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Sozialgericht Heilbronn: Alkoholbedingter Sturz bei Tagung ist Arbeitsunfall

Nach einem Urteil des Sozialgerichts Heilbronn (AZ: Urt. v. 28.05.2014, Az. S 6 U 1404/13 K.) kann es sich im Einzelfall um einen Arbeitsunfall handeln, wenn sich der Arbeitnehmer im Zuge einer Betriebsratversammlung oder Tagung zusammen mit den Kollegen betrinkt und anschließend stürzt.

Der Geschädigte war Teilnehmer einer dreitägigen Betriebsratversammlung und traf sich am Abend des ersten Tagungstages mit Arbeitskollegen, wobei auch Alkohol konsumiert wurde. Mit etwa zwei Promille Blutalkoholkonzentration stürzte der Arbeitnehmer gegen 1 Uhr morgens.

Er zog sich dabei Kopf- und Lungenverletzungen zu. Das Sozialgericht wertete die abendliche Versammlung als Arbeitstreffen, da hier dienstliche Belange besprochen wurden. Der Alkoholgenuss sei darüber hinaus üblich und habe keinen Einfluss auf die Wertung als Arbeitstreffen.


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WebReporter: Paragraphenschleuder
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Sturz, Arbeitsunfall, Heilbronn, Sozialgericht
Quelle: lto.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.07.2014 15:01 Uhr von ThomasHambrecht
 
+5 | -4
 
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In Stuttgart im Landtag kam es angeblich des Öfteren bei FDP- und CDU-Mitgliedern zu solchen "Unfällen" weil die Minister nicht nur einmal den Boden vollgekotzt hatten, bei ihren abendlichen Saufgelagen.
Meine Freundin hat bei Sicherheits- und Wachdiensten gearbeitet, die dort eingesetzt wurden. Das war unter den Mitarbeitern allgemein bekannt.
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07.07.2014 15:09 Uhr von kuno14
 
+4 | -0
 
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war das bei gasprom?
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07.07.2014 16:47 Uhr von einerwirdswissen
 
+1 | -0
 
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Für Deutschland,das Land der Alkoholiker, geht das Urteil in Ordnung.(Ironie)
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07.07.2014 18:43 Uhr von Karlchenfan
 
+4 | -0
 
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Bekannter von mir war auf dem Bau,ist nach Trockendock und einwandfreier Wiedereingliederung unter ärztlicher Beobachtung, auf Baustelle mit einem nicht von ihm aufgestellten Baugerüst aus der 2 Etage abgestürtzt,weil sich eben dieses Gerüst unter Belastung zusammengefalltet hat.Dabei hab ihm eine der Gehplatten des Gerüstes die rechte Hand zertrümmert.Nach Krankenhaus und Reha war klar,Hand ist hin,arbeiten nicht mehr möglich.
Trotz eines vom Krankenhaus durchgeführten negativen Alkoholtests hat sich die Berufsgenossenschaft über 6 Jahre gesträubt,das als Arbeitsunfall anzuerkennen,da ja eine Alkoholerkrankung und Behandlung 3 Jahre zuvor durchaus an dem Unfall eine Mittschuld nicht ausschließen würde.
Alle Gutachter und Sachverständigen konnten den Ochsen bei der Berufsgenossenschaft nicht vom Gegenteil überzeugen.Erst ein hinzugezogener Strafanwalt,der den Sachbearbeiter persönlich in Regress nehmen wollte,konnte diesen dann von seiner sturen Haltung abbringen.
Und bei ´ner Tagung isses OK und wird als Arbeitsunfall gewertet?OMG.

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