es eine Verfassungsänderung die u. a. die Wahl des Ministerpräsidenten an das Parlament übergab. Nun hatte das Parlament die eigentliche Macht und nicht eine einzelne Person. Als Janukowytsch Präsident wurde, sorgte er dafür, dass die Verfassungsänderungen für ungültig erklärt werden. Die Macht floss zurück an ihn.

Nun kann man durchaus, zumindest nach den Gesetzten der Ukraine, den Prozess der Verfassungsänderung von 2004 zur Diskussion stellen. Was aber nicht zu Diskussion steht ist, dass die Änderung mehr Demokratie brachte, da sie die Macht aus den Händen eines Einzelnen in die Hände Vieler übergab. Auch die Umstände der Rücknahme der Verfassung sind bis heute sehr Suspekt. So traten einige Verfassungsrichter vor der Abstimmung zurück und wurden durch Janukowytsch freundliche ersetzt. Wie auch immer, am Ende hatte Janukowytsch das Parlament entmachtet und hatte selbst die Macht.

Es ist also nicht so, dass hier einer Entmachtet wurde der sich an die Macht geputscht hat, aber hier wurde einer entmachtet der zu seinem Vorteil die Demokratie in seinem Land schwächte und Korruption begünstigte. Er ist also keine unumstrittene Person gewesen. Wenn ich mir so anguckte wie hier bei SN etliche über fehlende Einflussnahme auf die Politik lamentieren und ein guter Teil ihnen zustimmt, dass es in Deutschland laut ihrer Meinung keine Demokratie gibt, dann aber die gleichen Leute einen autoritären Politiker in einem anderen Land unterstützen, der die Demokratie einschränkte, dann frage ich mich ob ich sie überhaupt ernst nehmen darf.

"Es gibt ansonsten auch noch unter anderem die Aussagen vom Ex-Geheimdienstchef Alexander Jakemenko, der in einigen Interviews angab, daß der Putsch von den USA vorbereitet wurde"

Du meinst den Geheimdienstchef Alexander Jakemenko der entmachtet wurde? Den Gefolgsmann des Ex Präsidenten Janukowytsch? Den Mann den man beschuldigt auf Demonstranten gefeuert zu haben? Den Mann der nun stinkesauer ist?

Außerdem weiß der Typ nichts. Er glaubt nur, dass es so gewesen ist. Das ist ein Unterschied. Man sollte also unterscheiden zwischen – es war so – und – eine glaub, dass es so war. Du solltest dir im Klaren sein, dass Jakemenko bei den Unruhen auf der anderen Seite war. Wie glaubhaft ist in dem Fall seine Aussage?
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01.08.2014 14:05 Uhr von Trallala2
 
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"Das mit den Satellitenbildern ist so eine Sache"

Nach meiner Kenntnis wurde in dem Zeitraum der Luftraum sowohl von der NATO wie auch von Russland militärisch überwacht. Somit weiß sowohl die NATO wie auch Russland was da abgelaufen ist. Satellitenbilder sind weniger wichtig, zumindest filmten sie nichts, sondern machten nur Bilder. Aber sie können zeigen ob sich in dem Gebiet militärische Fahrzeige aufhielten, die das Flugzeug abschießen konnten. Die Bilder haben somit vermutlich die Amis wie auch die Russen, d. h. Amis könnten beweisen, dass Russen oder die Rebellen das Flugzeug abschossen, die Russen, dass sie es nicht taten oder die Ukrainer es gemacht haben.

"Des weitern: ohne die Sanktionen sähe es in Kuba auch ganz anders aus als heute, und da die Russen indirekt Schuld an diesen Sanktionen sind …"

Staaten sind anderen Staaten nie dankbar oder fühlen sich schuldig (abgesehen Deutschland). Somit geht es hier weniger um Wiedergutmachung als um Einfluss auf die Regierung.

Und was Syrien angeht, die Unterstützung dauert schon länger. Und außerdem glaube ich nicht, dass es den Russen um Extremisten geht. Eigentlich wären die für Russland sogar nützlicher. Wenn die an die Macht kommen, greifen sie früher oder später Israel an. Die Amis müssten die wieder unterstützen. Entweder es würde sie viel kosten oder Israel wäre besiegt und USA hätten in dem Gebiet keinen Einfluss mehr. Russen würden gewinnen.
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01.08.2014 15:58 Uhr von Heureka
 
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Waaaaas?
Ausgleichzahlung für die Krim, die Ukraine sollte Schadenersatz für Russland zahlen.
Dafür das der pro Ukraine Berliner Mauerbauer Nikita Chruschtschow die russiche Krim 1954 gegen den Willen der Bevölkerung, völkerrechtswidrig und sogar sowjetisches Gestzt widrig die Insel an die Ukraine VERSCHENKT hat!
Die Schenkung ist somit nichtig!
Heute leben dort 3 mal mehr Russen wie Ukrainer, damals war der Unterschied sogar noch größér, die Ukrainer sind dort frisch hingezogen.
18000 von 20000 ukrainischen Krim Soldaten sind zu den Russen übergelaufen. Denen ist der große slawische Bruder wohl lieber.
Der Lebenstandard wird sich um Welten verbessern (russischer Lebenstandard deutlich höher wie der in der Ukr), während die Ukraine vom IWF endgültig in den Ruin getrieben wird.

Die Osukraine war vor den Kommunisten 400 Jahre lang russisch. Nicht die Seperatisten haben sich den Namen Neurussland ausgedacht, so hieß das Gebiet vor den Sowjets.

Die Ansiedlung der Russen auf der Krim hat die deutsche Zarin Katharina die Große aus Hessen befohlen.
Ja, das hat schon was, eine Deutsche hat die Krim 1780 von der türkischen Herrschaft befreit.
Die Merkel soll sogar ein Portät der Katharina bei sich hängen haben.
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01.08.2014 18:51 Uhr von Trallala2
 
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@Heureka

Ich hab selten jemanden erlebt der sich die Sachen so zurechtbiegen konnte wie du im letzten Beitrag. Das finde ich genial. Das ist nicht ironisch gemeint, das ist im Grunde pure Bewunderung. Wie du alles so lange verdrehst bis es passt, du solltest eigentlich Politiker werden. Das würde ich dir auch empfehlen. Natürlich wird man nicht gleich ein Spitzenpolitiker, denn man muss zuerst Jahre mit Basisarbeit verbringen, aber Leute die das gewisse Etwas haben, ragen bald raus und machen Kariere. Und du hast das gewisse Etwas. Nur wenige Politiker können aus X ein Y machen. Du könntest Kariere in der Politik machen. Du könntest sogar Regierungssprecher werden. Der Beste den es je gab.

"Dafür das der pro Ukraine Berliner Mauerbauer Nikita Chruschtschow die russiche Krim 1954 gegen den Willen der Bevölkerung, völkerrechtswidrig und sogar sowjetisches Gestzt widrig die Insel an die Ukraine VERSCHENKT hat!"

Mal davon abgesehen, dass man kaum versteht was du mit dem Satz sagen willst, hast du wunderbar alles was du sagen wolltest in einem Satz untergebracht.

Mal davon abgesehen, dass alles innerhalb eines Landes abgewickelt wurde, stellt sich natürlich die Frage was somit gegen das Völkerrecht verstoßen hat? Wenn Bayern Baden-Württemberg eine Ecke von Bayern schenkt, wo würde es damit gegen das Völkerrecht verstoßen?

Eigentlich gehört Krim somit nicht zu Russland. Es war bis zum 18. Jahrhundert souverän, unterstützt vom osmanischen Reich. Somit kann die Krim nicht russisch sein, da es seit dem 18. Jahrhundert nur besetzt war. Auch wurde es von der Ukraine 1918 rechtmäßig erobert. Womit wir eine Eroberung durch Russland und die Ukraine haben. Wieso soll die Krim dann russischer sein als ukrainischer? Beide haben das Land einmal erobert. 1942 bis 1944 wart es sogar deutsch (Gotengau).

Genosse Stalin hob nach der Rückeroberung 1944 den Status der Krim aus, danach war es kein Gebiet von Russland mehr, sondern nur noch ein Territorium. Und dieses Territorium hat Chruschtschow der Krim geschenkt.

"Die Schenkung ist somit nichtig!"

Wie gesagt, Krim hatte zu der Zeit in der Sowjetunion noch in Russland was zu sagen. Stalin hat die Autonomie aufgehoben, also jegliche Selbständigkeit. Es war somit bei der Schenkung kein eigentlicher Bestandteil von Russland, sondern nur angegliedertes Land.

"Heute leben dort 3 mal mehr Russen wie Ukrainer, damals war der Unterschied sogar noch größér, die Ukrainer sind dort frisch hingezogen."

Vorher lebten dort Tataren. Diese wurden von angesiedelten Russen vertrieben. Stalin hat den Rest der Tataren nach dem 2. WK deportiert. Zwischendurch kamen Ukrainer. Jetzt sag mir bitte wer das Ursprungsvolk ist.

"18000 von 20000 ukrainischen Krim Soldaten sind zu den Russen übergelaufen. Denen ist der große slawische Bruder wohl lieber. "

1942 sind Soldaten zu den Deutschen übergelaufen. Stalin nannte sie Kollaborateure. Denen waren die deutschen Brüder wohl lieber.

"Der Lebenstandard wird sich um Welten verbessern "

Zurzeit fehlt es an Nötigsten.

"Die Osukraine war vor den Kommunisten 400 Jahre lang russisch."

Eigentlich haben die Russen es 1774 erober, womit wir laut deiner Rechnung (1774 + 400) heute das Jahr 2174 haben.

"Nicht die Seperatisten haben sich den Namen Neurussland ausgedacht, so hieß das Gebiet vor den Sowjets. "

So um das Jahr 1000 wurde das Reich Kiewer Rus mit der Hauptstaat Kiew gegründet. Das waren die ersten Russen. Womit Russland eigentlich der Ukraine gehört, weil es vor 1000 Jahren schon so war.

"Die Ansiedlung der Russen auf der Krim hat die deutsche Zarin Katharina die Große aus Hessen befohlen."

Katharina die Große war nicht eine deutsche Zarin, sie war die russische Zarin Katharina die Große. Sie war deutschstämmig, womit man höchstens sagen kann: "Die Ansiedlung der Russen auf der Krim hat die russische Zarin Katharina die Große befohlen."

"Ja, das hat schon was, eine Deutsche hat die Krim 1780 von der türkischen Herrschaft befreit."

Moment, was ist mit den 400 Jahren Russland vor den Kommunistenzwergen? Somit war Krim schon (1917 – 400) seit 1517 russisch.

"Die Merkel soll sogar ein Portät der Katharina bei sich hängen haben."

Wer sagt das?
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04.08.2014 21:15 Uhr von Justus5
 
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Eins muss ich sagen: die Antworten hier sind interessanter als jegliche News....

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