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Arbeitsministerium will Missbrauch von Arbeitnehmern durch Werkverträge einschränken

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles will noch in diesem Jahr einen Gesetzesentwurf vorlegen, der die Nutzung von Werkverträgen eindämmen soll. Gegenüber der Zeitschrift "Superillu" sagte sie: "Wir müssen die Werkverträge in Deutschland besser kontrollieren und etwas gegen ihren Missbrauch tun".

Das Gesetz war bereits im Koalitionsvertrag geplant und soll im Jahr 2015 durchgesetzt werden. "Rechtswidrige Vertragskonstruktionen bei Werkverträgen zulasten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern müssen verhindert werden", heißt es in dem schwarz-roten Vertrag.

Zudem spricht sich Nahles für einen Mindestlohn innerhalb der EU aus, um die Arbeitnehmerfreizügigkeit zu stärken. Dieser müsse aber scharf kontrolliert werden, damit deutsche Arbeitnehmer nicht ausstechen oder ausländische Arbeiter ausgenutzt werden.


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WebReporter: WalterWhite
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Gesetz, Missbrauch, Arbeitnehmer, Mindestlohn, Andrea Nahles, Arbeitsvertrag, Werkvertrag
Quelle: spiegel.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.07.2014 21:06 Uhr von Knutscher
 
+24 | -2
 
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Jupp. Mal wieder ein Gesetzt. Aber erst werden noch die Ausnahmeregeln beschlossen; wie beim Mindestlohn.
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22.07.2014 21:39 Uhr von Sonny61
 
+5 | -1
 
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Wann kommt diese Frau endlich mal in der Realität an?!
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22.07.2014 21:51 Uhr von shadow#
 
+18 | -1
 
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"Nahles verteidigte darüber hinaus die Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU. Dazu brauche es aber klare Spielregeln. Ein scharf kontrollierter allgemeiner Mindestlohn gehöre dazu:"

Wieviele Länder innerhalb der EU haben nochmal einen Mindestlohn? 21?! ...


Damit "ausländische Arbeitnehmer nicht zu Dumpinglöhnen beschäftigt werden und deutsche Arbeiter ausstechen". "

Wie? Gäbe es in Deutschland einen Mindestlohn, könnte das nicht passieren.
(Abgesehen von der dummen Sache mit den massenweise illegal über Unterfirmen beschäftigten und ausgebeuteten Bauarbeitern die am Ende keiner mehr eingestellt oder beauftragt haben will wenn sie ohne Lohn und ohne Sozialbeiträge dastehen. Schon mal überlegt da was zu tun?)

"Zu achten sei darauf, "dass unsere Sozialsysteme nicht überfordert werden"."

Einfach: Aufhören, windigen Arbeitgebern den zu geringen Lohn ihrer Leibeigenen in Form von aufstockenden Leistungen zu bezuschussen.

"Superillu" - klar.
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22.07.2014 21:58 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -8
 
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Die eigentliche Realität ist doch, dass in der ganzen Geschichte der Menschheit "Angestellte und Arbeiter" eine Modeerscheinung der industriellen Neuzeit sind.
Vorher gab es freie Handwerker, Bauern, Beamte (schon bei den Ägyptern und Römer), Musiker, Gelehrte usw.
Für die harte Arbeit gab es unbezahlte Sklaven.
Angestellte bezahlen ihre Unfähigkeit und Bequemlichkeit, selbst nach eigenen Aufträgen zu suchen, nach wie vor damit, dass sie eben (oft niedrig) von ihrem Halter monatsweise bezahlt werden. Diese Bequemlichkeit der monatlich sicheren Zahlung hat den Preis des schlechten Lohnes.
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22.07.2014 22:29 Uhr von newschecker85
 
+6 | -2
 
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Oh da macht aber meine alte firma dann große Verluste, wenn sie die Ausländer (80% der Belegschaft) den MIndestlohn zahlen müssen. Andererseits will dort auch keiner arbeiten, egal wie es schlecht um denjenigen steht. In er Region hat die Firma halt seinen Ruf.

Fehlerquote hoch, Leistung unten, bevor die Ausländer kamen wars umgekehrt
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23.07.2014 09:18 Uhr von lesersh
 
+2 | -0
 
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Deutschland ist das europäische China
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23.07.2014 09:49 Uhr von PakToh
 
+2 | -0
 
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"[...]Rechtswidrige Vertragskonstruktionen bei Werkverträgen zulasten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern müssen verhindert werden[...]"
steh ich auf dem Schlauch oder ist das Politikerdeutsch für "Wir müssen ein gesetz machen, das Gesetzeswidriges Verhalten bestraft und verhindert."

Also per Definition sollten Rechtswidrige Vertragskonstruktionen auch jetzt schon zu ahnden sein, die Behörden sollten nur mal ihren faulen Arsch hoch kriegen und den Arbeitgeber, statt den ausgebeuteten Arbeitnehmer die Hölle heiß machen. Und ich meine nicht den Sachbearbeiter aufm Amt, der ist mit Arbeit zu bis oben, sodnern die in den Ministerien, welche dann wieder zurück weichen, wenn ein Arbeitgeber droht tausend Mann zu entlassen. - Soll er doch, wenn er neue eisntellt würde ich ihm die kompletten Kosten für die alten Arbeitnehmer, welche er feuerte in Rechnung stellen, schließlich brauchte er sie ja anscheinend doch...

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