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Bundesarbeitsministerium: Mindestlohn ist angeblich zu teuer

Eine neue Untersuchung des Bundesarbeitsministeriums hat festgestellt, dass der Mindestlohn Mehrkosten in Höhe von fast zehn Milliarden Euro für Unternehmen bedeutet würde.

Dazu kommen fast 1.600 neue Stellen für Zollfahnder, welche ebenfalls hohe Kosten für den Bund bedeuten.

Konkret geplant ist damit die Überprüfung eines neuen Mindestlohn-Gesetzes, welches pro Arbeitsstunde mindestens 8,50 Euro vorsieht.


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WebReporter: ZZank
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kosten, Mindestlohn, teuer
Quelle: welt.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.07.2014 10:18 Uhr von Atze2
 
+25 | -5
 
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zu teuer? Wer das sagt kennt vermutlich die Worte "Volkswirtschaft" und "Binnenwirtschaft" nicht.

Mindestlohn ist zwar ein Anfang, da muss aus Berlin aber noch mehr kommen (Lohnnebenkosten senken).

Fakt ist: Je mehr der deutsche Michel im Geldbeutel hat, desto mehr gibt er auch aus. Kurbelt Arbeitsplätze an. Mehr Arbeitsplätze = mehr Steuereinnahmen. Ein Kreislauf der uns allen nur gut tun kann. Komischerweise raffen die in Berlin das nicht. Nur gut das Gauck die Diäten-Erhöhung auf Eis gelegt hat. Endlich mal hat er Eier gezeigt.

Wobei, 8,50 Euro pro Stunde? Ernsthaft zu wenig, mindestens 11 sollten es sein um einigermaßen in "Würde" zu leben.

Kleines Rechenbeispiel:
8,50 pro Stunde = 1360 brutto im Monat
Lohnsteuerklasse 1, keine Kinder = 1017,95 im Monat netto (ALG 2, Alleinstehend, keine Kinder = 1081 pro Monat).
Berechnungsgrundlage ist München


Findet den Fehler.

[ nachträglich editiert von Atze2 ]
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01.07.2014 10:44 Uhr von perMagna
 
+12 | -1
 
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Da kann man ja gar keine Flughäfen mehr bauen!
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01.07.2014 11:05 Uhr von majorpain
 
+8 | -1
 
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Na bei einer Erhöhung Diäten wären die nicht so kleinlich.
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01.07.2014 11:05 Uhr von jo-28
 
+3 | -6
 
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Zehn Milliarden? Peanuts. Einfach den Länderfinanzausgleich einstellen, schon ist genug Kohle da.
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01.07.2014 11:09 Uhr von Katerle
 
+6 | -0
 
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ahja und das fällt erst jetzt auf das das zu teuer sein soll
hauptsache mal wieder das volk vor der wahl verarscht
und viele sind leider darauf reingefallen

bis dieser mindestlohn mal für alle gelten soll
ist schon die nächste debatte im gange
schon jetzt sind die 8,50 ein witz
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01.07.2014 11:12 Uhr von GroundHound
 
+6 | -1
 
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Die zentrale Frage ist:
Können wir ohne Lohnsklaven wirtschaftlich erfolgreich sein?

Der Niedriglohn hat Deutschland gut aus der Krise heraus gehalten. Zumindest hat es sehr geholfen. Aber auf dem Rücken der Billigjobber.
Ist das moralisch vertretbar?
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01.07.2014 11:13 Uhr von Hygrom72
 
+4 | -1
 
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Das Geld ist da, wird nur leider der Lobby in den Hintern geschoben, ins Ausland verschenkt oder in unnötige Prestige-Geldgräber versenkt.

Mindestlohn zu teuer? Was will unsere Regierung denn? 5 Euro Maximallohn vielleicht? Damit mehr Geld für die reiche Elite abfällt?

Vielleicht sollte man mal überlegen, dass durch Zinseszins Geld, das nur blöd auf der Bank liegt, dem Wirtschaftskreislauf Geld entzieht. Und wenn schwerreiche ihr Geld horten ebenfalls. Wenn superreiche ihren Reichtum vermehren, muss das Geld ja irgendwo herkommen, damit die Bilanz wieder auf 0 ist.
Und von wo kommts? Die arbeitende Unterschicht finanziert den Reichen ihren Kaviar.
Aber für einen Mindestlohn ist das Geld nicht da.

Der Satz an sich ist schon dreckig dreist!
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01.07.2014 11:13 Uhr von trakser
 
+4 | -0
 
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@ZZank Wo genau hast du gelesen, dass der Mindestlohn schlichtweg zu teuer ist? Natürlich kostet der Mindetlohn die Unternehmer Geld, aber nicht alles was Geld kostet ist zu teuer.
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01.07.2014 11:14 Uhr von alex070
 
+1 | -0
 
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Wenn er zu teuer ist, sind die Produkte/Erzeugnisse einfach zu billig.
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01.07.2014 11:29 Uhr von PakToh
 
+1 | -0
 
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Sind da schon die Mehreinnahmen durch Steuern und den Anschwung der Binnenwirtschaft eingerechnet?
Ebenso dürfte dadurch einiges weniger an Harz IV Aufstockung ausgezahlt werden.
Und seie wir mal ehrlich: Ob wir 200 Euro ausfstockung oder 300 Euro Harz IV Regelsatz bezahlen ist Wumpe - Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter ncith zahlen können sollten entweder keine haben, oder falls sie doch genug Arbeit haben ihre Mitarbeiter anständig bezahlen.
Hat eine Firma zu viel zu tun und zu wenig Geld für Mitarbeiter sollte der Chef abgesetzt werden und ein Harz 4 Bezieher den Job übernehmen, schlechter kann der es dann auch nicht machen!

Wer genug Aufträge hat hat auch das Geld für seine Mitarbeiter oder fährt eine Mißwirtschaft!
Ich kann in Kioskbetrieben nachvollziehen, wo wirklich kein riesiger Umsatz gemacht wird (Je nach Standort) - Hier MUSS jemand vor Ort sein, aber ein garantierter Usmatz steht dem aber nicht gegenüber.
Hier kann es durchaus sein, dass man zwar bedarf hat, aber nicht das Geld für genügend Mitarbeiter.

Aber hierzu sei kurz erwähnt: Unternehmerisches Risiko. Wer ein Unternehmen auf macht hat nun mal das Risiko, dass es nicht so läuft wie man es gerne häte. Und wer einen Kiosk, Imbiß o.ä. auf macht, der hat nun mal erstmal die kompeltte Arbeit am Hacken, bis der Laden läuft. Und wenn der Laden nicht läuft hat man die Arbeit auch am Arsch und muß entweder durchhalten und Verbesserungen umsetzen, damit es endlich läuft oder aber dicht machen.
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01.07.2014 11:37 Uhr von Fomas
 
+3 | -0
 
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Dass man bei Hartz 4 angeblich 1017 Euro im Monat bekommt als Alleinstehender ist ja wohl gelogen. 384 Euro bekommt man und noch Miete einer kostengünstigen Wohnung. Ich bezweifle, dass da 1081 Euro bei rauskommen.

Trotzdem, ich trauere um die aaaarmen Unternehmen die durch den Mindestlohn, natürlich, weniger Gewinne machen als vorher. So ist es ja auch gedacht, dass diese gezwungen werden ihren Mitarbeitern einen gerechten Anteil ihrer Gewinne auszuzahlen. Wenn man sie selbst bestimmen lässt, sieht man ja, was dabei rauskommt. 1 Euro Jobs und Co. Aber ach ja, es sollen ja Langzeitarbeitslose aus der Mindestlohnregelung rausfallen, also werden eben nur noch diese von den Unternehmen eingestellt, um die Sklavenarbeit zu leisten. Wenn sie dann fast 1 Jahr beschäftigt waren, werden sie gekündigt, damit sie schön weiterhin als langzeitarbeitslos gelten und damit sie nie wieder aus dem Niedriglohnsektor rauskommen. Bravo.

[ nachträglich editiert von Fomas ]
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01.07.2014 11:40 Uhr von maxyking
 
+0 | -0
 
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Oh nein fast 10 Milliarden für Unternehmen, die ärmsten Unternehme. Unternehmen wurden so lange von Menschen unterdrückt das wir sie jetzt besonders schützten müssen, wie sollen Unternehmen denn überleben wenn sie einfach Rücksicht auf Menschen nehmen müssen, besonders wo jede Studie zeigt das ein höherer Mindestlohn sich positiv auf die Binnenwirtschaft auswirkt, aber hey es ist natürlich gemein das diejenigen die davon leben das sich ihr Geld auf wundersame weiße vermehrt die Erträge mit denen teilen sollen die tatsächlich produzieren oder Dienstleistungen erbringen.
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01.07.2014 11:45 Uhr von majorpain
 
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Na ja habe damit keine Probleme das wir für 7,50 € Leute losschicken aber sorry was gar nicht geht das sind das Großkonzerne wie Daimler Milliarden gewinne machen und dort Leute arbeiten für ein paar € und KK etc. wird bezuschusst etc.
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01.07.2014 12:28 Uhr von Fabrizio
 
+5 | -0
 
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Für Banken, Griechenland und Flughäfen Milliarden zu verpulvern ist überhaupt kein Problem, aber die Leute fair zu bezahlen? Nee, das geht nun wirklich zu weit.
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01.07.2014 12:32 Uhr von d-fiant
 
+3 | -1
 
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Dann ist das halt so. Es ist trotzdem richtig.
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01.07.2014 13:12 Uhr von Done88
 
+0 | -0
 
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Ja guten Morgen
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01.07.2014 13:12 Uhr von jupiter12
 
+2 | -0
 
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vielleciht mal auf die Nachbarn schauen, die haben einen Mindestlohn - und es funktioniert auch....


Diese Debatte ist der perfekte Beweis fuer erfolgreiche Lobbyarbeit!

PS: was sind eigendlich Lohnnenbenkosten? Gibt es diese ueberhaupt?
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01.07.2014 14:19 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@jupiter12
Lohnnebenkosten sind zum Beispiel:
Krankenkasse, Rente, Beitrag zur Arbeitslosenversicherung - zahlt der Arbeitgeber zur Hälfte.
Und meist kostet auch der Arbeitsplatz Geld wegen Maschinen, Strom, Geräte usw.
Dann will man noch im Urlaub bezahlt werden und bei Krankheit auch.
Von dem Stundensatz den der Kunde sieht, gehen meist auch noch 19% MwSt an das Finanzamt ab.

Wenn ein Arbeitnehmer (Single) mit 1500 Euro nach Hause springt, kostet das den Chef meist knappe 4.000 Euro.
Daher der Stundensatz von 25.- wo für den Angestellten nur 10.- übrig bleiben.
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01.07.2014 15:31 Uhr von CrazyCatD
 
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Ein Staat von Sozialhilfeempfängern, sprich Hartz4 Empfängern und Geringverdienern ist ein Staat voll von schlechten Konsumenten, nur wer genug Verdient ist auch in der Lage den Konsum und den Umsatz voranzutreiben, da sollte es ja wohl ein Witz sein die 10 Milliarden wieder in die staatlichen Kassen zu spülen, und wenn ich schon höre die Sklavenfirmen haben Gewinnrückgang, dann bedeutetd das immer noch das Gewinn vorhanden ist und kein wirklicher Verlust.
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02.07.2014 08:40 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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" (...) werden Klein- und Mittelbetriebe ausgepresst wie Zitronen."
(wok!)
Wie der normale Arbeitnehmer.

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