12.07.14 08:33 Uhr
 1.245
 

Deutschtest für nachziehende Türken abgeschafft: Andere Nationen werden benachteiligt

Am vergangenen Donnerstag entschied der Europäische Gerichtshof, dass verbliebene Ehepartner aus der Türkei in Deutschland einreisen dürfen, auch wenn sie keinen Deutschtest ablegen oder diesen nicht schaffen (ShortNews berichtete).

Eine neue statistische Erhebung ergab, dass die Ehepartner aus Pakistan, Bangladesch oder Irak beim Deutschtest meist versagen. Allgemein bezogen ist es sogar jede/r Dritte. Laut Bundesgeschäftsführerin Hiltrud Stöcker-Zafari, sei es unverantwortlich, dass alle türkischen Ehepartner Deutsch lernen.

"Wenn Sie einen Kurs belegen wollen, der 600 Kilometer von ihrem Wohnort entfernt ist - und die Entfernungen sind nicht so einfach zu überwinden wie in Deutschland - dann heißt das, dass Sie ihren Wohnort für die Zeit des Kurses verlegen müssen. Und das ist nicht für alle möglich", sagte sie.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Crushial
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Türkei, Update, Europäischer Gerichtshof, Sprachtest, Deutschtest, Ehegattennachzug
Quelle: dw.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte lehnt Beschwerde von NPD ab
Europäischer Gerichtshof erklärt deutsche Medikament-Preisbindung für unzulässig
Europäischer Gerichtshof (EuGH) schränkt Sozialhilfe für Ausländer ein

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
12.07.2014 08:46 Uhr von DelphiKing
 
+16 | -6
 
ANZEIGEN
Wer nach Deutschland ziehen will, muss doch eh seinen Wohnort verlegen… wieso kann man das dann nicht schon für den Deutschkurs? Oo
Kommentar ansehen
12.07.2014 08:59 Uhr von NilsGH
 
+21 | -5
 
ANZEIGEN
"Laut Bundesgeschäftsführerin Hiltrud Stöcker-Zafari, sei es unverantwortlich, dass alle türkischen Ehepartner Deutsch lernen."

Unverantwortlich ist nur, was diese Frau so von sich gibt.

Bei dieser Diskussion geht es nicht um Diskriminierung der Menschen. Wenn ich in ein fremdes Land mit völlig anderer Kultur ziehen möchte, dann muss ich der dortigen Sprache mächtig sein; und das aus vielerlei Gründen:

1. Behördengänge sind unumgänglich. Ich muss mich also zumindest rudimentär verständlich machen können.

2. Ich möchte dort doch nicht isoliert wohnen. Also muss ich mich auch mit meinen Nachbarn unterhalten können.

3. Als Frau bin ich ohne Kenntnis der Landessprache zu 100 % abhängig von meinem Mann und / oder meienr Familie. Selbstständigkeit gleich null. Das mag in der Herkunftskultur Gang und Gäbe sein, aber in vielen anderen Kulturen eben nicht.

Diese Liste ließe sich beliebig fortführen.

Diese Politiker kommen immer mit der Diskriminierungskeule. Man muss das Ganze auch mal von der anderen Seite betrachten: Was tut man diesen Menschen an, indem man ihnen das Leben in einem fremden Land ohne Kenntnisse über Sprache und Kultur erlaubt? Für viele stellt dies einen absoluten Kulturschock dar, der am Ende in Isolation mündet. Das Schüren von Vorurteilen auf beiden Seiten - bei den Zugezogenen und den Anwohnern - ist so Vorprogrammiert.

Das Argument, dass Sprachkurse im Heimatland für viele nur schwer zugänglich sind, kann nicht gelten. Es ist ein Scheinargument: Wenn Deutsche z.B. nach Dalmatien oder in den Iran auswandern möchte - warum auch immer - muss ich vorher auch zusehen, dass ich einen Kurs finde, der Dalmatisch oder Persisch anbietet. Das ist in Detuschland auch keine einfache Aufgabe. Das interessiert die dortigen Behörden aber auch nicht im Geringsten - und das zurecht.

Seltsamerweise muss bei uns aber darauf Rücksicht genommen werden, dass der Deutschkurs in anderen Ländern nicht in jedem Pupskaff angeboten wird?
Kommentar ansehen
12.07.2014 09:14 Uhr von NilsGH
 
+12 | -4
 
ANZEIGEN
@ Gothminister:
"... angesichts aller anderen Ausländer auch noch diskriminierend"

Genau so sehe ich das auch. Selbst Migranten, die hier leben, unterstützen derartige Beschlüsse zu einem großen Teil nicht. Für jeden Menschen mit Migrationshintergrund, der sich (um dieses politisch korrekte Unwort zu gebrauchen) hier "integriert" hat, sind derartige Gesetze ein Schlag ins Gesicht. Sie selbst wissen am Besten, wie hart es ist, hier oder in einem anderen Land ohne entsprechende Vorbereitung "aufzuschlagen".
Kommentar ansehen
12.07.2014 10:59 Uhr von TeKILLA100101
 
+4 | -3
 
ANZEIGEN
@benjaminx

Wenn unsere selten dämlichen Politiker damals nicht so saudumme Verträge gemacht hätten, würden sie uns jetzt auch nicht um die Ohren geschlagen werden...

Ich kann die Türken verstehen, aber unsere Politiker mal wieder nicht...
Kommentar ansehen
12.07.2014 11:42 Uhr von MR.Minus
 
+1 | -4
 
ANZEIGEN
die eu Mitgliedsländer müssen auch kein deutsch lernen, man sollte komplett den scheiss abschaffen. Aus einem Bericht habe ich gelesen das der Deutschkurs nur grossen Städten gibt wer soll das alles zahlen ??? Die Übernachtung, Deutschkurs muss man alles selber zahlen...
Kommentar ansehen
12.07.2014 11:53 Uhr von faktkonkret
 
+1 | -3
 
ANZEIGEN
also um deutsch zu lernen z.B. mit Cd oder Kassette oder Internet vielleicht eventuell mit einem Wörterbuch muss man umziehen. Habe ich da etwas falsch verstanden.
Kommentar ansehen
12.07.2014 12:17 Uhr von muhkuh27
 
+1 | -4
 
ANZEIGEN
Es geht hier immernoch um ein Schlupfloch, das ungefähr 50 Jahre alt ist.. Das wird in den nächstens Monaten gestopft werden. Die Aufregung ist recht sinnlos..
Kommentar ansehen
12.07.2014 12:26 Uhr von faktkonkret
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Frage mich immer wieder wie die analphabetischen die deutschen Sozialgesetzbücher ansehen und dabei genau ihre Rechte herauslesen können.
Gehe mal davon aus, das Lesen von Gesetzbücher genau so funktioniert wie dass eines Wörterbuchs, eher schwerer.
Kommentar ansehen
12.07.2014 12:33 Uhr von faktkonkret
 
+2 | -4
 
ANZEIGEN
@ muhkuh27

wie kommst du darauf. Die Verwandschaft der türkischen Mitbewohner welche in der Türkei wohnt ist mit krankenversichert. Dies ist lange bekannt und überholt. Allerdings wurde nichts geändert.
Deine ( wenn du Deutscher bist ) Oma ist hier nicht mitversichert.
Ich bin nicht ausländerfeindlich, aber eine gewisse Gleichbehandlung oder Fairness sollte doch vorhanden sein.
Ich glaube nicht das es in den nächsten Monaten eine Änderung gibt.
Kommentar ansehen
12.07.2014 16:17 Uhr von das_leben_ist_schoen
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@MR.Minus
"Aus einem Bericht habe ich gelesen das der Deutschkurs nur grossen Städten gibt wer soll das alles zahlen ???"

Da es um den Ehegattennachzug geht, würde ich den Ehepartner vorschlagen, der auch hier dann den Unterhalt sicher stellt.
Kommentar ansehen
12.07.2014 19:59 Uhr von Atze2
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Parallelgesellschaft ohne deutsch zu können funktioniert hervorragend.

Beispiel Düsseldorf-Oberkassel/Niederkassel. Tausende Japaner haben dort ihr klein Tokio. Und keinen stört es. Warum?

- sie stellen keine Forderungen
- sie brauchen keinen "Integrationsbeauftragten"
- sie ziehen nicht "Brandschatzend" durch U-Bahnen und "Messern" (ok, etwas übertrieben ausgedrückt)
- der Bildungsgrad ist extrem hoch
- die Kriminalitätsrate ist extrem niedrig
- sie kacken nicht überall hin oder verunstalten ihr Viertel mit Müll
- die Transferleistungen sind kaum der Rede wert
- sie wollen uns nicht ihre "Kultur" aufdrücken
- sie benötigen keine öffentlichen Bühnen für Prediger
- sie respektieren unsere Werte (GG)
- etc etc etc


zu deutsch:
diese Parallelgesellschaft lässt einfach die anderen in Ruhe.
Dann benötigt es auch kein Integrationsgeschwafel oder what ever.
Und da ist es mir schnurz piep-egal ob die deutsch können oder nicht. Da reicht englisch vollkommen aus um sich zu verständigen.
Da liegt der feine aber entscheidende Unterschied!

[ nachträglich editiert von Atze2 ]
Kommentar ansehen
13.07.2014 01:17 Uhr von ElChefo
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Thomas Rietzschel hat das gesamte Thema ziemlich genau auf den Punkt gebracht:

http://www.achgut.com/...
Kommentar ansehen
14.07.2014 14:57 Uhr von borussenflut
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Deutsch ist hier Amtssprache, es wird Zeit,
das der Gesetzgeber das nun auch mit aller
Konsequenz durchsetzt.
In Zukunft bitte keine Dolmetscher auf dem Amt
und keine Führerscheinunterlagen auf Ausländisch.

Dagegen kann der EU-Gerichtshof nichts einwenden.

Nach dem Urteil wird es Zeit, die Samthandschuhe
einzupacken , die Integrationspolitik ist auf
ganzer Linie gescheitert und lt. Urteil
auch nicht erwünscht.

Refresh |<-- <-   1-13/13   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte lehnt Beschwerde von NPD ab
Europäischer Gerichtshof erklärt deutsche Medikament-Preisbindung für unzulässig
Europäischer Gerichtshof (EuGH) schränkt Sozialhilfe für Ausländer ein


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?