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Stress ohne Ende: Kapituliert der Mensch oder kollabiert er am Schluss?

In seinem Buch "Ausgetickt" stellt der Autor Lothar Seiwert die Frage nach der eigentlichen Höhe der Belastbarkeit des Menschen. Von zwei Möglichkeiten gehe er im Moment aus: Werden wir irgendwann kapitulieren oder kollabieren? Vielleicht kommt noch ein dritter Ausweg hinzu.

Seiwert fragt nach dem Sinn unseres "Vergewaltigtseins" in unseren Lebensläufen. So sieht er zunehmenden Willen vieler gestresster Karrieretypen aus dem "Hamsterrad" abzusteigen. Doch sie können meist nicht, reden zwar davon aber strampeln weiter. Der Taktung der Wirtschaft sind wir ausgeliefert.

Der Gestresste liest dafür über Schönes in der Zeitschrift "Landlust", träumt mit Hape Kerkelings Wanderungsgeschichte auf nach Santiago de Compostella. Die "Dynaxity-Kurve" steigt stetig an, so wird die Wechselwirkung von Komplexität und Dynamik genannt. Wann endet sie, fragt Lothar Seiwert.


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WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Mensch, Stress, Dynaxity
Quelle: huffingtonpost.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.07.2014 16:27 Uhr von blade31
 
+16 | -8
 
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äh vielleicht bin ich ja doof aber ich versteh kein Wort der News
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07.07.2014 17:19 Uhr von einerwirdswissen
 
+5 | -3
 
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Sch... Buchwerbung!
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07.07.2014 17:23 Uhr von Sirigis
 
+25 | -1
 
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Bei mir war im Jahr 2003 Schluss. Ich tauschte meinen sehr gut dotierten Job bei einem internationalen Konzern gegen eine unsichere überschaubare (ja auch mal stressig, aber kein Vergleich zu vorher) selbständige Tätigkeit in Deutschland ein. Verdiene ich noch so gut? Nein, bei weitem nicht mehr. Bin ich glücklicher, ausgeglichener, lebensfroher und gesünder? JA!!!!! Vor einigen Monaten bin ich von Frankfurt nach Oberbayern umgezogen, weil hier das Leben noch mal viel schöner ist. Mein persönliches Hasswort war vor meinem neuen Leben "FORECAST", den musste ich monatlich abliefern, Stress pur. Wie meine Zukunft aussieht, nachdem ich meine Karriere hingeschmissen habe? Keine Ahnung, aber zurück in mein altes Leben möchte ich nie wieder. Meine Exkollegen beneiden mich für meinen angeblichen Mut. War aber nicht mutig, sondern nur Selbstschutz. Und ja, ich denke auch, dass es hier irgendwann gewaltig knallen wird, weil Menschen einfach nur bedingt belastbar sind.
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07.07.2014 17:27 Uhr von polyphem
 
+2 | -2
 
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@blade31
Ja, lesen ist schon schwierig.
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07.07.2014 17:35 Uhr von Donshooter
 
+8 | -1
 
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Die Menschen werden krank gemacht und das mit System. Wir sind nichts weiter als Untertanen. Für den Reichtum einiger müssen viele schuften ohne vernünftig dafür entlohnt zu werden.
NWO = Slavery for the human race

[ nachträglich editiert von Donshooter ]
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07.07.2014 17:40 Uhr von Samsara
 
+2 | -15
 
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07.07.2014 17:46 Uhr von Rheinnachrichten
 
+3 | -0
 
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Da hilft nur eins:

Handy zu Verwertung in die Müllsammelstelle bringen.

http://www.koeln-nachrichten.de/...
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07.07.2014 19:26 Uhr von generalviper
 
+13 | -0
 
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"Muss mir mal jemand erklären:
warum reden alle Menschen heute davon wie super gestresst sie doch sind, während unsere Vorfahren 14,15,16 Stunden arbeiten mussten und sie keine Alternative geschweige denn Aufstiegschancen hatten?
Steigt der Stress bei der Arbeit wirklich, oder sinkt er in anderen Bereichen, so das er stärker zum Tragen kommt?"


Als allererstes: Wer heute Geld verdienen will kommt um einen 14 Stunden Tag auch kaum herum. Desweiteren war früher zwar vieles körperlich anstrengender, aber bei weitem nicht so schnelllebig.

Selbst "einfache" Berufe werden heutzutage von der Technik beherrscht, die sich relativ schnell ändert. In komplexeren Berufen wird erwartet, innerhalb weniger Minuten auf Emails zu antworten, und auch ausserhalb des Büros erreichbar zu sein. Ein "abschalten" gibt es teilweise nicht mehr.

Hinzu kommt der zugegebenermassen selbstverschuldete Freizeitstress: Facebook, Twitter, Fernsehen, Werbung, und natürlich Geld. Überall sind Informationen, immer mehr, immer dümmer und vor allem immer unwichtiger, was uns gar nicht so bewusst ist.

"Statussymbole" prägen unsere Gesellschaft. Diskussionen um Iphone / Galaxy S5, das Internet lässt uns bis in den hintersten Winkel der Welt schauen.

In der heilen Welt sehen wir nur was wir sehen wollen - es wird uns vorgegaukelt wie glücklich alle sind und zu sein haben. Ständig rennen wir genau dem Glück hinterher und verlieren das selbständige Streben nach Glück aus den Augen.


Früher war es einfacher(?): Man arbeitete, und nach Feierabend war man für den Arbeitgeber nicht mehr zu erreichen, danach ging man evtl in die Kneipe auf ein Bier, oder zu Tisch bei der Familie, und fertig. Sonntags war der freie Tag. Niemand interessierte es, was die 625 Freunde bei Facebook machten, was im Irak passiert, wo welcher Fernseher in 4k im Angebot ist.
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07.07.2014 19:46 Uhr von Shalanor
 
+3 | -2
 
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@ZRRK: Ja nur war damals nicht alles so scheise kompliziert wie heute. Wenn damals der bauer heute nicht gearbeitet hat kriegte er viel weniger zu fressen/sonstige Dinge, oder musste in den Krieg ziehen (man konnte sich ja freikaufen). Ebenso war damals eine strikte EInteilung von allem die Regel. Ein Herr von Adel durfte weisses Brot essen während der niedere Stand mit immer dunklerem Brot mit größeren Körnern vorlieb nehmen MUSSTE. Fleischkonsum war Luxus aber durch religiöse Feiertage war der sowieso so strikt reglementiert das die wenigsten bauern regelmäßig Fleisch kriegten (Freitag fasten, Ostern Fasten u.s.w.). Fisch war sowieso viel teurer also musste man sich selbst helfen wenn an mehr wollte. Edelkrebse waren damals weit verbreitet und eine Armenmahlzeit die sie selbst fangen konnten und durften.
Ja der Mensch musste damals viel arbeiten aber nciht so viel weil er von höherem träumte. Er wusste wo die Grenze ist und wenn die erreicht war ging nurnoch sehr wenig also konnte er mit seinem Leben auskommen. heute will jeder nurnoch der oberste sein. Immer nochmehr geld (mit dem se weniger kaufen können da sofort auch alles teurer wird), mehr Macht mehr ansehen mehr Neider und für was? Am ende haben die genauso viel wie ich wenn nicht sogar weniger :p
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07.07.2014 20:57 Uhr von ThomasHambrecht
 
+7 | -0
 
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Vielleicht liegt der heutige Stress auch darin, dass wir viel zu verlieren haben, wenn wir nicht rund um die Uhr funktionieren.
Dazu kommt, der zeitliche Stress. Wenn man eine Mail nicht binnen 10 Minuten beantwortet, wandert der Kunde ab oder ruft an ob seine Anfrage angekommen ist.
Dazu kommt, dass 8 Arbeiten parallel gemacht werden müssen, um die zeit optimal auszunutzen - das stresst brutal.
Wer sich dann noch selbständig macht, hat das Telefon neben der Badewanne liegen, darf nicht mehr krank werden und ein Urlaub, länger als 5 Tage, ist nicht mehr machbar.
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07.07.2014 21:28 Uhr von Humpelstilzchen
 
+1 | -2
 
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Macht kaputt was euch kaputt macht!
http://www.google.de/...
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08.07.2014 10:11 Uhr von Schmollschwund
 
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@Sirigis_

Ehrlich: Schön!

Genau so muss man es auch machen. Nicht die Wirtschaft entscheidet, was zu tun ist, sondern wir. Über kurz oder lang muss ein solcher Konzern seine Regeln ändern.

Seht ihr? Es ist gar nicht mal so schwer was gegen die "Probleme" dieser Zeit zu tun. Man muss sich nur entscheiden und die Entscheidung umsetzen. Bei "Sirigis" hat´s geklappt. Nehmt euch ein Beispiel.

Aber dazu ist auch erst Mal wichtig, erkennen zu können, dass man überhaupt diesem Stress ausgesetzt ist. Das fällt aber vielen (verständlicherweise) aus Gewohnheit schwer. Es passiert hat nicht innerhalb einer 90 minütigen Filmlänge ;)

Manchmal wünsch ich mir vielen Menschen eine Krankheit oder ähnliches. Nichts schlimmes, nichts chronisches oder tödliches, auch nicht weil ich bös bin, sondern einfach nur, weil dies in den meisten Fällen die nötige Erkenntnis bringt.
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09.07.2014 00:21 Uhr von Kostello
 
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Ich arbeite als Leiharbeiter und bekomme nicht mal 20% von dem Geld, was für mich bezahlt wird. Dieses Geld will man mir auch noch abpressen.

Unter Stress kann man körperliche Hochstleistungen vollbringen. Muskeln werden abgebaut und dem Körper Energie bereitgestellt. Wenn man einen Schreibtischjob hat, dann wird die Energie nicht verbraucht. Die Nebennieren, die Bauchspeicheldrüse, der Tahlamus können nicht mehr genug Hormone produzieren. Seltsamer Weise werden Burn-Out-Opfer nicht mit Anabolika behandelt. Das gute Zeug wird dann mehr benutzt um anderen über zu sein.

Selbst kann man sich keinen Stress machen. Das wäre so, als ob man die Luft anhält, bis man tot umfällt.

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