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Brasilien: WM-Niederlage kann politische Konsequenzen heraufbeschwören

Die Niederlage von Brasiliens Nationalmannschaft bei der Fußball-WM könnte politische und wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen. Schon zuvor wurde in der Bevölkerung die vielfach geäußerte Kritik über zu hohe Kosten der WM-Ausrichtung laut. Dies würde sich nun noch herber verdeutlichen.

Mitte August beginnt in Brasilien der Wahlkampf für die Präsidentschaft, die sich möglicherweise bei der Wahl am 5. Oktober negativ auf die Wiederwahl der jetzigen Präsidentin Dilma Rousseff auswirkt. In Brasiliens Presse sieht man das Stimmungsbarometer bis dahin weiter fallen.

Die entstandenen Kosten von umgerechnet 8,6 Milliarden Euro seien eine große Bürde für das Land, jetzt umso mehr, da die Bürger sich um das vorgegebene Ziel Weltmeister zu werden betrogen fühlen. Befürchtet wird, dass beim Spiel um den dritten Platz eine neuerliche Demütigung entstehen könnte.


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WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Politik
Schlagworte: WM, Brasilien, Niederlage
Quelle: nachrichten.at

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.07.2014 17:20 Uhr von der_robert
 
+20 | -9
 
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Wieso sollten sie sich betrogen fühlen, alle 7 gegentreffer waren eindeutig ... Wäre es es 0 zu 1 und dann noch dazu ein schwamiges Tor dann und auch nur dan könnten sie sich betrogen fürhlen, aber so ... schlecht gespielt, verloren, verdient. Ab nach Hause ... oh, siend sie ja schon :-)

Mal abgesehen davon, selbst wenn sie Weltmeister geworden wären, stünden ja noch immer die 8,6 Milliarden auf der Rechnung ... Ein Sieg hätte somit genau so viele auswirkung wie der Ausschied ...

[ nachträglich editiert von der_robert ]
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09.07.2014 17:36 Uhr von Tuvok_
 
+5 | -2
 
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Aber sie würden sich halt besser fühlen trotz der Kosten denn sie hätten den Pott :)
Zwar verdammt teuer erkauft aber das wäre im Freudentaumel egal.
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09.07.2014 17:48 Uhr von AnthonyK
 
+18 | -1
 
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@ der_robert
Sie fühen sich nicht von den Deutschen oder vom Schiri betrogen sodnern von der eigenen Regierung.
Man hätte die grosse Belastung wohl geschluckt, wäre Brasilien Weltmeister geworden. Jetzt aber fokusieren alle wieder auf die viel zu hohen Ausgaben für die WM und die ganzen sonstigen Probleme die das Land plagen.
Eine weitere Amtseit dürfte da wohl kaum drinliegen. Brailien muss sich von der Korruption befreien und ein Sozialsystem aufbauen. Eine gigantische Aufgabe die sich kaum in einer Amtszeit umsetzten lassen wird.
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09.07.2014 17:51 Uhr von Atheistos
 
+5 | -10
 
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Die Krönung wäre jetzt noch, eine hohe Niederlage gegen die Argentinier im Spiel um Platz drei.
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09.07.2014 18:15 Uhr von ladendetektiv
 
+6 | -19
 
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09.07.2014 18:17 Uhr von blade31
 
+11 | -1
 
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Ich dachte schon Brasilien erklärt uns den Krieg

na ja würden eh nix treffen
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09.07.2014 18:58 Uhr von MrFloppy89
 
+6 | -1
 
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Beim Sport kann man nun mal auch verlieren...
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09.07.2014 19:24 Uhr von Schmollschwund
 
+2 | -2
 
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Zu hoch gepokert und...verloren.

Natürlich hat die WM politische Auswirkungen. Brot und Spiele. Aber machen wir uns nichts vor. Hier funktioniert das auch, nur mit dem Unterschied: Wir werden wohl hoffentlich Weltmeister.....
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09.07.2014 19:42 Uhr von jschling
 
+7 | -0
 
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eigentlich müsste man heulen, denn das sehe ich nicht als brasilianisches Problem, hierzulande wäre es nicht wirklich besser (OK, hierzulande liegt das politische Interesse der Menschen bei grob 0).
Aber ist doch ein Witz, dass man die Finanzlasten für viele viele Jahre an einem Fussballspiel (OK ganze Meisterschaft) fest macht, blöder gehts nimmer :-((
Also ich würde keinen grossen Unterschied bei uns (jedem anderen Land) erwarten, bzw würden die Leute hier nicht den Elan aufbringen und tatsächlich auf die Strasse gehen, denn dafür gehts hier allen noch viel zu gut. Aber ist schon ein Witz, dass ein Sieg in einem sportlichem Ereignis, was dem kleinen Mann ja nun nix bringt ausser mehr Schulden, die Ansichten total verändert.
Wenn man das so sieht, dann müsste man "dem kleinen Mann" sein demokratisches Wahlrecht eigentlich aberkennen, bzw erst nach einer Tauglichkeitsprüfung geben. Und wie schon erwähnt halte ich das nicht für ein brasilianisches Problem
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09.07.2014 20:00 Uhr von fraro
 
+2 | -4
 
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Das kann doch nicht wahr sein: erst ruiniert Deutschland alle Staaten in der EU und jetzt schon in Südamerika. Da kommen bestimmt bald die ersten Zahlungsforderungen von dort auf uns zu.

Ironie off
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10.07.2014 00:00 Uhr von Schillerlocke
 
+4 | -1
 
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Mich macht es eher traurig das tatsächlich manche bei uns denken das die Menschen die in Wellblechhütten leben müssen sauer sind weil Brasilien rausgeflogen ist und nicht weil sich die Regierung einen Scheiß um die Menschen Brasiliens kümmert.
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10.07.2014 00:26 Uhr von donk_py
 
+1 | -10
 
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Brasilianer sind nicht die schlausten
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10.07.2014 02:21 Uhr von mort76
 
+4 | -0
 
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Schillerlocke,
man kann gleichzeitig wegen beiden Dingen sauer sein.
Ich würde mal mutmaßen, daß die echten Fans nicht unbedingt in Palästen wohnen.

Diese Demütigung habe ich denen nicht gewünscht...so gerne ich unsere Mannschaft auch siegen sehe.
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10.07.2014 03:12 Uhr von advicer
 
+1 | -2
 
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Erstens kann man ja wohl nicht davon ausgehen, dass man auf jeden Fall Weltmeister wird, auch nicht im eigenen Lan