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Bachelor-Studium dauert länger als geplant

Die durchschnittliche Studiendauer für einen Bachelor-Abschluss liegt nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zum Teil deutlich über der Regelstudienzeit von sechs Semestern.

In Nordrhein-Westfalen, das rund ein Viertel der Studenten in Deutschland ausbildet, machten die Bachelor-Studenten im Schnitt erst nach 8,64 Semestern ihren Abschluss. Auch in Bayern und Berlin sehen die Zahlen ähnlich aus.

Eigentlich sollte die Studienzeit in Deutschland durch die Einführung des kompakteren Bachelor-Studiums 1999 verkürzt werden. Der Abschluss ersetzt Diplom und Magister.


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WebReporter: marc01
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Bayern, Nordrhein-Westfalen, Studium, Bachelor, Dauer
Quelle: zeit.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.07.2014 14:35 Uhr von superhuber
 
+24 | -3
 
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Ein weiterer Beleg dafür wie unfähig viele Entscheidungsträger sind. Das Diplom war international anerkannt und geachtet - und nach 7 bis 8 Semestern durchaus erreichbar.

Der minderwertigere Bachelor benötigt nun also Durchschnittlich 8,76 Semester - Glückwunsch!

Was kommt als nächstes das G7 oder gleich G6?
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27.07.2014 14:39 Uhr von Patreo
 
+6 | -7
 
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Schön dass die FAZ das so einfach runterbricht: Nicht dass Praktika und Nebenjobs erforderlich sind und Auslandssemester mittlerweile bei vielen Unternehmen Vorraussetzung. Nein: Die Studenten bummeln.
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27.07.2014 15:00 Uhr von Reape®
 
+19 | -1
 
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bachelor ersetzt keinen diplom oder magister!
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27.07.2014 15:10 Uhr von Dracultepes
 
+6 | -4
 
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@BastB
Wenn ich unseren damaligen Professoren glaube, hat man die Diplomvorlesungen genommen und in den Bachelor gequetscht.

Somit ersetzt bei uns der Bachelor das Diplom, und zwar gleichwertig. Der Master ist dann wieder zuviel und ist mehr als das Diplom.
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27.07.2014 15:39 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
+5 | -2
 
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@marc01

"Der Abschluss ersetzt Diplom und Magister."

Falsch! Bachelor ist in etwa mit dem Vordiplom vergleichbar. Der Masterstudiengang ersetzt Diplom und Magister.

@News

Das ist schon lange bekannt, vllt. jetzt erst mit Zahlen belegt.
Nur Chuck Norris schafft den Bachelor in Regelstudienzeit.

Aber das betrifft nicht die Naturwissenschaften, da gibts ´nen festen Plan, da kann man nicht so einfach überziehen.

Das große Problem ist, dass der Bachelorstudiengang i.d.R. nichts wert ist, s.o. -> Vordiplom. Und dann solange Zeit an der Uni verschwenden...die Bologna-Reform ist ein Schuss in den Ofen und hat das Niveau der Universität übelst runtergedrückt.
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27.07.2014 15:44 Uhr von SaxenPaule
 
+3 | -1
 
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Also ich habe Bachelor und Diplom gemacht in einem Studiengang, der in der Übergangsphase und zum Test so eingeführt wurde.

Nach Regelzeit 6 Semester gab es nach entsprechender Studienarbeit usw. den Bachelor, nach weiteren 3 Semester Regelzeit gab es wieder nach entsprechender Abschlussarbeit usw. das Diplom. Daraus wurde dann nach einer Übergangsfrist der Bachelor-Master Studiengang, ...

Alle, die mir immer erzählen, dass Bachelor = Diplom und Master ja vieel mehr als Diplom, die Frage ich immer, was ich nach meinem Bachelor denn noch so an der Uni gemacht habe ;-)
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27.07.2014 16:03 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -5
 
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@SaxenPaule

Also weil bei euch das Diplom nicht gleichwertig auf den Bachelor umgesetzt wurde ist das nirgenswo so.

so wow, much logic, many lectures
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27.07.2014 16:20 Uhr von ms1889
 
+3 | -6
 
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diplom... in bachelor umzubenennen bringt eben nix...und man muß auch sagen, das heutige schulausbildungen...ehr schlechter qualität sind (auch gymnasium)...was an dem komischen monopol und an den bundesländern liegt, die überall was anderes lehren...aber nicht das was gebraucht wird.

ein abi aus bayern mit 1,0 ist gleichwertig mit einem abi von vor 30 jahren mit 4,0!

[ nachträglich editiert von ms1889 ]
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27.07.2014 16:49 Uhr von perMagna
 
+7 | -0
 
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Das ist ein gutes Beispiel für die Logik aus dem Elfenbeinturm.

Die können die Regelstudienzeit auch auf 4 Semester verkürzen, das wird aber nichts bringen. Der Mensch braucht einfach eine gewisse Zeit, um diese Massen an Stoff zu lernen. Da kann die Politik auch nicht viel dran machen.
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27.07.2014 17:08 Uhr von 4ZN
 
+5 | -0
 
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Dass sich die Studiendauer dadurch nicht verkürzt ist doch klar. Bachelorstudiengänge haben dazu geführt, dass den Studenten mehr Grenzen auferlegt werden. Um mit einen Diplomwertigen Abschluss dazustehen, muss man den Bachelor und Master machen. Nun muss man aber nach 6 Semestern eine Zwischenarbeit schreiben und alle Bachelor-Module bestanden haben, ehe man weiter machen darf.

Kommt man im Bachelorstudium in den Rückstand, weil man Module wiederholen muss, verschiebt sich die Studienzeit eben, obwohl man theoretisch schon Mastermodule belegen könnte. Die Freiheit seinen Studienplan zu Gestalten wird eingeschränkt. Bedenkt man dann noch, dass man Arbeiten muss, weil das Bafög einfach nicht ausreicht, ist es einfach nicht möglich Stundenpläne zu finden, die ein Bachelor-Studium in 6 Semestern ermöglichen.

Wenn man Regelstudienzeiten ermöglichen will, dann muss vor allem eins her: Ausreichende Finanzierungsmöglichkeiten. Bafög und Co. müssen vollkommen ausreichen ohne, dass man Nebentätigkeiten nachgehen muss. Denn der geforderte Zeitaufwand liegt bei ca. 24h Vorlesung/Übung/Tutorien/Seminararbeiten pro Woche + die gleiche Zeit Vor- und Nachbearbeitung des Stoffes, was einer 72h Woche gleich kommt.

Derzeit sieht es ja auch so aus, dass man bei bestimmten Leistungsrückständen kein Bafög mehr beziehen kann. Anstatt volle 3 Jahre zu fördern, muss nach 2 Jahren eine bestimmte Punktzahl erreicht sein. Will man trotzdem weiter studieren, muss man natürlich mehr arbeiten, hat weniger Zeit für das Studium und somit verschiebt sich das ganze noch mehr.

Aktuell zielt das System darauf ab, dass Studenten entweder von ihren Eltern ausreichend finanziell unterstützt werden um gut mit der Regelstudienzeit klar zu kommen, oder das Studium als Nebentätigkeit neben der Arbeit zu sehen und einige Semester länger zu studieren.

[ nachträglich editiert von 4ZN ]
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27.07.2014 17:15 Uhr von ArkhamKnight
 
+4 | -0
 
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Ich mache gerade meinen Bachelor of Science (4. Semester) an einer TU und muss sagen, dass es verdammt hart ist. Ich kenne nur eine Hand voll Leute, die es in 6 Semestern geschafft haben (vielleicht werde ich bald auch dazu gehören). Was man alles machen muss ist unnormal. Während des Studiums absolviert man ein 10 wöchiges Grundpraktikum und die Maschinenbauer brauchen noch ein 6 wöchiges Fachpraktikum dazu. Viele Seminare und interne Praktika. Dazu 7 Klausuren pro Semester und wenn man eine verhaut hat man den Spaß wieder.

Bachelor = Diplom würde ich nun auch nicht sagen, aber ich kenne einige Diplomstudenten bei uns (wurde erst vor 3-4 Jahren abgeschafft) und muss sagen, die schreiben die gleichen Fächer wie wir. Und von unserem Master haben die nicht mal die Hälfte.

Bachelor = Vordiplom kann ich nicht bestätigen, da du als Bachelorabsolvent schon als vollwertiger Ingenieur in ein Unternehmen einsteigen kannst. Mit einem Vordiplom bist du ein Witz. Da könntest du höchstens als Werkstudent arbeiten.

Diplom ist ein Bachelor plus. Du hast einige Vertiefungsfächer und darfst danach promovieren. Zudem wurden fast alle Diplomfächer einfach in den Bachelor "geklatscht". Master finde ich ein Stück weit schwerer, da man einfach mehr Fächer hat.

Zur Laufzeit: Diplom = 8 Semester Regelstudienzeit (was nicht der wahren Regelstudienzeit entspricht)

Bachelor + Master (angeblich erst dann mit dem Diplom vergleichbar) 10 Semester Regelstudienzeit (was auch nicht der wahren Regelstudienzeit entspricht)

Unternehmen schätzen den Bachelor, da die Studenten ohne große Vertiefung kommen und so offen für alles sind. Viele arbeiten nach dem Bachelor und studieren anschließend den Master zu ende.

Wie gesagt es gibt diese und diese Leute. Ich kenne sehr viele im Bachelor, die sind schon im 8. oder gar 10. Semester.
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27.07.2014 17:27 Uhr von FadingMoon
 
+3 | -1
 
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Um mal von meinen eigenen Erfahrungen zu sprechen: Ich brauche absolut keine Unterstützung von meinen Eltern und muss auch nicht nebenbei arbeiten (tue es aber trotzdem aus Langeweile); das Bafög reicht völlig aus. Ferner kann ich in meiner Fakultät auch schon vorgreifend Master-Module während des Bachelor-Studiums belegen.
Zum Leistungsnachweis für das Bafög kann ich nur sagen: Wer es nicht schafft nach dem vierten Semester 75% der bis dahin zu erreichenden Punte zu haben, macht irgendetwas falsch. Ich habe den Bachelor relativ bequem im der Regelstudienzeit geschafft. Das einzige Problem ist, dass man absolut keine Zeit für ein ausgiebiges Pratikum hat, was bestimmt irgendwann zu Problemen führen wird.
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27.07.2014 17:42 Uhr von Gorli
 
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8,64 Semester? Bei uns fliegt man nach dem 8. Semester ohne Bachelorabschluss schlichtweg raus, ein 9. Semester gibt es nur unter besonderen Umständen. Ich bezweifle mal, dass da die Fachsemester gezählt wurden, sondern einfach die benötigten Studienjahre mal zwei genommen wurden. Man kann nämlich ein Studium durchaus unterbrechen, z.B. für einen Vollzeitjob um sich ein finanzielles Polster für die kommenden Teilzeitjobzeiten anzulegen. Oder auch eine Schwangerschaft.


@Dracultepes: "Wenn ich unseren damaligen Professoren glaube, hat man die Diplomvorlesungen genommen und in den Bachelor gequetscht"

Kann ich bestätigen. Fällt vor allem bei Naturwissenschaftlichen Vorlesungen auf. Ich sage nur "Festkörperphysik" im 2. Semester Bachelor... urg... frag mich nicht wie ich da lebend durchgekommen bin.

[ nachträglich editiert von Gorli ]
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27.07.2014 18:31 Uhr von Dracultepes
 
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@BastB
Ich kann auch nur für uns sprechen. Die Module unseres Masters sind entweder Wahlfächer aus dem alten Bachelor(wenn ich richtig informiert bin) oder völlig neu geschaffen.

"Ein durchschnittlicher Bachelor-Student ist nicht ansatzweise so gut ausgebildet wie ein durchschnittlicher Diplomand. Allein schon die Bachelorarbeit ist ein Witz gegen eine richtige Diplomarbeit. Realistisch gesehen entspricht der Master ungefähr dem Diplom!"

Hast du dazu quellen?
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27.07.2014 19:18 Uhr von Schaumschlaeger
 
+2 | -0
 
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Kein Wunder. Bei der Stoffdichte schafft man die Regelstudienzeit (die übrigens nicht immer 6 sondern zwischen 6 und 8 Semestern für den Bachelor beträgt) auch nur durch konsequentes Bulimielernen.
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27.07.2014 21:40 Uhr von TinFoilHead
 
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Bachelor-Studium dauert länger als geplant

Wird dadurch auch nicht mehr wert, oder irgendwie als besonders angesehen...
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27.07.2014 22:45 Uhr von Baststar
 
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Bei mir war auch Bachelor = Diplom, 7 statt 8 Semester, lediglich ein Praxissemester ist weggefallen. Die Vorlesungen waren exakt die gleichen wie zuvor im Diplom
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27.07.2014 23:16 Uhr von DEvB
 
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Es gibt einen großen Unterschied zwischend em Bachelor-Master System und dem Diplomstudiengang den ersteres nie aufholen kann: Früher hat man an der Uni noch selbstständiges Lernen gelernt. Man musste sich viele Informationen noch selbst beschaffen. Damals hieß es oft noch: Der Inhalt der Vorlesung reicht für eine 4.0, wer was besseres will, muss selbst ran. Das können heutige Bachelorstudenten nicht, weil die mit Informationen total überladen werden. Versteht mich nicht falsch, ich habe hohen Respekt vor heutige Studenten. so einen Druck hatte ich damals nicht. Ich konnte mein Studium noch selbst planen.

Leider lernen die Studenten heute kaum noch das Allerwichtigste: Selbstständinges Arbeiten und Teamwork. Leider geht es nur noch ums Auswendiglernen von Inhalten. Und die braucht man im Berufsleben zu 95% nie wieder... Außerdem finde ich es richtig schade in was für einem Konkurrenzkampf sich viele Studenten heute befinden, da auf viele Bachelorsstellen nur wenige Masterstellen kommen. da hilft man sich nicht mehr so gerne gegenseitig.

Woher ich das alles weiß? Ich habe selbst ein Diplom, hatte aber 2 Nachilfeschüler und eine Mitbewohnerin die Bachelor gemacht haben. Ich behaupte nicht, dass es überall so ist, aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regeln.
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28.07.2014 00:10 Uhr von mr.sky
 
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@superhuber
"...Das Diplom war international anerkannt und geachtet - und nach 7 bis 8 Semestern durchaus erreichbar. ..."

öhm..niemals nie war ein Diplom bzw. ist ein Diplom in 7-8 Semestern "durchaus erreichbar.."
Du redest hier von der absoluten Minderheit die das Diplom in 8 Semestern schaffen. Oder du Redest von Ägyptologie aber nicht von MINT Fächern.

Man gibt eigentlich immer 1-2 Semester ab. Nicht immer wegen Faulheit manchmal schlichtweg durch eine blöde Grippe die einen vor den Klausuren ausser gefecht setzt und man muss diese nach schreiben. Blöder weiser stehen nächstes Semester ebenfalls Klausuren an und man muss ja noch die eine aus dem vorherigen nach holen.

Das Diplom ist und war schon immer etwas für 9-10 Semester. In 8 schaffen es wirklich die wenigsten und davon höchstens 1-5. Bei meinem Studium gab es genau 3 die mit mir angefangen haben und nach 8 Semester die Urkunde erhielten. Angemeldet für den Studiengang haben sich 480.
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28.07.2014 03:10 Uhr von Gimpor
 
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Das Problem an dieser ganzen Bachelor-Master-Diskussion ist, dass alle dazu eine Meinung haben wollen, aber kaum einer eine Ahnung davon hat, wovon er spricht.
Zunächst einmal sind Bachelor und Diplom nicht vergleichbar. Bachelor hat eher den Status vom Vordiplom. Mit einem vollwertigen Diplom kann man da schon eher einen Mastertitel vergleichen (In der Regel sind auch beide in etwa 10 Semester zu machen).
Ich bin gerade mit meinem vierten Semester im Physikstudium fast durch (Jetzt kommen die ganzen Prüfungen) und kann dann ja mal meine Meinung dazu kundgeben.
Zunächst einmal sollte man feststellen, dass ein Studium eine VOLLZEITBESCHÄFTIGUNG (40 + x Stunden in der Woche) ist. Wer diese Zeit nicht aufbringen kann oder will, der braucht sich auch keinesfalls beschweren, dass er die Regelstudienzeit nicht schafft. Ich persönlich habe in der Vorlesungszeit etwa einen Arbeitsaufwand von 25 Stunden Anwesenheit in der Uni, 20 Stunden Übungszettel rechnen (Die gibt man bei uns wöchentlich ab und bekommt sie korrigiert zurück) und 5 Stunden Vorlesungen nacharbeiten. Macht 50 Stunden. In der vorlesungsfreien Zeit muss man für die Klausuren lernen (Gar nicht so viel, wenn man sich im Semester Mühe gibt) und die Laborpraktika machen (Jeweils wenige Stunden im Labor sitzen und dann etwa 10 Stunden Protokoll schreiben).
Mit diesem Arbeitspensum habe ich nach vier Semesten bereits 150 CP und könnte im fünften (Also ein Semester früher als nach Regelstudienzeit) meine Bachelor-Arbeit schreiben. Ich nehme mir das Semester stattdessen lieber für einen Auslandsaufenthalt frei.
Die Märchen von Unmöglichkeit der Regelstudienzeit kann ich deshalb absolut nicht nachvollziehen. Im Vergleich zu den Diplomanten bei uns an der Uni (Von denen es noch paar Langzeitstudenten bei uns gibt, mit denen ich im Austausch bin) müssen wir bis zum Master auch nur wenige Vorlesungen mehr hören, was aber insgesamt eigentlich kaum signifikant ist.
Von den Leuten bei uns im Semester, die sich tatsächlich Mühe geben und nicht permanent nur Party und Computer spielen machen, schaffen es auch so wie es scheint fast alle nicht mehr als ein Semester zu überziehen (Klar, manchmal besteht man eine Prüfung mal nicht und muss die Nachholen oder so, aber sonst gibt es da kaum Probleme). Dagegen gibt es viele Faulenzer, die nach vier Semestern noch nicht so viel geschafft haben, wie sie eigentlich nach zweien sollten. Die werden auch locker 12 oder mehr Semester brauchen, bis sie mal fertig sind. Wenn man dieselbe Statistik nur mit Leuten führen würden, die ihr Studium ernst nehmen und sich engagieren, dann würde man (jedenfalls in unserem Physikstudiengang in unserer Uni) einen Durchschnitt von nichtmal 6 1/2 Semestern haben.

Hab übrigens auch einige Geisteswissenschaftler in meinem Freundeskreis. Die machen alle fast nichts für die Uni und schaffen ihre Regelzeit locker. Die sitzen da in ihren Seminaren (Die haben tatsächlich anwesenheitspflicht O.o) ihre Zeit ab, hören nicht zu und spielen da am Handy rum und schreiben zu den Seminaren dann in den Ferien jeweils an zwei Tagen eine Arbeit.

Ich glaube, das liegt heutzutage einfach an der Mentalität der Generation. Man wird durch das Abitur durchgekuschelt, damit möglichst viele Leute das Abi haben (Man vergleiche Abiturquoten von heute mit vor 30 Jahren) und dann wundern sich die jungen Leute, wenn es an der Uni tatsächlich mal ernst wird. Studieren ist kein Kindergarten und sollte es auch nicht sein; damit muss man sich abfinden. Faulen Drückeberger dagegen haben auf der Uni einfach nichts zu suchen.

In diesem Sinne lerne ich jetzt für meine theoretische Quantenmechanik-Prüfung weiter ;)
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28.07.2014 13:24 Uhr von ArkhamKnight
 
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@Gimpor
Sorry das Minus ist von mir. Sollte eigentlich ein Plus werden.

Sehe ich eigentlich genauso, doch ist dies von Uni zur Uni und Studiengang zu Studiengang unterschiedlich.

Zudem sollten die Party und Co Leute ab dem 3. Semester raus sein. Ist bei uns jedenfalls so.

Wenn man bei uns reinguckt, sieht man nur leere, traurige, seelenlose Augen in einem Gesicht, welches vergessen hat wie sich das Glücklichsein, die Freude, der Spaß am Leben anfühlt :D.

Die 8. Semester, welche ich im vorherigen Post erwähnt habe, setzten sich ran und ackern echt hart für die Klausuren. Also pauschal kann man nicht sagen, dass die Studenten zu faul sind. Wir haben Fächer, da fallen einem die Augen aus. Das krasseste war 93% Durchfallquote. Ich meine HALLO. Nur Leute, die sich unnormal damit befassen, Eltern der Studienrichtung haben und/oder einfach nur krass drauf sind, hatten diese Klausur bestanden. Ein Freund von mir hat Teil-/Autismus oder ist Savant (Denke vom Dinge her ist es das gleiche. Falls nicht tut es mir leid, möchte niemanden beleidigen oder zu nahe treten) hat diese Prüfung mit 4.0 bestanden. Der erwähnte Freund von mir hat 90% seiner Klausuren mit 1.7-1.0 bestanden. Alle meine anderen Freunde und ich selber sind durchgefallen. Und wir haben richtig hart geackert. Und solche Durchfallquoten sind bei uns die Regel.

Also bei meinem Studiengang schaffen es vielleicht 15 Leute im 6. Semester, mich mal frech eingeschlossen. Das sind 18.75%

Im Studiengang Maschinenbau schaffen es vielleicht 25 Leute in 6 Semestern (ich persönlich kenne keinen einzigen, der MB bei uns je in 6 Semestern geschafft hat weder persönlich, noch durch die Gerüchteküche) und das sind einfach mal 10%.

Die Zahlen stammen vom FSR

Nun zu behaupten, dass die 80 - 90 % die es nicht in 6 Semestern schaffen, ihr Studium nicht ernst nehmen, finde ich etwas redundant und teilweise frech. Nichts persönliches, kenne dich ja nicht, aber ich sehe wie die Leute ackern und arbeiten. Wir lernen einige Tage 16h. Das ist kein Witz, das machen wir wirklich. Ich komme manchmal erst um 8 Uhr morgens von der Uni. Haben ein cooles Gebäude, welches 24/7 auf ist.
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28.07.2014 20:22 Uhr von Hugh
 
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Wie immer wird die Diskussion dominiert von Halbwahrheiten, Äpfel-mit-Birnen-Vergleichen und einer Priese elitärer Eitelkeit.

Man muss klar sagen: Studiengang ist nicht gleich Studiengang! Eine allgemeine Aussage dazu, wie leicht oder schwer ein Bachelor (oder Diplom, oder Master) im Allgemeinen ist, ist IMHO nicht möglich.
Aber mal der Reihe nach:

"Der Bachelor ist mit dem Vordiplom gleichzusetzen" - wird oft behauptet (auch von Professoren), ist aber inhaltlich eine Halbwahrheit. Der Bachelor *soll* ein erster berufsqualifizierender Abschluss sein. Dass er in der Praxis in manchen Fällen nichts wert ist, bedeutet nicht im Umkehrschluss, dass der Bachelor die neue Bezeichnung des Vordiploms ist. Die Logik ist letztlich eine andere.

"Früher war alles besser... Diplom..., heutzutage, die Studenten. Taugen nix, können noch weniger" - Auch so ein Evergreen. Man selber hat ja noch das goldene Diplom (das international auch seinen goldenen Ruf hat, keine Frage), danach kamen nur noch Affen, die nichts mehr können und weinerlich sind. Genau. Und beim Führer gab es noch echte Kerle. Au weia...

"Bachelor ist total chillig/entspannt vs. 12 Klausuren im Semester" - immer werden die Extreme herangezogen. Ich behaupte mal provokant, dass es den total chilligen Studiengang nirgends gibt. Ich kenne niemanden, der nichts zu tun hat. Die Naturwissenschaften mögen traditionell eine Menschenmühle sein, aber dafür haben andere Disziplinen nicht im Umkehrschluss gar nichts zu tun. Wenn ich sehe, wie viele tausende Seiten Literatur sich die Geisteswissenschaftler so reinziehen sollen - na danke.

Davon ab habe ich mein Bachelor-Studium erlebt als eines, das zu 90% aus Ballast besteht. Ich habe da weder ein didaktisches Konzept erkennen können, noch übermäßig viele Dozenten, die sich um die Lehre gerissen hätten. Lieber feilt man an seiner wissenschaftlichen Karriere. Seminare zu 95% bestehend aus Referaten, die keiner hören und keiner halten will und Vorlesungen, die nur aus dem Ablesen von Powerpoint-Folien bestehen, die auch nicht selten von Rechtschreib- und Grammatikfehlern übersät sind. So zumindest in meinem Studiengang.
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28.07.2014 22:32 Uhr von TheRoadrunner
 
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Kein Wunder, wenn die Leute nach dem Bachelor was können *und* noch mehr Praxiserfahrung mitbringen sollen.
Zudem bestehen an vielen Unis nicht die notwendigen Möglichkeiten, z.B. Praktika dann zu belegen, wann sie eigentlich vorgesehen sind.

@ superhuber
"Das Diplom war international anerkannt und geachtet - und nach 7 bis 8 Semestern durchaus erreichbar."
Von welchen Studiengängen redest du denn bitte?! In den mir bekannten Ingenieursstudiengängen war meist 9 Semester die Regelstudienzeit, und das haben die wenigsten geschafft. Durchschnittliche Studienzeit lag, wenn ich mich richtig erinnere, eher bei 10,5 Semestern.

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