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"Der Rassist in uns": ZDF Neo-Doku zeigt, wie schnell man Opfer oder Täter wird

In einer ZDF Neo-Dokumentation legt ein soziales Experiment offen, wie schnell Menschen Opfer oder Täter von Rassismus werden können. Geleitet vom Anti-Rassismus-Trainer Jürgen Schlichter wurden dazu 40 nichts-ahnende Probanden zu einem Workshop eingeladen, in dem Blauäugige gezielt diskriminiert wurden.

Von Beginn an wurden die Blauäugigen mit Feindseligkeit, Unfreundlichkeit und einer herablassenden, autoritären Art behandelt. Den Teilnehmern mit dunklen Augen dagegen begegnete der Leiter freundlich und zuvorkommend.

Zwar verunsicherte die Schikane sowohl Blau- als auch Braunäugige. Dennoch begehrte niemand auf. "Ich bin über mich erstaunt, dass ich nicht nach meinen Werten gehandelt habe und doch etwas gelähmt war", so zum Beispiel einer der braunäugigen Probanden.


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Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Opfer, Täter, ZDF, Doku, Rassist, schnell, Neo
Quelle: stern.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.07.2014 15:12 Uhr von HumancentiPad
 
+19 | -14
 
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Naja das jemand wegen der Augenfarbe diskriminiert wurde habe ich noch nicht gehört!
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11.07.2014 15:58 Uhr von Rychveldir
 
+4 | -3
 
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Wurde denen gesagt, dass es gegen Blauäugige geht oder haben sie vielleicht das Kriterium dahinter gar nicht kapiert?
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11.07.2014 16:54 Uhr von magnificus
 
+10 | -12
 
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Hier bei SN wird man schnell zum Opfer und gleich als Nazi beschimpft, wenn man nicht jeden Sch* mit machen will.

Ich hätte auch ein Beispiel, dass aber konsequenter Weise gelöscht wurde.

[ nachträglich editiert von magnificus ]
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11.07.2014 17:09 Uhr von generalviper
 
+5 | -0
 
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"Find solche Experimente immer so ne seltsame Sache.
Klar es zeigt wie schnell Otto-Normalbürger zum Täter werden kann, allerdings begünstigt die Situation und die Grundhaltung die Situation ja so, wie es in Realität kaum vorkommt."

Das ist so nicht richtig. Als Beispiel verhalten sich viele Menschen anders, wenn sie alleine oder zu zweit sind, als wenn sie in einer Gruppe unterwegs sind.

In größeren Gruppen ist oft zu betrachten, dass bei Diskussionen die meisten Mitglieder ihre Meinung der Mehrheit anpassen. Auch das Äußern der eigenen Meinung findet in Gruppen sehr oft nicht mehr statt, wenn man weiss, dass man mit seiner Meinung alleine stehen will.

Und gerade was Diskreminierung angeht, möchte in niemand gerne aus der Anonymität der Gruppe hervorgehen, indem er sich dagegen stellt, oder moralisch eingreift - denn das könnte ihn isolieren.

Zu solchen Verhaltensweisen in Gruppen / Rudeln unter Menschen gibt es schon zig interessante Experimente...
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11.07.2014 17:55 Uhr von Knutscher
 
+2 | -6
 
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@ generalviper

"Und gerade was Diskreminierung angeht, möchte in niemand gerne aus der Anonymität der Gruppe hervorgehen, indem er sich dagegen stellt, oder moralisch eingreift - denn das könnte ihn isolieren."

Also DAS meinst Du aber jetzt nicht ernst ?!?!

Wenn ich mit den Handlungen meiner Mitmenschen/ Gruppe/ Freunde nicht einverstanden bin, sage ich das!
Gerade von Freunden erwarte ich mir, das sie meine Meinung und Argumente respektieren.
Ansonsten bin ich mit den völlig falschen Menschen zusammen.
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11.07.2014 18:03 Uhr von generalviper
 
+6 | -0
 
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Hier geht es nicht um Freunde. Hier geht es um zufällige Gruppen die sich eben bilden.

Wichtig sind solche Experimente z.B. um zu verstehen, warum an U - Bahnhöfen niemand einschreitet, wenn Unrecht passiert.

Oder für Staaten, um Demonstrationen nachvollziehen zu können.


Und zudem: Was für dich gilt, gilt für andere nicht. Viele haben gerade in Gruppen Angst davor, sich durch die "falsche" aber moralisch richtige Meinung zu isolieren. Das ist leider Tatsach. Übrigens sind genau deswegen auch erst so Dinge wie das dritte Reich mit all seinen befremdlichen Verbrechen möglich geworden - wobei hier natürlich viele andere Faktoren wie Bespitzelung und Verrat mit hineinspielen.
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11.07.2014 20:23 Uhr von CoolTime
 
+3 | -4
 
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Falls jemand die Sendung sehen möchte:

http://www.zdf.de/...
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12.07.2014 00:57 Uhr von Hallominator
 
+5 | -3
 
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@ Djerun
Ausgrenzung von Andersartigem ist der Kernpunkt des rassistischen Denkens, da nämlich der Begriff einfach falsch benannt ist. Es gibt eben keine Menschenrassen, sondern Volksgruppen bzw. Anhänger einer bestimmten Kultur oder Religion, was man früher allerdings nicht so genau wusste.
Schon die alten Griechen haben sich den Barbaren gegenüber als überlegen dargestellt. Als das Christentum stark war, haben sie sich als überlegen gegenüber den Muslimen und Juden dargestellt.
Im großen und ganzen geht es um Fremdenfeindlichkeit. "Wir sind cool und die anderen schlecht. Deshalb haben wir mehr Rechte und die anderen dürfen uns egal sein, weil sie minderwertig sind." Die Betonung zur "Rasse" in dem Sinne wurde vor allem von Hitlers Propagandamaschinerie besonders angekurbelt (Arier und andere), da das eben die Grundlage des 2. Weltkriegs war.
Letztlich ist alles Unsinn, es gibt keine Rassen und somit eigentlich auch keinen Rassismus bei Menschen. Aber es gibt Fremdenfeindlichkeit. Ein anderes Beispiel ist der ganze Schlamassel mit "weißen" und "schwarzen" Menschen. Kompletter Unfug.

Rassismus müsste, von uns Menschen ausgehend, eigentlich alle anderen Tiere (Hunde, Katzen, Elefanten...) und eventuell Pflanzen betreffen. Eben alles andere, außer Menschen. Die Geschichte gönnt uns diese nachträgliche Änderung aber leider nicht mehr.
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12.07.2014 20:21 Uhr von Wachsames.Auge
 
+0 | -3
 
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???bin ich der einzige der hier (vor über 15 jahren) EW im Abi hatte?
Ist doch doch ein absolutes Uraltexperiment!
Stand in jedem schlechten Lehrbuch und es gibt schon 100 Filme über diesen Kram...
Wat is jetzt neu?
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12.07.2014 20:28 Uhr von Wachsames.Auge
 
+1 | -3
 
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...ach ja, zum googeln: Die Welle
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14.07.2014 12:39 Uhr von jo-28
 
+0 | -0
 
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Und für so einen Mist zahlen wir 7,5 Mrd. Euro Jahr für Jahr. Wie wärs mal Programmdirektoren der ÖR mal dafür zu schikanieren mit welchen Dreck sie uns Tag täglich beglücken?

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