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Deutscher Student vergleicht Haftbedingungen in Österreich mit Käfighaltung von Hühnern

Der am vergangenen Dienstag in Wien unter anderem wegen Landfriedensbruchs verurteilte deutsche Student Josef S. aus Jena hat in einem Zeitungsinterview die Haftbedingungen in seiner sechsmonatigen Untersuchungshaft sowie die österreichische Justiz kritisiert.

So habe er in der Haft "sieben Tage die Woche 23 Stunden in der Zelle sitzen" müssen, Freizeitmöglichkeiten habe es kaum gegeben. Wörtlich sagte der 23-Jährige: "Wenn Leute Bio-Essen einkaufen und darauf achten, dass Eier nicht aus Käfighaltung kommen, aber dann Menschen so einsperren, ist das nicht okay".

Man würde in der Haft verzweifeln, weil man nicht weiß, was man tun soll. Außerdem ist Josef S. der Meinung, dass er wohl als österreichischer Staatsbürger nicht in U-Haft gekommen wäre. Er kritisiert auch den Prozessverlauf, entlastende Indizien seien vom Gericht nicht gewürdigt worden.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Österreich, Student, Deutscher, Käfighaltung
Quelle: derstandard.at

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.07.2014 09:35 Uhr von sooma
 
+11 | -5
 
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Also die gleichen Bedingungen in der U-Haft wie hierzulande. Worum geht´s also?

[ nachträglich editiert von sooma ]
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26.07.2014 09:40 Uhr von jschling
 
+11 | -2
 
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bezüglich allgemeiner Haftbedingungen will ich mal nichts sagen, aber während der U-Haft sollte es sich schon um eine adäquate Unterbringung handeln.
U-Haft = noch nicht verurteilt, wird eventuell freigesprochen = da gibt es noch nichts zu bestrafen (auch wenn die U-Haft Zeit auf eine Strafe angerechnet wird)
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26.07.2014 09:46 Uhr von jakethesnakeripper
 
+8 | -4
 
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Gras beim Wachsen anzustarren ist interessanter als diese News!
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26.07.2014 09:48 Uhr von salabimm
 
+4 | -7
 
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Scheint als bräuchte Österreich ein Bisschen Demokratie! http://static.fjcdn.com/...

[ nachträglich editiert von salabimm ]
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26.07.2014 09:57 Uhr von Kamimaze
 
+2 | -6
 
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@sooma:

> "Also die gleichen Bedingungen in der U-Haft wie hierzulande."

Nein, definitv nicht!
Ais *eigener* Erfahrung kann ich sagen, dass am als Straf-Gefanger (nicht U-Haft!) regelmäßig Aufschluss hat, kann sich als zumindest frei auf der Station bewegen, mehrere Stunden täglich. Zudem gibt es auch Bewegung im Freien, Sport zu machen, etc.
Je nachdem, was man mach (Schule, Ausbildung, Arbeit) ist man am Tag fast die ganze Zeit außerhalb des Haftraums, als der Zelle.

Hier mal der allgemeine Tagesablauf in einer Jugendstrafanstalt:

--> http://www.klinke-riesa.de/...

Wie gesagt, das gilt für Strafgefangene, da man als U-Häftling noch nicht verurteilt ist, sollten die Bedingungen nicht strenger sein - sind sie aber auch in D, da geb ich dir recht, weil man da eben nicht die Möglichkeit hat, in der Haft eine Ausbildung zu machen etc.

Bei U-Häftlingen, die wegen eines Staatsschutz-Deliktes angeklagt sind (dazu gehört auch Landfriedensbruch, wie bei Josef S.), gelten auch strengere Regeln...

[ nachträglich editiert von Kamimaze ]
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26.07.2014 10:02 Uhr von Schlauschnacker
 
+6 | -4
 
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Hühner aus der Käfighaltung wären sicher ganz froh, mal für 23 Stunden alleine eingesperrt zu sein.
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26.07.2014 10:06 Uhr von sooma
 
+2 | -6
 
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@Kamimaze:

Die Zeit der Untersuchungshaft dient ja - wie der Name schon sagt - der Untersuchung, es wird also noch ermittelt und geprüft und das gerichtliche Verfahren vorbereitet. Weniger "harte" Bedingungen in der U-Haft wären also völlig widersinnig.
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26.07.2014 10:11 Uhr von Kamimaze
 
+1 | -5
 
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@sooma:

Ja, aber der Delinquent gilt rechtlich als unschuldig...

Aber du hast wohl recht: "Obwohl auch für den in Untersuchungshaft genommenen Beschuldigten die Unschuldsvermutung gilt, und durch die Haft nur soweit in die Freiheitsrechte des Inhaftierten eingegriffen werden darf, wie dies zur Erreichung des Zwecks der Untersuchungshaft erforderlich ist, bestehen für den Beschuldigten in der Regel schärfere Haftbedingungen als im Regelvollzug"

Quelle: http://de.wikipedia.org/...
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26.07.2014 10:20 Uhr von Suffkopp
 
+1 | -3
 
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@jschling - U-Haft = noch nicht verurteilt, wird eventuell verurteilt!

Und nun?
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26.07.2014 10:23 Uhr von Holzmichel
 
+3 | -4
 
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Lustig, erst in einem anderen Land herumprollen und randalieren und sich im nachgang über die Konsequenzen beschweren!
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26.07.2014 10:33 Uhr von Bodensee2010
 
+3 | -3
 
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