11.07.14 09:25 Uhr
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Britische Justiz versucht Passwortherausgabe durch Beugehaft zu erzwingen

In England soll ein 22-Jähriger für sechs Monate ins Gefängnis, weil er den Behörden die Herausgabe des Passwortes verweigerte, mit dem er seinen verschlüsselten Rechner versehen hat. Er soll unter anderem für einen achtminütigen DDoS Angriff auf eine Website der Polizei verantwortlich sein.

Bereits im Januar wurde der Student verhaftet und sein Rechner beschlagnahmt. Der 22-Jährige weigerte sich jedoch, das Passwort herauszugeben. Darum soll er jetzt in Beugehaft genommen werden. Die Justiz begründet diese Maßnahme damit, dass man dadurch die nationale Sicherheit gefährdet sieht.

Auch in den USA hat ein Gericht in Massachusetts Ende Juni die Entscheidung getroffen, dass Behörden die Passwörter des Computers eines Verdächtigen fordern dürfen. In diesem Fall handelte es sich um einen Anwalt, der in Hypothekenbetrug verwickelt war.


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WebReporter: Adam_R.
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Justiz, Passwort, Computerkriminalität
Quelle: heise.de

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.07.2014 09:25 Uhr von Adam_R.
 
+37 | -2
 
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Für solche Fälle, in denen totalitäre Staaten an die Daten wollen, hat Truecrypt extra eine Funktion entwickelt, bei der man versteckte Container verwenden kann. Dieser Container ist in einem anderen Container, der auch passwortverschlüsselt ist enthalten. Wird man von solchen Schergen gezwungen ein Passwort rauszugeben, gibt man denen das des äusseren Containers, der nur unsensible Daten enthält. Die Existenz des sogenannten "Hidden Volumes" ist nicht nachweisbar.
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11.07.2014 09:46 Uhr von TinFoilHead
 
+21 | -1
 
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Rechststaat...... Jaja.....

Schöne Neue Welt!!!
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11.07.2014 10:04 Uhr von Ah.Ess
 
+2 | -12
 
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11.07.2014 10:12 Uhr von ted1405
 
+11 | -2
 
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Da geht´s dahin, das vor langer, langer Zeit zumindest theoretisch mal existente "im Zweifel für den Angeklagten" ...
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11.07.2014 10:18 Uhr von Holzmichel
 
+2 | -22
 
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11.07.2014 10:18 Uhr von blabla.
 
+13 | -3
 
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hihi
31 Zeichen langes PW mit Klein- & Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen...

Good Luck Guys
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11.07.2014 10:24 Uhr von Yoshi_87
 
+7 | -2
 
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Absolut dumm. Steuerverschwendung, mehr ist das nicht. Das Gefängnis ist für Verbrecher da. So lange keine Person zu Schaden gekommen ist ist es kein Verbrechen das man mit Knast Ahnden sollte.
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11.07.2014 10:32 Uhr von ThomasHambrecht
 
+4 | -1
 
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Nach der Quelle zu schließen, ist es keine Frage, dass er es war. Es geht offensichtlich darum wie er es gemacht hat.
Der Mann ist Autist und daher einseitig begabt und genial - aber geistig doch nicht richtig entwickelt.
Daher vermuten die wahrscheinlich, dass der noch Blöderes anstellen könnte.
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11.07.2014 10:39 Uhr von Adam_R.
 
+12 | -0
 
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@monsumkatze

"bei solchen Terror-Behörden währe ich besonders vergeßlich-sollen sie mich doch lebenslang einkerkern weil ich durch die Aufregung mein Passwort nicht mehr weiß."

Der Student hat das sogenannte Asperger-Syndrom. Asperger gelten als besonders stur. Keine Angst, der wird nichts sagen.
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11.07.2014 10:51 Uhr von Darkness2013
 
+7 | -3
 
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Kleine Thermitladung über jeder festplatte plazieren und wenn die bulle kommen einfach nen entsprechenden Knopf drück und dann gibts nix mehr was wiederhergestelt oder entschlüsselt werden kann.
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11.07.2014 10:53 Uhr von sv3nni
 
+3 | -0
 
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in sonem fall vlt besser ein selbstzerstoerungsmechnismus nehmen als das zu verschluesseln. sind die daten futsch sollte er nichtmehr beschuldigt werden koennen
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11.07.2014 10:56 Uhr von das_leben_ist_schoen
 
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@Adam_R.

Jupp und ein Asperger (mit der richtigen Ausprägung) wird auch ohne Hemmungen mehr anstellen, denn Empathie gibt es da dann keine mehr.
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11.07.2014 11:04 Uhr von EmperorsArm
 
+5 | -1
 
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Äh, was? Was hat der für einen Anwalt. Jeder Rechtsstaat kennt das Recht (inklusive EU), dass man nicht gezwungen werden kann an seiner eigenen Verurteilung mitzuwirken (oder sogar der von nahen Angehörigen, aussageverweigerungsrecht), man kann ihn nicht in Beugehaft nehmen, damit er Beweise freigibt.
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11.07.2014 11:19 Uhr von Adam_R.
 
+1 | -0
 
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@ das_leben_ist_schoen
"Jupp und ein Asperger (mit der richtigen Ausprägung) wird auch ohne Hemmungen mehr anstellen, denn Empathie gibt es da dann keine mehr."

Wenn dem so ist und der 22-Jährige bereits auffällig wurde wäre es dann nicht besser ihm irgendwie Hilfe zukommen zu lassen als ihn stumpfsinnig ins Gefängnis zu werfen? Ich denke mal dass es auch in GB sowas wie betreutes Wohnen gibt. Falls das nicht nötig ist, könnte man ihm irgendwie andere psychologische Betreuung zukommen lassen. Aber einen an einem solchen Syndrom Leidenden einfach ins Loch zu stecken ist, nur wegen ein wenig hacken und cracken und ein wenig Unruhestifterei ist dann doch arg. Die britischen Behörden überwachen doch so gerne die Leute. Jetzt haben sie mal Gelegenheit, ihren Fetisch auszuleben und dann reagieren sie derart stumpfsinnig.
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11.07.2014 12:00 Uhr von Frankone
 
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Na Voll...., da müßtest Du aber auf einer Insel leben, die sich mit Außerirdischer Technik verteidigen kann...

Ansonsten gibts n "Richterlichen Beschluß" und Du kannst zusehen, wie die Bediensteten der "BRD GmbH" Dich in Deiner Wohnung auch auf Deinem Grundstück ausrauben, ohne das Du gleich was machen kannst...
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11.07.2014 12:18 Uhr von SN_Spitfire
 
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Einfach dem Kollegen den Zugang zu PCs für die nächsten 6 Monate verwehren.

Hat bei Dade Murphy doch auch geklappt. ;)
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11.07.2014 12:18 Uhr von atrocity
 
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@EmperorsArm
Theoretisch muss niemand sich selber belasten. Aber im England hilft da auch kein Anwalt, die haben dieses Gesetz gegen jedes Rechtsstaatliche Prinzip erlassen und setzen es auch durch.
Eventuell hilft eine Klage vor dem EUGH, aber das dauert. Und wenn man da recht bekommt dann erlässt die englische Regierung ein Notstandsgesetz wie nun zur Vorratsdatenspeicherung.
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11.07.2014 12:53 Uhr von ms1889
 
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nuja..usa und auch england können nicht als wirklicher rechtsstaat gesehen werden, denn sie haben verschiedene un resulutionen (zB menschenrechts carter/kinderrechts konvention) nicht ratefiziert und für gültig erklärt. dieses bedeutet eine teilweise rechtlosigkeit in diesen ländern, folglich kann man nicht von einem rechtsstaat reden!

bei sowas kann man klar von unverhältnismässigen und auch menschenrechtswiedrigen rechtssystem reden.

nuja usa und auch england sind ja eh für ihr ausspionieren von jedem bekannt...dieses zeigt auch das man von freiheit, demkratie und rechtsstaatlichkeit in diesen genannten ländern nicht reden kann.

die usa und auch england, sind für mich unerwünschte menschen (was ich ihnen auch immer sage!)... wer nur für seinen vorteil asoziales grundverhalten als staat duldet...muss sich nicht wundern, das die menschen einen nicht wollen.
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11.07.2014 13:02 Uhr von d1pe
 
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Was ist das für eine Demokratie in Großbritannien? Die glauben doch nicht ernsthaft, dass der Verdächtige Beweise gegen sich selbst beschafft. Und solange es keine anderen Beweise gibt, die ein Gericht für eine Verurteilung verwerten kann, gilt dieser Mann als unschuldig. Vielleicht ist er ja auch tatsächlich unschuldig und will seine Daten nicht einfach rausgeben.

Als nächstes muss wohl jeder Mordverdächtige sein Mordwerkzeug und die Leiche direkt zur Polizei mitbringen. Ansonsten gibt es Beugehaft. Wenn er beides nicht besorgen kann oder nicht sagen will wo Tatwaffe und Leiche sind, ist er mit Sicherheit schuldig. Denn wer mit der Polizei nicht redet hat was zu verbergen. Dann gibt es halt die lebenslange Beugehaft.

[ nachträglich editiert von d1pe ]
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11.07.2014 14:47 Uhr von bigpapa
 
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@ Adam_R.
Zitat :"Die Existenz des sogenannten "Hidden Volumes" ist nicht nachweisbar."

Das ist purer Unsinn. Das Volumen nachzuweisen, kann jeder der mehr drauf hat, als ein Mäuschen zu schupsen.

Du kannst JEDE Festplatte scannen. das heißt Sektor für Sektor nach Daten absuchen. I

Beispiel : ch mache also Container auf : Berechne das Datenvolumen und dann das Datenvolumen der benutzten Sektoren, ein bisschen Grundrechnen und schon weiß ich ob ich alles habe.

Glaub nicht alles was die Werbung verspricht.

Damit mich keiner Mist versteht. Damit findet man nur raus, ob man alle Daten gefunden hat. Nicht wie man die Daten entschlüsseln kann.

Davon abgesehen. Ich glaube nebenbei nicht, das es irgend eine offen verkaufte Verschlüsselungstechnik gibt, die nicht einen Hintertür hat. Grund sind gewisse Gesetze / Acts in den Ländern des Herstellers. Man selbst will ja immer rein sehen, nur die andern nicht :)

Gruß

BIGPAPA
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11.07.2014 14:57 Uhr von Adam_R.
 
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@bigpapa
"Das ist purer Unsinn. Das Volumen nachzuweisen, kann jeder der mehr drauf hat, als ein Mäuschen zu schupsen.

Du kannst JEDE Festplatte scannen. das heißt Sektor für Sektor nach Daten absuchen. I

Beispiel : ch mache also Container auf : Berechne das Datenvolumen und dann das Datenvolumen der benutzten Sektoren, ein bisschen Grundrechnen und schon weiß ich ob ich alles habe."

Wenn man einen Container von meinetwegen 10 GB erstellt und in diesen Container einen versteckten Container mit 2GB dann sieht man immer nur einen verschlüsselten Container mit 10 GB. Die 2 GB bleiben versteckt. Es werden IMMER 10 GB angezeigt. Dabrei spielt es keine Rolle dass der äussere Container eigentlich nur 8 GB hat. Wenn man allerdings eine Datei in den Container verschiebt, die grösser als 8 GB ist, dann wird halt ein Teil des versteckten Containers überschrieben. Sehen kann das allerdings keiner.

"Davon abgesehen. Ich glaube nebenbei nicht, das es irgend eine offen verkaufte Verschlüsselungstechnik gibt, die nicht einen Hintertür hat. Grund sind gewisse Gesetze / Acts in den Ländern des Herstellers. Man selbst will ja immer rein sehen, nur die andern nicht :)"

Truecrypt ist nicht propietär sondern Opensource. D.h. der Quellcode ist offen einsehbar. Da wird nichts "verkauft". Es fand vor Kurzem eine Überprüfung statt und es wurden keine Hintertüren gefunden. Die Überprüfung die jetzt noch aussteht wird trotz der Einstellung des Projektes weitergeführt.
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11.07.2014 15:21 Uhr von Atheistos
 
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Als Mörder brauche ich mir dann einfach nur einen Tresor anschaffen, um dort die Tatwaffe zu deponieren. Ist ja hier nach Meinung einiger, geistigen Tiefflieger, ein angeborenes Menschenrecht Beweismaterial vor den Behörden zurück zu halten.
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11.07.2014 20:35 Uhr von bigpapa
 
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@Adam_R.

Ich glaub du verstehst nicht was ich meine.

Du hast gesagt du rückst das Passwort für den "Hauptcontainer" (10 GB) raus. Gut , der Beamte kopiert also alle Daten aus den Hauptcontainer raus und zählt die Bytes.
Er kommt auf ca. 8 GB.

Laut Sektor scannen, müssen aber 10 GB an Daten da sein.

WO SIND DIE 2 GB.
Anwort im geheimen Untercontainer, und das merkt dann jeder Trottel das es den gibt.

Und wenn ich lese "der Quellcode ist offen einsehbar" dann zieht mir das die Socken aus. Im Prinzip bedeutet das, wenn du viel Ahnung hast vom Programmieren dann kannst du mit diesen Quellcode dir eine Software schreiben der du vertraust. Aber sei vorsichtig :) Wenn du einige DLL´s deren Code du benutzt, nicht einsehen kann, kann genau da was Böses sein.

Aber ich hab auch schon vor 10 Jahren Dinge gesagt zu Freunden, die erst ein Snowden bestätigen musste damit man mir glaubt. Ich bin es also gewöhnt das man mich für ein Trottel hält in so Sachen.

Gruß

BIGPAPA
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14.07.2014 02:25 Uhr von ted1405
 
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@bigpapa ...

Das ist aber mal sowas von Käse, was Du da schreibst.

So lange in dem (fixen) 10GB-Container (z.B. Partition) alle als nicht genutzten Bereiche kurzerhand immer mit Randomwerten gefüllt werden oder bleiben, so lange kann kein Mensch der Welt mit Sicherheit wissen, ob die "fehlenden" 2GB nun ein sinnvoller, versteckter Container oder einfach nur übrig gebliebener Datenmüll (sprich: freier Speicher im Container) sind.
Und du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die Entwickler solcher Software so doof wären, ungenutzte Bereiche immer ganz brav mit Nullen zu überscheiben, oder!?

Und sorry ... als Softwareentwickler wüsste ich sehr genau, wie ich einen "Hidden container" umzusetzen hätte, der definitiv nicht von irgend einem daher gelaufenen Mausschupser und auch nicht vom üblichen 08/15-Fachmann als solches erkannt werden könnte. Entsprechend gehe ich mal davon aus, dass die Entwickler solcher Software gewiss den selben Grips zusammen hatten ... es sei denn, sie wurden von einer höheren Instanz zu anderem überzeugt.

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