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Urteil: Spam-Ordner von geschäftlichen E-Mails muss täglich gecheckt werden

Das Landgericht Bonn hat in einem Urteil entschieden, dass Nutzer von geschäftlichen E-Mails dazu verpflichtet sind, ihren Spam-Ordner täglich zu kontrollieren.

Geklagt wurde gegen einen Rechtsanwalt, der eine Mail der Gegenseite nicht rechtzeitig las und so nicht weiterleiten konnte.

Der Mandatin entstand dadurch ein großer Schaden, denn sie verlor den Prozess. Der Anwalt muss nun den Schaden in Höhe von rund 90.000 Euro bezahlen.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Spam, Ordner
Quelle: heise.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.07.2014 13:07 Uhr von jens3001
 
+8 | -13
 
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absolut unrealistisches urteil. teilweise werden die inhalte des spam-ordner sofort nach schliessen des email-programms gelöscht.

bei grösseren firmen ist der spam-ordner auch nicht nur der im eigenen email-programm, sondern es gibt noch einen firmen-eigenen, der zentral auf einem server liegt - teils noch nicht mal in der selben stadt.
wer soll sich den denn bitte ansehen?

dank spam-mails kommen locker mal ein paar hundert spam-mails pro tag rein. die liest sich doch kein mensch mehr durch ob da nicht evtl. noch was wichtiges drunter ist.


lösung:

gerade bei solch wichtigen dingen ist der postweg mit zustellbestätigung zu bevorzugen, im zweifelsfall noch ein kurzer anruf.


das urteil ist sicher anfechtbar, da in der realität nicht umsetzbar.
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15.07.2014 13:17 Uhr von Pils28
 
+24 | -5
 
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Auch Spam sind empfangene eMails. Wenn ich zu Hause einen Brief zwischen Prospekten übersehe und wegschmeiße ist dies auch meine Verantwortlichkeit.
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15.07.2014 13:34 Uhr von Doktor_Frankistone
 
+8 | -6
 
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@ Pils
Richtig.
Du durchkramst aber auch nicht täglich deine Papiertonne und guckst ob dir tatsächlich etwas zwischengeraten ist.
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15.07.2014 14:22 Uhr von TeKILLA100101
 
+1 | -3
 
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@jens3001

Was für ein Quatsch... In großen Unternehmen arbeiten auch viele Leute, wenn also 100 Spam Mails jeden Tag kommen und es arbeiten 100 Leute in dem Unternehmen, die auch das Mailprogramm nutzen, dann ist das nicht viel zu kontrollieren...

Bei uns geht es auch, es sind ca. 30 Leute, die jeden Tag zwischen 7:30 - 22 Uhr Computerarbeitsplätze haben und Emails bearbeiten. Bei uns wird keine Email gelöscht. Da wird alles archiviert!

Wenn dann allerdings Emails kommen, die im Betreff schon "Penis enlargement" oder ähnliches stehen haben, kannste die auch getrost in den Papierkorb schieben, da brauchste nix kontrollieren...
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15.07.2014 14:32 Uhr von LucasXXL
 
+6 | -6
 
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Das Urteil ist echt bescheiden, bei unseren bekannten E-Mail laufen so 150 - 300 Spams am Tag auf. Das nervt echt die noch durchzuschaun. Dafür habe ich doch den Spamordner. Die sollen das dann bitteschön per Post zusenden!
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15.07.2014 14:58 Uhr von advicer
 
+6 | -1
 
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Ein neues Geschäftsfeld für Betrüger? Da könnte einer doch glatt ein paar typische Wörter in sein emails einbauen und wenn der Geschäftspartner dann wegen der gefilterten email was versäumt, habe ich ihn am Sack?
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15.07.2014 15:24 Uhr von Bobbelix60
 
+3 | -0
 
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Sehr bedenklich das Urteil. Kann mich grob an ein anderes Urteil erinnern, in dem darüber entschieden wurde, dass eine E-Mail nicht auf eine rechtliche Stufe mit einem Fax oder Brief gesetzt werden darf. Damals hat eine Behörde eine E-Mail wochenlang nicht beantwortet, wodurch irgendeine Frist abgelaufen ist. Den Schaden hatte nicht die Behörde, sondern der Schreiber der E-Mail.

Als Begründung wurde genannt, dass die Mail nur in virtueller Form in den Empfangbereichs der Behörde kam und somit erst durch Ausdruck eine rechtliche Wirkung - sprich "empfangen = zugestellt" erreicht. Ein Fax oder Brief ist immer durch Zustellung durch den Postboten empfangen/zugestellt.
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15.07.2014 19:14 Uhr von Isengrin
 
+0 | -0
 
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Ich denke nicht, dass das ein Grundsatzurteil ist.

Ist diesem Fall hat der Anwalt trotz Kenntnis, der/die/das Mail nicht weitergeleitet.

Aber ein Blick über die Betreffzeile werfen, schadet nicht. Das mach ich au immer, bevor der Ordner geleert wird.
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15.07.2014 22:08 Uhr von bigpapa
 
+0 | -1
 
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Richtiges Urteil

Heute zu Tage wird der Spamabwehr einfach zu viel vertraut.
Aber es können dort immer noch wichtige Infos sein.

Und wo steht geschrieben, das man die Mails lesen muss. ??
Man liest die Kopfzeile, macht bei 500 Mails max. 2 min. (*getestet*).

Ich war Admin einer Firma. Ich hab alle Spams gesammelt und alle 1-2 Tage mal überprüft. Und nun dürft ihr noch mal lachen, ich habe JEDE !!! E-Mail gesichert. 25 GB Bluerray pro Monat hat immer ausgereicht. Hat ein Script übrigens automatisch vorbereitet, ich musste nur noch die Disk einlegen, nach den Brennen Aufkleber auf die Hülle und ab in den Tresor. War halt meinen Interpretation der Rechtsprechung.

Das Ergebnis war, das ich nach ca. 6 Monaten eine White-List von ca. 120 Email-Adressen hatte. Ein Eintrag in diese Liste setzte den Bewertungs-Faktor der Email um 500 Punkte höher. Das war so hoch, das es sie nie mehr in der Liste aufgetaucht sind.

Aber ich persönlich habe die Angewohnheit wichtigen E-Mails hinterher zu telefonieren. Dafür wurde ich auch schon ausgelacht, aber meist nicht alt zu lange. :)

Grund : Er Empfänger ist danach auch mal wegen den Spamordner auf die Nase gefallen, oder meine wichtige E-Mail ist genau da gelandet.

Gruß

BIGPAPA
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15.07.2014 22:14 Uhr von bigpapa
 
+2 | -1
 
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@Bobbelix60

Faxe gelten als Dokument aber NICHT als Zugestellt. !!!

Begründung, Wegen Papierstau / Speicherverlust kann der Emfang nicht sichergestellt sein.

Link -> http://www.jurpc.de/...
Zitat des Link : "Auch das Vorliegen eines Sendeprotokolls ändert daran nichts: "Der Nachweis eines Zugangs per Telefax kann nicht durch den Beweis des Absendens geführt werden. Das Vorliegen eines Sendeprotokolls begründet keinen Anscheinsbeweis." (OLG München, Az. 7 U 5553/92 v. 16.12.92),"

Einschreiben ist die einzige brauchbare Methode,
Die sicherste (und teuerste) die Zustellung durch ein Gerichtsbeamten.

Gruß

BIGPAPA
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16.07.2014 11:39 Uhr von jens3001
 
+1 | -0
 
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TeKilla

Nein, kein Quatsch. Ich weiss ja nicht wo du arbeitest aber mit den 100 Spammails pro Tag rede ich von 1 Person, nicht von der gesamten Firma.

Wir arbeiten hier international, sogar weltweit, und die Emailadressen sind überall im Netz verfügbar, verbreitet und in weiss Gott wievielen Verteilerlisten und Kontaktdateien.
Ohne Spamfilter wäre ich hier ernsthaft aufgeschmissen. Diesen Spam aber auch noch täglich durchzusehen - die Zeit habe ich nicht.


Anhang des Betreffs auszufiltern bringt auch nichts, da manche Spam-mails inzwischen gut genug sind um einen halbwegs sinnvollen Betreff zu haben.

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