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Digitale Inhalte aus dem Ausland werden umsatzsteuerpflichtig

Ab 2015 fällt auch Umsatzsteuer auf Inhalte wie Apps oder e-Books an, wenn man sie bei einem Anbieter aus dem Ausland kauft.

Hierbei wird EU-Recht angewendet, was jetzt durch den Bundesrat bestätigt wurde.

Bislang galt bei Käufen durch Privatleute, dass die Umsatzsteuer im Land des Anbieters fällig wurde.


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WebReporter: Sittichvieh
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Ausland, Kauf, App, E-Book, Umsatzsteuer
Quelle: heise.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.07.2014 11:18 Uhr von rubberduck09
 
+8 | -1
 
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Ein korrektes Gesetz aber mit soooooo einem Pferdefuß!

Wie soll denn ein kleiner Anbieter bitte für jedes Land seine je. 5 cent an Steuern abführen?

Hat vermutlich keiner von den Gesetz-einführenden drüber nachgedacht.

Grade bei Bezahlung über PayPal oder ähnlichem und Download ist ja dem Anbieter gar nicht bekannt woher der Kunde kommt und aufgrund der gebotenen Datensparsamkeit will er das evtl. auch gar nicht wissen. (Nicht jeder heisst Google oder NSA)

Das einzige was da jetzt helfen könnte: PayPal (als Beispiel) weiss ja (meist) wo der Kunde wohnt und könnte die Steuer entsprechend abrechnen. Mal sehen wie lange es dauert bis die Bezahldienste entsprechendes anbieten.
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14.07.2014 11:35 Uhr von PakToh
 
+3 | -2
 
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@rubberduck09 1. Gilt das Gesetz nur in der EU, d.h. ein Anbieter aus den USA müßte sowohl US-Steuern zahlen, da die dortige Behörde sagen wird "wurde bei uns verkauft", als auch in der EU, z,b, Deutschland, weil wir sagen "Ist unser Bürger und somit bei uns gekauft".

Man sollte eher pragmatisch denken: Firmen wie Apple und Amazon, auf die das wahrscheinlich abzielt, die umgehen Steuern eh so weit es geht.

Und ein privater Programmierer, der mal 10 Euro für ein Programm bekommt wird kaum vom Deutschen Finanzamt was zu befürchten haben, wenn er US-Bürger in den Staaten ist. - Der hat vor dem Deutschen Finanzamt *Hust* weniger Angst als eine Eintagsfliege vor der nächsten Eiszeit...

eidtragend sind die endkunden, die womöglich in eine Illegalität ihrer Käufegedrängt werden und eben kleinere Firmen, die gerade am Aufstreben sind und evtl auch innerhalb der EU vertreiben wollen.
Das wird dann in Zukunft fast unmöglich, da man dort sehr wohl belangt werden kann und am Ende wird das Gesetz (wie so viele) das Gegenteil von dem bewirken, was es eigentlich sollte...


PS: Gesetze werden von der Legislativen, also dem Bundestag / ggf mit dem Budnesrat eingeführt.

[ nachträglich editiert von PakToh ]
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14.07.2014 16:06 Uhr von damokless
 
+3 | -1
 
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Super Plan. Das kann man ja so gut kontrollieren. ^^
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15.07.2014 06:11 Uhr von NilsGH
 
+1 | -1
 
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@ damokless:

Ja, kann man: Deutscher App-Store >> Zahlung deutscher Steuern. Englischer App-Store >> Zahlung an Großbritannien. US-amerikanischer App-Store >> nur Zahlung an US-Behörden.

Was ist daran so schwierig? Es geht doch gar nicht um den Kunden selbst ... zumindest nicht direkt. Es ist doch ein Leichtes herauszufinden, ob eine App "nach Deutschland" verkauft wurde oder nicht: Eingestellte Sprache, IP-Adresse, Mobilgeräte in Deutschland verkauft, etc. ... Apple und Google wissen doch genau, wo die Käufer hocken.

Klar, wenn ich das als Kunde will, kann ich Apple oder Google auch vorgaukeln, dass ich Amerikaner, Engländer oder Chinese bin. Habe selbst einen zusätzlichen Account im Ausland, da nicht alle Apps in Deutschland verfügbar sind.

Aber das ist dann ja nicht das Problem der Firmen: Dann zahlen sie Steuern einfach im entsprechenden Land. Diejenigen Kunden, die das tun, werden wohl im einstelligen Prozentbereich (wenn überhaupt) liegen.

[ nachträglich editiert von NilsGH ]

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