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Der Ukraine-Konflikt: Chinas schwierige Beziehung zu Russland

In der aktuellen Ukraine-Krise hält sich die chinesische Führung gewohnt bedeckt. Auf der einen Seite will man die solide Basis zu Russland nicht gefährden, auf der anderen Seite unterhielt Peking aber auch immer gute Beziehungen, vor allem wirtschaftlicher Art, mit der Ukraine.

Vor allem Militärtechnik, welche Russland nicht an die Chinesen verkaufen wollte, konnte das Land über die Ukraine beziehen. Mit Sorge betrachtet das Land die Annektierung der Krim durch Russland, und die Vorgänge in der Ost-Ukraine, hat man doch selbst mit Abspaltungsprozessen zu kämpfen.

Die Krise hat China aber auch genutzt, da man sich so nach zehn Jahren auf die Lieferung von Öl und Gas aus Russland einigen konnte. Russland hatte bis dahin stets die gleichen Preise wie für den Westen verlangt, bietet seine Waren nun aber günstiger an. Experten nennen es daher ein Verlustgeschäft.


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WebReporter: Starstalker
Rubrik:   Politik
Schlagworte: China, Russland, Ukraine, Beziehung, Konflikt
Quelle: faz.net

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.07.2014 15:17 Uhr von NilsGH
 
+3 | -1
 
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"Russland hatte bis dahin stets die gleichen Preise wie für den Westen verlangt, bietet seine Waren nun aber günstiger an. Experten nennen es daher ein Verlustgeschäft."

Verlustgeschäft? Wohl eher nicht. Dass man eine geringere Gewinnmarge hat, bedeutet noch lange keinen Verlust. Für Energieträger findet man immer einen Abnehmer.

Unter Wert hätten die Russen sicherlich keine derart langen Verträge abgeschlossen. Sicherlich ist man den Chinesen preislich entgegengekommen. Wahrscheinlich jedoch, um die Handelsbeziehungen weiter zu festigen. Darüber hinaus weiß man ja auch nicht, was im Hintergrund noch alles für Verträge abgeschlossen wurden.
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31.07.2014 18:29 Uhr von NilsGH
 
+4 | -0
 
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Zitat: "Bisher gibt es zwischen Russland und China keinerlei Verbindungen, welche die Beförderung von Gas und Öl erlauben würden. Aus der Erfahrung wissen wir zudem, dass solche Baumaßnahmen mehrere Jahre dauern können."

Na klar, der Vertrag wurde ja auch erst unterzeichnet. Das wird in der Tat mehrere Jahre dauern. Aber wie wir auch wissen, sind die Chinesen extrem schnell, wenn sie etwas wollen. Glaube kaum, dass der Bau länger als ein paar Jahre dauern wird. Schließlich existieren ja auch keine "nervigen" Gesetze und Einspruchsmöglichkeiten seitens der Bevölkerung ;-)

Sicherlich müssen die Kosten wieder rein kommen. Aber das ist wohl das geringste Problem. Davon ab wird der Preisnachlass auch gegeben worden sein, weil die Chinesen einen Teil der Pipeline selbst bauen.

Aber warum sollten sich die Investitionen nicht lohnen? Gas ist - wenn man den "Wissenschaftlern" glauben kann, endlich. China braucht in Zukunft mehr Energie, ergo sind sie dahingehend auch von Russland - oder einem anderen Lieferanten - abhängig. Sie können ihren Bedarf nicht selbst decken. Warum sollten sie, wenn die Pipeline mal steht, wo anders kaufen?
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31.07.2014 21:54 Uhr von einerwirdswissen
 
+1 | -0
 
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@NilsGH: Kann dir nur beipflichten.

Zu sagen währe noch, dass Russland,bzw. die Gasunternehmen die Kosten für den Bau übernehmen.
Ich glaube zu gleichen Teilen.Bin mir aber nicht sicher.

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