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Italien: Bei Prozession verneigen sich Madonnen-Träger vor Mafia-Boss

In der italienischen Stadt Oppido Mamertina in Kalabrien ging eine Prozession samt Madonnenstatue durch die Straßen und die Träger verneigten sich vor einem ganz besonderen Haus.

In diesem sitzt ein 82-jähriger Boss der ´Ndrangheta, der kalabresischen Mafia, im Hausarrest und die Männer zeigten ihm so ihre Ehrerbietung.

Italiens Innenminister Angelino Alfano nannte die Aktion "widerlich". Vor zwei Wochen hatte Papst Franziskus alle Mafia-Mitglieder exkommuniziert.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Italien, Mafia, Boss, Träger, Prozession
Quelle: nzz.ch

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.07.2014 15:04 Uhr von TinFoilHead
 
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Bei Prozession verneigen sich Madonnen-Träger vor Mafia-Boss

Na, die wissen wohl, von wem sie eher Hilfe zu erwarten haben, oder überhaupt. Vom "lieben Gott" wohl eher, logischerweise, weil realistischerweise, nicht.

Es hat halt keiner Zeit, tausende von Jahren auf ein Zeichen eines imaginären Gottes zu warten, da verbeugt man sich eher vor denen, die einem Brot auf den Tisch legen.

Der Preis dafür ist natürlich einen andere Sache...

[ nachträglich editiert von TinFoilHead ]
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08.07.2014 19:54 Uhr von tobsen2009
 
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man glaubt garnicht welch ein Einfluss die Mafia z.B. in Süditalien heute noch hat, sowas kennt man nur aus Filmen. Wer kein Respekt hat, dem wird Respekt beigebracht oder man entsorgt das Problem gleich. Die Mafia macht aber gleichzeitig auch viel für die Bevölkerung in den Orten wo sie besonders aktiv sind, auch das merkt man schnell wenn man sich mal mit einigen dort lebenden Italienern unterhalten hat.

Wer mal dort ist, einfach mal ne Tageszeitung kaufen oder Nachrichten einschalten, ist jeden Tag etwas neues drüber drin, davon bekommen wir hier garnichts mit.
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08.07.2014 21:02 Uhr von Humpelstilzchen
 
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Ja, man fragt sich manchmal, wer schlimmer ist, die legalen oder die illegalen Kriminellen!
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09.07.2014 01:05 Uhr von Fabrizio
 
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früher verbeugte man sich vor Berlusconi
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09.07.2014 21:27 Uhr von AMB
 
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Im Grunde genommen ist es doch so, daß ein Mafia Boss dort so was ist, wie der Regionale Fürst in einem Fürstentum. Mag vielleicht von der Regierung nicht anerkannt werden aber wenn das Volk ihn derart anerkennt, dann hat er in dessen Augen entweder vieles geleistet oder er ist überaus Mächtig. In beiden Fällen jedoch zeigt diese Unterwürfigkeit, daß die Bevölkerung ihn anerkennt. Ganz abgesehen davon, daß ein Mafiaboss nicht durch seine Funktion bedingt schlecht sein muß. Er kann durchaus für das Volk in seinem Gebiet vieles geleistet habe und leisten. Das einzige, was er nicht unterstützt ist die Demokratie in seinem Gebiet.

Allerdings unterhalten auch Demokratische Länder so was wie KZ´s oder? Also kann man nicht immer nur weil einer Macht hat und sie einen stört sagen, daß er schlecht ist. Seine Handlungen sind, wonach man ihn beurteilen sollte und da gibt es Demokraten, die vermutlich schon in der Hölle großgezogen worden sind, denn Ihr Verhalten deutet nicht darauf hin, daß sie sich dort nicht zurecht finden würden.

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