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USA: Tabakkonzern muss Witwe von starkem Raucher 23 Milliarden Dollar zahlen

Ein Gericht in Florida hat den Tabakkonzern R.J. Reynolds Tobacco Company dazu verurteilt, der Witwe eines an Lungenkrebs verstorbenen Mannes, neben dem Schadensersatz in Höhe von 16,8 Millionen Dollar, zusätzlich 23,6 Milliarden Dollar als Entschädigung zu zahlen.

Grundlage für das Urteil war eine Sammelklage im Jahr 2006 mit einem Urteil über einer Entschädigungssumme in Höhe von insgesamt 134 Milliarden Dollar. Laut diesem Rechtsspruch müssen künftige Kläger nur einen Zusammenhang zwischen Nikotinsucht und der Erkrankung bzw. Todesursache nachweisen.

Reynolds Vizepräsident und Leiter der Rechtsabteilung, Jeffery Raborn, hält die Höhe der Schadenssumme aus diesem Urteil für extrem übertrieben und sieht darin einen Verstoß gegen das Staats- und Verfassungsrecht.


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WebReporter: montolui
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Entschädigung, Raucher, Witwe
Quelle: businessinsider.com

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.07.2014 10:24 Uhr von Mankind3
 
+43 | -3
 
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Da muss ich dem letzten Absatz mal zustimmen...es ist eine extrem lächerliche Summe.

Jedem sollte bewusst sein, was er mit seinem Körper anstellt wenn er raucht.
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20.07.2014 10:31 Uhr von Mecando
 
+29 | -2
 
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@ Mankind3 und benni-88

Man darf bei diesem Urteil nicht außer acht lassen, auf welche Zeit es sich begründet. In den 50ern und 60er Jahren waren die Folgen nicht in dem Maße bekannt wie heute, eher im Gegenteil. Es wurden sogar noch die positiven Effekte beworben, obwohl die Konzerne selber schon die Nachteile kannten.

Dennoch ist die Summer relativ hoch...
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20.07.2014 10:40 Uhr von Brem
 
+14 | -2
 
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Als Folge werden die Preise für Tabak und Zigaretten weiter steigen.

Die Summe ist gewaltig, dafür würde so mancher seinen Partner so lange Zigaretten in den Mund stecken bis sie verrecken.
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20.07.2014 10:51 Uhr von Perisecor
 
+13 | -3
 
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Das Urteil ist, wie immer, erstinstanzlich. In den folgenden Instanzen wird die Summe wie üblich massivst reduziert.
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20.07.2014 11:08 Uhr von osssssis
 
+3 | -4
 
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Die spinnen die Amis.
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20.07.2014 11:27 Uhr von Borgir
 
+4 | -2
 
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So ein Unsinn. Wenn ich mir vor einen Chevi werfe weil ich mich umbringen will muss der Auto-Bauer an meine Witwe dann auch bezahlen, weil mir eine Chevi-Stoßstange das Licht ausgeblasen hat....so ein Unsinn
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20.07.2014 11:31 Uhr von Klassenfeind
 
+6 | -4
 
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Da sieht man ja auch,wie unsere Regierung tickt, sie stellen fest, das Tabak, wie auch immer man ihn konsumiert, extrem gefährlich für die Gesundheit ist.
Das einzigste was aber unseren Politikern dazu einfällt,ist ...
Erhöhen wir mal die Steuer auf Tabak, dann wird alles gut..und gleichzeitig bekommen die Tabakbauern enorme Zuschüsse für den Anbau dieses Teufelskraut´s..wie bitte passt denn das zusammen ???

Wäre es nicht sinnvoller, den Besitz und Verkauf von Tabak-Produkten zu verbieten..??

Um Gottes Willen, N e i n ..denn dann bleibt ja der Profit aus, den man mit den Süchtigen machen kann , diese Politiker sind nichts weiter als Dealer und Mafia gleichzeitig..also Mafia der übelsten Sorte !!!!


E s i s t z u m K o t z e n !!!!

Diese Verlogenheit der Gesundheitsapostel !!!!


Die wollen nur Geld ..von Kranken ..wie tief kann man eigentlich noch sinken..


Ach ja,,,@ Borgir

Auf jeden fall, nämlich dann, wenn das Opfer süchtig nach Chevi´s war...vermute ich..

[ nachträglich editiert von Klassenfeind ]
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20.07.2014 12:07 Uhr von Ms.Ria
 
+3 | -0
 
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Meine Meinung:

sowas ist nur in den USA möglich... das Land der unbegrenzten juristischen Möglichkeiten ;-)

Ich gönne dieser Witwe natürlich allen Schadensersatz und Entschädigungen der Welt.. aber hier fehlt mir irgendwie die Verhältnismäßigkeit zum Geld.

Mit all dem Geld könnte man vermutlich alle Krebskranken der Welt heilen... aber an einem Menschen soll jetzt dieses Urteil gefällt und Strafe gezahlt werden. Irgendwie unfassbar..
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20.07.2014 13:37 Uhr von MR.Minus
 
+0 | -0
 
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die könnten sich gleich pleite melden
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20.07.2014 14:03 Uhr von oldtime
 
+2 | -0
 
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Die Tabakkonzerne sollte lieber gezwungen werden das Geld in die Krebsforschung zu stecken als das einer einzigen Witwe zu geben. Da haben dann evtl auch zukünftige Raucher was von.

Besser wäre zwar Zigaretten nur auf Rezept und nur für bereits aktive Raucher, aber das wird sich wohl nicht durchsetzen.
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20.07.2014 14:12 Uhr von Ottoman
 
+0 | -11
 
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20.07.2014 14:13 Uhr von Perisecor
 
+4 | -4
 
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@ Ottoman

Na, so lange keine Männer sterben ist mir das egal.
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20.07.2014 14:27 Uhr von Gorli
 
+0 | -0
 
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@ Brem: Die Preise sollen steigen? Wenn das Urteil rechtskräftig wird, kann der Konzern seine Koffer packen.
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20.07.2014 14:34 Uhr von Tuvok_
 
+3 | -0
 
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Ottoman
was soll der scheiss hier ??? Die Penner kloppen sich da unten jetzt seit mind 50 Jahren und werden es auch die nächsten 50-100 noch tun... Du kriegst da keine Ruhe rein... WIE AUCH. Da wird immer jemand wieder von vorne anfangen bis da nicht eine Seite komplett ähhh "befriedet" wurde. Beide Fronten sind dermaßen verhärtet das es noch ewig dauern wird bis Ruhe ist. Da müssten schon ein par Aliens Landen oder ne andere Katastrophe eintreten um diese beiden Lager von deren Idiotischen Konflikt abzuhalten.

Back to topic:
Mal wieder Typisch AMI das Land der unbegrenzten Entschädigungs zahlungen selbst wenn sie Astronomisch unsinnige höhen erreichen. Die einzigen die da von Profitieren sind die Anwälte. Da werden siche rbald einige neue Supersportwagen und Luxusjachten in Auftrag gegeben.

[ nachträglich editiert von Tuvok_ ]
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20.07.2014 16:30 Uhr von mcdar
 
+0 | -0
 
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... Science Fiction vor Gericht, oder wie kann eine Einzelperson solche Ansprüche legitimieren?
...das Geld kommt auch nicht aus eigener Tasche, sondern der Konsumenten etc. so dass sich bei finanzträchtigen Organisationen "der Hund in seinen Schwanz beißt", bei solchen Sanktionen, die nur auf Geld basieren...eine falsche Art der Wohlfahrt...
...aber sonst anfangs "live fast die young" und schließlich Klage-Frust...(?!)
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20.07.2014 18:33 Uhr von DarkBluesky
 
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Tja, es ist so das mann dann seine Familie in ein besseres Leben bringen kann , wenn der Vater raucher ist und Lungenkrebs die Folge. 23 Mille ist schon eine hohe Hausnummer. Aber eigentlich müsste man nachweisen , das er nur diese geraucht hat und nicht andere.......
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20.07.2014 18:45 Uhr von Lornsen
 
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es geht um den Streitwert. Dementsprechend stopfen sich die Anwälte mit Geld die Taschen zu. Selbstverständlich bekommen die Richter davon was ab.
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20.07.2014 21:33 Uhr von Jlaebbischer
 
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Stimmt Carnap. Heute erst wieder am Strand gemerkt. Ich hatte die Wahl, einmal den Strand abzugehen um einen wirklich sauberen Platz zu finden, oder mich damit abzufinden, Zigarettenreste oder Reste anderer Dinge in der Nähe liegen zu haben. Und da wundert man sich, dass die Natur vor die Hunde geht. Vor allem, wo es zumindest dort mehr als genügend regelmässig geleerte Mülleimer gibt.
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21.07.2014 10:10 Uhr von GottesBote
 
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Könnte mir ein rechtlich versierter hier eine Frage beantworten?

Nun da das Urteil gesprochen wird, wird das Geld sofort ausgezahlt? Ein Kumpel von mir meint die Gegenseite würde in Revision gehen und es könnte Jahrzehnte dauern. Nun frage ich mich: Wieso Jahrzehnte? Klar, die Revision wird wohl kein Monat dauern, aber irgendwann in 2-3 Jahren müsste doch dann das abschließende Urteil gefallen sein oder?
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21.07.2014 16:17 Uhr von moritz19
 
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das urteil mit begründung ist nur ein witz.,wie alles in den staaten.
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21.07.2014 18:24 Uhr von bemo01
 
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@gottesbote

Lassen wir mal die ganzen Trolle außen vor und kommen zu Fakten:
Entgegen der weit verbreiteten Meinung, richten sich amerikanische RA-Honorare nicht nach einem Streitwert. Es gibt keine verbindliche Gebührenordnung wie in Deutschland. Die Abrechnung erfolgt auf Basis von Pauschalen bzw. Stundensätzen. Da "Normalbürger" sich aufwändige Prozesse schlicht und ergreifend nicht leisten können besteht die Möglichkeit ein Erfolgshonorar zu vereinbaren. Das muss allerdings noch vom Gericht auf Verhältnismäßigkeit überprüft werden. Diese Überprüfung bezieht sich auf erbrachte Arbeitsleistung- nicht auf den Streitwert.

Die Urteilsbegründung habe ich ebenso wenig gelesen wie die Prozessakten, ich bezweifele allerdings die Vermutung, die Amerikaner und speziell die dortige Rechtsordnung sei "spinnert".
Die amerikanischen Geldstrafen orientieren sich an einem relativ komplizierten System, das den hiesigen Tagessätzen ähnelt. Nach dem Motto: wird eine "arme Sau" zu 1000$ Schadenersatz verurteilt, führt das in den Ruin, eine große Firma (Tabak, Autos, Computer, Banken u.ä.) lacht über solche Beträge - so ergeben sich teilweise absurde Summen.

Nun zur eigentlichen Frage: Der Betrag wird nicht ausgezahlt. Die Revision erfolgt umgehend, der Prozess wird allerdings nicht sehr lange dauern (1-2 Jahre).
Aus den o.g. Gründen kommt diese Summe heraus. Die würde allerdings ausreichen, das Unternehmen in den Ruin zu treiben. Abgesehen von den verlorenen Arbeitsplätzen, bestünde auch keine Möglichkeit den Schadenersatz auszuzahlen, weil die Summe einfach nicht vorhanden ist.
Es greift ein weiteres Gesetz, welches eben diese Zahlungsunfähigkeit verhindert und die Summe radikal zusammenstreicht. Das ist auch in anderen Prozessen so geschehen.
Noch eine Anmerkung: Auch wenn einige meinen, die Insolvenz einer Tabakfirma wäre eine gute Sache- ein Gesetz hat keine "moralische" Komponente. Es gilt generell, egal ob die Firma Zigaretten, Toilettenpapier oder Babynahrung herstellt.

Ich hoffe Ihnen ein wenig weiter geholfen zu haben.
MfG
Bemo

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