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Bundesregierung will das Streikrecht kleiner Gewerkschaften beschneiden

Die Bundesregierung arbeitet derzeit an Plänen, das Streikrecht für kleinere Gewerkschaften zu beschneiden. So sollen zum Beispiel Rand-Gewerkschaften wie die für Piloten oder Klinikärzte in ihrem Streikrecht beschnitten werden. Die Gewerkschaften fürchten bereits um ihre Rechte.

"Die Friedenspflicht des Tarifvertrags wird entwertet, wenn sich ein bereits tarifgebundener Arbeitgeber einer Vielzahl weiterer Forderungen und gegebenenfalls Arbeitskampfmaßnahmen konkurrierender Gewerkschaften gegenübersieht", so ein Eckpunkte-Papier.

Die Bundesregierung will verhindern, dass einzelne Gewerkschaften ganze Betriebe lahm legen können. Der Vorsitzende der Ärzte-Gewerkschaft Marburger Bund, Rudolf Henke, äußerte, dass man einen solchen Angriff auf die Existenz der Gewerkschaft nicht hinnehmen wolle.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Streik, Bundesregierung, Gewerkschaft
Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.06.2014 09:26 Uhr von UICC
 
+5 | -13
 
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Klingt erst einmal sinnvoll. Mal sehen was drauß wird. Der Wildwuchs der Klein-, Kleinst und Nischengewerkschaften muss gestoppt werden. Nicht dass die Kanzlerin noch ihre eigen Gewerkschaft auf macht!
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27.06.2014 09:40 Uhr von Darkman149
 
+0 | -11
 
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27.06.2014 09:58 Uhr von losmios2
 
+6 | -1
 
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@ darkman: ich verstehe dich absolut! es ist dermaßen ärgerlich, wenn man aufgrund solcher streiks nich vom fleck kommt...

wir, in der pflege können auch nicht einfach nicht zur arbeit kommen und streiken.. ein gewisse anzahl MA´s muss und sollte den laden dennoch unbedingt am laufen halten!? eben nur nicht in dem gewohnten umfang..
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27.06.2014 10:19 Uhr von waltervier
 
+8 | -0
 
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Rudolf Henke (CDU) ist und bleibt ein Lobbyist. Der so viel Geld von Interessensvereinen bekommen, kann nur korrupt sein.
Mittlerweile haben das ja sogar seine anderen Parteimitglieder eingesehen (-> Artikel auf ZEIT Online oder Süddeutsche).
Unglaublich, wie dieser Mensch alles so zurechtbiegt, wie es seinen Geldgebern passt und seine Partei Ihn auch noch gewähren lässt.
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27.06.2014 10:21 Uhr von PakToh
 
+10 | -2
 
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@Darkman149 Und ja, gerade die Pendler und Urlaubsreisenden solten meiner Meinung nach damit auch getroffen werden, denn nur darüber kreigt man die Arbeitgeber dazu auch die Löhne entsprechend anzupassen!

Ich hasse dieses Deutsche Duckmäusertum, wo man den Oberen gegenüber buckelt und nach unten weiter tritt!

Wenn die Arbeitgeber durch inakzeptable angebote einen Streik zur Hauptreisezeit provozieren dann sollte man den Arbeitgebern aufs Dach steigen und nciht den streikenden!
Und ja, warum sollte die Verhandlung nicht zu genau dieser Zeit sein? - Ist für die Gewerkschaften genau der rcihtige Zeitpunkt , um ihre Position auszuspielen.
Es würde den Arbeitgebern jederzeit Frei stehen auch schon früher zu einem anderen Zeitpunkt in die Verhandlung zu gehen, um dies zu entzerren.

Das was in diesem Land benötigt wird, aber niemals kommen wird ist ein Generalstreik, aber es gibt zu viele Arschkriecher die da nciht mit machen würden, ein anderer könnte ja einen Krümel mehr kriegen als man selber und was soll der Chef von einem halten - Oh mein Gott, das geht doch nicht!
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27.06.2014 10:34 Uhr von UICC
 
+1 | -2
 
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@PakToh

Nein das ist nicht das Problem. Gerade GDL und Cockpit Mitglieder verdienen überproportional viel - gerade weil sie den ganzen Betrieb lahmlegen können.

Geknüppelt wird nur dort wo Streiks quasi nicht statt finden. Siehe Pflege zum Beispiel!
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27.06.2014 10:47 Uhr von telemi
 
+4 | -2
 
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@ losmios2

wenn ich, als ehemaliger Kollege, deine Meinung höre, platzt mir eigentlich innerlich der Kragen.

Herzlichen Glückwunsch das ausbeuterische Gesundheitssystem hat dir genauso wie viele andere auch in der Pflege das Hirn gekostet. (Ja, das klingt jetzt ziemlich provokant und aggressiv, soll dich aber mal ein wenig wachrütteln).

Genau wegen Kollegen wie dir, wird es keine besseren Arbeitsbedingungen innerhalb der Pflege geben. Ich habe selbst 6 Jahre in dieser Sparte gearbeitet. Ich kenne keinen anderen Beruf, der so wenig vergütet, so viel abverlangt, einen derart ausbeutet und hinterher - wenn der Rücken nicht mehr will z. b. - fallen lässt.

Aber genau das ist die eingeschränkt naive Sichtweise: Ich darf ja auch nicht nicht zur Arbeit gehen.

Es ist schön, wie sehr dich deine Vorgesetzten mit deinem Drang zur Selbstverwirklichung und zum Helfen anderer Menschen, mit deine Ehre, zu solch einem Verhalten erzogen haben.

Dein Betrieb ist es scheiss egal, ob du da bist oder nicht. Es gibt immer einen der Dich ersetzten wird und wenns n Azubi ist. Hauptsache keiner stirbt aufgrund von Fahrlässigkeit und am ende des Tages stimmt die Kohle.

Überleg mal wieviel Erlös so eine Erkrankung alleine schon machen kann, wieviel Geld da fließt. BSP 4500-7500 Euro alleine nur eine Hüftop (brutto). Und jetzt klopfen Ärzte Prothesen wie bekloppt, aber DIR werden sie nicht dein madiges niedriges Gehalt über die 2200 Euro NETTO heben. Nein. Du bist King mit 1500-1700 Euro. Und die Verantwortung? Egal! Hauptsache du machst deinen Job auf grund schlechten Gewissens (wenn nicht ich wer sonst) und die BWLer ziehen die Kohle aus dem System.

Und jetzt kommmen wir mal zu @ UICC:

Tarifeinheit ist so ein schönes Wort. Weist du eigendlich wofür du hier postulierst? Ich bin selbst in zwei Gewerkschaften. Verdi, Marburger. Marburger wehrt sich gegen die Gesetzesentwürfe. Verdi natürlich nicht. Schließlich sind sie ja eine der GRÖßTEN Gewerkschaften. So ein Gesetz würde nur das Monopol unterstreichen. Und dann? Verhandeln ein paar Arbeitgeber mit der EINEN Gewerkschaft was weis ich aus, und letztlich wird dann das komplette System der Gewerkschaft und Arbeitnehmerrechte unterbunden. Wach endlich mal auf Deutschland. Wir werden unter der aktuellen geldorientierten Regierung immer mehr Autokratie. Und alles was zählt, ist das einige wenige alles Geld und Macht vereinigen wollen und können weil unsere Regierung nach ihrer Pfeiffe tanzt. Und dann kommt das Gejammere "Uns kleinen nehmen sie alles, wir können uns nicht wehren!". Ja klar, weil man in entscheidenden Situationenn mist gebaut hat und nicht rechtzeitig gehandelt hat. Weil man unüberlegt argumentiert hat.

@ all: Schön, dass eine derartige Gesetzgebung gegen das GG verstößt und somit nicht durchsetzbar IST. Wurde bereits oftmals geprüft. Aber Tante Merkel kann ja nicht Gesetz. Kann ja nur Wirschaft. Somit als nur glaube, des könnte klappen.


[ nachträglich editiert von telemi ]
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27.06.2014 12:09 Uhr von generalviper
 
+4 | -0
 
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"Schön, dass eine derartige Gesetzgebung gegen das GG verstößt und somit nicht durchsetzbar IST."

Das GG lässt sich auch ändern. Und die theoretische Mehrheit hat die aktuelle Bundesregierung in der großen Koalition.

"
So wichtig die Mitbestimmung der Arbeitnehmer und die Tarifverträge durch Gewerkschaften auch sind so ätzend ist es, wenn dann die Gewerkschaft Cockpit den halben Urlaubsflugverkehr lahm legt (und nein ich habe bisher noch nie Urlaub im Ausland gemacht und habe dies auch nicht vor. Und nein, ich bin auch noch nie geflogen) oder auch die GDL 90% des Bahnverkehrs auch für Berufspendler."

Es heisst Streik. Es soll den Arbeitgebern und auch den anderen Leuten zeigen, dass die Jobs (eigentlich ALLE Jobs) wichtig sind, und wenn diese NICHT durchgeführt werden, es für einige Menschen richtig blöd ist.
Streik soll die Menschen treffen, damit diese auch wahrnehmen, welche Leistungen tagtäglich erfüllt werden.

Was immer wieder in Deutschland auffällt ist das fehlende gemeinsame Denken. Statt den Piloten und Bahnmitarbeitern das Geld zu gönnen, wird gejammert wieviel diese Leute doch schon verdienen, und wieviele persönliche Einbußen man dann doch hat.

Während Politiker und Manager sich in Deutschland erlauben können was sie wollen, wird in der normalen Bevölkerung durch die Medien soviel Neid gegenüber den einzelnen Gruppen geschürt, dass das Volk lieber gegeneinander hetzt, als sich zusammenzuraufen.

Das sieht man immer wieder in Diskussionen um Renten, Hartz IV und sonstigen Sozialleistungen, Mindestlohn, etc.
Überall herrscht nur das egoistische Denken im Sinne von "solange mich das nichts kostet" oder "solange ich nicht darunter leide" ist alles in Ordnung. Sobald jedoch eine solidarische Maßnahme den einzelnen in irgendeiner Form einschränkt ist es scheinbar völlig egal ob es dadurch anderen Menschen besser geht...
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27.06.2014 12:14 Uhr von telemi
 
+2 | -0
 
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@generalviper

d’accord
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27.06.2014 12:21 Uhr von maxyking
 
+1 | -0
 
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Die Bundesregierung oder wie wir sie in Zukunft auch einfach nennen können "Interessenvertretung der 1%" . Die Führungselite der Welt sollte sich mal in der Französischen Geschichte umschauen und nachlesen was passiert wenn es eine Klasse von Superreichen gibt die denn Rest der Menschen schamlos ausnutzt.
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27.06.2014 12:44 Uhr von Djerun
 
+0 | -2
 
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einige der kleingewerkschaften sind selbst schuld, wenn das verständniss schwindet
oftmals sieht es eben nur nach profilierungssucht der gewerkschaftsbosse aus

viel schlimmer finde ich aber verdi, da haben sich verschiedene dienstleistungsgewerkschaften zusammengeschlossen um trotzdem für jeden berufszweig einzeln zu streiken, siehe flughäfen
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27.06.2014 13:10 Uhr von Klugbeutel
 
+2 | -1
 
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Solange die Deutschen zu feige und zu bequem sind für ihre Freiheiten und Rechte zu kämpfen- werden sie noch viele ihrer Rechte verlieren.
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28.06.2014 22:47 Uhr von losmios2
 
+1 | -0
 
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lol @ telemi

ich krieg die tür nicht zu ;)))))
mein hirn gekostet ;)))))))
1700€ netto king ;))))))))))))))))))

wenn einer für 1700€ netto schruppt, grade in der pflege hat sich schlichtweg schlecht verkauft.. WIR sind mangelware, also sind WIR kings ;)

sicherlich lässt sich über das system streiten und natürlich ist es einfach nicht fair.. wer aber kann was dafür? der Patient, Klient, Bewohner, ich? sicherlich nicht...

am ende ist es mir absolut latte wer sich die kohle in den arsch schiebt, aber ich arbeite VERANTWORTUNGSVOLL!

nicht weil es sich so gehört, sondern weil ich es von jedem anderem auch so erwarten würde.... wenn ich mal pflege oder anderes benötige...

______________________________________________

Um die Pflege tatsächlich zu verbessern, sollten die Leute einfach mal den Kopf aus dem Arsch ziehen und die Verantwortung selber in die Hand nehmen, aber das gilt für die Pflege, wie für jeden anderen Beruf!? Niemand von außen wird die Situation verbessern, wenn nicht wir, aber das weiß der telemi sicher alles...
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29.06.2014 13:43 Uhr von telemi
 
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@losmios2

natürlich weis er das. ;-)

Das wusste auch Marx. Nimms selbst in die Hand. Die Oberführung wird sich nicht runterknien. Die werden auch freiwillig nicht das Geld rausrücken.

Wie du schon sagst, es kommt drauf an für wie man sich verkauft. Aber wenn mal alle sich gleichwertig teuer verkaufen würden (ich rede von realistischen Gehältern keine Wucherforderung) dann wärs schon deutlich einfacher. Aber auch hier: Solidaritätsprinzip.

Derzeit motzt jeder einzelne, über andere Berufsgruppen wird gemotzt wenn gestreikt wird. Frankreich bekommt da deutlich mehr auf die Reihe, weil alle am selben Strang ziehen!

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