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BGH: Bewertungsplattform - Kein Auskunftsanspruch

Wer in einem Bewertungsportal als anonymer Nutzer eine Bewertung abgibt muss nicht befürchten, dass seine Daten an Dritte weitergegeben werden.

Damit können die Daten von solchen Plattformen nur in ganz begrenztem Ausmaße anderen zur Verfügung gestellt werden, allerdings wurde nicht festgelegt, in welchen Fällen dies möglich ist.

In diesem konkreten Fall ging es um die Bewertungsplattform Sanego, auf der ein Patient einen Arzt bewertet hatte. Dieser wollte sich die Bewertung nicht gefallen lassen und klagte.


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WebReporter: ZZank
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, BGH, Bewertung
Quelle: spiegel.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.07.2014 11:08 Uhr von Pils28
 
+2 | -2
 
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Damit schützt das BGH Bewertungsportale stärker als lokale Justiz Onlineangebote von Jounalisten. Vielleicht sollte man auf so ein Urteil gucken, wenn sich wieder ein Kommunalbeamter von einem bösen Leserkommentar in seiner Ehre verletzt sieht. Natürlich sind schlechte Bewertungen nicht legitim, aber das kleinere Übel gegenüber dem Beschneiden der freien Rede.
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03.07.2014 10:59 Uhr von Niels Bohr
 
+0 | -1
 
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wieso sollen schlechte Bewertungen nicht legitim sein?
Wenn ich mit einem Service/Lieferung etc nicht zufrieden bin und kann/soll das dann bewerten, ist es doch nur billig dies zu tun.
Wenn ich das mache, ist das doch mein gutes Recht.
§5 GG:
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

Dabei darf ich dann nicht persönlich oder beleidigend werden, aber ansonsten ist das freie Meinungsäußerung und der Betroffene sollte sich vielleicht Gedanken über einen besseren Service machen.
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03.07.2014 11:06 Uhr von Holzmichel
 
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@Niels Bohr

"Dabei darf ich dann nicht persönlich oder beleidigend werden, aber ansonsten ist das freie Meinungsäußerung und der Betroffene sollte sich vielleicht Gedanken über einen besseren Service machen."

Im verhandelten Fall soll der Schreiberling aber angeblich direkte UNWAHRHEITEN verbreitet haben. Es ging also keineswegs nur um eine sachliche oder berechtigte Kritik. Und wenn ich als Kunde oder Patient mit einem Unternehmen, Dienstleister oder Arzt unzufrieden bin, dann sollte Kritik oder die Beschwerde natürlich selbstverständlich möglich sein, aber nicht unter einem Nicks-sondern dem Klarnamen.
Ich fürchte, dass sich mit diesem Urteil die Pöbler und Lügner in einschlägigen Internetforen bestärkt fühlen könnten!

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