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Urheberrecht in Spanien: Selbst Links und Zitate sollen demnächst Geld kosten

In Spanien sollen demnächst auch kleinste Zitate oder Links auf Inhalte, die urheberrechtlich geschützt sind, kostenpflichtig werden. Das Gesetz soll vor allen Dingen Journalisten und Fotografen einen besseren Schutz gewähren.

Kritiker äußerten, dass die spanische Regierung damit deutlich über das Ziel herausschießen würde und dies nur den großen Verlagen Spaniens helfen würde. Universitäten sollen sich pauschal fünf Euro von den Studenten zahlen lassen.

Verstoße gegen das neue Gesetz sollen mit drastischen Strafen belegt werden. Bis zu 300.000 Euro Geldstrafe oder sechs Jahre Haft können die Folge eines Verstoßes sein.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Geld, Spanien, Urheberrecht
Quelle: gamestar.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.07.2014 10:54 Uhr von LucasXXL
 
+12 | -1
 
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Was ist das für ein dämliche Gesetzt??? Gehts noch?
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29.07.2014 10:59 Uhr von Macinally
 
+20 | -1
 
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Oh man, was für ein krankes Gesetz.
Unsere deutsche "Industrie" wird in kürze ganz sicher darauf hinweisen, das so ein Gesetz auch bei uns kommt. Feuchte Träume bei Springer und Co sind jetzt schon garantiert...
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29.07.2014 10:59 Uhr von derSchmu2.0
 
+6 | -1
 
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WOW...und wir regen uns über die Sonderabgaben an Druckern etc auf...
Schon übel, dass wir uns nur darauf einlassen können, dass es ok ist, dass es hier nicht besser wird, weil es bei anderen viel schlimmer ist...
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29.07.2014 11:01 Uhr von der_grosse_mumpitz
 
+6 | -0
 
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Was das soll? Ist doch klar: es bringt KNETE! Und nichts braucht Spanien derzeit dringender.
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29.07.2014 11:03 Uhr von lesersh
 
+2 | -0
 
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Die haben nicht genug Leute, die es kontrollieren können
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29.07.2014 11:30 Uhr von KingPiKe
 
+7 | -0
 
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Lobbyismus auf Hochtouren.
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29.07.2014 11:50 Uhr von Wurstachim
 
+6 | -0
 
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Da sitzen menschen hinter die keine Ahnung haben und davon unmengen....
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29.07.2014 11:56 Uhr von bewer
 
+4 | -0
 
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Was für ein sau blödes Gesetz! Die Folge ist, dass keiner mehr verlinkt wird und somit auch nicht gefunden wird. Weder bei google noch sonst wo. Das nennt man sich selbst ins Bein schießen oder so...

Edit: Nee, eher sich selbst und allen anderen ins Bein schießen...

[ nachträglich editiert von bewer ]
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29.07.2014 12:23 Uhr von Trallala2
 
+2 | -3
 
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@Borgir

Wie oft willst du eigentlich die gleiche Nachricht bringen?

Du selbst, also Borgir, hast unter "Spanien: Bürger sollen unabhängige Medien im Internet weniger einfach finden" bereits die News veröffentlicht. Nun bringst du sie erneut. Zwar anderer Titel und andere Quelle, aber die gleiche Info zum gleichen Gesetz.
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29.07.2014 12:52 Uhr von shadow#
 
+3 | -0
 
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Wie war das noch bei DWN: "EU-Zensur"? ...
Eine ähnliche "Lex Google" hätte Deutschland letztes Jahr beinahe auch bekommen.
Der Grund dafür liegt einzig in der unermesslichen Gier und der Realitätsferne der Verlage.
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29.07.2014 12:58 Uhr von jens3001
 
+2 | -0
 
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Paragraphenschleuderer:

Und BÄÄMMMM... schon sitzt du im Knast oder dürfst 300.000 Euro zahlen. Hast ja soeben zitiert.


Was für eine kranke Scheiße. Wer denkt sich so einen Mist aus?
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29.07.2014 13:50 Uhr von ms1889
 
+1 | -0
 
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nuja...spanien ist faktisch bankkrott...
sie wollen so ihre kassen füllen...daber das wird sehr nach hinten losgehen...da dann keiner mehr spanische webseiten benutzt...und die internet industrie sterben wird.
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29.07.2014 15:38 Uhr von Nebelfrost
 
+1 | -1
 
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zitat: "Bis zu 300.000 Euro Geldstrafe oder sechs Jahre Haft können die Folge eines Verstoßes sein."

ein kind wird vergewaltigt -> zwei jahre auf bewährung.
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29.07.2014 16:06 Uhr von mardnx
 
+2 | -0
 
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ich denke es geht hier weniger um geld, und profit. man ist sich der wachsenden armut mit sicherheit bewusst. es scheint mir eher wie der erste schritt zu einem system was schritt für schritt darauf hinausläuft den austausch von wissen zu bestrafen. erst sind es floskeln von berufsschreibern und 10 jahre später gehst du in den knast weil du kant zitiert hast ohne zu bezahlen.

[ nachträglich editiert von mardnx ]
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30.07.2014 08:08 Uhr von Superzeti
 
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Die Spanier sind doch pleite, oder?
Das Geld fließt dann in die Staatskasse, so kann man sich auch sanieren!
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30.07.2014 08:31 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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"(...) es scheint mir eher wie der erste schritt zu einem system was schritt für schritt darauf hinausläuft den austausch von wissen zu bestrafen. erst sind es floskeln von berufsschreibern und 10 jahre später gehst du in den knast weil du kant zitiert hast ohne zu bezahlen." (mardnx)
Naja, der Urheberschutz von Kant ist ausgelaufen.

Aber ich sehe das auch so. Es geht nicht nur um die Bestrafung des Austausches von Wissen, es geht um die Kommerzialisierung des Austausches von Wissen, wobei man natürlich gar nicht weiß, welches Wissen welchen Anteil für die Wertschöpfung bringt, so daß untergeordnetes Wissen einen viel höheren "Markt"wert erhält als es dessen eigentliche Wertschöpfung hergibt. Es führt zu noch mehr Assozialität.

Es geht eben aber auch darum, zu registrieren, wer was wo zitiert. Das hat erst einmal gar nichts mit Wertschöpfung zu tun, sondern ist einfach nur Kontrolle über Selbstzenzur. D.h. der kreative Prozess behindert sich selbst.


"Die Spanier sind doch pleite, oder?
Das Geld fließt dann in die Staatskasse, so kann man sich auch sanieren!" (Superzeti)
Man kann es auch anders betrachten: als politische Kontrolle. Offensichtlich erwartet die spanische Regierung keinen massentauglichen Wirtschaftsaufschwung.

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